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ThüringenStiftung Genshagen erhält Weimarer Dreieck-Preis

29.08.2026, 18:32 Uhr
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Junge Menschen aus Frankreich, Polen und Deutschland haben überlegt, wie kulturelle Teilhabe junger Menschen verbessert werden kann. Dafür gibt es in Weimar einen Preis.

Weimar (dpa/th) - Die Stiftung Genshagen ist für ein deutsch-französisch-polnisches Projekt mit dem Weimarer Dreieck-Preis ausgezeichnet worden. Das Jugendlabor "KulturPass" zeige beispielhaft, wofür das Weimarer Dreieck stehe, sagte Dieter Hackmann, Vorsitzender des Weimarer Dreieck Vereins. "Junge Menschen aus unseren drei Ländern begegnen sich auf Augenhöhe und entwickeln gemeinsam konkrete europäische Lösungen."

Gerade im Jubiläumsjahr sei diese Auszeichnung ein starkes Signal für ein lebendiges und zukunftsfähiges Weimarer Dreieck, betonte er. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Festveranstaltung zum 35-jährigen Bestehen des Weimarer Dreiecks im Seminargebäude der Weimarhalle statt.

Kulturelle Teilhabe junger Menschen im Fokus

Vergangenen März kamen im Rahmen des sogenannten Jugendlabors den Angaben nach 21 junge Menschen zwischen 18 und 25 aus Deutschland, Polen und Frankreich zusammen. Dabei verfolgten sie die Frage, wie kulturelle Teilhabe verbessert und der Zugang junger Menschen zu Kunst und Kultur erleichtert werden könne. Basierend auf bereits bestehenden Modellen für Kulturpässe entwickelten sie demnach konkrete Empfehlungen.

Das Projekt wurde von der Stiftung Genshagen zusammen mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung organisiert sowie von der Stiftung Hippocrène unterstützt.

Preis macht Verständigung sichtbar

Die Auszeichnung wird jährlich gemeinsam vom Verein Weimarer Dreieck und der Stadt Weimar vergeben. Er ist mit einer eigens geschaffenen Holzskulptur und einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert. Damit werden Jugendinitiativen aus Deutschland, Frankreich und Polen gewürdigt, die sich in besonderem Maße für Verständigung und Zusammenarbeit engagieren.

Das Weimarer Dreieck wurde von den damaligen Außenministern Frankreichs, Polens und Deutschlands am 29. August 1991 in der Thüringer Klassikstadt ins Leben gerufen.

Das Weimarer Dreieck steht seit 35 Jahren für die Verständigung und Zusammenarbeit der drei Länder, sagte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). "Seine besondere Stärke liegt darin, dass es den politischen Austausch mit dem Engagement der Zivilgesellschaft verbindet", sagte er. Es mache ihn stolz, dass sie in Weimar nicht nur auf 35 Jahre gemeinsame Geschichte zurückblickten, sondern auch den Blick nach vorn richteten.

Quelle: dpa

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