SachsenExperte zu Rüstungsansiedlung: "Müssen den Sinn erklären"

Die Ansiedlung eines US-Rüstungsunternehmens in Leipzig sieht Markus Kurczyk als Chance. Der frühere Bundeswehr-Generalmajor fordert mehr Akzeptanz für die "Zeitenwende".
Leipzig (dpa/sn) - Der Vorsitzende des Mitteldeutschen Sicherheitsinstitutes (MISI), der frühere Bundeswehr-Generalmajor Markus Kurczyk, fordert einen pragmatischen Umgang mit offenen Fragen zu der in Leipzig geplanten Ansiedlung des US-Rüstungsunternehmens Covenant. "Wir müssen den Sinn von Verteidigung und Rüstungsausgaben immer wieder neu erklären", sagte Kurczyk. Gleichzeitig sei auch klar: "Wer die Zeitenwende ernst nimmt, muss auch akzeptieren, dass sie irgendwo konkret wird."
Die geplante Produktion von Marschflugkörpern durch Covenant sei eine hervorragende Nachricht und eröffne neue Perspektiven für mittelständische Zulieferer und Technologieunternehmen.
Das MISI ist ein neu gegründeter Branchenverband mit Sitz in Leipzig, der sich dafür einsetzt, dass Ostdeutschland stärker vom Rüstungsboom profitiert. Bis Ende 2027 will der Verband nach eigenen Planungen eine wesentliche Rolle bei Investitionen aus dem Rüstungsbereich sowie beim zivilen Schutz und dem Schutz kritischer Infrastruktur und der Cyber-Sicherheit spielen.