Donnerstag, 18. März 2021Der Sport-Tag

21:35 Uhr

Medaillen weg: Hammerwurf-Olympiasieger des Dopings überführt

Hammerwurf-Olympiasieger Dilshod Nazarow ist des Dopings überführt worden. Wie die Integritätskommission des Leichtathletik-Weltverbandes mitteilte, wurde der Goldmedaillengewinner von 2016 in Rio aus Tadschikistan für zwei Jahre gesperrt. Der 28-Jährige wurde durch die nachträgliche Analyse seiner Proben von den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu/Südkorea als Doper enttarnt. Alle seine Wettkampfergebnisse vom 29. August 2011 bis 29 August 2013 wurden annulliert. Damit verlor Nazarow auch die bei der WM 2011 und den Olympischen Spielen 2012 in London gewonnenen Silbermedaillen.

21:01 Uhr

Weltfußballerin: Menstruationszyklus kann über Sieg entscheiden

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Lucy Bronze (rechts) gewann mit Manchester City 2020 den FA Cup.

(Foto: imago images/Action Plus)

Ein besseres Verständnis der weiblichen Zyklen eines Fußballteams könne bei einer Weltmeisterschaft über Erfolg und Niederlage entscheiden, sagte die englische Weltfußballerin Lucy Bronze von Manchester City. "Ich glaube definitiv, dass es einer dieser Aspekte ist, der dir einen Extraschub gibt, wenn du genau verstehst, wie sich Menstruationszyklen auf deinen Körper auswirken", sagte 29-Jährige der Nachrichtenagentur PA. "Es spielt eine große Rolle, und es kann wirklich den Unterschied ausmachen."

Vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich hätten ihre Teamkolleginnen wenig darüber gewusst, wie sich der weibliche Zyklus auf ihre Leistungen im Turnier auswirken könnte, sagte Bronze. Das habe sich erst geändert, als Dawn Scott als Leistungstrainerin zum Team gestoßen sei. Die Britin hatte zuvor mit dem Team der USA gearbeitet, das die WM 2019 gewann. Anschließend veröffentlichte Scott einen Bericht über ihre Arbeit. Durch besseres Verständnis könne man besser planen, seine Ernährung und den Erholungsplan anpassen, um während des Turniers schneller wieder fit zu sein.

20:23 Uhr

BVB schnappt sich das nächste Top-Talent

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat sich das nächste Top-Talent geangelt. Der BVB gab die Verpflichtung des französischen Innenverteidigers Soumaila Coulibaly von Meister Paris St. Germain bekannt. Der 17-Jährige erhält einen langfristigen Vertrag.

"Ich bin dankbar für die Ausbildung, die ich bei Paris St. Germain genossen habe, glaube aber, dass dieser Wechsel nun der beste Schritt für mich ist", sagte Coulibaly. Der U18-Nationalspieler kuriert derzeit eine Knieverletzung aus. Coulibaly hatte auch "Angebote von anderen Klubs, aber als ich zum ersten Mal mit den BVB-Verantwortlichen gesprochen habe, wusste ich direkt, dass das der richtige Verein für mich ist".

19:41 Uhr

So lief Schalkes erstes Gespräch mit Rangnick

Ralf Rangnick ist weiterhin offen für die Rückkehr zum Fußball-Bundesligisten Schalke 04. Wie das Tabellenschlusslicht bekannt gab, habe ein "konstruktives Gespräch über ein mögliches Engagement" des ehemaligen Trainers auf Schalke stattgefunden. "Dieses Gespräch war offen und vertrauensvoll. Wir haben die Rahmenbedingungen für eine mögliche Zusammenarbeit ausführlich erörtert. Anschließend haben wir vereinbart, die Gespräche fortzusetzen", hieß es in der gemeinsamen Erklärung von Jens Buchta und Peter Lange für den Schalker Aufsichtsrat sowie Rangnicks Managements.

18:42 Uhr

Bis zu zehn russische Leichtathleten bei Olympia erlaubt

Russische Leichtathleten dürfen ab sofort wieder einen Status als neutrale Sportler beantragen, um unter bestimmten Bedingungen an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Wie Rune Andersen, Leiter der Russland-Taskforce im Weltverband World Athletics (WA), nach der Council-Sitzung mitteilte, dürfen bis zu zehn Russen und Russinnen unter neutralem Status bei den Olympischen Spielen in Tokio und weiteren Meetings starten.

