Nach krassem Ausraster: Juve wirft Trainer raus
Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat sich zwei Tage nach dem Pokalsieg von Trainer Massimiliano Allegri getrennt. Als Grund führte der Traditionsklub "bestimmte Verhaltensweisen" des 56-Jährigen "während und nach dem Coppa-Italia-Finale" gegen Atalanta Bergamo am Mittwoch (1:0) an, welche "unvereinbar mit den Werten von Juventus und dem Verhalten derer, die den Verein repräsentieren", seien.
Allegri sah am Mittwoch in der Nachspielzeit die Rote Karte, weil er an der Seitenlinie ausgerastet war und sich mit dem Vierten Offiziellen angelegt hatte. Später soll er den Chefredakteur der Sporttageszeitung "Tuttosport" bedroht und beschimpft haben, der italienische Fußballverband FIGC leitete Ermittlungen ein. Allegri, der auf Guido Vaciago losgehen wollte, sei nur mit Mühe von einer Sprecherin des Vereins aufgehalten worden, berichteten italienische Medien. Außerdem hatte Allegri Juves Sportdirektor Cristiano Giuntoli beschimpft und weggedrängt.
14-Jähriger schreibt Fußball-Geschichte
Mateo Apolonio hat in Argentinien Fußballgeschichte geschrieben. Mit seinem Einsatz bei der Partie seines Klubs Deportivo Riestra gegen Newell's am Donnerstag wurde der 14-Jährige zum jüngsten Fußballer, der jemals ein Spiel in der ersten argentinischen Liga bestritten hat. Er brach damit einen fast 50 Jahre alten Rekord: Der Torhüter Hugo Aicardi spielte 1975 erstmals im Alter von 14 Jahren und 353 Tagen für Racing. Apolonio war bei seinem Debüt nun 14 Jahre und 29 Tage alt.
Das Jungtalent wurde bei der Partie in Paraná in der 85. Minute gegen den Stürmer Gonzalo Bravo eingewechselt. Sein Verein musste sich dem ersten Klub von Superstar Lionel Messi schließlich mit 0:1 geschlagen geben. Der kleine Verein Deportivo Riestra aus dem Arbeiterviertel Pompeya aus dem Süden von Buenos Aires war in diesem Jahr das erste Mal in die erste Liga aufgestiegen.
DFB-Profi fährt nicht zur EM, aber bleibt beim Vizemeister
Fußball-Nationalspieler Thilo Kehrer bleibt bei der AS Monaco, der Vizemeister aus der Ligue 1 hat seine Kaufoption gezogen und damit den Innenverteidiger fest verpflichtet. Der 27-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2028 bei den Monegassen. Bisher war er von West Ham United nur ausgeliehen.
"Ich bin sehr glücklich und stolz, das Abenteuer mit der AS Monaco fortsetzen zu können", sagte Kehrer: "Wir haben bereits viele schöne Momente erlebt, wie diesen zweiten Platz, der einen Platz in der Champions League in der nächsten Saison sichert - und ich hoffe, dass ich noch viele weitere in diesem Trikot erleben werde." Kehrer war im Winter aus der Premier League nach Monaco gewechselt, auch um sich für die Europameisterschaft erneut in den Fokus von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu spielen. Am Donnerstag wurde er allerdings nicht in den EM-Kader berufen.
Leclerc lässt Ferrari von Heimsieg träumen
Der Monegasse Charles Leclerc hat beim Ferrari-Heimspiel in Imola den ersten Formel-1-Testtag dominiert. Der 26-Jährige war für die Scuderia auch in der zweiten Einheit in 1:15,906 Minuten der schnellste Pilot und verwies McLaren-Fahrer Oscar Piastri (+0,192 Sekunden) auf den zweiten Platz. Überraschender Dritter auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari wurde Yuki Tsunoda (+0,380 Sekunden) von Visa RB.
