Pechsteins historische Olympia-Mission startet
98 Tage vor Beginn der Winterspiele in Peking startet für Claudia Pechstein das Unternehmen achte Olympia-Teilnahme. Bei den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Inzell will sich die 49 Jahre alte Berlinerin am Wochenende auf drei Distanzen für die anschließenden Weltcup-Rennen qualifizieren. Pechstein wäre die erste Frau, die zum achten Mal an Winterspielen teilnimmt, bisher ist dies nur dem japanischen Skispringer Noriaki Kasai vergönnt gewesen.
Zum Auftakt der Meisterschaften in der Max-Aicher-Arena stehen für Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin am Freitag die 3000 Meter an, es folgen die 5000 Meter am Samstag und das Massenstartrennen am Sonntag.
Über die ersten vier Weltcupstationen werden bis Dezember die Tickets für Olympia vergeben. Erst zu Beginn der Woche hatte die Hauptstädterin ihre Diplomtrainer-Ausbildung an der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes in Köln gestartet. Nach der erfolgreichen Laufbahn möchte Pechstein als Trainerin arbeiten und will somit in der Olympia-Saison sportliche und berufliche Herausforderungen parallel meistern.
"Sprachlos", "darf nicht passieren": Geknickte Bayern-Stars wollen schnelle Reaktion
Kapitän Manuel Neuer sieht nach der historischen Pokal-Niederlage des FC Bayern München in Mönchengladbach eine Verpflichtung zur Wiedergutmachung im nächsten Spiel. Es sei "schwierig zu beschreiben, was in Gladbach passiert ist", schrieb der Fußball-Nationaltorhüter nach dem 0:5 bei Instagram. "Das darf uns so nicht passieren. Nun müssen wir am Samstag eine Reaktion zeigen", äußerte der 35-Jährige. Dann muss der deutsche Rekordmeister in der Bundesliga beim 1. FC Union Berlin antreten.
"Niederlagen schmerzen, nun müssen wir daraus die Lehren ziehen und stärker zurückkommen", schrieb Torjäger Robert Lewandowski ebenfalls in den Sozialen Medien. "Ich bin überzeugt, dass wir euch bald wieder einen Grund zum Feiern geben werde", lautete die Botschaft des Weltfußballers an die Bayern-Anhänger.
Thomas Müller entschuldigte sich ebenfalls bei den Fans: "Ich bin sprachlos. Das war definitiv nicht "Bayern-Like" und wir müssen uns bei allen Fans und Unterstützern entschuldigen."
"Natur des Fußballs verkannt": Die "guten Gründe" des FC Bayern gegen die Super League
Für den FC Bayern München ist das vorerst gescheiterte Milliardenprojekt einer Super League nach Überzeugung von Präsident Herbert Hainer "kein tragfähiges Modell" gewesen.
"Uns war klar: Die Super League kann in Europa so nicht stattfinden. Daher haben wir relativ schnell gesagt, dass wir nicht dabei sind", betonte Hainer in einem Interview des Magazins "Sponsors". Die Bayern wären laut Hainer "eine der Parteien gewesen, die dann wohl nachträglich in die Super League hätten einsteigen sollen. Ich glaube, man hat die Natur des Fußballs verkannt und die Kraft der Fans unterschätzt. Innerhalb von drei Tagen ist es dann implodiert", sagte der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Er finde es "absolut richtig, dass das, was wir am Fußball schätzen und lieben, nicht verloren geht".
"Ich glaub, ich träume": Verkleideter Formel-1-Held bringt Kinder zum Strahlen
Drei kleine Fans erhalten einen exklusiven Rundgang durch durch das Mercedes-Werk in Brackley. Ihr Tour-Guide ist aber nicht irgendwer: Als dieser erstmal die Maske abgenommen hat, werden die Augen der zwei Jungen und des Mädchens groß.
Miltão starb mit 94 Jahren: Vater von Ayrton Senna ist tot
Der Vater von Formel-1-Legende Ayrton Senna ist tot. Milton Guirado Theodoro da Silva, der auch nur Miltão gerufen wurde, starb am Mittwoch im Alter von 94 Jahren. Dies wurde heute über die offizielle Internetseite von Ayrton Senna mitgeteilt.
Milton da Silva hatte mit Neyde Joanna Senna drei Kinder: Viviane, Leonardo und Ayrton. Er unterstützte die Motorsport-Karriere des späteren Weltstars von Beginn an. Ayrton Senna gewann dreimal die Formel-1-WM. Er starb 1994 beim Grand Prix von San Marino in Imola bei einem Unfall.
