SachsenMord in Weißwasser: 35-Jähriger gesteht

Der Mann soll den angeblichen Liebhaber seiner Verlobten erstochen haben. Der Prozess am Landgericht Görlitz beginnt mit einem Geständnis.
Weißwasser/Görlitz (dpa/sn) - Im Prozess wegen eines mutmaßlichen Mordes in Weißwasser hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Der heute 35-Jährige soll laut Anklage sein 30 Jahre altes Opfer mit einem Stich in den Kopf getötet haben, weil er vermutete, seine Verlobte habe ein Verhältnis mit dem Mann. Das Opfer war der Cousin der Frau. Bei der Verhandlung am Landgericht Görlitz räumte der Angeklagte die Vorwürfe im Wesentlichen ein, wie ein Sprecher mitteilte.
Die Tat ereignete sich am 22. September vorigen Jahres. Der Beschuldigte habe zuerst seine Verlobte gewürgt und geschlagen, teilte das Gericht mit. Danach zwang er sie, zur Wohnung ihres Cousins mitzukommen. Sie habe den 30-Jährigen an die Tür locken müssen - wo der Beschuldigte mit einem Messer auf das Opfer eingestochen habe. Der Mann starb nach einer Reanimation einen Tag später im Krankenhaus an seinen schweren Kopfverletzungen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-Jährigen aus Weißwasser einen Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor. Er sitzt seit dem 23. September in Untersuchungshaft. Das Urteil im Prozess am Landgericht Görlitz wird am kommenden Mittwoch erwartet.