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ThüringenSpaziergang mit bunter Aussicht - Frühblüher erobern Natur

04.03.2026, 13:13 Uhr
Gelb-bluehende-Winterlinge-bedecken-den-Boden
(Foto: Heiko Rebsch/dpa)

Buschwindröschen, Winterlinge und Bärlauch: Welche Pflanzen man bei einem Waldspaziergang im Frühjahr eher aus der Ferne bewundern sollte und welche sogar in der Küche verarbeitet werden können.

Erfurt (dpa/th) - Die ersten Sonnenstrahlen hauchen nicht nur den Menschen in Thüringen, sondern auch der Natur neues Leben ein. Über 60 verschiedene Arten von Frühblühern sind laut dem Thüringen Forst bis April in den Wäldern des Freistaats zu finden. Einige von ihnen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch lecker.

"Frühjahrsblüher sind Spezialisten, die das Überwintern meisterhaft beherrschen", sagte der Sprecher von Thüringen Forst, Horst Sproßmann. Dabei überdauerten sie die kalte Jahreszeit frostgeschützt im Boden. Mit den ersten Strahlen der Sonne beginnen Buschwindröschen, Winterlinge sowie der gefleckte Aronstab zu blühen. Diese und weitere Pflanzenarten tauchen die Wälder Thüringens über mehrere Wochen hinweg in Farbe.

Intensive, aber kurze Blüte- sowie Erntezeit

Anfang April sei der "Blütenzauber" wieder vorbei, berichtete Sproßmann. Sobald sich das Blätterdach der Bäume verdichtet, fehlt den Pflanzen auf dem Waldboden das Licht und das weiß-gelbliche Blütenmeer verschwindet.

Nicht alle der Pflanzen sind laut Thüringen Forst ungefährlich. Der gefleckte Aronstab sei stark giftig und solle besser nur aus der Ferne betrachtet werden. Bärlauch hingegen erfreue sich großer Beliebtheit bei Sammlern und werde oftmals zu Pesto verarbeitet. Sproßmann riet, diesen noch bis Ende März zu ernten, da die Blätter dann besonders "nährstoffreich und wohlschmeckend" seien.

Laubwälder entfalten im Frühjahr besonderen Reiz

Wer sich bei einem Spaziergang an den Pflänzchen des Frühjahrs erfreuen möchte, ist auf einer Route durch die Laubwälder des Freistaats gut aufgehoben, wie es weiter hieß. Der Steigerwald bei Erfurt, der Weimarer Webicht, das Rautal bei Jena sowie die Waldgebiete rund um die Wartburg seien gute Anlaufpunkte.

Quelle: dpa

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