"Damit sie es nicht alles erst dann ausleben müssen": Übernächster Gegner hofft auf schnelle Reaktion des FC Bayern
Freiburgs Trainer Christian Streich rechnet mit einer sportlichen Trotzreaktion des FC Bayern München nach dessen historischer Zweitrunden-Niederlage im DFB-Pokal. "Ein Champion geht runter auf die Bretter, respektiert zähneknirschend den Sieg des Gegners, schüttelt sich, erholt sich zwei, drei Tage, steht auf und schlägt zurück", sagte der 56-Jährige einen Tag nach dem 0:5 des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei Borussia Mönchengladbach. "Genau das erwarte ich von den Bayern. Einfach, weil es in der Vergangenheit schon oft so war. Sonst wären es ja nicht die Bayern." Die Münchner hatten im Borussia-Park die höchste Pokal-Niederlage ihrer Klubhistorie kassiert.
"Mit dem Gang vom Platz runter hast du schon das Gefühl gehabt, es wird schon wieder etwas Neues aufgebaut", sagte Streich, der mit dem Sport-Club in eineinhalb Wochen in der Liga bei den Bayern zu Gast ist. "Sie haben eine enorme Qualität. Sie suchen nicht die Fehler bei anderen, sondern bei sich", betonte er: "Ich hoffe, dass sie nächste Woche schon gewisse Dinge ausleben können, damit sie nicht alles in zehn Tagen ausleben müssen."
Erstmal nicht Xavi: Barça benennt Koemans Kurzzeit-Nachfolger
Nach der Trennung von seinem glücklosen Fußball-Trainer Ronald Koeman hat der FC Barcelona den bisherigen Trainer der B-Mannschaft, Sergi Barjuan, übergangsweise zum Nachfolger ernannt. Der 49-Jährige werde die Mannschaft solange betreuen, bis ein neuer Trainer unter Vertrag genommen werde, teilte der Klub auf seiner Internetseite mit.
Nach einem Bericht der spanischen Zeitung "Sport" soll Xavi Hernández Koemans Nachfolge antreten. Allerdings steht der Ex-Profi noch bis 2023 in Katar als Cheftrainer für Al-Sadd SC unter Vertrag. Über einen vorzeitigen Wechsel werde bereits verhandelt, schrieb die Zeitung.
Barjuan war von 1988 bis 2002 Spieler beim FC Barcelona, von 1993 in der ersten Mannschaft. Anschließend wechselte er zu Atlético Madrid, wo er seine Spielerkarriere 2005 beendete. Nach Traineraufgaben bei verschiedenen Klubs in Spanien und in China übernahm er 2021 die zweite Mannschaft des FC Barcelona.
Fake oder Datenleck? Wirbel um angebliche Ballon-d'Or-Siegerliste
Ein angebliches Datenleck hat vor der Vergabe des Goldenen Balls für den weltbesten Fußballer für Diskussionen gesorgt. Auf Twitter kursiert eine angebliche Siegerliste für die Ehrung, die am 29. November in Paris vergeben wird. Die Frage der Echtheit des Dokuments wird unter Nutzern intensiv diskutiert, auch mit Blick auf die auf dem Foto mit unklarem Ursprung erkennbare Rangfolge. Demnach würde Robert Lewandowski vom FC Bayern in diesem Jahr die Trophäe erhalten. Rekordsieger Lionel Messi ist auf Platz zwei geführt, Superstar Cristiano Ronaldo nur auf Rang neun.
Dieses Ranking und vor allem die demnach enttäuschende Platzierung des Portugiesen Ronaldo von Manchester United sorgt im Netz für größere Zweifel, ob es sich wirklich um die echten Ergebnisse der Wahl handeln kann.
Vom französischen Fachmagazin "France Football" gab es zunächst keine Reaktion auf die Veröffentlichung der angeblichen Siegerliste. Die Zeitschrift veranstaltet die Wahl um den Ballon d'Or.
"War so perplex": Pokal-Spektakel macht auch Gladbach-Stimme (fast) sprachlos
Torsten Knippertz ist Stadionsprecher für Borussia Mönchengladbach. Bei dem Sieg seiner Fohlen gegen den FC Bayern erlebt er eine absolute Ausnahmesituation. Im Video berichtet der ntv-Moderator von einem historischen Abend.
