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Das Smartphone ist fast immer mit dabei - aber manchen setzen auch auf "digitale Entgiftung".
Das Smartphone ist fast immer mit dabei - aber manchen setzen auch auf "digitale Entgiftung".(Foto: imago/Westend61)
Montag, 08. Januar 2018

"Digital Detox" als Angebot: Wenn das Smartphone im Urlaub aus bleibt

Für viele ist es nicht einfach das Smartphone im Urlaub auszuschalten. Reiseveranstalter werben daher mit "Digital Detox" - einer digitalen Entgiftung, damit sich der Urlauber so richtig entspannen kann. Ein Unternehmen geht sogar noch weiter.

Einige Menschen können erst dann richtig abschalten, wenn sie nicht erreichbar sind und das Smartphone aus ist. Ein Unternehmen  der Reisebranche ist dabei besonders radikal. Der Reiseveranstalter ASI Reisen aus Innsbruck nimmt den Gästen auf ausgewählten Reisen jetzt auf Wunsch die Handys weg.

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Smartphones würden auf freiwilliger Basis am Anfang der Reise eingesammelt, teilt der Veranstalter mit. Das geht etwa bei einer Alpenüberquerung zu Fuß oder einer Wanderreise durch Island. Bislang habe es noch keiner bereut, sein Handy abzugeben, sagt Geschäftsführer Ambros Gasser. ASI Reisen ist auf Aktiv- und Erlebnisreisen weltweit spezialisiert.

Der Ansatz hinter dem Angebot: Die Urlauber sollen die Reise noch nachhaltiger genießen und der permanenten Zerstreuung entgehen können. Diese Idee ist nicht neu und hat sich unter dem Namen Digital Detox (digitale Entgiftung) bereits weit verbreitet. So bieten mittlerweile zum Beispiel viele Hotels bewusst kein WLAN an. Und es gibt sogar die Digital-Detox-Camps, wo dauergestresste Teilnehmer eine gewisse Zeit ganz ohne Smartphone Urlaub machen können.

Doch manchmal braucht es gar keine extra Bedingungen, um Urlaubern eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Wer beispielsweise in bestimmte Bergregionen fährt und von Hütte zu Hütte wandert, hat oftmals ohnehin keinen Empfang, sodass im Funkloch auch keine Anrufe durchkommen.

Mehrheit ist auch im Urlaub online

Doch die allermeisten Deutschen sind auch im Urlaub weiterhin erreichbar, wie eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung zeigt. Erwartungsgemäß ist das Smartphone das favorisierte Mobilgerät unter den Befragten: 81 Prozent benutzen es für E-Mails, Surfen und Fotografieren im Urlaub. Bei den Jüngeren sind es 93 Prozent. Auf den Plätzen folgen Tablet und Laptop. Für 76 Prozent der Befragten dient das Gerät der privaten Kommunikation mit Familie und Freunden, 68 Prozent nennen Fotografieren an erster Stelle, auf Platz drei folgten Nachrichten.

Quelle: n-tv.de