SachsenNicht aufgemalt: Dresden baut Zebrastreifen vor Musikschule

Ein selbst gemalter Zebrastreifen in Dresden hatte für Aufsehen gesorgt. Die Stadt fand dies aber nicht gut und sperrte kurzerhand den Überweg. Jetzt kommt Bewegung in die Posse.
Dresden (dpa/sn) - Die Posse um einen selbst aufgemalten Zebrastreifen in Dresden nimmt ein glückliches Ende. Die Bauarbeiten zu einem richtigen Fußgängerüberweg vor dem Heinrich-Schütz-Konservatorium haben nun begonnen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Damit soll das Überqueren der Straße an dieser Stelle sicherer werden.
Bis Anfang November soll der Überweg gebaut sein. Fußgänger werden demnach sicher durch das Baufeld geführt. Die Kosten betragen den Angaben zufolge rund 44.000 Euro.
Weite Laufwege für sichere Überquerung
Im Sommer 2025 hatten Unbekannte an der vielbefahrenen Straße in der Neustadt einen Zebrastreifen auf die Fahrbahn gemalt, um einen sicheren Zugang zum Heinrich-Schütz-Konservatorium zu ermöglichen. Die Stadt hatte die Straßenüberquerung kurzerhand mit Warnbarken gesperrt, weil die Farbe nicht entfernt werden konnte und die kurzzeitige Sicherung des Überwegs mit gelber Markierungsfolie fehlschlug. Für einen sicheren Weg über die Straße mussten Schulkinder und Anwohner weit laufen.
Es handle sich bei falschen Zebrastreifen nicht nur um eine Sachbeschädigung, sondern auch um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, hatte die Stadt die Maßnahme damals begründet. Ferner würden eigenmächtig angebrachte Verkehrszeichen eine Ordnungswidrigkeit nach Straßenverkehrsordnung darstellen.