Bericht: Bayern-Star wollte Gladbach-Kabine stürmen
Beim FC Bayern herrscht Frust. Das muss niemanden überraschen. Eine 0:5-Demütigung im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach, das kommt nicht alle Tage vor. Das kommt sogar sehr selten vor. Und nach einer bislang herausragenden Saison kommt diese Blamage völlig aus der Hüfte. Ein verärgerter Bayern-Star hatte dem Zweitrunden-Duell offenbar nachhaltig Redebedarf. Wie die "Bild" berichtet, soll Kingsley Coman gegen 22.45 Uhr wutentbrannt plötzlich aus der Kabine des FC Bayern in Richtung Umkleide der Gladbacher gestürmt sein. Demnach war der französische Flügelstürmer umringt von einigen Mitarbeitern des Klubs. Unter anderem sollen sich Bayerns Technischer Direktor Marco Neppe, Team-Psychologe Maximilian Pelka und Fitness-Chef Dr. Holger Broich dem 25-Jährigen in den Weg stellen.
"Ich will doch nur reden!", soll Coman den Verantwortlichen sein Verhalten erklärt haben, nach kurzen Diskussionen können Neppe und die anderen Mitarbeiter den aufgebrachten Offensivmann aber zum Einlenken bringen. Die Ansammlung verschwindet wieder in der Kabine des FC Bayern. Der Grund für Comans Wut lässt sich auf dem Rasen verorten. Denn dort war er bereits kurz nach seiner Einwechslung mit Gladbachs Ramy Bensebaini aneinandergeraten, es kam sogar zu einer Rudelbildung. Nach dem Abpfiff sah Bensebaini weiterhin Klärungsbedarf und stürmte in Richtung Coman. "Es gab ein paar 'nette' Worte", heißt es im Bericht der "Bild". Diese hallten wohl noch nach und führten zu Comans Versuch, in die gegnerische Kabine zu gelangen. Dass Bensebaini mit zwei Treffern großen Anteil am historischen Erfolg der Fohlenelf hatte, dürfte zudem nicht gerade dazu beigetragen haben, dass Coman die Sache auf sich beruhen lässt.
Hertha trauert um Levent Selim
Fußball-Bundesligist Hertha BSC trauert um seinen ehemaligen Co-Trainer Levent Selim. Im Alter von 48 Jahren ist der langjährige Assistent der U23-Mannschaft am Mittwoch "völlig überraschend verstorben", teilte der Hauptstadtklub mit. Der Verein sei "mit den Gedanken bei der Familie, den Angehörigen und Freunden von Levent Selim", der von 2016 bis August dieses Jahres die zweite Mannschaft begleitete.
"Wir sind absolut schockiert, das kam absolut unerwartet", sagte Sportdirektor Arne Friedrich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim: "Wir werden nicht über Krankheitsbilder sprechen, darüber haben wir zu wenig Informationen."
Selim half im April 2021 auch für kurze Zeit bei den Hertha-Profis aus. Damals musste das komplette Trainerteam um Pal Dardai in Corona-Quarantäne, Sportdirektor Arne Friedrich übernahm kurzzeitig und wurde dabei von Selim und Ex-Spieler Malik Fathi aus der U23 unterstützt.
Das Bayern-Debakel: So sahen es Hütter und Bayern-Co Toppmöller
Borussia Mönchengladbach gelingt im Pokal-Kracher gegen den FC Bayern München ein historischer Sieg. Erstmals schmeißen die Fohlen den erfolgsverwöhnten Bayern aus dem Turnier. Das registriert auch Adi Hütter, den Gladbach-Coach freut aber vor allem ein anderer Aspekt.
Rückschlag für Europas Talentschmiede: Jungstar hat kein Interesse am BVB
Mit gerade einmal 18 Jahren hat sich Oscar Vilhelmsson in den vergangenen Wochen bei schwedischen Erstligisten IFK Göteborg in den Fokus gespielt. Für Borussia Dortmund angeblich Grund genug, die Fühler nach dem Offensivspieler auszustrecken. Die Reaktion des Youngsters dürfte den BVB allerdings überrascht haben. Vilhelmsson hat dem BVB einen Korb gegeben. Das enthüllte der schwedische U19-Nationalspieler im Gespräch mit dem Podcast "BBpodd".
"Ich hatte das Gefühl, dass es für mich noch etwas zu früh für diesen Schritt war", lautet Vilhelmsson ebenso simple wie vernünftige Erklärung. Wann die Offerte der Schwarz-Gelben erfolgte, bleibt offen. Vilhelmsson hat sich im Verlauf der Saison des schwedischen Oberhauses einen festen Platz im Profikader von IFK Göteborg erkämpft. Nach einigen Jokereinsätzen im Sommer stand er zuletzt viermal in Folge in der Startformation. Seinen bislang einzigen Treffer erzielte er allerdings bereits im August 2019. Gegner war damals im Rahmen des Pokal-Wettbewerbs der unterklassige BK Astrio. Göteborg gewann 4:0. Insgesamt stand Vilhelmsson 13 Mal für die Profis auf dem Rasen.
