Donnerstag, 12. März 2020Der Sport-Tag

23:39 Uhr

BVB-Appell an die Fans: Meidet das Stadion!

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Die Tribünen im Stadion des BVB bleiben am Wochenende leer.

(Foto: imago images/Eibner)

Borussia Dortmund hat seine Fans aufgefordert, beim "Geisterderby" gegen Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga am Samstag auch die Umgebung des Stadions zu meiden. "Seht bitte davon ab, das Spiel in unmittelbarer Nähe des Signal-Iduna-Parks zu verfolgen", teilte der BVB in einer "dringenden Bitte" mit.
Die Gesundheit stehe eindeutig im Vordergrund: "Jeder Einzelne ist aufgefordert, Verantwortung zu zeigen und damit sich und andere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Auch im Falle eines Derbysieges."
Der Einsatzleiter der Polizei, Udo Tönjann, bat die Fans beider Mannschaften, die Entscheidung zu respektieren. "Menschenansammlungen sind gerade in der jetzigen Situation zu vermeiden. Sollten sich dennoch einige Fans in das Stadionumfeld begeben, wird die Dortmunder Polizei vorbereitet sein. Kommt es zu Auseinandersetzungen oder Störaktionen, werden wir konsequent einschreiten", sagte Tönjann.
Am Mittwochabend hatten sich Tausende Fans von Paris St. Germain für das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den BVB (2:0) unmittelbar vor dem Stadion versammelt. Hunderte standen in Mönchengladbach beim Rheinderby gegen den 1. FC Köln zusammen. Der BVB hat aus Sicherheitsgründungen auch Akkreditierungen reduziert, er rechnet dennoch mit etwa 200 Journalisten im Stadion.

22:41 Uhr

Olympia-Absage? IOC-Präsident Bach schließt nichts mehr aus

IOC-Präsident Thomas Bach will eine Verschiebung oder Absage der Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) aufgrund der grassierenden Coronavirus-Pandemie nicht mehr komplett ausschließen. Auf Nachfrage in den ARD-Tagesthemen, wie das Internationale Olympische Komitee auf eine entsprechende Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO im Fall der Fälle reagieren würde, sagte Bach: "Wir werden dem Rat der Weltgesundheitsorganisation folgen."

Zudem räumte der Fecht-Olympiasieger von 1976 "ernsthafte Probleme mit den Qualifikations-Wettbewerben" ein: "In einigen Verbänden und Sportarten sind die Qualifikations-Systeme gefährdet, hier werden wir sehr flexibel reagieren müssen." Grundsätzlich halte er trotz aller Probleme am Zeitplan fest. "Wir arbeiten mit vollem Engagement auf den Erfolg der Olympischen Spiele mit der Eröffnungsfeier am 24. Juli hin. Das sind viereinhalb Monate und wir werden die Zeit entsprechend nutzen, um die Spiele zum Erfolg zu führen", sagte Bach.

22:19 Uhr

Gislason-Debüt geplatzt: DHB-Länderspiel gegen Niederlande abgesagt

Das Debüt von Handball-Bundestrainer Alfred Gislason ist geplatzt. Das für Freitagabend angesetzte Länderspiel zwischen der DHB-Auswahl und der Niederlande in Magdeburg wurde wegen der Coronakrise abgesagt. Zuvor hatte das niederländische Ministerium für Gesundheit und Umwelt den gesamten Spielbetrieb und damit auch die Aktivitäten der Nationalmannschaft ausgesetzt. Ursprünglich hätte die Partie vor leeren Rängen stattfinden sollen. Für Gislason, Nachfolger des nach der EM gefeuerten Christian Prokop, wäre es sein erstes Spiel als Bundestrainer gewesen. Die Partie sollte ein wichtiger Prüfstein vor dem anstehenden Olympia-Qualifikationsturnier (17. bis 19. April) in Berlin sein.

21:28 Uhr

Interner Streit: Werder Bremen hat zwei Sündenböcke gefunden

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Gemeinsam erfolgreich, gemeinsam kritisiert: Rashica und Bittencourt.

