Mittwoch, 11. März 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau, Louisa Grewe und Torben Siemer
23:58 Uhr

Sang- und klangloses Karriereende: Olympia-Zweiter im "falschen Film"

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Muss seine Karriere jetzt ohne Playoffs beenden: Marcel Goc.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für den Olympia-Zweiten Marcel Goc ist der Saisonabbruch in der Deutschen Eishockey Liga schwer zu realisieren. "Es hängt irgendwie jeder in der Luft. Es kommt einem vor, als ob man in einem falschen Film ist. Das Ganze ist absurd, komisch", sagte der 36-Jährige von den Adlern Mannheim, dessen Karriere damit ohne Playoffs zu Ende ging. "Jeder guckt sich eigentlich nur an und sagt: "Ist das wirklich so?" Jeder ist ein bisschen sprachlos. Es ist schade, frustrierend, enttäuschend, aber trotzdem nachvollziehbar. Klar ist das fürs Eishockey schlecht, wenn die Saison ein solches Ende nimmt", sagte der frühere NHL-Stürmer Goc, äußerte aber Verständnis: "Die Gesundheit aller steht da natürlich im Vordergrund und ist wichtiger als ein Sportevent." Der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft hatte vor einem Monat angekündigt, seine Karriere nach dieser Saison zu beenden. Mit Titelverteidiger Mannheim hatte Goc die Hauptrunde als Zweiter beendet und sich Hoffnungen auf einen Meistertitel zum Abschluss seiner Karriere machen dürfen.

23:23 Uhr

Erster Champions-League-Profi positiv auf Corona getestet

Mal schauen, was die Auswirkungen dieses Ergebnisses sind: Daniele Rugani von Juventus Turin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Klubs am späten Abend bekannt. Der italienische Abwehrspieler ist damit der erste offizielle Corona-Fall in einem Team, das noch in der Champions League vertreten ist. Im höchsten europäischen Wettbewerb trifft Juve am 17. März im Achtelfinal-Rückspiel auf Olympique Lyon, die Serie A hat ihre Saison bereits bis auf Weiteres unterbrochen. Im Hinspiel kam der 25 Jahre alte Rugani nicht zum Einsatz.

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22:57 Uhr

Bochum hofft trotz Geisterspiel auf Ticketkäufe

Trotz des Zuschauer-Ausschlusses für das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag (13.00 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) verkauft der VfL Bochum Tickets für die Partie - aber nur symbolisch. Fans können als Spendenmaßnahme virtuelle Eintrittskarten kaufen. Die berechtigen zwar nicht zum Stadionbesuch, helfen dem Club aber finanziell. Die Bochumer rechnen in der 2. Fußball-Bundesliga mit Einbußen von 500.000 Euro bei jedem Heimspiel ohne Zuschauer, die wegen der Gefahr der Ausbreitung des Coronavirus nicht ins Stadion dürfen. Im Online-Shop kosten die "Geisterspieltickets" zwischen fünf Euro und 18,48 Euro.

22:33 Uhr

Serie A fordert Klubs auf, Trainingsbetrieb einzustellen

Die italienische Serie A hat die Fußball-Erstligisten wegen der Coronakrise zu einer siebentägigen Trainingspause aufgefordert. Ausnahmen sollen für die Klubs gelten, die noch an europäischen Wettbewerben teilnehmen, teilte die Serie A auf ihrer Webseite mit. Die Liga rief Fußballer zudem dazu auf, zu Hause zu bleiben, soziale Kontakte zu meiden und mit den Klubärzten in Verbindung zu bleiben.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Italien alle Sportveranstaltungen im Land bis zum 3. April ausgesetzt. Am Mittwochmorgen hatte der italienische Fußballverband FIGC bereits erklärt, er schließe auch einen Abbruch der Saison nicht mehr aus.

22:18 Uhr

Hertha bestreitet die nächsten Heimspiele ohne Zuschauer

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Leeres Olympiastadion: Ein Bild, an das man sich gewöhnen wird.

(Foto: imago images/Hohlfeld)

Fußball-Bundesligist Hertha BSC bestreitet wegen des Coronavirus mindestens drei seiner nächsten vier Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wie die Berliner am Mittwoch mitteilten, werden nach dem Auswärtsspiel am Samstag (14. März, 15.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim auch das Stadtderby gegen den 1. FC Union (21. März, 18.30 Uhr) sowie das Heimspiel gegen den FC Augsburg am Osterwochenende (noch nicht terminiert) ohne Fans statt. Die Berliner Gesundheitsverwaltung und Innenverwaltung hat sich auf dringende Empfehlung der Amtsärzte darauf verständigt, Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmenden bis Ende der Osterferien am 19. April zu untersagen.

