SachsenGrünen-Politikerin Meier erhält Ritterschlag

Grünen-Politikerin Katja Meier hat Brücken zwischen Frankreich und Sachsen geschaffen. Nun erhält sie den Ritterschlag. Als erste Sächsin bekommt sie den französischen Orden der Ehrenlegion.
Dresden (dpa/sn) - Grünen-Politikerin Katja Meier ist vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum Ritter im nationalen Orden der Ehrenlegion ernannt worden. Sie ist die erste Frau aus Sachsen, die mit dieser hohen französischen Auszeichnung geehrt wird, teilte die Landtagsfraktion der Grünen mit. Die 46-Jährige war in der vorherigen Regierung Sachsens Ministerin für Justiz, Demokratie, Europa und Gleichstellung. Die Ehrung wird am 29. April in der Französischen Botschaft in Berlin erfolgen.
Tiefe Verbundenheit mit Frankreich und seinen Werten
"Diese herausragende Anerkennung würdigt ihr bemerkenswertes Engagement für die deutsch-französische Zusammenarbeit, vor allem auf lokaler Ebene - genau dort, wo sie die Bürgerinnen und Bürger direkt betrifft", zitiert die Fraktion aus einem Glückwunschschreiben des französischen Botschafters in Deutschland, François Delattre. Meiers Wirken zeuge von einer tiefen Verbundenheit mit Frankreich und seinen Werten.
Meier: Enge Partnerschaft mit Frankreich ist Gebot der Stunde
Meier zeigte sich von der Ernennung "tief bewegt". "Ich verstehe sie vor allem auch als Anerkennung für die vielen Menschen in Sachsen und Frankreich, die der deutsch-französischen Freundschaft in den vergangenen Jahren hier und in ganz Ostdeutschland neue Energie gegeben haben", betonte sie. Gerade in einer Zeit, in der Europa politisch und sicherheitspolitisch unter Druck stehe, sei eine engere Partnerschaft mit Frankreich und eine starke europäische Zusammenarbeit das Gebot der Stunde.
"Mir war es immer ein Anliegen – als Ministerin und auch heute –, diese Brücken zu bauen: zwischen Sachsen und Okzitanien, zwischen Unternehmen und Kulturschaffenden, vor allem aber zwischen den Menschen, insbesondere der jungen Generation. Europa ist stark, wenn wir einander begegnen, Vertrauen aufbauen und den Mut haben, zusammenzustehen."