Diese Möglichkeit war im vergangenen Jahr ausgesetzt worden, nachdem der seit 2015 wegen Dopingskandalen suspendierte russische Verband RUSAF Verpflichtungen zur Wiedereingliederung nicht nachgekommen war und neue Verfehlungen bekannt geworden waren. Die Taskforce konnte aber zuletzt beobachten, dass die RUSAF den mehrstufigen Plan zur Wiedereingliederung befolge.

17:47 Uhr

Löw darf England-Quintett berufen, Arbeits-Quarantäne angeordnet

Bundestrainer Joachim Löw kann in den kommenden WM-Qualifikationsspielen doch die in England beschäftigten Nationalspieler einsetzen. Das Gesundheitsamt Duisburg teilte mit, "dass im Einklang mit der aktuell gültigen Corona-Einreiseverordnung Nordrhein-Westfalen die Zustimmung für die Einreise" erteilt werden kann, heißt es in einer DFB-Mitteilung. Auch die isländischen Spieler, die am 25. März in Duisburg Kontrahenten der deutschen Nationalmannschaft sind, können einreisen.

Die Verordnung sieht generell eine Ausnahmegenehmigung für Einreisende aus Großbritannien zur Berufsausübung vor, heißt es zur Erklärung. Diese Zustimmung ist jedoch gebunden an äußerst strenge zusätzliche Auflagen an den Deutschen Fußball-Bund (DFB). So muss es für İlkay Gündoğan, Timo Werner, Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Bernd Leno nach der Einreise aus England eine "Arbeits-Quaranäne" geben. Außerhalb des eigentlichen Spiels, des Trainings und der Mannschaftsbesprechungen dürfen die betroffenen Spieler keinerlei Kontakt zu anderen Personen haben.

17:11 Uhr

Wolfsburg-Boss Schmadtke infiziert sich im häuslichen Umfeld mit Corona

Jörg Schmadtke, Sport-Geschäftsführer beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg, hat sich im häuslichen Umfeld mit Covid-19 infiziert und bis auf Weiteres in Quarantäne begeben. Dies teilte der Tabellendritte mit. Über den aktuellen Gesundheitszustand des 57-Jährigen machten die Niedersachsen keine Angaben. Der frühere Bundesliga-Torhüter wird die VfL-Mannschaft nicht zum Nordduell am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) bei Werder Bremen begleiten.

16:04 Uhr

BVB in Köln ohne Sancho und Guerreiro, Reus noch fraglich

Borussia Dortmund bangt vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) beim 1. FC Köln um den Einsatz von Kapitän Marco Reus. "Er hat noch nicht mit uns trainiert. Wir hoffen, dass es von Tag zu Tag besser wird", sagte Trainer Edin Terzic. Der 31 Jahre alte Nationalspieler Reus war beim 2:0 über Hertha BSC am vergangenen Spieltag von Vladimir Darida gefoult worden, woraufhin der Berliner die Rote Karte gesehen hatte. "Es ist nicht viel kaputtgegangen, aber sehr schmerzhaft", kommentierte Terzic.

Noch keine Option für die Partie beim Tabellen-14. aus Köln sind die Außenverteidiger Raphael Guerreiro und Mateu Morey sowie Angreifer Jadon Sancho. "Wir hoffen, dass die Drei nach der Länderspiel-Pause in das Mannschaftstraining zurückkehren", sagte Terzic. Dagegen steht der genesene Innenverteidiger Manuel Akanji wieder im Kader. Darüber hinaus kann Terzic auch mit Abwehrchef Mats Hummels planen, der noch im Duell mit Hertha BSC wegen Knieproblemen ausgewechselt werden musste.

14:56 Uhr

Komplette Inter-Mannschaft muss das Training einstellen

Serie-A-Tabellenführer Inter Mailand muss nach mehreren Corona-Fällen einen Trainingsstopp einlegen. Zuletzt seien Verteidiger Stefan de Vrij und Mittelfeldmann Matias Vecino positiv mit dem Coronavirus getestet worden, teilte der Klub mit. Die Behörden hätten im Anschluss entschieden, dass die Mannschaft für vier Tage das Training einstellen müsse. Außerdem sei das Heimspiel in der italienischen Fußball-Meisterschaft gegen Sassuolo Calcio aus der Region Emilia-Romagna, das für den kommenden Samstag angesetzt war, verschoben worden.

In den vorangegangenen beiden Tagen waren schon Inter-Keeper Samir Handanovic und Abwehrspieler Danilo D'Ambrosio positiv getestet worden. Inter musste Ende Februar in Quarantäne, nachdem unter Klub-Offiziellen fünf Corona-Fälle aufgetreten waren.