"Das Thema wird uns in den nächsten Wochen noch begleiten, und wenn wir damit einen Beitrag leisten können, um die Ausbreitung zu verlangsamen, dann steht eine solche Entscheidung nicht zur Diskussion", sagte Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz.

21:42 Uhr

Fifa flüchtet vor dem Virus in den September

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Fifa-Boss Gianni Infantino empfängt seine Zulieferer erst im September.

(Foto: imago images/Xinhua)

Die Ausbreitung des Coronavirus und damit einhergehende Reisebeschränkungen zwingen auch den Fußball-Weltverband Fifa zur Verlegung mehrerer Termine. Wie die Fifa am Mittwoch bekannt gab, beschloss das Ratspräsidium die Verlegung des 70. Fifa-Kongresses in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba vom 5. Juni auf den 18. September. Man wolle so gewährleisten, dass alle Mitgliedsverbände teilnehmen können. Weiter werde die für den 20. März geplante Sitzung des Fifa-Rates auf einen noch zu bestätigenden Termin im Juni/Juli verschoben. Auch halte man sich die Option offen, das Treffen als Videokonferenz abzuhalten.

21:15 Uhr

Transfer-Hammer: Kommt Kroos zurück zum FC Bayern?

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Ist sauer auf seinen Trainer: Toni Kroos.

(Foto: imago images/Action Plus)

Kroos, der seinen Vertrag bei den Madrilenen erst Ende Mai 2019 bis 2023 verlängerte, soll sich in Gesprächen mit dem FC Bayern befinden. Das enthüllte "Okdiario"-Gründer Eduardo Inda im Fußball-Talk "El Chiringuito" des TV-Senders Mega. Inda will erfahren haben, dass der Deutsche einer von zwei Real-Spielern sei, die derzeit "stinksauer" auf Trainer Zinédine Zidane sind. Der Grund: Bei der 1:2-Ligapleite gegen Betis Sevilla schickte Zidane Kroos vorzeitig unter die Dusche, beim anschließenden Champions-League-Kracher gegen Manchester City schmorte der 31-Jährige sogar 90 Minuten auf der Bank. "Kontakte mit dem FC Bayern haben sich in den letzten Wochen intensiviert", ein Abschied von Kroos aus Madrid sei "nicht mehr auszuschließen", so Inda weiter. Der deutsche Rekordmeister arbeite daran, Kroos von einer Rückkehr zu überzeugen. Kroos soll grundsätzlich allerdings sehr glücklich in Madrid sein und den Klub nicht wirklich verlassen wollen. Der Nationalspieler schließe die Tür allerdings nicht gänzlich. Sollte der FC Bayern wirklich Ernst im Werben um Kroos machen, sind jedoch noch einige sehr hohe Hürden zu überwinden: Mehr dazu hier!

20:30 Uhr

Ex-Werder Profi stänkert: "PSG hat keine Seele"

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Micoud spielte mit Werder Bremen selbst drei Jahre in der Königsklasse.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Der frühere Bundesliga-Star Johan Micoud hat vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Borussia Dortmund den französischen Serienmeister Paris Saint-Germain und auch dessen deutschen Trainer Thomas Tuchel kritisiert. "Paris Saint-Germain hat keine Seele, und das unterscheidet das Team von den anderen Spitzenteams in Europa", sagte der 46-jährige Franzose in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". "Paris fehlt es an Kultur, an Mentalität und an Intensität. Das Hinspiel gegen Dortmund war nur ein Beispiel dafür." Auch den PSG-Trainer Tuchel sieht der Europameister von 2000 sehr kritisch. "Ich bin bei Tuchel immer wieder überrascht", sagte Micoud. "Natürlich ist es schwer bei so vielen großen Egos, aber damit muss Tuchel zurechtkommen. Gerade habe ich nicht den Eindruck, dass er die Lösung dafür gefunden hat. Jedes Mal, wenn Gefahr droht, wird es kompliziert. Und selbst wenn keine Gefahr droht, schafft die Mannschaft diese von ganz allein."

19:32 Uhr

Aue-Boss fordert Abbruch von 1. und 2. Bundesliga

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Helge Leonhardt möchte die Saison nicht zu Ende spielen.

