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ThüringenThüringer Autofahrer stehen bundesweit eher selten im Stau

05.02.2026, 04:02 Uhr
Auf-Thueringer-Autobahnen-staute-sich-der-Verkehr-im-vergangenen-Jahr-auf-einer-Gesamtlaenge-von-5-606-Kilometern-knapp-400-Staukilometer-weniger-als-noch-2024

Thüringen bleibt mit seinen Autobahnen laut ADAC eines der staufreisten Bundesländer. Was die Gründe dafür sind und welche Strecken dennoch Geduld erfordern.

Erfurt (dpa/th) - Thüringens Autobahnen zählen weiterhin zu den staufreisten Autobahnen in Deutschland. Nach Angaben des ADAC blieb das Stauaufkommen im Jahr 2025 im Freistaat nahezu unverändert niedrig und lag deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Thüringen gehöre nach wie vor zu den Bundesländern mit den geringsten Verkehrsbehinderungen auf Autobahnen.

Demnach summierten sich die Staus im vergangenen Jahr im Freistaat auf eine Gesamtlänge von 5.606 Kilometern - rund 400 Kilometer weniger als im Jahr zuvor. Dabei standen Autofahrer insgesamt 2.202 Stunden (2024: 2.212) im Stau. Bezogen auf die Autobahnlänge ergibt sich für Thüringen damit laut ADAC eine Kennzahl von vier Staustunden pro Autobahnkilometer. Bundesweit liege dieser Wert bei 36.

Wo es am häufigsten stockte

Die meiste Geduld brauchten Autofahrer im vergangenen Jahr auf der A4 Eisenach-Dresden zwischen der Anschlussstelle Stadtroda und dem Hermsdorfer Kreuz (168 Staustunden). Es folgen die A4 zwischen Jena-Zentrum und Stadtroda (114 Stunden) sowie die A9 Berlin-München zwischen Dittersdorf und Triptis (52 Stunden).

Besonders stauanfällig war der Januar 2025: Anhaltende Schneefälle führten etwa am 5. Januar in ganz Thüringen zu Staus auf einer Gesamtlänge von 520 Kilometern. Der Tag machte damit fast zehn Prozent des gesamten Stauaufkommens im Jahr aus. Der längste Einzelstau entstand nur wenig später am 9. Januar auf der Südharzautobahn A38, als Unfälle und querstehende Lastwagen bei winterlichen Straßenverhältnissen eine bis zu 22 Kilometer lange Blechlawine verursachten.

Gute Aussichten trotz Baustellen

Auch für dieses Jahr rechnet der ADAC Hessen-Thüringen weiterhin mit einem geringen Staugeschehen im Freistaat. Trotz einzelner Bauprojekte, etwa am Hermsdorfer Kreuz, seien größere Einschränkungen nicht zu erwarten. "Thüringens Infrastruktur ist im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern gut in Schuss", erklärte ADAC-Verkehrsexperte Wolfgang Herda. Größere Baustellen, die den Verkehrsfluss direkt beeinträchtigten, gebe es kaum.

Quelle: dpa

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