ThüringenMehr Bewegung: Projekt startet an zwölf Thüringer Schulen

Mehr Bewegung in und außerhalb der Schule: Dafür gibt es neue Angebote an einigen Schulen in Thüringen. Sie sollen auch jene Kinder erreichen, die bisher kaum aktiv waren. Was geplant ist.
Erfurt (dpa/th) - An zwölf Thüringer Schulen startet ein Projekt für mehr Bewegung im Schulalltag. Drei sogenannte Bewegungsmanager sollen an den ausgewählten Bildungseinrichtungen Sport- und Bewegungsangebote in den Schulalltag integrieren und Kooperationen mit örtlichen Vereinen aufbauen, wie es vom Bildungsministerium hieß.
Durch das Projekt soll auch die Zusammenarbeit mit Vereinen gestärkt werden, betonte Bildungsminister Christian Tischner. "Davon profitieren Schulen, Kinder und Jugendliche ebenso wie die Sportlandschaft in den Regionen", sagte der CDU-Politiker.
Dafür arbeiten der Landessportbund Thüringen und die Thüringer Sportjugend mit dem Land zusammen. Zur Verfügung stehen bis Juli 2029 rund 709.000 Euro. Angestellt wird das neue Personal beim Landessportbund, eingesetzt wird es in unterschiedlichen Regionen. Derzeit laufe die Besetzung der Stellen.
Teil des Startchancen-Programms
Die zwölf Schulen gehören zu den sogenannten 93 Startchancen-Schulen in Thüringen. Mit dem Programm wollen Bund und Länder gezielt Schulen unterstützen, die vor besonderen Herausforderungen stehen und die Kindern unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Bildungschancen ermöglichen.
"Unser Ziel ist nicht nur, einzelne Angebote an Schulen zu schaffen. Wir wollen nachhaltige Strukturen aufbauen, die auch darüber hinaus tragen können", sagte Nadin Czogalla vom Landessportbund Thüringen.
Geplant sind nach Angaben des Ministeriums etwa Sportangebote am Nachmittag oder Projekttage, Wettbewerbe und Sportveranstaltungen. Insbesondere sollen Kinder und Jugendliche erreicht werden, die bislang wenig Zugang zu Sportangeboten hatten.