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"Du bist ein Champion": Sogar Zlatan feiert Cavallo für Coming-out
Der australische Fußballer Josh Cavallo ist begeistert von den Reaktionen auf sein Coming-out. "Ich bin so überwältigt und glücklich über die Resonanz, die ich erhalten habe", sagte der 21-Jährige von Adelaide United, der als erster aktiver Fußballprofi in der australischen A-League offen über seine Homosexualität gesprochen hatte, bei Sky Sports. "Ich möchte der Welt zeigen, dass es keine Rolle spielt, wer du bist, woran du glaubst, aus welcher Kultur du kommst oder welchen Hintergrund du hast", fügte Cavallo an: "Jeder wird im Fußball akzeptiert." Zuvor hatte er eine breite Welle der Solidarität erfahren.
Sein Verein, die Liga, der australische Verband und Klubs weltweit brachten ihre Unterstützung zum Ausdruck. Topstars wie Zlatan Ibrahimovic, Liverpools Kapitän Jordan Henderson oder Antoine Griezmann zollten ihm in den Sozialen Netzwerken ihre Anerkennung. "Du bist ein Champion. Fußball ist für alle da. Großen Respekt", schrieb Ibrahimovic. "Großen Respekt an Josh, dass er das getan hat", twitterte Henderson: "Das ist mutig und vermittelt die wichtige Botschaft, dass jeder es verdient, er selbst zu sein, egal was er tut."
Pep Guardiola macht es wie die Bayern: Historische City-Niederlage im Pokal
Manchester City hat es am Mittwoch auch erwischt. Der Titelverteidiger flog im englischen Liga-Pokal bereits im Achtelfinale raus. Eine Runde weiter als die Bayern. Und ein Pokal, der, Hand aufs Herz, Nebensache ist. Aber verlieren will man dann doch nicht. Passierte dem Team von Trainer Pep Guardiola aber. Sie unterlagen West Ham United im Elfmeterschießen mit 3:5, nachdem das Spiel nach 90 Minuten 0:0 endete. Phil Foden verschoss Citys ersten Elfmeter, da West Ham alle Schüsse vom Elfmeterpunkt verwandelte, war das Pokal-Aus von Man City perfekt. Für City war es die erste Niederlage im Ligapokal seit fünf Jahren. Seit 2017/18 hatte City den Cup stets gewonnen. "Nichts ist ewig", sagte Guardiola. "Wir haben gekämpft, um diesen Wettbewerb wieder zu gewinnen. Heute ist Schluss, aber in der nächsten Saison werden wir wieder dabei sein, und wollen wieder gewinnen", führte der Trainer aus.
Der FC Liverpool hat hingegen ohne Probleme das Viertelfinale erreicht. Der japanische Fußball-Nationalspieler Takumi Minamino (62.) und der Belgier Divock Origi (84.) erzielten am Mittwoch für Liverpool die Tore zum nie gefährdeten 2:0 (0:0)-Erfolg beim Zweitligisten Preston North im Achtelfinale. Trainer Jürgen Klopp hatte in der Partie gegen den 19. der Championship zahlreiche Stammspieler geschont. Torjäger Mohamed Salah zählte nicht einmal zum Aufgebot.
Die Bayern-Pleite: Was wir wissen - und was nicht
Bevor weitere Knallhart-Analysen folgen: Hier noch schnell der Überblick. Die Bayern-Pleite in den Nachrichten. Was wir bislang wissen und was nicht.
Spektakulärer Treffer: Fallrückzieher aus 20 Metern
Guten Morgen, liebe Leser. Mein Name ist Stephan Uersfeld. Ich führe Sie durch die ersten Stunden. Später übernimmt der Kollege Till Erdenberger. Er freut sich bereits auf Sie!
Der FC Bayern hat verloren. Historisch, wie man sagt. Darüber werden wir heute natürlich ausführlich berichten. Denn: Der FC Bayern verliert selten und historisch eigentlich nie. Doch vorher möchten wir Sie mit einem Traumtor aus der MLS begrüßen. Es ist Donnerstag. Wir bewegen uns auf die Zeitumstellung zu und in Portland trifft der 29-jährige Kolumbianer Dairon Asprilla das Tor. Mit einem Fallrückzieher. Von außerhalb des Strafraums. Schönes Ding. Wie man sagt.