SachsenStaus in Sachsen werden länger – Rekord auf der A4

Fast 1.000 Stunden mehr Stau auf der A4: Silvester brachte mit 512 Kilometern Rekordlänge. Was steckt hinter dem Stau-Chaos und warum könnten 2026 noch mehr Wartezeiten drohen?
Dresden (dpa/sn) - Autofahrer haben im vergangenen Jahr auf Sachsens Autobahnen zwar seltener dafür jedoch länger im Stau gestanden. 2025 wurden 15.904 Staus gemeldet, 2024 waren es noch 18.064, wie der ADAC Sachsen mitteilte. Dagegen wurden 22.866 Staukilometer registriert, gut 1.600 mehr als im Jahr 2024. Die Staustunden erhöhten sich im Jahresvergleich um zwölf Prozent.
Alleine knapp 1000 Stunden mehr als im Jahr 2024 dauerten die Verkehrsstörungen und Wartezeiten auf der A4 in Sachsen. Reisende mussten sich auf den Streckenabschnitten zwischen den Ausfahrten Pulsnitz (Landkreis Bautzen) und Siebenlehn (Landkreis Mittelsachsen) sowie zwischen Bautzen Ost und Görlitz am längsten in Geduld üben.
Der längste Stau betrug 40 Kilometer auf der A4
Der längste zusammenhängende Stau wurde auf der A4 am 17. April 2025 mit 40 Kilometern Länge registriert. Dieser liegt damit auf Platz 5 bei den bundesweiten Stauereignissen. Der Tag mit den meisten Staus war laut ADAC der letzte Tag des Jahres. 99 Staus wurden am 31. Dezember 2025 in Sachsen gemeldet. Es staute sich am Silvestertag auf einer Gesamtlänge von 512 Kilometern im Freistaat.
Zunahme im laufenden Jahr erwartet
Im laufenden Jahr erwartet der ADAC eine weitere Verschärfung der Situation auf den Autobahnen. Eine moderate Zunahme des Verkehrsaufkommens werde voraussichtlich auch zu mehr Staus führen, heißt es vom Verkehrsclub. Zudem sorgten auch die "dringend erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen zur Modernisierung hunderter maroder Autobahnbrücken" für zusätzliche Behinderungen. Sie seien aber alternativlos, um das Autobahnnetz zukunftsfit zu machen.