(Foto: imago images/Joachim Sielski)

Die sportliche Situation bei Werder Bremen ist schwierig bis aussichtslos. Nach dem unbefriedigenden 2:2 gegen Hertha sollen intern zwei Sündenböcke festgemacht und heftig kritisiert worden sein: Milot Rashica und Leonardo Bittencourt. Beide haben in der Partie zwar ihre fußballerische Klasse gezeigt, aber auch, dass sie defensiv alles andere als fleißig agieren. Wie der "kicker" berichtet, sollen Rashica und Bittencourt jetzt auch innerhalb der Mannschaft deutlich kritisiert worden sein. Trainer Florian Kohfeldt drückte seine Unzufriedenheit bereits während der Partie gegen die Hauptstädter aus. Mit seinen ersten beiden Wechseln holte er die arbeitsscheuen Offensivakteure vom Platz.

20:58 Uhr

USA stellen Sportbetrieb ein: Auch NHL und MLS pausieren

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Leon Draisaitl darf vorerst in den USA nicht wieder aufs Eis.

(Foto: AP)

Nach der amerikanischen Basketball-Profilliga NBA unterbrechen auch die Eishockeyprofis in der NHL und die Fußballliga MLS wegen der Coronavirus-Krise ihre Saison. Das teilten beide Organisationen mit. Es sei aufgrund der Coronavirus-Pandemie "nicht länger angemessen", Spiele auszutragen, teilte die NHL mit. In der besten Eishockeyliga der Welt stehen noch 189 Partien an.

"Ab sofort" und für 30 Tage werde der Spielbetrieb ruhen, teilte die MLS mit. Über das weitere Vorgehen und den veränderten Spielplan soll zu gegebener Zeit informiert werden. Unmittelbar am kommenden Wochenende sind zwölf Partien betroffen, darunter die Partie des Beckham-Clubs Inter Miami gegen LA Galaxy. Die NBA hatte am Mittwoch (Ortszeit) ihren Spielbetrieb vorläufig eingestellt, nachdem ein Spieler der Utah Jazz positiv getestet wurde. "Wenn das hier einfach explodiert, dann denkst du an deine Familie und möchtest sichergehen, dass du das Richtige tust", betonte Mark Cuban, Besitzer der Dallas Mavericks.

20:19 Uhr

Zorc hält Absage von Bundesliga-Spieltagen für möglich

Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund hält die Absage und Verschiebung von gesamten Spieltagen der Fußball-Bundesliga angesichts der Coronakrise perspektivisch für eine mögliche Variante. "Es gibt ja keine Blaupause, wie man mit so einer Lage umgeht. Das ist für alle und jeden neu, und die Situation hat eine unglaubliche Dynamik. Aber wenn ich sehe, dass die spanische und die italienische Liga ab sofort pausieren, obwohl die mit ihren 20 Erstliga-Vereinen ja noch mehr Spieltage und deshalb größere Terminprobleme haben, frage ich: Warum sollten wir es nicht genauso machen können", sagte Zorc der Süddeutschen Zeitung (Freitagausgabe).

Zorc fordert aufgrund der Coronakrise zudem mehr terminliche Flexibilität in den internationalen Wettbewerben der Europäischen Fußball-Union (Uefa). "Wir haben natürlich einige heilige Kühe im internationalen Rahmenkalender, dass nämlich das Champions-League-Finale oder in diesem Jahr auch die Europameisterschaft zu fest bestimmten Terminen durchgezogen werden sollen. Aber diese Situation ist so extrem und so außergewöhnlich, dass wir auch solche Termine nun natürlich in Frage stellen müssen", sagte Zorc.

19:04 Uhr

Trubel bei Ferrari: Leclerc würde Vettel-Aus "respektieren"

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Generationenduell bei Ferrari: Charles Leclerc und Sebastian Vettel.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Charles Leclerc hat seinen Ferrari-Vertrag bis 2024 sicher, über der Zukunft seines Teamkollegen Sebastian Vettel steht ein großes Fragezeichen. Der Vertrag von Vettel läuft am Ende des Jahres aus, und noch ist unklar, ob die Beziehung zwischen ihm und der Scuderia auch 2021 weitergeht. Das gemeinsame Ziel, den Weltmeistertitel, haben sie in fünf Jahren nicht erreicht. Und obwohl es im vergangenen Jahr zu einigen Streitereien zwischen beiden kam, hätte Leclerc kein Problem damit, wenn sein Teamkollege auch 2021 Vettel heißen würde. "Ich kann damit gut leben, ihn neben mir zu haben", betont er. "Aber ich würde Ferraris Entscheidung respektieren, sollten sie etwas ändern wollen." Er glaubt nicht, dass die Situation den Deutschen aus der Ruhe bringen wird: "Er ist ein sehr starker Fahrer, und ich erwarte, dass er auch sehr stark sein wird."