Weltmeister Max Verstappen war auch mit seinem zweiten Training nicht zufrieden und musste immer wieder den Asphalt verlassen. Nach Platz fünf in der ersten Einheit und einigen Fahrfehlern musste sich der Niederländer am späten Nachmittag sogar mit Rang sieben begnügen. Nico Hülkenberg konnte sich bei seiner Imola-Premiere steigern. Der Haas-Pilot verbesserte sich von Position 20 im ersten Training auf Platz neun in der zweiten Einheit. Verstappen führt dennoch vor dem siebten Rennen des Jahres die WM-Wertung mit 33 Punkten Vorsprung auf seinen Red-Bull-Teamkollegen Sergio Perez an.
England-Klub wirft deutschen Trainer raus
Einen Tag nach der krachenden Niederlage im Aufstiegsduell bei Leeds United hat sich der englische Fußball-Zweitligist Norwich City von Teammanager David Wagner getrennt. Das teilten die "Kanarienvögel" mit. Tags zuvor hatte die Wagner-Elf das Rückspiel im Halbfinale um den Aufstieg in die Premier League 0:4 verloren und somit nach dem 0:0 im Hinspiel das Endspiel in Wembley verpasst. Der ehemalige Schalke-Coach war seit Januar 2023 Trainer in Norwich und leitete 75 Spiele. Auch sein Co-Trainer Christoph Bühler muss den Verein verlassen. In den Saisons 2019/20 und 2021/22 spielte der Klub zuletzt in Englands höchster Spielklasse, stieg aber jeweils als Tabellenletzter direkt wieder ab.
Klopp spricht zur Abschaffung des VAR
Liverpools scheidender Fußballtrainer Jürgen Klopp hat sich gegen den Videobeweis in seiner aktuellen Form ausgesprochen. Es sei nicht richtig, wie der VAR derzeit eingesetzt werde, sagte der deutsche Coach. Er würde gegen die Fortführung stimmen, denn die Offiziellen seien nicht in der Lage, den Videobeweis richtig zu nutzen. Klopp hatte im Herbst 2023 nach einer schweren Videobeweispanne gegen den FC Liverpool eine Wiederholung des Spiels bei Tottenham Hotspur gefordert.
"Ich glaube nicht, dass der VAR das Problem ist, aber die Art und Weise, wie wir es nutzen, ist das Problem. Man kann die Menschen aber offensichtlich nicht ändern, das ist klar. Du brauchst sie", sagte Klopp nun. "Also ja, ich würde für die Abschaffung des VAR stimmen." An diesem Sonntag steht der 56-Jährige zum letzten Mal als Trainer des FC Liverpool an der Seitenlinie.
Publikumsliebling bleibt Köln erhalten - sogar bei Abstieg
Wichtiges Zeichen vom Publikumsliebling: Mark Uth hat vor dem entscheidenden Auswärtsspiel seines 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim einen neuen Vertrag unterschrieben. Das gab der Klub einen Tag vor dem Endspiel um den Klassenerhalt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bekannt, der Kontrakt gilt ligaunabhängig. Bezüglich der Rettung sei Uth "absolut zuversichtlich", sagte er in einer Mitteilung: "Unabhängig davon war es mir wichtig, bei meinem Herzensverein weiterhin Verantwortung zu übernehmen und sportlich voranzugehen, nachdem ich mich in den letzten beiden Jahren nicht so einbringen konnte, wie ich mir das vorgestellt habe."
Uth, der in Köln geboren und sportlich ausgebildet wurde, sei für den Verein ein "Unterschiedsspieler", sagte FC-Geschäftsführer Christian Keller, seine Verlängerung sei ein "starkes Signal zum richtigen Zeitpunkt". Der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler wird seit Jahren immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. In dieser Saison kam er auf nur zwölf Pflichtspiele, lediglich dreimal stand er in der Startelf. Dennoch bekannte Uth seine Liebe zum Klub und wolle für keinen anderen Verein mehr in seiner Karriere spielen. "Für mich gibt es nichts anderes mehr - ich möchte meine Karriere hier beim FC beenden", sagte er.
Tuchel spricht zum Aus beim FC Bayern
Thomas Tuchel und der FC Bayern gehen getrennte Wege. Das bestätigt der Fußball-Trainer auf einer Pressekonferenz vor den versammelten Journalisten. Doch wirklich in die Karten sehen möchte sich der 50-Jährige nicht lassen.
