ThüringenTrüffelplantagen in Thüringen sollen schneller Pilze liefern

Sie gelten als Delikatesse und sind nicht so einfach zu finden. Vor allem Frankreich wird mit Trüffeln verbunden. Aber auch in Thüringen wachsen die edlen Pilze.
Schönewerda (dpa/th) - Sie gelten als Delikatesse, sind teuer und eher in der gehobenen Küche zu finden: Trüffeln. Die edlen Pilze sollen in Thüringen schneller wachsen als bei herkömmlichen Anbauformen, teilte die Thüringer Freilandpilze GmbH in Schönewerda (Kyffhäuserkreis) mit. Ein Praxistest habe gezeigt, dass in nacheinander angelegten Plantagen Trüffel bereits nach vier bis fünf Jahren geerntet werden könnten.
Herkömmliche Trüffelplantagen liefern nach Angaben des Unternehmens nennenswerte Pilzfunde erst nach sieben bis zehn Jahren. Die Pilze wachsen unter der Erde in Symbiose mit bestimmten Baumarten.
Bei dem Thüringer Verfahren seien die Bedingungen für die Symbiose zwischen Pilz und Wirtsbaum von der Anzucht bis zur Plantagenbewirtschaftung verbessert worden. Ein Praxistest habe gezeigt, dass sich in zwei der drei Plantagen erste Pilze bereits nach vier Jahren zeigten.
Neben Plantagen auch Baumschule in Schönewerda
Eine Forschungsgruppe habe die Grundlagen gelegt, die Freilandpilze GmbH habe die Arbeiten in eigenen Versuchs-, Lehr- und Produktionsanlagen weitergeführt. Ein früherer Ertrag von Trüffelplantagen könnte die Wirtschaftlichkeit des Pilzanbaus verbessern, so das Unternehmen. Bisher sei eine der größten Herausforderungen die lange Zeit zwischen Investition und ersten Erträgen. Neben einem früheren Erntebeginn gehe es auch um höhere Erträge.
In Schönewerda beständen eine Trüffelbaumschule, Forschungsflächen sowie unterschiedlich alte Plantagen. Neue Erkenntnisse könnten damit unmittelbar in die Pflege und Bewirtschaftung jüngerer Anlagen einfließen - quasi wie in einem Freilandlabor.