18:00 Uhr

Bö gewinnt Biathlon-Geistersprint vor Fourcade

Biathlet Johannes Thingnes Bö hat den Weltcup-Sprint in Kontiolathi gewonnen und seinen zehnten Saisonsieg gefeiert. Der Norweger setzte sich mit einem Vorsprung von 21,1 Sekunden vor seinem großen Rivalen Martin Fourcade aus Frankreich durch. Dritter wurde dessen Landsmann Emilien Jacquelin. Bester deutscher Biathlet bei dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragenen Rennen war Benedikt Doll als Sechster. Olympiasieger Arnd Peiffer kam auf Rang neun.

Im Kampf um den Gesamtweltcup hat Bö vor dem letzten Rennen in der Verfolgung am Samstag beste Chancen auf seinen zweiten Triumph und die Titelverteidigung. Er liegt nach Abzug der beiden Streichergebnisse 19 Punkte vor Fourcade, der sich die Kleine Kristallkugel in der Sprintwertung sicherte. Bö gewinnt die Disziplinwertung im Massenstart. Die IBU teilte mit, dass die Saison an diesem Sonntag nach den beiden Mixed-Staffeln endet. Zuvor war am Donnerstag das Weltcup-Finale in Oslo kommende Woche ersatzlos gestrichen worden.

17:07 Uhr

Radprofi Schachmann fährt größtem Erfolg entgegen

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Maximilian Schachmann grüßt in Frankreich weiterhin in Gelb.

(Foto: imago images/Panoramic International)

Deutschlands Straßenradmeister Maximilian Schachmann bleibt auch nach der fünfte Etappe Gesamtführender der 78. französischen Fernfahrt Paris-Nizza. Der 26 Jahre alte Berliner vom Team Bora-hansgrohe kam am Donnerstag nach 227 Kilometern von Gannat nach La Côte-Saint-André als 17. ins Ziel und verteidigte damit erneut sein Gelbes Trikot, das er nach dem Sieg der ersten Etappe übernommen hatte.

Den Tagessieg sicherte sich im Sprint der Italiener Niccolò Bonifazio vor dem Spanier Iván García Cortina und Schachmanns slowakischen Teamkollegen Peter Sagan. John Degenkolb sprintete als bester Deutscher auf Platz sieben. In der Gesamtwertung führt Schachmann vor dem sechsten Teilstück mit 58 Sekunden vor dem Dänen Sören Kragh Andersen. Das Rennen endet am Sonntag in Nizza, wo am 27. Juni auch die Tour de France starten soll.

16:37 Uhr

Strafe: Zehn Millionen Euro und nur zehn Athleten in Tokio

Der Leichtathletik-Weltverband hat Russland für die Doping-Manipulationen hart bestraft. Bei den Olympischen Spielen in Tokio dürfen nur zehn Leichtathleten als neutrale Sportler starten. Dazu muss der russische Verband eine Strafe in Höhe von zehn Millionen Dollar (10,6 Millionen Euro) zahlen. Die Hälfte davon wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das teilte World Athletics mit.

Damit reagierte der Verband auf die Manipulation der Dopingdaten aus dem Moskauer Labor, für die Russland von der Welt-Anti-Doping-Agentur für vier Jahre von Olympischen Spielen ausgeschlossen wurde, sowie den Fall Danil Lysenko. Der Hallen-Weltmeister hatte sich Dopingkontrollen entzogen. Die damalige Führung des russischen Verbandes (Rusaf) versuchte, den Betrug mit gefälschten ärztlichen Attesten zu vertuschen. Der russische Verband bleibt indes weiter gesperrt.

16:06 Uhr

Werder bittet Anhänger, nicht so wie Gladbach-Fans zu handeln

Eine seltene, aber derzeit notwendige Bitte: Werder Bremen hat an seine Fans appelliert, zum Geisterspiel am Montag gegen Bayer Leverkusen nicht zum Stadion zu kommen. "Trotz des Verständnisses für das Bedürfnis der Anhänger, das Team zu unterstützen, bittet der SV Werder alle Fans, Menschenansammlungen zu vermeiden", hieß es in einer Erklärung des Fußball-Bundesligisten. Die Prävention einer weiteren Verbreitung des Coronavirus solle Priorität besitzen, erklärte der Club.

