Fans einig: Deutscher Fußball tut nicht genug gegen Homophobie
Die Fans in Deutschland halten das Engagement des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) gegen Homofeindlichkeit für nicht ausreichend. Dies geht aus einer Studie der Votingapp FanQ hervor, die gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband durchgeführt wurde. Über 2300 Fans, die in zwei Gruppen unterteilt wurden, nahmen an der Studie teil. Demnach waren 61,8 Prozent der Anhänger, die sich zu den Unterstützern der LGBTQIA+-Bewegung zählten, mit dem Engagement des DFB unzufrieden und 64,4 Prozent mit dem der DFL.
Bei der Gruppe, die sich nicht zu den Unterstützern zählte, sahen 56,9 Prozent der Befragten keine ausreichenden Aktivitäten beim DFB und 53,7 Prozent kein ausreichendes Engagement bei der DFL.
Während ein Großteil der Fanszene Defizite beim Einsatz des Verbandes und der Liga sah, unterschied sich die Wahrnehmung von homofeindlichen Vorfällen in den beiden Gruppen jedoch stark. So gaben 47,1 Prozent der Unterstützergruppe an, im Amateurfußball schon einmal Zeuge von homofeindlichen Vorfällen geworden zu sein, bei den Nicht-Unterstützern waren es 18 Prozent.
Erst Meister, jetzt verkauft: Ibrahimovics Noch-Klub bekommt neue Eigentümer
Der italienische Fußballmeister AC Mailand ist an die US-Investmentfirma RedBird Capital Partners verkauft worden. Nach Medienberichten wurden die Kaufunterlagen schon in den vergangenen Tagen von RedBird und Elliott Management - ebenfalls ein US-Investor und seit 2018 Besitzer des Vereins - unterzeichnet. Die Rede war von einem Kaufpreis über rund 1,3 Milliarden Euro.
Elliott soll in den vier Jahren rund 740 Millionen Euro in Milan investiert haben und mit einer Minderheitsbeteiligung weiter bei den Rossoneri bleiben. Eine offizielle Bestätigung des Vereins oder der beiden amerikanischen Investoren steht noch aus. Endgültig abgewickelt dürfte der Verkauf bis zum Herbst werden, wie es hieß.
Der AC Mailand hatte jüngst nach elf Jahren wieder den Meistertitel in der Serie A gewonnen. Starstürmer Zlatan Ibrahimovic musste sich anschließend einer größeren Knie-OP unterziehen und fällt nun wohl mindestens bis zum Jahresende aus - ob er bei Milan bleibt, ist angesichts seines in vier Wochen auslaufenden Vertrags aber offen.
DFB-Team muss vorerst auf Reus verzichten
Ohne Marco Reus haben Bundestrainer Hansi Flick und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die direkte Vorbereitung auf die Nations-League-Partie in Italien aufgenommen. Der 33 Jahre Kapitän von Borussia Dortmund ist wegen eines Infekts noch nicht ins Teamquartier bei DFB-Partner Adidas in Herzogenaurach gereist. Bei Sonnenschein empfing Flick deshalb 25 WM-Kandidaten auf dem Trainingsplatz.
Reus, der am Dienstag Geburtstag hatte, war in der vergangenen Woche beim Kurz-Trainingslager der DFB-Auswahl in Marbella dabei. Nach dem freien Wochenende waren die Nationalspieler am Montag in Herzogenaurach angekommen.
Die Nationalmannschaft spielt am Samstag (20.45 Uhr/RTL und im ntv.de-Liveticker) in Bologna gegen Italien, es folgen die Partien in München gegen England, in Budapest gegen Ungarn sowie in Mönchengladbach wieder gegen Europameister Italien.
Abschied angedeutet: Wunschspieler macht sich für den FC Bayern bereit
Der vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München umworbene Konrad Laimer hat seinen Abschied von Pokalsieger RB Leipzig angedeutet. Es sei "durchaus möglich, dass ich nächste Saison nicht mehr in Leipzig spiele", sagte der 25-Jährige im Lager der österreichischen Nationalmannschaft in Bad Tatzmannsdorf.