(Foto: imago images/Picture Point)

Präsident Helge Leonhardt vom Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue hat wegen der Coronavirus-Krise einen raschen Abbruch der Spielzeiten im deutschen Profifußball vorgeschlagen. Der Unternehmer will seinen Vorschlag auch Montag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main einbringen.

"Man sollte einheitlich präventiv handeln, sowohl aus sportlicher als auch aus wirtschaftlicher und vor allem aus gesundheitlicher Sicht. Deshalb empfehle ich einen Abbruch der Spielzeiten", sagte Leonhardt dem SID.

Wie der Unternehmer weiter erklärte, gehe es um große Verantwortung, die die Klubs für ihre Spieler und für ihre Mitarbeiter hätten. Außerdem könne im aktuellen System keine gleiche Behandlung von Klubs gewährleistet werden. "Sobald sich ein Spieler infiziert, muss die Mannschaft zwei Wochen aus dem Spielbetrieb genommen werden. Wie will man da eine einheitliche Lösung finden", fragte Leonhardt.

18:57 Uhr

Schachmann baut Führung bei Paris-Nizza aus

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Maximilian Schachmann beim Einzelzeitfahren.

(Foto: imago images/Panoramic International)

Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) hat seine Gesamtführung bei der Rad-Fernfahrt Paris-Nizza ausgebaut. Der deutsche Straßenmeister aus Berlin kam beim 15,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Saint-Amand-Montrond sechs Sekunden hinter dem dänischen Tagessieger Sören Kragh Andersen (Sunweb) als Zweiter ins Ziel.

Damit hat Schachmann in der Gesamtwertung nun 58 Sekunden Vorsprung vor Kragh Andersen, dahinter liegt sein Teamkollege Felix Großschartner (Österreich/1:01 Minuten). Auf Rang vier ist der Kölner Nils Politt (Israel Start-Up Nation/1:05) platziert. Am Donnerstag steht die längste Etappe der Fernfahrt auf dem Programm. Zwischen Gannat und La Cote-Saint-Andre müssen die Sportler 227 Kilometer bewältigen. Die 78. Auflage der "Fahrt zur Sonne" endet nach insgesamt 1217 km am kommenden Sonntag in Nizza. Einige Teams, darunter die britische Top-Equipe Ineos, hatten angesichts der Coronakrise auf einen Start verzichtet.

18:31 Uhr

Skispringer Leyhe stürzt in Trondheim schwer

Das sah gar nicht gut aus: Skispringer Stephan Leyhe ist in der Qualifikation zum Weltcup in Trondheim nach der Landung schwer gestürzt. Der 28-Jährige kam nach einem weiten Sprung auf 141,5 Meter bei der Landung zu Fall und blieb danach im Auslauf liegen. Er war zwar ansprechbar, konnte die Schanze aber nicht aus eigener Kraft verlassen und wurde umgehend auf den Weg in ein Krankenhaus gebracht. Die Eurosport-Kommentatoren vermuteten, der Gesamtzweite der Raw-Air-Tour könnte sich einen Kreuzbandriss zugezogen haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:03 Uhr

Fortuna-Coach hält Saison-Abbruch für möglich

Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf denkt über Alternativen bei der Fan-Unterstützung im Geisterspiel gegen den SC Paderborn nach. So könnte die Lautsprecheranlage das Stadion mit Anfeuerungsrufen und Fangesängen beschallen. "Das ist eine Überlegung. Wir werden das vorher ausprobieren", verriet Trainer Uwe Rösler. Beim wichtigen Duell mit dem Abstiegskonkurrenten sind am Freitag (20.30 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) erstmals in der Düsseldorfer Arena wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine Zuschauer zugelassen.

Der 51-Jährige wies nach der kompletten Meisterschaftsabsage im Eishockey auch auf eine ungewisse Zukunft hin. "Wir wissen nicht, was kommt. Wir müssen jedes Spiel nehmen als sei es das letzte" meinte Rösler.

17:31 Uhr

Jetzt also doch: Frankfurt auch europäisch in leerem Stadion

Eine weitere Paarung für die Liste der Geisterspiele: Das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League zwischen Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und dem Schweizer Vizemeister FC Basel muss wegen der Ausbreitung des Coronavirus am Donnerstag (18.55 Uhr) doch ohne Zuschauer ausgetragen werden. Diese Entscheidung traf das Gesundheitsamt Frankfurt heute nach einer Neubewertung der Lage.