14:27 Uhr

DFB-Team macht sich bei EM-Planung "nicht verrückt"

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält trotz der umstrittenen Aussagen des UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin an seinen Planungen für die EURO im Sommer mit dem Trainingslager in Tirol, Spielen in München und dem Basecamp in Herzogenaurach fest. "Wir haben keinen Plan B in der Hinsicht. Wir machen uns da nicht verrückt", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff bei einem Medien-Talk.

Ceferin hatte mit seiner Forderung nach Zuschauern in den Stadien in Zeiten der Corona-Pandemie für Verwunderung gesorgt. "Ich kann es nur so interpretieren, dass er noch einmal ein klares Zeichen setzen will gegenüber Ländern und Regierungen. Wir haben alle unsere Planungen auf München ausgerichtet", sagte Bierhoff. Jeder Ausrichter müsse garantieren, dass Fans zu den Spielen dürften, hatte Ceferin erklärt: "Die Option, dass irgendein Spiel der EM ohne Fans ausgetragen wird, ist vom Tisch." Die Entscheidung über das Format der Endrunde wird wohl frühestens beim UEFA-Kongress am 20. April fallen. Laut der offiziellen Sprachregelung der Stadt München ist ein Rückzug "kein Thema".

12:15 Uhr

Für Ronaldo ist der CL-Rekord schmerzhaft nah, Deutsche sind weit weg von der Spitze

Toni Kroos feiert im Champions-League-Achtelfinale seinen 100. Startelfeinsatz in der Königsklasse, insgesamt kommt er auf 111 Spiele - und ist damit viertbester Deutscher unter den Rekordspielern. Von der Spitze sind alle weit entfernt. Dort steht noch länger nicht Cristiano Ronaldo. Und der ist selbst schuld.

11:45 Uhr

"Unvorstellbar": Bei Bayer steigt der Druck jetzt mächtig

Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes hat die Mannschaft vor dem Duell mit Hertha BSC am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) unter Druck gesetzt. Nach der 1:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld droht dem derzeitigen Tabellensechsten das Verpassen eines internationalen Wettbewerbs. "Das Spiel am Sonntag bei Hertha BSC ist enorm wichtig für uns im Kampf um die internationalen Plätze. Wir wollen weiter Richtung Platz 4, müssen aber auch auf die Teams hinter uns schauen", sagte Rolfes der "Bild"-Zeitung.

Der 39-Jährige stellte klar: "Mit unserem Kader ist trotz der vielen Ausfälle ein Jahr ohne Europa nicht vorstellbar." Dabei stehe Fußball-Lehrer Peter Bosz jetzt unter Zugzwang. "Der Trainer muss die richtigen Schlüsse aus dem Spiel gegen Bielefeld ziehen und mit den Spielern Lösungen für Berlin finden - das ist jetzt die wichtigste Aufgabe", betonte Bayers Sportdirektor. Auch die Spieler seien gefordert. "In so einer Situation müssen alle Spieler Haltung zeigen, Aggressivität, einen klaren Willen. Die Spieler sind gefordert - einzeln und als Mannschaft. Das erwarten wir", sagte Rolfes.

10:56 Uhr

Sorge um Stars: FC Bayern will "ganz im Sinne des Vereins entscheiden"

Der FC Bayern hat offen gelassen, ob er Robert Lewandowski für das WM-Qualifikationsspiel der polnischen Fußball-Nationalmannschaft in England abstellt. "Wir werden abwarten und dann ganz im Sinne des Vereins entscheiden. Wir brauchen alle Spieler für das Spiel gegen Leipzig", sagte Trainer Hansi Flick im TV-Sender Sky. "Wir warten auch noch ab, was die Behörden dazu sagen und haben noch ein paar Tage Zeit, um die Entscheidung zu treffen."

Lewandowski hatte beim 2:1-Sieg am Mittwochabend gegen Lazio Rom die Münchner mit 1:0 in Führung gebracht. Polen spielt am 31. März in England, drei Tage später steht der Bundesliga-Gipfel zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern an. "Wenn ein Spieler in Quarantäne gehen muss, ist es dem Verein erlaubt, einzugreifen. Für uns hat der Countdown begonnen, von daher brauchen wir alle Spieler", sagte Flick bereits. Für Einreisende aus Großbritannien nach Deutschland bestehen besondere Quarantäne-Regelungen.

Österreichs Nationalmannschaft bestreitet ihr erstes Qualifikationsspiel für die WM 2022 am 25. März in Glasgow gegen Schottland ohne Deutschland-Legionäre, also auch ohne David Alaba. "David wird beim ersten Spiel in Schottland nicht dabei sein", bestätigte Flick.