Verschiedenen Medienberichten zufolge nimmt der Transfer des Mittelfeldspielers nach München längst Konturen an. Als Ablöse für Laimer, der bei RB noch einen Vertrag bis Juni 2023 besitzt, ist eine Summe von 18 bis 20 Millionen Euro im Gespräch.
Bayern-Coach Julian Nagelsmann hatte sich zuletzt mehrfach für die Verpflichtung einer "Pressingmaschine" ausgesprochen und gilt als Fan von Laimer, den er in Leipzig trainierte. Die Münchner wollen nach Corentin Tolisso in Marc Roca einen weiteren Mittelfeldmann abgeben.
DFB-Elf lässt sich wieder etwas über Katar erzählen
Die deutsche Nationalmannschaft wird sich erneut über die Lage im WM-Gastgeberland Katar informieren. Das kündigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) an. Nach dem Training am Mittwoch in Herzogenaurach wird es ein Dialogforum geben. Damit wird der Austausch nach einer Informationsveranstaltung im März mit den Menschenrechtlern von Amnesty International und Human Rights Watch fortgesetzt.
An dem Forum werden unter anderem Helmut Spahn (FIFA-Sicherheitsdirektor) und Thomas Hitzlsperger (DFB-Botschafter Vielfalt) teilnehmen. Die DFB-Auswahl bereitet sich derzeit bei Partner Adidas auf den Start in die Nations League am Samstag (20.45 Uhr/RTL, RTL+ und im Liveticker bei ntv.de) in Bologna gegen Europameister Italien vor.
Ehemaliger DFL-Boss wütet gegen Lewandowski
Der frühere DFL-Geschäftsführer Heribert Bruchhagen fordert Bayerns Vorstand um Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn auf, dem abwanderungswilligen Weltfußballer Robert Lewandowski und seinen Beratern eine Lektion zu erteilen und auf die Einhaltung von dessen Vertrag zu bestehen. "Es wäre schon gut, wenn man diesen Beratern und auch den Spielern mal eine Lektion erteilen würde", so der langjährige Frankfurter Vereinsboss gegenüber RTL/ntv.
Dass Berater einen Wechsel öffentlich lancierten, sei Teil des Geschäfts, doch das offene Drängen des Spielers eine weitere Stufe im Wechselpoker: "Normalerweise ist das das Geschäft der Berater, man hat dann immer, dass die Berater in die Öffentlichkeit gehen und sagen, das ist vorbei. Dass der Spieler sich derartig äußert, das ist schon eine neue Qualität und das zeigt eine Entschlossenheit, nicht mehr weiter Bestandteil zu sein", so Bruchhagen. "Wie stark Salihamidzic oder Oliver Kahn sind, um das durchzustehen", könne er nicht einschätzen, doch habe er die Hoffnung, "dass die Bayern die Kraft hätten", um Lewandowski zu halten.
Nach 15 Jahren Wolfsburg: Blässe wechselt zum Klub ihrer Ehefrau
Die 27-malige Fußball-Nationalspielerin Anna Blässe wechselt nach 15 Jahren beim VfL Wolfsburg zum Grasshopper Club Zürich in die Schweiz. Das gab ihr neuer Verein bekannt. Blässes Ehefrau Lara Dickenmann arbeitet bei den Schweizerinnen seit 2021 als General Managerin.
Nach sieben deutschen Meisterschaften, neun DFB-Pokal- und zwei Champions-League-Siegen mit dem VfL unterschrieb Blässe in Zürich einen Einjahresvertrag. "Den Hunger nach Titeln nehme ich mit nach Zürich und möchte auch mit dem GC Frauenfußball um einen Titel mitspielen. Das Potenzial dazu ist vorhanden", sagte die 35 Jahre alte Abwehrspielerin.
Überragend gespielt, aber zu teuer: Schalker Aufstiegsheld muss gehen
Der FC Schalke 04 zieht die Kaufoption für einen seiner besten Spieler der vergangenen Aufstiegssaison nicht. Der von Manchester City ausgeliehene Defensivmann und japanische Nationalspieler Ko Itakura ist für den Fußball-Bundesligisten zu teuer.