Gibt es doch noch EM-"Resthoffnung" für Bayern-Star?
Bayern-Trainer Thomas Tuchel ist überzeugt, dass Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka die Heim-Europameisterschaft für sich noch nicht ganz abgeschrieben hat. "Ich glaube, dass er nach wie vor eine Resthoffnung hat. Es kann immer alles passieren", sagte Tuchel offenbar mit dem Blick auf mögliche verletzungsbedingte Ausfälle von nominierten EM-Spielern in der Turniervorbereitung und denkbare Nachnominierungen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte den 29 Jahre alten Goretzka am Donnerstag nicht in den vorläufigen 27-Mann-Kader für die am 14. Juni beginnende EM-Endrunde berufen. Der 57-malige Nationalspieler war seit dem Confederations Cup 2017 bei allen großen Turnieren der A-Nationalmannschaft dabei, also auch bei der WM 2018, der EM 2021 und der WM 2022. Alle drei Turniere endeten frühzeitig und damit auch für Goretzka enttäuschend. Der Mittelfeldspieler habe in den vergangenen Wochen alles für eine Berufung gegeben, sagte Tuchel: "Deshalb ist die Enttäuschung sehr groß. Das wurmt ihn, das trifft ihn. Es war ein riesengroßes Ziel von ihm. Das dauert wahrscheinlich eine Weile, bis er das verdaut hat."
Barça macht's wie Bayern: Trainerkarussell spielt verrückt
Erst kündigte Xavi seinen Rücktritt beim FC Barcelona an, dann änderte das Klubidol seine Meinung, jetzt wollen die Katalanen aber wohl nicht mehr. Laut übereinstimmenden spanischen Medienberichten steht der Fußballtrainer bei Barça vor dem Aus. Nach Informationen des katalanischen Radiosenders RAC-1 hat Präsident Joan Laporta beschlossen, den 44-Jährigen zu entlassen. Die Tageszeitung Sport bestätigte die Nachricht, laut AS ist Barcelona, Klub des deutschen Nationaltorhüters Marc-André ter Stegen, schon auf Trainersuche.
Xavi hatte im Januar seinen Abschied zum Saisonende verkündet, im April entschied sich der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler nach Gesprächen mit Laporta für einen Verbleib. Xavis Vertrag läuft bis 2025. Der Trainer hatte sich zuletzt über die finanziellen Schwierigkeiten Barcelonas beklagt und Vergleiche zum besser gestellten Erzrivalen Real Madrid gezogen. Diese Kommentare sollen Laporta überhaupt nicht gefallen haben.
Harry Kane bricht Robert Lewandowskis Rekord nicht
Harry Kane wird seine Premieren-Saison in der Fußball-Bundesliga zwar als Torschützenkönig beenden, aber nicht mehr mit einem Treffer-Rekord. Der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft wird dem FC Bayern München am Samstag wegen Rückenbeschwerden im letzten Saisonspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim fehlen, wie Trainer Thomas Tuchel vorab ankündigte. Die finale Jagd auf den 41-Tore-Rekord von Robert Lewandowski fällt damit aus. Kane beendet die Saison damit mit 36 Treffern.
"Harry ist in ärztlicher Behandlung bei seinem persönlichen Arzt. Er ist nicht mehr da, er kann auch nicht mitfahren", berichtete Tuchel. Kanes letzter Einsatz für den FC Bayern beim unglücklichen Champions-League-Aus gegen Real Madrid vor über einer Woche sei wegen der Rückenprobleme bereits "grenzwertig" gewesen, sagte Tuchel. Vier Tage nach dem 1:2 im Halbfinal-Rückspiel pausierte Kane bereits beim 2:0 gegen Wolfsburg.
