Freie Sicht im HerbstEntfeuchter-Kissen verhindern beschlagene Autofenster

Beschlagene Scheiben gehören zu den weniger charmanten Seiten der kalten Jahreszeit. Ein simples Entfeuchter-Kissen soll das Problem schon angehen, bevor morgens das Gebläse auf Hochtouren laufen muss.
Ein Kissen fürs Auto? Das klingt zunächst nach Nackenstütze für lange Fahrten. Das XXL-Entfeuchter-Kissen von King Kong State hat allerdings einen anderen Job: Es soll überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft im Innenraum holen. Dafür stecken im Kissen laut Hersteller 1,2 Kilogramm sogenannte Magic-Silica-Füllung. Der Trick dahinter ist erstaunlich unspektakulär – und gerade deshalb praktisch.
So funktioniert das Entfeuchter-Kissen:
Im Inneren des Entfeuchter-Kissens steckt Silicagel, ein poröses Material mit einer sehr großen inneren Oberfläche. Wassermoleküle aus der Luft lagern sich an dieser Oberfläche an. Vereinfacht gesagt: Die Feuchtigkeit bleibt am Silica hängen, statt weiter durch den Innenraum zu ziehen. Weniger Feuchtigkeit in der Luft bedeutet wiederum weniger Wasser, das sich an kalten Scheiben niederschlagen kann. Das Kissen kann damit helfen, dem morgendlichen Scheiben-Nebel vorzubeugen.
Indikatorfenster: Zeigt an, wann das Kissen Feuchtigkeit aufgenommen hat und in der Mikrowelle getrocknet werden sollte.
Wiederverwendbar: Lässt sich laut Hersteller nach dem Trocknen erneut einsetzen.
Anti-Rutsch-Pad: Soll verhindern, dass das Kissen während der Fahrt verrutscht.
Während der Fahrt sollte das Entfeuchter-Kissen möglichst sicher verstaut werden. Auf dem Armaturenbrett kann es trotz Anti-Rutsch-Pad bei starkem Bremsen verrutschen oder herumgeschleudert werden. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass weder Sicht noch Airbags beeinträchtigt werden.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Ein guter Trick gegen beschlagene Scheiben?
Wer bei null Sicht in ein bereits komplett beschlagenes Auto steigt, sollte nicht darauf warten, dass ein Kissen spontan den Durchblick bringt. Für die akute Hilfe empfiehlt der ADAC unter anderem, Gebläse und Heizung auf die Scheibe zu richten und, sofern die Temperaturen es zulassen, die Klimaanlage einzuschalten. Sie entzieht der Luft ebenfalls Feuchtigkeit.
Wie entsteht Feuchtigkeit im Auto?
Das eigentliche Problem beginnt oft schon beim Einsteigen. Regen auf der Jacke, Schnee unter den Schuhen oder nasse Fußmatten bringen Wasser ins Fahrzeug. Bei niedrigen Temperaturen trocknet das Ganze schlecht. Wird der Innenraum anschließend aufgeheizt, gelangt die Feuchtigkeit wieder in die Luft.
Trifft diese warme, feuchte Luft auf die kalten Scheiben, kondensiert Wasser am Glas – und schon ist die Aussicht milchig. Genau deshalb treten beschlagene Scheiben im Herbst und Winter besonders häufig auf. Auch der ADAC nennt nasse Kleidung, Schuhe und Fußmatten als typische Feuchtigkeitsquellen im Auto.
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Noch mehr Durchblick: Drei Helfer für den Herbst und Winter
Ein Mikrofasertuch hilft, wenn die Scheibe trotz allem beschlägt. Gummi-Fußmatten sind im Herbst und Winter praktisch, weil sie im Gegensatz zu Textilmatten weniger Nässe speichern und sich leicht ausschütteln und trocknen lassen. Eine Frontscheibenabdeckung schützt zusätzlich vor Eis und Schnee von außen. Zusammen mit dem Entfeuchter-Kissen ist das Auto jetzt optimal für die kalte Jahreszeit ausgestattet.
Der eigentliche Trick beginnt schon am Abend zuvor
Besonders sinnvoll ist es, das Entfeuchter-Kissen nicht erst fünf Minuten vor der Fahrt, sondern dauerhaft in der feuchten Jahreszeit zu verwenden. So kann es Feuchtigkeit aufnehmen, während das Auto stundenlang auf dem Parkplatz steht. Noch effektiver wird die Strategie, wenn die Ursache gleich mit ausgebremst wird: Nasse Fußmatten herausnehmen und trocknen, Schnee von den Schuhen klopfen und feuchte Jacken nicht über Nacht im Wagen lagern. Auch saubere Innenscheiben helfen laut ADAC, weil sich Feuchtigkeit auf ihnen weniger schnell festsetzt.