"Sportlich gibt es keine zwei Meinungen: Ko war einer der herausragenden Spieler in der vergangenen Saison", sagte Sportdirektor Rouven Schröder laut Vereinsmitteilung. "Wir hätten ihn gerne als Teil unserer Bundesliga-Mannschaft gesehen, allerdings war dies aus finanziellen Gründen leider nicht möglich." Medienberichten zufolge hätte Itakura zwischen fünf und sechs Millionen Euro gekostet.
Der 25-Jährige, der als Innenverteidiger und defensiver Mittelfeldspieler zum Einsatz kam, machte 31 Zweitliga-Spiele für Schalke und erzielte dabei vier Tore. "Ich hatte den großen Wunsch, weiter auf Schalke zu spielen und werde alle Menschen dort sehr vermissen", wird Itakura vom Verein zitiert. "Aber ich verstehe die grundsätzlichen Rahmenbedingungen, die der Entscheidung zugrunde liegen."
Erste zwei Halbfinalistinnen in Roland Garros stehen fest
Coco Gauff und Martina Trevisan stehen erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Die 18 Jahre junge US-Amerikanerin Gauff setzte sich mit 7:5, 6:2 gegen ihre Landsfrau Sloane Stephens durch. "Ich bin so glücklich und kann kaum Worte finden. Bis zum letzten Jahr habe ich vielleicht zu sehr versucht, den Erwartungen anderer gerecht zu werden", sagte Gauff: "Es geht viel mehr darum, das Leben zu genießen." Gauff überzeugte mit ihrem aggressiven Spielstil und bleibt im Turnierverlauf weiter ohne Satzverlust.
Die zehn Jahre ältere, ungesetzte Italienerin Trevisan gewann das Match zweier Linkshänderinnen mit 6:2, 6:7 (3:7), 6:3 gegen die kanadische US-Open-Finalistin Leylah Fernandez. "Ich habe beim ersten Matchball zu viel nachgedacht", sagte Trevisan anschließend, die bereits im zweiten Satz zum Sieg aufschlug: "Das Wichtigste ist, dass ich danach die Situation akzeptiert und weitergemacht habe." Nach 2:21 Stunden war ihr Erfolg perfekt.
"Stand heute" darf der FC Barcelona Lewandowski gar nicht verpflichten
Vor einer Verpflichtung des abwanderungswilligen Bayern-Stürmers Robert Lewandowski muss der FC Barcelona nach Ansicht der spanischen Fußball-Liga durch Spielerverkäufe noch Einnahmen erzielen. "Stand heute" könne Barça den 33 Jahre alten Polen wegen der finanziellen Vorgaben noch nicht unter Vertrag nehmen, erklärte Liga-Präsident Javier Tebas auf einer Veranstaltung der spanischen Nachrichtenagentur Europa Press.
Barça kenne seine schwierige finanzielle Situation und wisse daher ganz genau, was es tun müsse, um den Noch-Münchner zu holen. "Die Speisekammer so schnell wie möglich auffüllen", sagte Tebas. "Ich weiß nicht, ob sie (Frenkie) de Jong oder Pedri verkaufen sollten, aber sie müssen Einnahmen erzielen und Aktiva verkaufen."
Der katalanische Klub des deutschen Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen ist mit Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro finanziell schwer angeschlagen. Dennoch will man sich gut verstärken, um - wie Klub-Boss Joan Laporta erklärte - kommende Saison um den spanischen Meistertitel mitspielen zu können.
Diese eine große Lücke muss Borussia Dortmund im Kader noch schließen
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht den Kader-Umbruch beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund "zu mehr als 50 Prozent abgeschlossen", er sieht aber zumindest auf einer Position noch akuten Handlungsbedarf. "Auf der Neun, das ist ganz klar. Da müssen wir eine Lösung finden", sagte Watzke in einer Medienrunde.
Der Verein sei dabei, "Alternativen auszuloten, wir haben zwei, drei ganz gute Ideen". Ob ein aufstrebendes Talent oder ein erfahrener Stürmer: "Oberste Priorität ist, dass er Tore schießt", sagte Watzke. Der bisherige BVB-Torjäger Erling Haaland wird zu Manchester City wechseln. Bei den bisherigen Sommer-Transfers hat der BVB auch eine neue Blockbildung in der Nationalmannschaft im Auge gehabt. "Wir hatten das Gefühl, dass wir wieder mehr deutsche Nationalspieler haben wollen", sagte Watzke. Der BVB hat die DFB-Profis Nico Schlotterbeck (SC Freiburg), Karim Adeyemi (RB Salzburg) und Niklas Süle (Bayern München) verpflichtet.
