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Sachsen-AnhaltSchulze verteidigt abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren

11.08.2026, 06:42 Uhr
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Sven Schulze betont, warum eine abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren besonders für Ostdeutschland wichtig ist und welche Reformen er für Sachsen-Anhalt fordert.

Magdeburg (dpa/sa) - Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze hat sein Engagement für eine abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren verteidigt. Es brauche zwar Rentenreformen, aber gerade bei den Menschen in Ostdeutschland müsse honoriert werden, wenn sie 45 Jahre eingezahlt hätten, sagte er MDR Aktuell in einem Interview.

"Für die Menschen, die hier in Sachsen-Anhalt arbeiten, sind oft nicht die Steuern, sondern die Abzüge für Sozialabgaben, für Pflege der Punkt. Und das ist richtig, dass Wege gefunden werden, dass die nicht weiter ins Unendliche steigen." Schulze betonte, er sei "nicht dafür da, die Themen aus Berlin in Sachsen-Anhalt durchzudrücken, sondern Sachsen-Anhalts Themen in Berlin an der richtigen Stelle anzubringen".

Gezielte Migration in den Arbeitsmarkt notwendig

Der CDU-Spitzenkandidat erklärte die Migrationspolitik zum wichtigen Thema für Sachsen-Anhalt. "Wir brauchen gezielte Migration in den Arbeitsmarkt, aber die illegale Migration nach Europa muss gestoppt werden. Die Allermeisten, die aktuell Sachsen-Anhalt verlassen, die machen das freiwillig, das sind zwei Seiten einer Medaille." Es sei vielleicht auch ein Fehler der CDU gewesen, in den letzten Jahren das Thema nicht so thematisiert zu haben.

Schulze betonte, dass die Landtagswahl noch längst nicht entschieden sei. "Am Ende stellt sich bei dieser Wahl doch eine Frage: Entweder die AfD regiert hier oder sie regiert hier nicht. Ich möchte, dass wir aus der Mitte heraus Sachsen-Anhalt nach vorn bringen." Ihm sei wichtig, dass man anschlussfähig bleibe, "dass wir nicht zurückfallen in eine Zeit, wie es die AfD will".

Rund einen Monat vor der Landtagswahl am 6. September lag die AfD zuletzt laut der jüngsten Infratest-dimap-Umfrage für MDR, WDR, "Magdeburger Volksstimme" und "Mitteldeutsche Zeitung" mit 41 Prozent weiterhin deutlich vor der CDU (24 Prozent). Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt ist vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.

Quelle: dpa

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