09:04 Uhr

Ortega könnte sich vorstellen, Neuer-Ersatz zu sein

Torhüter Stefan Ortega ist nach seinen starken Leistungen für Arminia Bielefeld offen für den nächsten Karriereschritt und wäre auch einem Wechsel als Vertreter von Manuel Neuer bei Bayern München nicht abgeneigt. "Ich würde wohl immer das Angebot vorziehen, wo ich die Chance habe zu spielen. Aber wir reden von Bayern München, einem der besten Vereine weltweit. Am Ende ist es auch eine Frage der Abwägung", sagte der 28-Jährige dem "Kicker".

Ortega (Vertrag bis 2022), der ein spielstarker Keeper ist und beim Aufsteiger heraussticht, soll das Interesse des Rekordmeisters geweckt haben. Er nehme die Gerüchte um seine Person wahr und "höre das auch gerne", sagte der Keeper: "Aber natürlich bleibt es dabei: Nicht ich, sondern wir alle zusammen wollen hier in Bielefeld die Liga halten. Danach kann man sich über alles Gedanken machen, mit Zeit und Ruhe." Allerdings setze er sich persönliche Ziele, sagte Ortega: "Die Bundesliga war eines, das habe ich jetzt geschafft. Wenn sich die Chance auf internationale Spiele bietet, möchte ich sie nutzen."

08:36 Uhr

Nächster Sexismus-Skandal erschüttert Olympia-Planer

Neuer Schlag für Japans Olympia-Macher: Der Kreativdirektor für die Sommerspiele in Tokio, Hiroshi Sasaki, hat wegen erniedrigender Äußerungen über eine bekannte japanische Entertainerin seinen Rücktritt angekündigt. Er hatte einem japanischen Medienbericht zufolge gegenüber Mitarbeitern die Idee vorgebracht, dass die 33-jährige Naomi Watanabe bei der Eröffnungszeremonie der Spiele als Schwein verkleidet auftreten könnte. In einem rosafarbenen Kostüm erschiene sie dann als ein "Olympig", witzelte der Japaner - pig bedeutet auf Englisch Schwein.

Der 66-jährige Werbefachmann entschuldigte sich bei der bekannten Schauspielerin und Modedesignerin. Seine Äußerung sei "sehr unangemessen" gewesen. Gut vier Monate vor den geplanten Spielen in Tokio wird das Organisationskomitee damit von einem weiteren Skandal erschüttert. Erst kürzlich war Japans Olympia-Organisationschef Yoshiro Mori wegen sexistischer Kommentare vom Amt zurückgetreten. Dabei haben Japans Olympia-Macher ohnehin schon mit genug Problemen zu kämpfen, darunter der Corona-Pandemie und Kosten in Rekordhöhe.

07:46 Uhr

Deutsche Trainer sorgen für Novum in der Champions League

Hansi Flick, Edin Terzic, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel bilden ein exklusives Quartett: Noch nie gab es vier Trainer aus einem Land im Viertelfinale der Champions League. Und wohl noch nie war der Ruf deutscher Fußball-Trainer so gut wie derzeit. "Wir waren ja letztes Jahr schon drei deutsche Trainer im Halbfinale, oder? Also hoffen wir, dass das noch ein bisschen weiter geht", sagte Tuchel dem TV-Sender Sky nach dem Erfolg seines FC Chelsea gegen Atlético Madrid. Mit 13 ungeschlagenen Partien seit seinem Antritt bei den Blues stellte der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und dem FSV Mainz 05 zudem einen Vereinsrekord auf.

Auch Klopp, der in der Liga mit dem FC Liverpool derzeit zwar schwächelt, steht in der Champions League aber wie Terzic mit Borussia Dortmund, Flick mit dem FC Bayern und Tuchel mit Chelsea unter den letzten Acht. "Lauter gute Trainer, lauter gute Teams", erklärte Tuchel. Eine Erklärung für die geballte deutsche Trainerpower hatte er aber keine. "Ich kenne das Geheimnis jetzt auch nicht. Aber es ist schön, dass es so ist und noch schöner, dass ich ein Teil davon bin. Ich bin sehr dankbar für solche Spiele auf solchem Niveau in solcher Regelmäßigkeit", sagte Tuchel.

07:27 Uhr

Amnesty rät von Boykott der Katar-WM ab

Amnesty International Deutschland rät von einem Boykott der Fußball-WM 2022 in Katar ab. "Amnesty setzt auf Aufdeckung und Sichtbarmachung der Missstände und den Dialog mit allen Beteiligten. Katar hat sich durchaus gesprächsbereit gezeigt und Reformen angestoßen", sagte Regina Spöttl, Katar-Expertin der Menschenrechtsorganisation, dem Nachrichtenportal "Watson": "Es gibt Fortschritte, und mit einem Boykott würden diese um Jahre zurückgeworfen werden."