Beim Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln waren trotz des Zuschauerausschlusses einige hundert Gladbach-Anhänger zum Stadion gekommen, um ihre Mannschaft vor dem Spiel zu empfangen und nach dem 2:1-Sieg zu feiern. Die Borussen-Spieler waren nach dem Schlusspfiff die Treppen der leeren Fankurve im Borussia-Park nach oben geklettert, um sich bei den vor dem Stadion stehenden Fans zu bedanken.

15:13 Uhr

Skisprung-Saison abgebrochen, Geiger damit Weltcup-Zweiter

Die Weltcup-Saison der Skispringer ist vorzeitig abgebrochen worden. "Wir müssen Sie darüber informieren, dass die Saison beendet ist", sagte Renndirektor Walter Hofer vom Internationalen Ski-Verband (Fis) nach einer Krisensitzung in Trondheim. Die norwegische Regierung hatte zuvor drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verkündet.

In Trondheim war für den Abend im Rahmen der Raw-Air-Tour der vorletzte Einzelwettkampf der Saison vorgesehen, die Athleten treten nun die Heimreise an. Auch die Austragung der Skiflug-WM im slowenischen Planica (19. bis 22. März) ist gestrichen. Den Gesamtweltcup hat somit zum zweiten Mal in seiner Karriere Stefan Kraft gewonnen. Der Österreicher verwies mit 1659 Punkten den viermaligen Saisonsieger Karl Geiger (Oberstdorf/1519) auf Rang zwei. Stephan Leyhe war gestern in der letztlich bedeutungslosen Qualifikation schwer gestürzt.

14:56 Uhr

Uefa berät später über Konsequenzen für CL und EM

Die Europäische Fußball-Union beruft wegen des Coronavirus eine Krisensitzung ein, in der es auch um die Fußball-EM gehen soll. Am kommenden Dienstag (17. März) sollen Vertreter von allen 55 Mitgliedsverbänden in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen nach dem Ausbruch der Pandemie beraten, wie die Uefa mitteilte. Thematisiert werden dabei neben der paneuropäischen EM, die von 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern stattfinden soll, auch "alle nationalen und europäischen Wettbewerbe".

Im Anschluss an das Treffen will die Uefa über das weitere Vorgehen berichten. Die spanische Tageszeitung "Marca" hatte zuvor berichtet, dass die Uefa den Spielbetrieb in Champions League und Europa League aussetze. Der spanische Verbandsboss Luis Rubiales bestätigte am Donnerstag, dass es entsprechende Überlegungen gebe. Eine offizielle Bestätigung der Uefa gab es zunächst nicht.

13:55 Uhr

So wollte Uefa-Chef Ceferin die Europa League vor dem Coronavirus retten

Der Fußball lebt längst in seiner eigenen Welt. Das jüngste Beispiel? Wie die italienische Zeitung "Il Messagero" berichtet, hat Uefa-Präsident Alexander Ceferin auf absurde Weise versucht, die Fortsetzung der Europa League zu garantieren. Der Slowene soll die beiden verbliebenen italienischen Vertreter - AS Rom und Inter Mailand - gebeten haben, ihre Mannschaften aus dem Wettbewerb zurückzuziehen. Damit der Wettbewerb unbehelligt von der Pandemie zu Ende gespielt werden. Frei nach dem Motto: Gesundheit ist wichtig, Fußball ist wichtiger. Dass die Klubs diesen Vorschlag umgehend abgelehnt haben, versteht sich fast von selbst.

