Sachsen-AnhaltWanderer, AfD, Schornsteinfeger: Brockenkuppe Ziel für Viele

Der Brocken war erst nach der Friedlichen Revolution für die Allgemeinheit erreichbar. Zum Tag der Deutschen Einheit ist er für viele Menschen wieder ein Wanderziel.
Wernigerode (dpa/sa) - Den Tag der Deutschen Einheit haben viele Menschen für einen Ausflug auf den Brocken genutzt. Zum 1.141 Meter hohen Harz-Gipfel, der zu DDR-Zeiten im Sperrgebiet lag, organisierte der Harzklub wieder eine traditionelle Wanderung. Teilnehmer konnten sowohl von der Ostseite, als auch von der Westseite des Harzes individuell oder in der Gruppe zur Brockenkuppe starten. Oben gab es eine Gedenkfeier und eine Festveranstaltung.
Viele Blicke zogen auch Schornsteinfeger auf sich, die in ihrer traditionellen Kleidung samt Zylinder den Brocken besuchten. Die Handwerker aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen trafen sich zur Einheitswanderung, die alljährlich organisiert wird.
Auch Mitglieder der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland zogen - begleitet von Polizeikräften - mit wehenden Deutschland- und AfD-Fahnen auf den Brocken.
Gipfel war in DDR nicht offen zugänglich
Der 1.141 Meter hohe Harz-Gipfel lag zu DDR-Zeiten in einem militärischen Sperrgebiet mit Abhörstationen. Erst Anfang Dezember 1989 erzwangen sich Demonstranten den Zugang, der Brocken wurde wieder für die Allgemeinheit geöffnet.
Am Tag der Deutschen Einheit luden aber auch viele andere Veranstaltungen an diversen Orten ein. Vielerorts wurden Gottesdienste gefeiert, es gab Konzerte und Feste. An der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn an der Autobahn 2, wo sich einst der größte deutsch-deutsche Grenzübergang befand, gab es ein Fest der Begegnung. Ein Gottesdienst wurde gefeiert, es gab Zeitzeugengespräche, Rundgänge, Infostände und Musik.