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ThüringenBundeswehr-Bilanz nach Verlegeübung positiv

07.05.2026, 12:06 Uhr
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(Foto: Gregor Mühlhaus/dpa-Zentralbild/)

Die Bundeswehr hat mit einer Übung die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Behörden geübt. Die Bilanz ist positiv. Und die nächste Übung dieser Art ist schon angedacht.

Erfurt (dpa/th) - Die Bundeswehr ist mit dem Verlauf und den Ergebnissen der Übung "Hethex 2026" zufrieden. "Das ist so gut gelaufen, dass ich sage: Das macht so viel Freude, den nächsten Schritt zu gehen", sagte der Kommandeur des Landeskommandos Thüringen der Bundeswehr, Oberst Klaus Glaab, in Erfurt.

Die Bundeswehr hatte bei der Übung vor kurzem die Verlegung von Soldaten und Großgerät über deutsche Straßen trainiert, was eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften und zum Beispiel kommunalen Verwaltungen nötig machte.

An der Übung nahmen etwa 900 deutsche und US-amerikanische Soldaten teil, die bei ihren Märschen über mehrere Autobahnen von Polizei, Feuerwehr, Landratsämtern und Autobahnmeistereien unterstützt wurden. Nach Bundeswehrangaben war es die erste länderübergreifende Übung dieser Art in Deutschland. Sie wurde gemeinsam von den Bundeswehr-Landeskommandos in Hessen und Thüringen verantwortet. "Hethex" steht für "Hesse-Thuringia-Exercise".

Oberst Glaab sagte, die Übung habe einerseits wichtige Erkenntnisse zu nötigen Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Behörden gebracht. Andererseits habe sich gezeigt, dass es ein hohes Engagement etwa bei Kommunen, Polizei und Feuerwehr gebe, die Bundeswehr zu unterstützen.

Zwei brennende Lkw

Glaab sagte, im nächsten Jahr solle es eine weitere Übung dieser Art geben. Möglicherweise werde diese komplexer und umfangreicher sein als in diesem Jahr. So könnten zum Beispiel noch mehr Soldaten beteiligt werden oder sie könnten in einem sogenannten Convoy Support Center übernachten - das sind Tank- und Rastplätze für militärische Marschkolonnen.

Während der Übung habe es sowohl auf der thüringischen als auch auf der hessischen Seite Brände von Lastern auf den Autobahnen gegeben, sagte Glaab. Diese Zwischenfälle seien ungeplant gewesen, es habe sich dabei um ganz normale Verkehrsunfälle gehandelt. Dadurch sei die Übung aber besonders realistisch geworden. Die betroffenen Marschkolonnen hätten Umleitungen fahren müssen. "Das hat gut geklappt, letztendlich sind die Kolonnen da hingekommen, wo sie hin sollten", sagte Glaab.

Es habe sich dabei aber auch gezeigt, dass es noch an Technik fehle, etwa damit sich Bundeswehr und Polizei ein gemeinsames Lagebild teilen könnten. Deshalb seien während der Übung zahlreiche Informationen über den Digitalfunk und gesicherte E-Mails ausgetauscht worden. An der Technik, um ein gemeinsames Lagebild nutzen zu können, werde bereits gearbeitet, sagte Glaab.

Quelle: dpa

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