13:06 Uhr

Ex-F1-Pilot Glock befürchtet, dass Ferrari keinen Fortschritt gemacht hat

RTL-Experte Timo Glock ist optimistisch, dass Sebastian Vettel in der neuen Formel-1-Saison zurück zu alter Stärke. Im Gespräch mit RTL/ntv sagte der ehemalige F1-Pilot über den Ferrari-Fahrer: "Wenn man ihm zuhört, bekommt man den Eindruck, dass er ein deutlich besseres Gefühl für das neue Auto hat. Dinge, die letztes Jahr nicht so gepasst haben, sind anscheinend deutlich besser geworden, so dass Sebastian seine Stärken eventuell wieder ausspielen kann." Allerdings befürchtet er, dass das italienische Team mit seinem Fokus auf mehr Abtrieb und weniger Topspeed nur wenig gewonnen haben könnte: "Wenn Ferrari jetzt auf den Geraden verliert und in den Kurven gewinnt, steht am Ende die gleiche Rundenzeit, dann ist nichts gewonnen und nichts verloren."

Wobei das in Glocks Augen Vettel dennoch helfen könnte: "Es kann natürlich sein, dass genau dieses Thema - mehr Abtrieb - Sebastian den Vorteil bringt und er einfach ein besseres Gefühl für das Auto hat."

12:08 Uhr

Infizierte Fans im Stadion: Gesundheitsamt empfiehlt Absage in 2. Liga

Das Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises empfiehlt eine Absage des Heimspiels des FC Erzgebirge Aue in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den SV Sandhausen am Samstag (13.00 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de). Wie der Verein aus Aue mitteilte, ist der Grund für die Maßnahme, dass sich zwei mit dem Coronavirus infizierte Fans am vergangenen Wochenende beim Spiel bei Dynamo Dresden im Stadion befunden haben. Eine der Personen hielt sich demnach im Auer Fanbereich auf, die andere in verschiedenen Zuschauerbereichen. "Zudem waren die betreffenden Personen zusammen mit weiteren Fans zu dem Spiel angereist", hieß es in der Mitteilung. "Wir wissen derzeit nicht, ob und mit wem die betreffenden Personen noch Kontakt hatten. Vor dem Hintergrund dieser neuen Sachlage können wir als Verein keinerlei Verantwortung für die Zuschauer, unsere Gäste, unsere Mitarbeiter samt unserer gesamten Mannschaft übernehmen", sagte Aues Geschäftsführer Michael Voigt. Die Deutsche Fußball Liga wurde laut der Auer über den aktuellen Stand bereits informiert.

11:22 Uhr

Cristiano Ronaldo isoliert sich in der Heimat

Cristiano Ronaldo bleibt wegen des Coronavirus vorerst in seiner portugiesischen Heimat. Der Superstar des italienischen Fußball-Rekordmeisters Juventus Turin war am Montag nach Madeira gereist und will dort nach dem positiven Test seines Teamkollegen Daniele Rugani erst einmal bleiben.

Ronaldos Mutter hatte vor einer Woche einen Schlaganfall erlitten. Der Europameister hätte am Freitag wieder das Mannschaftstraining aufnehmen sollen, bat jedoch aus familiären Gründen um weitere Tage Urlaub, was ihm der Klub gewährte. Seine Familie, die Lebensgefährtin Georgina Rodriguez und die vier Kinder, sind ebenfalls nach Madeira geflogen und sollen dort auf das Ende der Epidemie in Italien warten.

10:51 Uhr

"Nicht geplant": Berater dementiert Rangnicks Milan-Engagement

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Steht Ralf Rangnick doch nicht vor seiner italienischen Reise?

(Foto: imago images/Sven Simon)

Ralf Rangnicks Berater hat ein bereits feststehendes Engagement des früheren Bundesliga-Trainers beim italienischen Fußball-Erstligisten AC Mailand entschieden dementiert. "Eine Zusammenarbeit ist derzeit nicht geplant. Es gibt momentan wichtigere Themen", sagte Marc Kosicke der "Bild"-Zeitung (Donnerstag). In der Vorwoche hatte Milans entlassener Sportdirektor Zvonimir Boban bei "Il Giornale" gesagt, dass sich die Rossoneri mit Rangnick seit vergangenen Dezember über eine Zusammenarbeit einig seien. "Ivan Gazidis (Geschäftsführer vom AC Mailand) und Ralf Rangnick kennen sich seit vielen Jahren und tauschen sich regelmäßig aus", sagte Kosicke.

10:16 Uhr

Geisterspieltag wohl auch in der Premier League

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Jürgen Klopp wird wohl in der Premier League vorerst ins Leere winken müssen.