Bericht: Es gab Warnungen vor Ansturm aufs Champions-League-Finale
Bereits drei Tage vor dem Einlasschaos rund um das Champions-League-Finale in Paris war die örtliche Polizei offenbar gewarnt, dass tausende britische Fußballfans ohne Ticket anreisen werden. Wie der Sender France Info berichtete, warnten die Sicherheitsbehörden schon am 25. Mai davor, dass rund 50.000 Fans ohne Eintrittskarten nach Paris kommen würden und ein Teil von ihnen versuchen würde, mit gefälschten Tickets ins Stadion zu gelangen. Vor Problemen bei der öffentlichen Sicherheit sei in einem Polizeibericht ausdrücklich gewarnt worden.
Die Polizei in Paris registrierte rund um das Finale zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid, welches die Spanier mit 1:0 gewannen, mehr als 100 Festnahmen und 230 Verletzte. Die Europäische Fußball-Union UEFA erklärte das Chaos beim Einlass durch das hohe Aufkommen von Fans ohne gültige Tickets, allerdings berichteten Reporter vor Ort am Finalabend vor allem von organisatorischen Mängeln und vermeidbarer Eskalation durch Sicherheitskräfte.
Kleiner Tipp zum Zwischendurch-Gucken
An Aufregung mangelte es beim Großen Preis von Monaco nicht - Sergio Perez machte aus dem Duell um den WM-Titel einen Dreikampf, Mick Schumacher zerstörte seinen Haas-Boliden und lässt Zweifel an seiner Formel-1-Tauglichkeit wachsen, während Charles Leclerc sich über Ferraris Strategie beschwerte. Um die Ereignisse des Wochenendes einzuordnen, gibt es bei den Kolleginnen und Kollegen von RTL im Nachgang immer eine Gesprächsrunde. Am gestrigen Montagabend war dort ntv.de-Sportredakteur Torben Siemer zu Gast, hier drunter gibt es die "Letzte" Runde im Re-Live zum Nachschauen.
"In letzter Sekunde"? Favre handelt sich mit später Absage Kritik ein
Die Rückkehr von Lucien Favre an die Seitenlinie von Borussia Mönchengladbach schien so gut wie perfekt zu sein - dann platzte die Bombe, der Schweizer sagte der Elf vom Niederrhein ab. Eine Entscheidung, die auch im Heimatland Favres für überraschte Mienen und Kritik sorgte.
Vor allem die angeführte Begründung beurteilt Andreas Böni vom Schweizer "Blick" als "ziemlich unglücklich". Favre habe immerhin zwei Wochen lang mit Gladbach verhandelt. "Die Verträge haben auf dem Tisch gelegen, die Assistenten waren bestimmt und man sprach schon über den Kader und mögliche Verstärkungen", führt Böni aus. "Dann hat Favre in letzter Sekunde abgesagt."
Mögliche Gründe für den Sinneswandel hat der Chefredakteur Sport auch im Köcher. "Ich glaube, dass er viel überlegt hat, vielleicht zu viel", so Böni, der vermutet, dass Favre beim Blick auf den Kader der Gladbacher Zweifel bekommen hat.
Ein Deutscher schafft es in die Champions-League-Elf des Jahres
Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger steht als einziger Deutscher in der Mannschaft des Jahres der Champions League. Der 29 Jahre alte Abwehrspieler des FC Chelsea wurde neben den drei Liverpoolern Trent Alexander-Arnold, Virgil van Dijk und Andy Robertson ausgewählt. Die Entscheidung traf ein Team des Technischen Beobachtergremiums der UEFA basierend auf den Leistungen in der Königsklasse in der abgelaufenen Saison.
Bester Torhüter ist Thibaut Courtois von Champions-League-Sieger Real Madrid, wie die Europäische Fußball-Union mitteilte. Der Belgier hatte mit zahlreichen Glanzparaden den größten Anteil am 1:0-Finaltriumph am vergangenen Samstag gegen den FC Liverpool.
