Sachsen-AnhaltPräses der Landeskirche Anhalts tritt zurück

Andreas Köhn gibt sein Amt als Präses der Landeskirche Anhalts auf. Die Synode muss jetzt einen Nachfolger bestimmen. Was der Grund für seinen Rücktritt ist.
Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Synode der Evangelischen Landeskirche Anhalts muss einen neuen Präses wählen. Amtsinhaber Andreas Köhn legte sein Amt nieder, wie eine Sprecherin der Landeskirche in Dessau-Roßlau mitteilte. Grund sei ein bevorstehender Arbeitsplatzwechsel.
Köhn begründete seinen Schritt damit, dass ihm der neue berufliche Abschnitt nicht mehr genug Raum für das Ehrenamt lasse. Er könne den Aufgaben im anstehenden Strategieprozess der Evangelischen Landeskirche Anhalts und den damit verbundenen gesellschaftlichen Entwicklungen "nicht mehr mit voller Kraft und ausreichender Zeit gerecht werden". Ein Präses leitet die Synode, also das Kirchenparlament der Landeskirche.
Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer würdigte Köhns Arbeit. "In den zwei Jahren seines Dienstes sind wichtige Entscheidungen von großer Tragweite gefallen, die ohne seine besondere Verwurzelung bei den Menschen in unserer Landeskirche und sein von großer Umsicht geprägtes Handeln nicht hätten gelingen können", erklärte er.
Die Leitung der Frühjahrssynode im April übernimmt zunächst Beisitzer Jan Brademann als Stellvertreter des Präses. Im Rahmen der Synode soll dann aus den Reihen der Synodalen ein neuer Präses gewählt werden. Köhn bleibt gewählter Synodaler für den Kirchenkreis Dessau.