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Sachsen-AnhaltUrteil im Prozess gegen zwei Fotografen verschiebt sich

13.08.2026, 14:27 Uhr
Am-25-August-soll-das-Urteil-gegen-zwei-Fotografen-ausgesprochen-werden-denen-Brandstiftung-in-mehreren-Faellen-vorgeworfen-wird
(Foto: Heiko Rebsch/dpa)

Wegen mehrerer Brände, die im Landkreis Anhalt-Bitterfeld für Aufsehen gesorgt haben, stehen zwei Fotografen vor Gericht. Seit Mitte März wird verhandelt. Das Urteil verzögert sich erneut.

Dessau (dpa/sa) - Im Prozess gegen zwei Fotografen wegen mehrfacher Brandstiftung verzögert sich das Urteil erneut. Die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung und das Urteil seien nun für den 25. August geplant, sagte ein Sprecher des Landgerichts Dessau-Roßlau. Bereits zuvor hatte es Verzögerungen gegeben: Unter anderem wegen Krankheit eines Angeklagten waren geplante Termine aufgehoben worden. In dieser Woche waren weitere Zeugen angehört worden. Ein weiterer Beweisaufnahmeantrag müsse nun noch abgearbeitet werden, so der Sprecher weiter.

Feuer haben Sachschaden im sechsstelligen Bereich verursacht

Die Staatsanwaltschaft wirft beiden Männern vor, unter anderem Waldflächen und Lagerhallen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und umliegenden Regionen in Brand gesetzt zu haben. Dabei sollen sie auch in Kauf genommen haben, dass Einsatzkräfte verletzt werden könnten. Das Feuer sei so gelegt worden, dass sich die Flammen schnell ausbreiteten und die Löscharbeiten erschwert wurden. Durch die Brände ist den Angaben nach ein Sachschaden im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich entstanden.

Die Angeklagten waren im September 2025 festgenommen worden, nachdem sie in Raguhn von Beamten nach einem Feuer in einem leerstehenden Bahnhofsgebäude gestellt worden waren. Sie sollen ihre Bilder und Videos etwa an Zeitungen und andere Medien verkauft haben. Durch die Veröffentlichung des Materials sollen die beiden Männer Einnahmen im mittleren vierstelligen Bereich erzielt haben. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: dpa

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