(Foto: imago images/Colorsport)

Die Spiele der englischen Premier League sollen einem Bericht der Zeitung "The Times" zufolge an diesem Wochenende ebenfalls komplett hinter verschlossenen Türen stattfinden. Demnach sollen auch Fußball-Ligen unterhalb der höchsten Spielklasse von der Maßnahme im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus betroffen sein.

In Deutschland steht seit gestern fest, dass der 26. Spieltag in der Bundesliga zum Geister-Spieltag wird. Auch in Frankreich wird vorerst ohne Zuschauer gespielt, ebenso in Spanien. In Italien ist der Ligabetrieb vorerst sogar eingestellt.

09:47 Uhr

Katar sagt Testturnier für Fußball-EM ab

Die Organisatoren der Fußball-Europameisterschaft wollen das Turnier unbedingt durchboxen, doch die Einschläge kommen näher: Die Sorge vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat zur Absage eines Vorbereitungsturniers auf die Fußball-EM (12. Juni bis 12. Juli) geführt.

  • Wie der Königliche Belgische Fußballverband (RBFA) bekannt gab, wurde ein Einladungsturnier in Katar (26. bis 30. März) mit den EM-Teilnehmern Belgien, Vize-Weltmeister Kroatien, Europameister Portugal und der Schweiz "aufgrund der aktuellen Weltlage" durch das WM-Gastgeberland von 2022 abgesagt.
  • Katar hatte bis Mittwoch 262 Fälle von Covid-19 gemeldet. Am selben Tag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Krankheit zu einer Pandemie erklärt. Seit Jahresbeginn haben sich mehr als 120.000 Menschen in 113 Ländern infiziert.
08:59 Uhr

Videobeweis: Fans jubeln beim gespenstischen Rheinderby vor dem Stadion

Es ist ein denkwürdiger und gespenstischer Fußball-Abend: Mönchengladbach entscheidet das erste Geisterspiel in der Geschichte der Bundesliga für sich. 500 Fans lassen es sich nicht nehmen, den Sieg gegen Köln vor dem Stadion lautstark zu feiern.

08:22 Uhr

Fans wollen mit Klopp abklatschen - der Coach beschimpft sie

*Datenschutz

In Zeiten des Coronavirus liegen die Nerven offenbar blank: Jürgen Klopp jedenfalls ist von einigen Fans gar nicht begeistert. Die wollten mit den Spielern und dem Coach des FC Liverpool beim Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid (2:3 n.V.) abklatschen.

  • Allerdings ist eine der Vorsichtsmaßnahmen, dass es so wenig Kontakt zwischen Menschen geben soll wie möglich. Auch Händeschütteln soll unterlassen werden.
  • Klopp reagierte auf die ausgestreckten Arme alles andere als freundlich: Auf Videos ist zu sehen, dass er die Zuschauer beschimpft, sie sollten ihre Hände wegnehmen.
  • Er schloss seine Beschimpfung mit: "You fucking idiots" - das muss nicht weiter übersetzt werden ...
07:35 Uhr

Bei Olympia-Absage droht "ganz, ganz große Unsicherheit"

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Fordert eine bessere Informationspolitik: Max Hartung.

(Foto: imago images / Martin Hoffmann)

Athletensprecher Max Hartung befürchtet bei einer möglichen Olympia-Absage schwerwiegende Folgen für die Sportlerinnen und Sportler. "Für die Athleten geht es ja neben der sportlichen Perspektive auch um wirtschaftliche und rechtliche Aspekte. Was passiert mit meinem Sponsorenvertrag, wenn die Spiele ausfallen? Falle ich aus der Sportförderung? Bin ich weiterhin im Olympiakader?", schrieb der 30-Jährige aus Dormagen in der "Rheinischen Post" und ergänzte: "Werden die Spiele tatsächlich abgesagt, droht ganz vielen Athleten eine ganz, ganz große Unsicherheit."

Zudem plädierte der Säbelfechter für eine bessere Informationspolitik der Verbände in der Coronavirus-Krise. Er würde sich wünschen, "dass die Weltverbände schnell und proaktiv mit den Athleten kommunizieren und nicht immer über den Umweg der nationalen Verbände. Denn so entstehen schnell Gerüchte, und die verunsichern am Ende die Athleten", schrieb Hartung. IOC-Präsident Thomas Bach hatte zuletzt gesagt, dass sich das Internationale Olympische Komitee "weiterhin voll und ganz für den Erfolg der Olympischen Spiele" einsetze.