Im Angriff wurden neben Real-Siegtorschütze Vinicius Junior sein Teamkollege Karim Benzema sowie Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain zu den Besten ernannt. Im Mittelfeld fiel die Wahl auf Kevin De Bruyne vom englischen Meister Manchester City sowie Fabinho vom FC Liverpool und Luka Modric von Real Madrid. Beide Finalisten stellen damit jeweils vier Akteure.
Schult geht als Nummer zwei in die EM-Vorbereitung
Torhüterin Almuth Schult muss sich vor der Fußball-Europameisterschaft in England im deutschen Nationalteam weiter hinter ihrer Rivalin Merle Frohms anstellen. "Merle ist seit drei Jahren die Nummer eins. Von daher ändert sich an diesem Status gar nichts", betonte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bei der Bekanntgabe des vorläufigen 28-köpfigen Kaders für das Turnier vom 6. bis 31. Juli.
Olympiasiegerin Schult vom VfL Wolfsburg hatte zuletzt Hoffnungen auf eine Rückkehr zwischen die Pfosten angemeldet und gesagt: "Ich möchte der Bundestrainerin die Entscheidung so schwer wie möglich machen. Ich sehe nicht, dass die Entscheidung schon in Stein gemeißelt ist." Die 31-Jährige gehört nach der Geburt ihrer Zwillinge schon länger wieder der DFB-Auswahl an. Schult wechselt nach der EM in die USA zum Angel City FC in Los Angeles. Nachfolgerin der 64-fachen Nationalspielerin in Wolfsburg ist ausgerechnet Frohms.
Goretzka äußert sich zum Fall "Lewandowski vs. FC Bayern"
Leon Goretzka bereitet sich in diesen Tagen mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf den Nations-League-Auftakt am Samstagabend (20.45 Uhr/bei RTL, auf RTL+ und im Liveticker bei ntv.de) in Italien und damit beim amtierenden Europameister vor - doch auf der Pressekonferenz der DFB -Elf wird der Mittelfeldspieler auch zum Zustand seines Vereins befragt. Dem hatte Robert Lewandowski ja nun unmissverständlich mitgeteilt, zur neuen Saison gerne ein anderes Trikot tragen zu wollen.
Goretzka allerdings will sich da lieber nicht einmischen und gibt sich diplomatisch: "Bei der Thematik hilft es überhaupt nicht, wenn ich auch noch meinen Senf dazugebe." Stattdessen belässt er es dabei, dass er "glaube, dass das für den FC Bayern und Lewy eine unglaubliche Erfolgsgeschichte war und wünsche mir, dass für diese Geschichte vielleicht beide etwas Emotionalität rausnehmen und eine gute Lösung finden."
NADA: Dopingkontrollsystem läuft fast so gut wie vor Pandemie
Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat ihre Kontroll-Tätigkeiten im Jahr 2021 wieder hochfahren können und damit annähernd das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht. 12.659 Kontrollen wurden im vergangenen Kalenderjahr durchgeführt, das teilte die NADA im Rahmen ihrer virtuellen Jahrespressekonferenz in Bonn mit.
Der Wert liegt nur noch geringfügig unter den Zahlen von 2019 (12.910). Im Jahr 2020 waren lediglich 9572 Überprüfungen möglich, damals fielen gut 3000 Wettkampfkontrollen weg.
Letztlich wurden 2021 68 mögliche Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen festgestellt (2019: 82, 2020: 35), 14 Sanktionen wurden verhängt (2019: 16, 2020: 6). Zudem wurden 464 Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse registriert (2019: 327, 2020: 289). Das Gesamtbudget des operativen Geschäfts 2021 belief sich auf rund 10,7 Millionen Euro und blieb damit auf ähnlichem Niveau, davon stammten rund 8 Millionen Euro aus Bundesmitteln.
"Mal ein bisschen in Ruhe lassen": Vettel nimmt Schumacher in Schutz
Für Mick Schumacher verlief das Rennwochenende in Monaco mies - wieder einmal. In der Formel 1 kann der Rennfahrer noch nicht zeigen, was er drauf hat. Als nur einer von zwei Stammfahrern - neben ihm auch William-Pilot Nicholas Latifi - hat er in dieser Saison noch keine Punkte eingefahren. Sein Crash sah übel aus, der 23-Jährige kam aber ohne Verletzungen davon als sein Auto auseinanderbrach.
