ThüringenPropaganda für den IS? Prozess startet in Jena

In Jena steht ab Dienstag ein Mann vor Gericht, der sich vor etlichen Jahren dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen haben soll. Was dem aus dem Irak stammenden Mann vorgeworfen wird.
Jena (dpa/th) - Am Oberlandesgericht in Jena beginnt heute (10.00 Uhr) der Prozess gegen einen Mann, der sich im irakischen Mossul freiwillig dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben soll. Dem 1960 geborenen Angeklagten wird vorgeworfen, ab September 2014 in verschiedenen Funktionen für den IS tätig gewesen zu sein.
So soll er unter anderem als leitender Mitarbeiter im Bereich Medien und Propaganda und als Kämpfer für den IS im Einsatz gewesen sein. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens gilt die Unschuldsvermutung.
Nach Angaben des Gerichts soll der Mann in der zweiten Jahreshälfte 2017 aus dem Irak ausgereist sein. Seit Oktober 2025 ist er in Untersuchungshaft. Die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft hatte Ende April Anklage gegen den aus dem Irak stammenden Mann erhoben.