16:32 Uhr

Corona-Infektion im Radsport: Russischer Profi positiv getestet

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Befindet sich derzeit in einem Hotel in Quarantäne: Dimitri Strachow.

(Foto: imago images / Geisser)

Der russische Radprofi Dimitri Strachow ist nach seinem Start bei der Ende Februar abgebrochenen UAE-Tour positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sein Team Rusvelo-Gazprom mit. Strachow befindet sich aktuell in einem Krankenhaus in Abu Dhabi, nachdem sein Rennstall in einem Hotel unter Quarantäne gesetzt worden war. "Nachdem ich den fünften Test im Hotel hatte, sagten sie mir, dass ich ein positives Ergebnis auf den Coronavirus habe und ich ins Krankenhaus muss", sagte Strachow. Die UAE-Tour war Ende Februar abgebrochen worden, nachdem es Verdachtsfälle gegeben hatte. Daraufhin waren alle Teams im Hotel festgehalten worden. Bis auf wenige Ausnahmen konnten alle Mannschaften inzwischen wieder das Land verlassen. Die Organisatoren hatten zuletzt mitgeteilt, dass es sechs Coronavirus-Fälle bei dem Rennen gegeben habe, darunter befand sich auch ein Deutscher. Zudem war von zwei Russen, zwei Italienern und einem Kolumbianer die Rede. Ob es sich dabei um Fahrer, Betreuer oder Mechaniker handelte, wurde nicht bekannt.

16:04 Uhr

"Lkw durch den Schädel": Christian Heidel spricht über seinen Schlaganfall

Christian Heidel ist eine der strahlenden Figuren des deutschen Fußballs. Dann setzt den Manager ein Schlaganfall außer Gefecht. Im ausführlichen Gespräch erzählt er von der einschneidende Erfahrung, seinen Weg zurück und seinen Freund Jürgen Klopp.

14:53 Uhr

Roger Schmidt ist neuer Trainer bei PSV Eindhoven

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Roger Schmidt war zwischen 2014 und 2017 bei Bayer Leverkusen.

(Foto: picture alliance / Marius Becker)

Der ehemalige Leverkusener Bundesliga-Coach Roger Schmidt wird zur neuen Saison Cheftrainer des 24-maligen niederländischen Fußballmeisters PSV Eindhoven. Das gab die PSV am Mittwoch bekannt. Schmidt, der zuletzt in China bei Peking Guoan tätig gewesen war, tritt die Nachfolge von Interims-Coach Ernest Faber an. Dieser kehrt auf seinen Posten als Leiter der Nachwuchsabteilung zurück.
"Roger stand oben auf unserer Liste, wir freuen uns sehr, dass er sich für die PSV entschieden hat", sagte Manager John de Jong. Schmidt ergänzte: "Vom ersten Moment der Kontaktaufnahme hatte ich ein gutes Gefühl. Durch die Gespräche mit Toon Gerbrands und John de Jong habe ich ein gutes Bild erhalten, wie hier gearbeitet wird." Schmidt war in der Bundesliga von 2014 bis 2017 für Bayer tätig gewesen.

13:46 Uhr

Volleyball-Liga rechnet mit finanziellen Einbußen - läuft aber weiter

Berlins Pierre Pujol nimmt den Ball an. Foto: Andreas Gora/dpa/Archiv

Pierre Pujol spielt für Berlin in der Bundesliga.

(Foto: Andreas Gora/dpa/Archiv)

Für die Klubs aus der Volleyball-Bundesliga (VBL) hätten Geisterspiele wegen des Coronavirus nach Einschätzung von Geschäftsführer Klaus-Peter Jung große Konsequenzen. "Für die Vereine bedeuten Spiele ohne Zuschauer erhebliche finanzielle Einbußen, nicht nur durch fehlende Ticketeinnahmen", sagte Jung: "Sie werden Probleme haben, ihre Sponsorenleistungen erfüllen zu können." Der Anteil der Zuschauereinnahmen beträgt bei den Klubs nach VBL-Angaben gut 15 Prozent.
Die Liga hat bislang noch nicht in den laufenden Spielbetrieb eingegriffen. Laut VBL werden sich die Klubs der "1. und 2. Bundesliga hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage weiterhin eng mit den zuständigen lokalen Behörden abstimmen". Es sei für alle Beteiligten keine einfache Situation, so Jung: "Für uns steht die Gesundheit der Bevölkerung an oberster Stelle. Gleichzeitig sind wir aber auch daran interessiert, die Austragung der noch verbleibenden Spiele zu gewährleisten und dabei einen für alle Teams fairen Wettbewerb zu wahren." Der VBL-Vorstand werde "in der Play-off-Phase von Spiel zu Spiel entscheiden."