Nach Klopp: Zwei weitere Ikonen verlassen den FC Liverpool
Neben Jürgen Klopp werden am Ende der Saison auch Joel Matip und Thiago den FC Liverpool verlassen. Matip war 2016 von Schalke 04 zu den Reds gewechselt, er war eine der ersten Verpflichtungen von Klopp. Thiago folgte vier Jahre später nach sieben Jahren beim FC Bayern. "In all meinen Jahren im Fußball bin ich sicher nicht allzu vielen Spielern begegnet, die beliebter sind als Joel Matip. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es überhaupt irgendetwas Schlechtes über ihn zu sagen gibt", sagte Klopp über den 32 Jahre alten gebürtigen Bochumer. Matip bestritt 201 Spiele für Liverpool und gewann sieben Titel. Auch für Thiago hatte Klopp nur Lob übrig. "Er ist so gut. Er könnte in jedem Team der Welt spielen. Es war ein Privileg, ihn bei uns zu haben", sagte der scheidende Teammanager vor seinem letzten Spiel am Sonntag gegen Wolverhampton über den Spanier und betonte: "Er ist ein Künstler, der immer nur die wunderbarsten Bilder malen wird." Matip und Thiago (33), der aufgrund zahlreicher Verletzungen nur 98 Spiele unter Klopp bestritt, verlassen Liverpool nach dem Ablauf ihrer Verträge ablösefrei. Ihre Zukunft ist vorerst offen.
Nagelsmann lobt Thomas Müller über den grünen Klee
Thomas Müller ist nicht nur ein Fußballspieler. Für Fans und Mannschaftskollegen ist das bayerische Urgestein ein Motivator und "Connector", wie Nagelsmann auf der Pressekonferenz zum DFB-Kader seine Nominierung begründet. Was das mit Rappern und Jodlern zu tun hat, erklärt der Coach im Video.
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Keine Rücksicht auf Hoeneß? FC Bayern droht Zerreißprobe
Nachdem die "Bild" am Donnerstag berichtete, dass der FC Bayern in der Causa Thomas Tuchel nun auf die Tube drückt und noch in der laufenden Woche den Verbleib des Trainers, der sich im Februar mit dem Klub einvernehmlich auf ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit nach der Saison geeinigt hatte, fixieren will, bestätigt die "tz" am Freitag den Zeitplan nach eigenen Informationen. Damit aber nicht genug: Die Zeitung will zudem erfahren haben, dass Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund bei der Entscheidungsfindung inzwischen auch keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Klub-Ikonen und langjährigen Bayern-Macher Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß mehr nehmen sollen.
Eberl und Freund, die seit Kurzem das starke Duo des FC Bayern bilden, sollen der "tz" zufolge nun allerdings "keine Rücksicht mehr auf die Bedenken" von Hoeneß und Rummenigge nehmen. Demnach will man nach dem Motto handeln: Wenn man etwas wirklich will, "muss man sich gegen alle Widrigkeiten durchsetzen".
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Alaba wird erneut operiert, EM-"Nebenjob" winkt
David Alabas ohnehin nur sehr geringe Chancen auf eine Teilnahme an der Fußball-EM in Deutschland haben sich offenbar endgültig erledigt. Der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft habe sich einer Arthroskopie am linken Knie unterziehen müssen, wie die spanische Zeitung "Marca" berichtete. Mit Verweis auf diese Quelle berichteten österreichische Medien, dass sich die EM-Endrunde für den Abwehrchef von Real Madrid damit erledigt habe. Der 31-jährige Alaba hatte sich Mitte Dezember einen Kreuzband im linken Knie zugezogen, was seine Einsatzchancen für die Europameisterschaft auf ein Minimum reduzierte. "Es wäre ein kleines Wunder, wenn er das tatsächlich noch schafft", hatte Rangnick Mitte März gesagt: "Wenn es jemand schaffen kann, dann David."
Der neue operative Eingriff sei zwar nur ein kleiner gewesen, berichtete "Marca", verzögere die Genesung aber dennoch um etwa zwei Wochen. Zuletzt war in spanischen Medien spekuliert worden, der langjährige Profi des FC Bayern München könnte als Co-Trainer von Rangnick an der EM in seiner früheren Wahlheimat teilnehmen
Großes Coming-out im Fußball für heute angekündigt
In einer zentralen und gemeinsamen Aktion soll homosexuellen Fußballspielern die Möglichkeit gegeben werden, sich kollektiv zu outen und somit das Stigma von Homosexualität im männlichen Profifußball zu brechen. Doch ob es wirklich zu dem großen Befreiungsschlag kommt, ist noch fraglich.
