Sachsen-AnhaltMehr Wachstum, aber "Pilzjahr immer noch kein Gutes"

Ein trockener Sommer mit wenig Regen. Bisher war die Pilzsuche in Sachsen-Anhalt eher ernüchternd. Die Saison läuft voraussichtlich aber noch bis Mitte November. Ob es noch bergauf gehen könnte.
Magdeburg (dpa/sa) - Sie beginnen in Sachsen-Anhalt verstärkt zu wachsen, aber das "Pilzjahr ist immer noch kein Gutes". Martin Groß, der Vorsitzenden des Landesverbandes der Pilzsachverständigen in Sachsen-Anhalt (LVPS) ist aber optimistisch, dass sich die Situation Ende Oktober verbessert. Dennoch rechnet er nicht mehr mit einem üppigen Pilzwachstum. Damit verlaufe die Pilzsaison im Vergleich zum vergangenen Jahr ähnlich.
Regen der vergangenen Woche lässt hoffen
Wie feucht die Böden sind, entscheide zusammen mit dem Sonnenschein über das Pilzwachstum. Den Regen der vergangenen Woche sieht Groß daher als gute Voraussetzung. Da sich die Saison wegen des Klimawandels immer weiter nach hinten verschiebe, können Sammler wohl noch bis Mitte November auf ausreichend Pilze hoffen. Demnach setzt der Frost, der die im April begonnene Saison meist beendet, später ein.
Bei einer erfolgreichen Pilzsuche ist Groß zufolge der Ort entscheidend. Etwa östlich des Harzes würden Pilze deutlich schlechter wachsen. Auch bei Orten im Schatten des Brockens empfiehlt er, eher nicht zu suchen.
Vielfalt bisher breit
Eine genaue Angabe zum Vorkommen der Pilze kann Groß nicht machen. Erst Ende des Jahres werde ein Bericht dazu vorliegen. Seine Einschätzungen speisen sich aus Pilzberatungen, die der Landesverband der Pilzsachverständigen in Sachsen-Anhalt durchführt. Demnach wurde in der laufenden Saison eine breite Vielfalt an Pilzen gefunden.
Dazu zählten laut Groß viele gängige Pilzarten wie Steinpilze, Maronen, Schirmpilze oder Butterpilze. Auch der eher seltene und essbare Rosenrote Gelbfuß sei in eine Pilzberatung gebracht worden. Dies ließe aber nicht auf ein gehäuftes Vorkommen schließen. Der Pilz wurde laut Groß schließlich in die Beratung gebracht, weil er unbekannt ist.