Weil er ein ums andere Mal crasht, viel Schrott produziert und noch nicht sein Leistungsvermögen ausfahren kann, wird die Kritik an Schumacher immer lauter. Unterstützung bekommt der Haas-Pilot von seinem Kumpel Sebastian Vettel. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass er mehr kann als er gerade zeigt. Aber ich finde, ihr müsst ihn mal ein bisschen in Ruhe lassen", sagte er.
Mit diesem Kader trainiert der DFB für die EM
Kapitänin Alexandra Popp führt das vorläufige deutsche Aufgebot für die Fußball-Europameisterschaft in England an. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nominierte 28 Spielerinnen; der vorläufige Kader wird aber noch auf 23 reduziert.
Im Kader des Rekord-Europameisters für das Turnier vom 6. bis 31. Juli stehen jeweils acht Akteurinnen vom Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg sowie vom Vizemeister FC Bayern München, darunter die 31 Jahre alte Popp mit ihren 113 Länderspielen und Torfrau Almuth Schult. Jüngste im Team ist die 19 Jahre alte Jule Brand von der TSG 1899 Hoffenheim.
Für den Olympiasieger von 2016 ist die EM das erste große Turnier seit dem WM-Viertelfinal-Aus 2019. In der starken Gruppe B trifft das Team von Voss-Tecklenburg auf Dänemark, Spanien und Finnland.
Einzige Auslandsprofis im Kader sind Mittelfeldakteurin Sara Däbritz von Paris Saint-Germain und Torfrau Ann-Katrin Berger vom FC Chelsea. Dzsenifer Marozsan von Olympique Lyon nach einem Kreuzbandriss und die schwangere Melanie Leupolz vom FC Chelsea fehlen bei der EM.
Nächster Hertha-Rücktritt: Hauptstadt-Klub entgeht dem Super-GAU
Einen Tag nach der turbulenten Mitgliederversammlung hat es bei Hertha BSC den nächsten Rücktritt gegeben. Wie der Fußball-Bundesligist am späten Montagabend mitteilte, legt Norbert Sauer mit sofortiger Wirkung seinen Sitz im Präsidium nieder. Der Aufsichtsrat habe das Rücktrittsgesuch mit Bedauern angenommen, hieß es in der Mitteilung. Sauer war seit 2008 ehrenamtliches Mitglied des Präsidiums.
Nach dem geglückten Klassenerhalt in der Relegation war zunächst der langjährige Präsident Werner Gegenbauer zurückgetreten, Interimschef Thorsten Manske tat dies am Sonntag auf der Mitgliederversammlung nach einem desaströsen Wahlergebnis.
Bis zur Präsidentschaftswahl am 26. Juni gehören dem Präsidium nun nur noch vier Mitglieder an. "Ungeachtet des Rücktritts bleibt das Präsidium von Hertha BSC handlungsfähig hinsichtlich zustimmungspflichtiger Geschäfte der Geschäftsführung unseres Hauptstadtkubs", erklärte Hertha BSC nach dem Rückzug von Sauer.
Kroos legt nach Interview-Abbruch nach: "Das ist mir scheißegal"
Toni Kroos sieht im Abbruch seines Interviews von ZDF-Reporter Nils Kaben nach dem Gewinn der Champions League nichts Falsches. "Ich habe mich auch nur in dem Moment geärgert, ich habe mich auch mehr über ihn selbst geärgert. Aber direkt so dieses "Ja, ich will hören, dass ihr unverdient gewonnen habt." Das ist mir scheißegal im Finale, das musst du gewinnen, das Finale", sagte der Mittelfeldstratege von Real Madrid in der heute erscheinenden neuen Folge des gemeinsamen Podcasts "Einfach mal Luppen" mit seinem Bruder Felix.
Kaben hätte im Interview auch fragen können, "wie hast du das Spiel an sich gesehen? Da hätte ich nicht gesagt, wir haben sie an die Wand gespielt. Ich bin der Erste, der sagt, es ist ausgeglichen, vielleicht sogar ein paar mehr Chancen Liverpool. Aber wir haben es halt gewonnen, wie die letzten K.o.-Runden auch. Da hätte er seine Antwort schon bekommen", sagte Kroos.