Medien: Zwei Wackelkandidaten im deutschen EM-Kader
27 Namen umfasst der vorläufige Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Das heißt auch: Einer der Profis muss vor Turnierbeginn noch abreisen. "Es ist simpel zu begründen: Wir müssen einen guten Trainingskader haben, wollen ein vernünftiges Training mit gutem Personal haben. Außerdem haben wir noch Testspiele", sagte Nagelsmann zum 27-Mann-Kader des DFB. "Die Wackelkandidaten wissen Bescheid." Um wen es sich dabei handelt, verriet er auf der Pressekonferenz nicht. Nach Informationen der "Bild" gibt es vor allem zwei Wackelkandidaten. Zum einen Innenverteidiger Robin Koch von Eintracht Frankfurt, der den Vorzug vor Routinier Mats Hummels erhielt. Zum anderen Youngster Maximilian Beier von der TSG Hoffenheim. Der Angreifer wartet noch auf sein DFB-Debüt. Beide müssen sich wohl noch im Training und in den kommenden zwei Testspielen am 3. Juni gegen die Ukraine und 7. Juni gegen Griechenland beweisen.
Die Entscheidung darüber, wer es nicht in den EM-Kader schafft, fällt spätestens bis zum 7. Juni um Mitternacht. Dann muss der Verband die 26 Namen an die UEFA melden.
NHL-Star Draisaitl droht Play-off-Aus
Eishockey-Star Leon Draisaitl droht mit seinen Edmonton Oilers in der zweiten Runde der NHL-Play-offs das Aus. Der 28-Jährige verlor mit seinem Team 2:3 bei den Vancouver Canucks und liegt in der Best-of-seven-Serie nun mit 2:3 hinten. Damit hat Vancouver in Partie sechs in der Nacht auf Sonntag ein Matchball-Spiel.
Draisaitl bereitete zwar die frühe Führung für Edmonton vor (5.), seine Mannschaft lag nach dem ersten Drittel noch mit 2:1 vorn - doch die Canucks drehten die Partie. Der Siegtreffer gelang dem Heimteam 33 Sekunden vor der Schlusssirene durch J.T. Miller. Damit können die Oilers nur zwei Siege aus den kommenden beiden Spielen vor dem Aus bewahren. Die New York Rangers erreichten unterdessen vorzeitig das Halbfinale. Das Team von Chefcoach Peter Laviolette besiegte die Carolina Hurricanes mit 5:3 und entschieden die Serie mit 4:2 für sich. Die Rangers treffen in den Conference Finals nun auf den Sieger des Duells zwischen den Florida Panthers und den Boston Bruins (Stand 3:2 für Florida).
Sieben Spieler stehen angeblich auf Einkaufliste des FC Bayern
Seit Längerem ist klar, dass es beim FC Bayern im Sommer zu einem größeren Kader-Umbruch kommen könnte. Der "Bild"-Zeitung zufolge stehen gleich sieben Spieler auf der Münchner Einkaufsliste. Mit Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) und Chris Führich (VfB Stuttgart) sind zwei Akteure aus dem aktuellen DFB-Kader für die Heim-EM dabei. Tah hatte zuletzt betont, dass ein möglicher Wechsel für ihn aktuell kein Thema sei. Hinzu kommt mit Xavi Simons (RB Leipzig) ein weiterer Akteur, der in den zurückliegenden Monaten in der Bundesliga für Furore sorgte. Ansprechpartner im Falle eines Transfers wäre aber nicht der Liga-Konkurrent, sondern Paris Saint-Germain. Von Frankreichs Meister ist der 21 Jahre alte Niederländer bis Saisonende an RB ausgeliehen. Eher als Perspektivspieler einzuordnen wäre wohl Assan Ouédraogo, das 18-jährige Top-Talent des FC Schalke 04.
