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Sachsen-Anhalt Tullner zur Pisa-Studie: "Unsere Ansprüche liegen höher"

Marco Tullner (CDU), Bildungsminister von Sachsen-Anhalt. Foto: Ronny Hartmann/zb/dpa/Archivbild

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Magdeburg (dpa/sa) - Mit Blick auf die aktuelle Pisa-Studie hat Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) weitere Anstrengungen gefordert. "Die Ergebnisse sind stabil. Wir dürfen uns mit diesen allerdings nicht zufriedengeben. Unsere Ansprüche liegen höher", erklärte Tullner am Dienstag in Magdeburg. Auch wenn die Zunahme der leistungsstarken Schüler beim Lesen ein positives Signal sei, sei die Zahl der leistungsschwächeren Schüler auf hohem Niveau geblieben und leicht angestiegen. Tullner wertete das als Alarmsignal.

Sachsen-Anhalt habe bereits ein Landeskonzept zur Verbesserung der Lese-, Sprach- und Schreibkompetenzen auf den Weg gebracht. Dazu gehörten Fortbildungen für Lehrer sowie neue schulinterne Angebote. Aus dem Land waren laut dem Ministerium drei Schulen an der Pisa-Studie beteiligt. Die Erhebung wurde zwischen April und Mai 2018 von externen Testleitern durchgeführt.

Den Ergebnissen zufolge haben sich die deutschen Schüler in allen drei Bereichen der internationalen Vergleichsstudie - Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften - leicht verschlechtert. Sie erzielten jeweils etwas weniger Punkte als bei der vorherigen Untersuchung, die 2016 veröffentlicht wurde. Auch damals waren die Werte in zwei Bereichen schon gesunken.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wies bei der Vorlage der Zahlen am Dienstag in Berlin aber auch darauf hin, dass die deutschen Schüler leistungsmäßig weiterhin über dem OECD-Durchschnitt und damit auf einem guten Niveau lägen.

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