Führend in ihrer Boykott-Forderung waren zuletzt norwegische Klubs. Bei der Jahreshauptversammlung des nationalen Verbandes NFF aber stimmten am vergangenen Sonntag nur 61 Vertreter dafür, die Debatte über einen Verzicht auf die Tagesordnung zu setzen, 146 waren dagegen. Die Entscheidung wurde damit vertagt. Auslöser für die Debatte war ein Bericht über 6500 Tote auf den Baustellen in Katar. Spöttl geht davon aus, dass die Zahl 6500 stimmt. Allerdings sei es "sehr schwierig zu überprüfen, wie viele Todesfälle es im Umfeld der WM gegeben hat und welche die Ursachen dafür waren".

07:08 Uhr

NBA lockert wohl kräftig für geimpfte Profis

Nach einer kompletten Impfung gegen das Coronavirus haben Basketballer in der NBA deutlich weniger Einschränkungen im Alltag und an Spieltagen. ESPN und "The Athletic" berichteten am Mittwochabend von einer Einigung zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft NBAPA, die die entsprechenden Regeln für Profis bestimmen. Sobald 85 Prozent aller Spieler und Betreuer eines Teams geimpft sind, gelten die Regeln auch für ganze Mannschaften.

Erlaubt sind ab 14 Tagen nach der finalen Dosis demnach Besuch zu Hause, Begleitungen bei Auswärtsreisen und Restaurantbesuche im Außenbereich. Wer als Kontaktperson eines Corona-Infizierten gilt, muss zukünftig nicht mehr in Quarantäne. An freien Tagen muss nicht mehr getestet werden. Teams, die die Schwelle überschreiten, können bei Mannschaftsbesprechungen auf Masken verzichten und sind deutlich flexibler in anderen Städten. Derzeit dürfen Spieler ihre Hotelzimmer auswärts nur für die Spiele und zum Trainieren verlassen. Wie viele Spieler in der NBA bereits geimpft sind, ist nicht bekannt. ESPN berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, dass bislang nur wenige, gesundheitlich vorbelastete Profis die Impfung bekommen haben.

06:26 Uhr

Konflikt nervt Kimmich: Flick und Salihamidzic gehen aufeinander zu

Im seit Wochen schwelenden Konflikt bei Bayern München zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic ist es zu einer Annäherung gekommen. "Wir sind beide aufeinander zugegangen und haben das im Sinne des Vereins aus der Welt geschafft. Wir sind sehr optimistisch für die Zukunft des Vereins", sagte Flick nach dem Rekord-Einzug des Triple-Gewinners ins Viertelfinale der Champions League bei Sky.

Zuvor hatte sich bereits Führungsspieler Joshua Kimmich eine Aussprache gewünscht. "Man bekommt mit, was geschrieben und diskutiert wird. Es wäre schöner, bei dem Erfolg, wenn Ruhe einkehrt und von intern nicht Zündstoff nach außen getragen wird", sagte Kimmich nach dem 2:1 (1:0) gegen Lazio Rom. Es belaste die Mannschaft zwar "nicht groß", fügte er an, "aber natürlich wäre es anders schöner".

05:59 Uhr

WM-Quali ohne Gündogan, Werner und Co.?

Der bei Manchester City aktive Ilkay Gündogan weiß wegen möglicher Reiserestriktionen noch nicht, ob er zum Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele zählen wird. "Ich hatte ein Gespräch mit (Bundestrainer) Joachim Löw und (DFB-Direktor, d. Red.) Oliver Bierhoff. Beide wussten noch nicht genau, ob sie mich nominieren können", sagte Gündogan bei "Maischberger die Woche" in der ARD.

Er sei "schon enttäuscht", wenn er wegen der britischen Corona-Mutation nicht anreisen könne, betonte Gündogan, der jedoch auch Verständnis hätte: "Es ist nicht mehr in allzu weiter Ferne, es geht am Montag los. Ich weiß nicht Bescheid. Ich muss geduldig bleiben und abwarten." Sollte Gündogan nicht anreisen können, würde dies vermutlich auch auf die weiteren England-Legionäre Timo Werner, Kai Havertz, Antonio Rüdiger (FC Chelsea) und Bernd Leno (FC Arsenal) zutreffen. Der 30-Jährige, der selbst nach einem positiven Coronatest erkrankt war, warnte erneut davor, das Virus zu unterschätzen und warb für Akzeptanz der Impfstoffe. Diese seien der Ausweg aus der Pandemie.

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