"Wir hatten natürlich zwei, drei Druckphasen zu überstehen, aber da habe ich auch gesagt, das ist doch normal, was erwartest du. Dass wir Liverpool 90 Minuten dominieren? Das ist eine Weltklassemannschaft, die musst du halt schlagen, das haben wir gemacht", ergänzte Kroos.
Schon zum Medizincheck: Der FC Bayern wirbelt auf dem Transfermarkt
Ryan Gravenberch wird schon bald ein Spieler des FC Bayern sein, berichtet der "Telegraaf" aus dem Nachbarland. Der 20-Jährige werde am Dienstag den Medizincheck in München absolvieren, der Wechsel dürfte demnach alsbald auch offiziell bekannt gegeben werden. Mit ihm reisen sein Vater Ryan senior sowie sein Berater José Fortes Rodriguez nach München.
Im Anschluss an die Untersuchungen werde der Mittelfeldspieler einen Fünfjahresvertrag beim deutschen Rekordmeister unterzeichnen, heißt es weiter. Sein zukünftiges Jahresgehalt taxiert die Zeitung auf rund zehn Millionen Euro brutto.
"Bild" bestätigte die Meldung und nannte zudem weitere Hintergründe zum zweiten Sommer-Transfer. Demnach muss der FC Bayern eine Sockel-Ablöse in Höhe von 18,5 Millionen Euro an Ajax Amsterdam bezahlen. 5,5 Millionen Euro werden zusätzlich als Bonuszahlungen fällig. Zudem sicherte sich der niederländische Meister eine Weiterverkaufsklausel in Höhe von 7,5 Prozent. Nach Angaben von "Sport1" fällt der Sockelbetrag mit 20 bis 25 Millionen Euro jedoch etwas höher aus.
Lionel Messi ignoriert Lewandowski und kürt seinen Nachfolger
Robert Lewandowski träumt von ihm seit Jahren, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi können ganze Schrankwände mit ihm ausstatten und nun endet eine Ära: Der Ballon d'Or, so viel steht fest, wird in diesem Jahr nicht an die beiden dominierenden Stars der vergangenen Dekaden gehen. Der Portugiese Ronaldo ging mit Manchester United in der englischen Premier League unter und Lionel Messi hatte nach seinem Wechsel von Barcelona zu Paris Saint-Germain mit allerhand Dinge zu kämpfen. Die Saison des Argentiniers verlief wenig spektakulär.
Somit auch ganz anders als die von Karim Benzema. Der Franzose war der Superheld in Real Madrids Heldentruppe, die sich am Wochenende so verdient wie überraschend den Titel in der Champions League krallte. Mit 15 Treffern in der Königsklasse, zahlreichen davon in der unglaubliche K.o.-Phase, krönte sich der Stürmer zum Torschützenkönig. Deswegen stellt sich für Lionel Messi auch überhaupt nicht die Frage, wer den Ballon d'Or 2022 holen wird: Karim Benzema.
"Ich denke, da gibt es keine Zweifel. Es ist ganz klar, dass Benzema ein spektakuläres Jahr hatte und das am Ende mit der Champions League gekrönt hat. Er war seit dem Achtelfinale fundamental. Ich denke, dieses Jahr gibt es keine Zweifel", sagte Messi im Gespräch mit dem argentinischen Sender TYC Sports.
Messi gewann den Ballon d'Or 2021 gegen Robert Lewandowski, der sich danach mehr als enttäuscht zeigte.
NHL: New York Rangers komplettieren Halbfinal-Spiele
Die New York Rangers haben in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL das Finale der Eastern Conference erreicht. Die Rangers siegten am Montag (Ortszeit) im siebten und entscheidenden Spiel der Serie gegen die Carolina Hurricanes auswärts mit 6:2 (2:0, 1:0, 3:2) und stehen damit im Halbfinale.
Dort spielen sie in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) in der ersten von maximal sieben Begegnungen gegen die Tampa Bay Lightning, die ihre Serie gegen die Florida Panthers mit 4:0 gewonnen hatten. Zum Einzug in das Playoff-Finale um den Stanley Cup sind erneut vier Erfolge notwendig.