13:16 Uhr

PSG zittert weiter um Mbappé - Coronavirus endlich ausgeschlossen

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Kann Mbappé gegen BVB spielen?

(Foto: imago images/PanoramiC)

Paris Saint-Germain bangt im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch gegen den BVB um den Einsatz von Kylian Mbappé. Der Stürmer-Star ist allerdings nicht mit dem Coronavirus infiziert. Einem Bericht der Sportzeitung "L'Équipe" zufolge unterzog sich Mbappé am Dienstag einem entsprechenden Test. Dieser fiel laut "Telefoot" allerdings negativ aus. Auch weitere Medien bestätigten diese Meldung. Bisher hieß es, der französische Weltmeister leide unter einer Angina. Mbappé verpasste das Abschlusstraining am Dienstag. Auch am Montag hatte der 21-Jährige nicht trainieren können. "Wir versuchen, ihn spielfähig zu bekommen. Eine Entscheidung fällt erst am Mittwochabend", sagte PSG-Trainer Thomas Tuchel.

12:33 Uhr

Hat Ferrari "2019 betrogen, dass sich die Balken gebogen haben"?

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Christian Danner begleitet auch die kommende Formel-1-Saison für RTL.

Im Interview mit RTL/ntv  findet Formel-1-Experte Christian Danner klare Worte zum Streit um den geheimen Deal zwischen der Fia und Ferrari um einen möglichen Motor-Schummel der Scuderia im Vorjahr:

"Über das Vorgehen der Fia kann man streiten. Ich verstehe den Ärger der Teams, so geht’s nicht. Jeder will Klarheit über das Reglement haben. Die Teams wollen verständlicherweise wissen, wie sich die Motoren-Regeln und mögliche Grauzonen auf die eigene Performance auswirken und natürlich geht es auch um Geld. Alles in allem kommt der Streit zur Unzeit. Bei all der Corona-Problematik vor dem Saisonstart ist das Thema nicht gerade prickelnd. Aus den Statements der Fia kann man eigentlich nur eine Schlussfolgerung ziehen: Ferrari hat 2019 betrogen, dass sich die Balken gebogen haben."

12:32 Uhr

"Wissen nicht, ob oder wo ...": Frankfurt wartet weiter auf Basel-Spiel

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Auch Filip Kostic weiß noch nicht, wo er in der kommenden Woche jubeln will.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für das Rückspiel von Eintracht Frankfurt im Europa-League-Achtelfinale beim Schweizer Vizemeister FC Basel gibt es weiterhin keinen Austragungsort. "Das ist ein kompliziertes Thema, weil sehr viele Parteien involviert sind. In erster Linie ist es die Angelegenheit von Basel, einen Rückspielort in Absprache mit der Uefa zu definieren", sagte Axel Hellmann, Vorstand des hessischen Fußball-Bundesligisten, am Mittwoch. Die Kantonspolizei Basel hatte am Montag angeordnet, dass die Partie am 19. März wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht im Baseler St. Jakob-Park stattfinden darf.

Als möglicher Ausweichort komme laut Hellmann auch Frankfurt infrage. "Aber wir wissen nach jetzigem Stand definitiv noch nicht, was mit dem Rückspiel passiert. Ob oder wo es stattfindet. Hier muss man abwarten", sagte er.

11:41 Uhr

Atalanta-Ultras spenden nach entgangenem "schönsten Abend unserer Geschichte"

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Die Bergamo-Fans mussten zuhause bleiben - und machten das Allerbeste daraus.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Das Allerbeste aus einer großen Enttäuschung gemacht: Die Fans von Atalanta Bergamo spenden die gesparten Ticketkosten für das Achtelfinal-Auswärtsspiel der Champions League beim FC Valencia an ein wegen der Coronavirus-Krise ausgelastetes Krankenhaus in ihrer Heimatstadt. Das gab die "Curva Nord" bei Facebook bekannt. Die Anhänger des italienischen Spitzenvereins konnten das 4:3 (2:1) gestern Abend und damit die Qualifikation für das Viertelfinale in der Fußball-Königsklasse nicht vor Ort verfolgen, weil die Partie wegen der Epidemie ohne Zuschauer ausgetragen wurde.

