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SachsenBergwacht warnt vor Leichtsinn beim Wandern

27.07.2026, 05:01 Uhr
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(Foto: Jürgen Lösel/dpa)

In der Sächsischen Schweiz verunglücken immer wieder Wanderer und Kletterer. Was die Helfer der Bergwacht vor einer Tour im Mittelgebirge empfehlen.

Pirna (dpa/sn) - Die Bergwacht ist in der Sächsischen Schweiz im ersten Halbjahr zu 83 Notfällen ausgerückt. Damit lag die Zahl der Einsätze in dem beliebten Wander- und Klettergebiet so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Anders als 2025 hätten sich in diesem Jahr bislang keine tödlichen Kletterunfälle ereignet, teilte der Sprecher der DRK-Bergwacht, Kai Kranich, mit.

Die meisten Unfälle passierten nach wie vor beim Wandern. Menschen stolperten und zögen sich bei Stürzen Verletzungen zu. Andere bekämen Herz-Kreislauf-Probleme, die nicht zwingend etwas mit ihrer Wanderung zu tun haben müssten. Von 147 Einsätzen in der Sächsischen Schweiz im vergangenen Jahr seien 99 wegen Notfällen beim Wandern verzeichnet worden.

Mehr Rettungshubschrauber-Flüge

Auffällig sei, dass immer häufiger Rettungshubschrauber angefordert werden müssen. Die Zahl der Einsätze sei von 30 im Jahr 2019 auf 44 im Jahr 2025 gestiegen. In diesem Jahr musste zum Beispiel ein Rettungshubschrauber gerufen werden, nachdem ein 18-Jähriger acht Meter tief in eine Schlucht gestürzt war. Der junge Mann war im Februar laut Bergwacht auf den Affensteinen herumgeklettert.

Touren gut vorbereiten

Die Fachleute für die Sicherheit in Sachsens Bergen gehen davon aus, dass sich ein Großteil der Unfälle ereignet, weil die Menschen entweder das Gebirge unter- oder sich selbst überschätzen. Das führe dazu, dass Wanderer schlicht nicht das passende Schuhwerk trügen oder sich mit den falschen Hilfsmitteln orientierten. Die Mittelgebirge seien durchaus anspruchsvoll, eine gute Vorbereitung einer Tour sei deswegen wirklich wichtig.

Zur Bergwacht in Sachsen gehören derzeit 386 Einsatzkräfte. Alle Mitglieder engagierten sich ehrenamtlich, teilte Sprecher Kranich mit. Neben verunglückten Kletterern und Wanderern bergen die Helfer auch Radfahrer aus unwegsamem Gebiet und kümmern sich im Winter um eine große Anzahl an Skiunfällen.

Quelle: dpa

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