07:16 Uhr

Vettel geht mit "Lucilla" auf die Piste

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Vettel kommt "Lucilla" natürlich rein beruflich ganz nah.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency)

Er ist fast so wichtig wie das Auto an sich - der Name: Sebastian Vettel hat seinen neuen Formel-1-Dienstwagen Lucilla getauft. Offiziell trägt sein Ferrari aber den Fabriknamen SF1000.

  • Der 32-Jährige gibt seinen Autos traditionell für jede Saison einen Kosenamen. Im Vorjahr nannte Vettel seinen Ferrari "Lina".
  • Begonnen hatte die Tradition in seiner ersten vollen Saison bei Toro Rosso 2008, als er sein Auto "Julia" nannte. Bei Red Bull waren die Namen dann oft weniger züchtig. So gab es 2009 nach "Kate" auch "Kates schmutzige kleine Schwester" oder 2010 dann die "üppige Liz".
06:40 Uhr

"Da sind Emotionen dabei": PSG-Stars imitieren Haaland

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Fiese Imitation oder nur Frotzeln? Fußball-Nationalspieler Thilo Kehrer hat die Nachahmung von Erling Haalands Yoga-Torjubel durch mehrere Spieler von Paris St. Germain mit einem Augenzwinkern kommentiert. "Es gehört zum Geschäft dazu, dass man sich ein bisschen revanchiert", sagte der Abwehrspieler von PSG nach dem 2:0 (2:0)-Sieg gegen Borussia Dortmund bei Sky.

  • Dortmunds Sturmjuwel Haaland hatte seinen Doppelpack im Hinspiel (2:0) mit einer Yoga-Pose auf dem Rasen gefeiert. Im Rückspiel kopierte Paris-Star Neymar nach seinem Treffer zum 1:0 den Jubel.
  • Und nicht nur das: Nach der Partie zeigte ein Großteil der gesamte Mannschaft die Pose, PSG verbreitete das Foto auf Twitter.
  • Kehrer wollte die Reaktion seiner Teamkollegen nicht zu hoch bewerten. "Man kann darüber diskutieren, ob das sein muss oder nicht. Aber ich finde das gehört irgendwo dazu. Da sind Emotionen dabei, und die muss man auch nicht verstecken", sagte der 23-Jährige.
  • Der Sieg gegen den BVB war für ihn dennoch eine besondere Genugtuung. "Ich trage Schalke immer noch im Herzen und deswegen war ich nochmal extra motiviert. Als Ex-Schalker den Dortmundern eins auswischen - etwas Besseres gibt es eigentlich nicht", so Kehrer.
06:07 Uhr

Ausgerechnet Gobert: NBA lässt Spielbetrieb wegen Coronafall ruhen

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Das ist konsequent: Nach dem ersten Coronafall in der NBA lässt die nordamerikanische Basketball-Profiliga den Spielbetrieb bis auf Weiteres ruhen. "Die NBA wird diese Pause nutzen, um weitere Schritte mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus festzulegen", hieß es in einer Mitteilung der Liga.

  • Zuvor sei ein Profi der Utah Jazz "vorläufig" positiv auf die Erkrankung Covid-19 getestet worden, die durch das Virus ausgelöst wird. Laut übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich dabei um den französischen Allstar Rudy Gobert.
  • Die Liga hatte das Testergebnis unmittelbar vor dem Beginn des Meisterschaftsspiels der Jazz bei Oklahoma City Thunder, Team des Deutschen Dennis Schröder erhalten. Die Begegnung wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Der betroffene Spieler habe sich nicht in der Arena befunden.
  • Wie Utah Jazz zudem mitteilte, sei dieser am Mittwochmorgen zunächst negativ auf Influenza und Streptokokkenangina getestet worden. Als Vorsichtsmaßnahme sei dann der Test auf Covid-19 durchgeführt worden.
  • Dass nun ausgerechnet Gobert betroffen sein soll, ist durchaus pikant. Noch am vergangenen Montag hatte der 27-Jährige im Anschluss an eine Pressekonferenz demonstrativ alle Mikrofone und Aufnahmegeräte der Journalisten berührt, offenbar um auf die aus seiner Sicht übertriebene Vorsicht im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Virus hinzuweisen.