Neben diesem Quartett soll der FC Bayern auch einige Spieler aus dem europäischen Ausland im Visier haben: Theo Hernandez (AC Mailand), Frenkie De Jong (FC Barcelona) und Amadou Onana (FC Everton).
Schachlegende Carlsen heuert beim FC St. Pauli an
Das Schach-Team des FC St. Pauli bekommt nach seinem Aufstieg in die Bundesliga einen spektakulären Zugang für die kommende Saison. Der ehemalige Weltmeister Magnus Carlsen wird für die Hamburger spielen. Ermöglicht wird die Verpflichtung des 33 Jahre alten Norwegers durch die Kooperation der Weissenhaus Chess Academy des Unternehmers Jan Henric Büttner mit dem FC St. Pauli. Die Zusammenarbeit sei langfristig angelegt und werde auch gemeinsame kommunikative Maßnahmen mit Carlsen beinhalten, hieß es in einer Mitteilung der Chess Academy. "Ich freue mich, Teil der coolsten Marke in Deutschland zu sein", sagte der Schach-Superstar. Neben den Schachspielern hatten auch die Fußballer den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Carlsen gilt als einer der besten Schachspieler der Geschichte. Von 2013 bis 2023 war er Weltmeister.
Fatale Formel-1-Unfälle machten Vettel Angst
Sebastian Vettel hat bei einer Gedenkveranstaltung für Ayrton Senna in Imola von eigenen Ängsten in der Formel 1 gesprochen. Der viermalige Weltmeister nannte dabei den schweren Unfall des später verstorbenen Jules Bianchi 2014 in Japan und vor allem den fatalen Unfall von Formel-2-Pilot Anthoine Hubert 2019 in Spa-Francorchamps. "Ich erinnere mich an die Telefonate mit meiner Frau und wie ich gegrübelt habe, wieder ins Auto zu steigen", erzählte Vettel, als er gefragt wurde, ob er selber Angst gehabt habe, in den Wagen zu klettern. Letztendlich sei aber Rennen zu fahren, was er liebe. Der Franzose Bianchi war in Japan gegen einen Bergungskran gekracht und im folgenden Jahr an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben. Hubert hatte in Spa die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war seinen schweren Verletzungen erlegen.
Timberwolves fressen die Nuggets gnadenlos auf
Titelverteidiger Denver Nuggets hat nach einem herben Dämpfer im Play-off-Viertelfinale der NBA den Ausgleich kassiert. Das Team um Superstar Nikola Jokic musste im sechsten Spiel bei den Minnesota Timberwolves eine deutliche 70:115-Pleite hinnehmen, damit fällt die Entscheidung in der Best-of-seven-Serie am Sonntag in Denver. Mit 22 Punkten und neun Rebounds blieb der Liga-MVP Jokic gegen die defensivstarken Timberwolves unter seinen Möglichkeiten. Bei den Gastgebern war Anthony Edwards mit 27 Zählern der Topscorer. Die Serie bleibt eine Achterbahnfahrt: Zunächst hatte Denver 0:2 zurückgelegen, dann mit drei Siegen den ersten Matchball erkämpft. Gegner im Halbfinale ist der Sieger des Duells zwischen den Dallas Mavericks und Oklahoma City Thunder, in der Serie steht es 3:2 für die Mavs.
Infantino regt Jugend-Fußball-WM mit 211 Ländern an
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Einführung einer gigantischen Weltmeisterschaft im Jugendfußball angeregt. Der 54-Jährige sprach beim Kongress des Weltverbands von einem "Festival" für U15-Juniorinnen und -Junioren aus allen 211 FIFA-Mitgliedsnationen. "Ist es schwierig, ist es kompliziert, ist es teuer?", fragte der Schweizer in Bangkok. "Ja, aber es lohnt sich, darüber zu diskutieren." Jede Nation sollte in der Lage sein, ein Team zu schicken, sagte Infantino. "Lasst uns darüber nachdenken." Im Bereich des U15-Fußballs werden derzeit deutlich kleinere internationale Wettkampfformate gespielt. Weltmeisterschaften gibt es derzeit erst ab der U17.