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Sachsen-Anhalt Landesförderung für E-Ladesäulen nicht ganz ausgeschöpft

Ein Stecker eines Ladekabels steckt in einer Ladestation für Elektroautos.

(Foto: Carsten Koall/dpa/Symbolbild)

Die E-Mobilität soll in den kommenden Jahren deutliche Fortschritte machen. Das ist erklärtes Ziel der Politik. Wie steht es um die Ladeinfrastruktur für E-Autos?

Magdeburg (dpa/sa) - Die Fördergelder für öffentlich zugängliche E-Ladesäulen in Sachsen-Anhalt sind nicht ganz ausgeschöpft worden. Für dieses Jahr seien 37 Anträge für 135 zu errichtende Ladesäulen eingegangen, teilte das Ministerium für Infrastruktur und Digitales auf Nachfrage mit. Hinzu komme eine zu modernisierende Ladesäule. Zusammen seien dafür Fördergelder in Höhe von 1,445 Millionen Euro beantragt worden. Das Land stellt bis 2025 jährlich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

11 Anträge seien von Energieversorgern, 21 von Unternehmen und 4 von Kommunen gestellt worden, erklärte ein Ministeriumssprecher. Ein Antrag stammte von einer Privatperson. Die Antragsfrist für dieses Jahr endete Mitte November. Bislang wurden den Angaben zufolge noch keine Anträge bewilligt oder abgelehnt. Es könnten alle Anträge, die die Fördervoraussetzungen erfüllen, bewilligt werden.

Die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens (FDP), hatte jüngst erklärt: "Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein, um die Klimaschutzziele zu erreichen und die individuelle Mobilität zu sichern. Daher sehen wir unsere Aufgabe in punkto E-Mobilität in der Förderung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur."

Das Land hat es sich zum Ziel gemacht, dass der Weg zum jeweils nächsten Ladepunkt höchstens 15 Minuten in Anspruch nehmen soll. Wie viele Ladepunkte es bislang insgesamt gibt, kann das Ministerium nicht sagen. Die meisten seien privat oder privatwirtschaftlich betrieben und würden nicht zentral erfasst. Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte habe zum 1. September dieses Jahres in Sachsen-Anhalt bei 1174 gelegen.

Laut ADAC befinden sich rund 80 Prozent der bislang installierten Ladepunkte im Privatbereich. "Der Bedarf wird daher vielerorts auf dem Land privat und nicht über einen öffentlichen Ladepunkt gedeckt", hieß es. "Wir begrüßen den Ausbau der E-Lade-Möglichkeiten, so dass es immer mehr Menschen möglich ist, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen. Förderungen sollten sich jedoch nicht ausschließlich auf den öffentlichen Raum beschränken, sondern analog zu den Bundesfördermitteln auch Privatgrundstücke stärker berücksichtigen." Das könne auch eine Förderung für nicht öffentliche Ladesäulen auf Firmengrundstücken sein, die dann den Mitarbeitenden die Möglichkeit gebe, am Arbeitsplatz Strom zu tanken, so der ADAC. Das würde vielen Menschen beim Umstieg auf E-Mobilität helfen.

Quelle: dpa

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