Der Gewinner der Meisterschaft im Osten der Liga trifft dann im Finale auf den Meister aus dem Westen. Die Colorado Avalanche mit Nico Sturm treffen in den Finals der Western Conference auf die Edmonton Oilers mit dem deutschen Star Leon Draisaitl. Die erste Partie findet an diesem Dienstag (Ortszeit) statt.
Er wurde nur 25: NFL-Star Jeff Gladney ist tot
Footballprofi Jeff Gladney vom NFL-Klub Arizona Cardinals ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Die Franchise bestätigte den Tod des Cornerbacks, der am frühen Montagmorgen in Dallas mit dem Auto verunglückte. Gladney wurde nur 25 Jahre alt.
"Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die diesen schrecklichen Verlust bedauern", teilten die Cardinals am Montagnachmittag mit.
Gladney hatte im März einen Zweijahresvertrag unterschrieben, nachdem ein Geschworenengericht ihn nach einer Anklage wegen häuslicher Gewalt freigesprochen hatte. Beim NFL-Draft 2020 war der Texaner in der ersten Runde von den Minnesota Vikings ausgewählt worden.
Bundesliga-Boss warnt: Fußball bald nicht mehr wichtig
Geschäftsführer Michael Meeske vom VfL Wolfsburg sieht die Gefahr, dass die Fußball-Bundesliga in Zukunft viel Interesse bei jungen Menschen verlieren könnte, wenn sie sich nicht stärker für Themen wie Digitalisierung und moderne Stadionerlebnisse öffnet. "Manchmal fehlen mir in unserer Branche der Mut zur Veränderung und die Bereitschaft zur ergebnisoffenen Diskussion", sagte der 50-Jährige.
Viele Klub-Vertreter würden sagen: "Lasst uns mal zurückschauen, wie es war, als alles noch nicht so überkommerzialisiert wirkte. Und dann lasst uns noch ein paar wertvolle Zutaten wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung dazu nehmen - dann haben wir das perfekte Fußball-Erlebnis", sagte Meeske.
Der Trend sei aber: "Kinder und Jugendliche schauen sich nicht mehr 90 Minuten nur ein Programm an. Kinder und Jugendliche haben mehr als nur ein Device in der Hand. Kinder und Jugendliche wollen nirgendwo hingehen, wo sie ihr Handy ablegen müssen." Laut Meeske sollten Klubs zum Beispiel zulassen, "dass Zuschauer im Stadion selbst kurze Videos drehen und streamen".
Sollten die Profiklubs in Deutschland diese Entwicklungen nicht berücksichtigen, warnt Meeske: "Ein Fußball, der nur ein Angebot für Puristen sein will, wird auf Dauer ein Nischenthema werden und - so glaube ich - immer weniger massenkompatibel sein. Es wird immer eine Zielgruppe dafür geben, aber die wird immer kleiner werden."
Matthäus warnt Bayern: Liverpool-Star ist kein Lewandowski-Ersatz
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht in Sadio Mané vom FC Liverpool keinen geeigneten Nachfolger für Robert Lewandowski beim FC Bayern München. "Abgesehen davon, dass es für den Polen keinen Ersatz auf der Welt gibt, sehe ich Mané nicht als Mittelstürmer, sondern auf dem Flügel", schrieb der 61-Jährige in seiner Kolumne bei Sky. Der 30 Jahre alte Senegalese wäre jedoch "ein absoluter Super-Transfer" und "für die ganze Bundesliga eine wunderbare Attraktion".
Dennoch bräuchte der deutsche Rekordmeister bei einem Wechsel Lewandowskis dann noch einen zentralen Stürmer, meinte Matthäus. Er machte auch einen Vorschlag. Dies "könnte Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart sein. Der macht wahrscheinlich keine 40 Tore, aber mit Sicherheit 25".
Bei einer Verpflichtung Manés hätten die Bayern auch ein Überangebot an Flügelspielern. Mit Serge Gnabry, Leroy Sané und Kingsley Coman wären zu viele offensive Außenstürmer im Team. "Bei Serge Gnabry riecht es zumindest einigermaßen nach Abschied", mutmaßte Matthäus.