Die erstatteten Kosten von 40.000 Euro spenden sie nun aber an eine Klinik in der vom Virus arg heimgesuchten Stadt. "Dieser Abend hätte einer der schönsten in unserer Geschichte sein sollen, aber die Notlage rückt alles andere in den Hintergrund", hieß es in dem Eintrag der Ultras bei Facebook. "In diesen Wochen gibt es in unserer Stadt und unserer Provinz Helden, die sich der Situation stellen, die mit unzureichenden Mitteln und in beschwerlichsten Schichten arbeiten für die Gesundheit von ALLEN."

11:19 Uhr

Saisonabbruch der Serie A nicht mehr ausgeschlossen

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Italien hat noch eine andere Corona-Strategie als Deutschland.

(Foto: imago images/Xinhua)

In Deutschland hadert man noch, in Italien ist man schon einen Schritt weiter: Der italienische Fußballverband FIGC hofft, dass die Serie A trotz der Unterbrechung wegen der Coronavirus-Krise zu Ende gespielt werden kann, prüft jedoch auch andere Lösungen. So wird der Abbruch der Saison 2019/20 nicht ausgeschlossen, das geht aus einem vom Verband veröffentlichten Statement hervor. Der Verband denkt über Play-offs zwischen den vier bestplatzierten Mannschaften und möglichen Relegationsspielen unter den letzten vier Klubs in Sachen Abstieg nach. Ein Abbruch mit Juventus als neuerlichem Meister, oder ohne einen Meister zu küren, sei ebenfalls möglich.

All diese Lösungen solle am 23. März diskutiert werden. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Italien alle Sportveranstaltungen im Land bis zum 3. April ausgesetzt. Das betrifft auch die Serie A.

10:55 Uhr

Für die Gleichberechtigung: Erstmals zwei Fahnenträger bei Olympia

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Schwenkte bei den letzten Sommerspielen die deutsche Fahne: Timo Boll.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Bemühen um Gleichberechtigung erlaubt das Internationale Olympische Komitee (IOC) bei den Sommerspielen in Tokio vom 24. Juli bis 9. August erstmals zwei Fahnenträger - einen Mann und eine Frau - pro Nation, die gemeinsam das Banner ihres Landes tragen sollen. Das IOC ermutigte alle 206 Nationalen Olympischen Komitees, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Zudem soll jede Teilnehmernation zumindest einen Sportler und eine Sportlerin zu den Spielen in Japan schicken. "Die Olympischen Spiele von Tokio 2020 werden die ersten geschlechtsausgeglichenen mit einem Frauen-Anteil von 48,8 Prozent sein", sagte IOC-Präsident Thomas Bach: "Mit diesen beiden Initiativen sendet das IOC eine starke Botschaft, dass die Ausgeglichenheit der Geschlechter bei Olympia Wirklichkeit ist."

10:09 Uhr

Formel 1 meldet die ersten Corona-Verdachtsfälle

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Bei McLaren wurde eine Person isoliert.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne sind die ersten Verdachtsfälle auf das Coronavirus aufgetreten. Dabei handelt es sich um mindestens drei Mitarbeiter von Rennställen. Einer ist bei McLaren angestellt, zwei bei Haas. Sie befinden sich derzeit isoliert in ihren Hotelzimmern. Dies bestätigten die beiden Rennställe der Deutschen Presse-Agentur. Es handle sich um Vorsichtsmaßnahmen, man warte nun auf die Ergebnisse der Tests. Dabei soll herausgefunden werden, ob sich die Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen. Die Formel 1 plant am Sonntag den ersten Grand Prix des Jahres auszutragen.

09:28 Uhr

Flick wird deutlich: Neuer ist der Beste, Nübel lediglich talentiert

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Flicks klare Nummer eins heißt Manuel Neuer.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Nach seiner Degradierung bei Schalke 04 auf die Ersatzbank muss Torhüter Alexander Nübel den nächsten Rückschlag verkraften. Auf den 23-Jährigen wartet bei seinem künftigen Klub Bayern München wohl kein offener Zweikampf mit Nationaltorwart Manuel Neuer, das lassen zumindest die jüngsten Aussagen von Trainer Hansi Flick interpretieren.
"Es weiß jeder, was ich von Manuel halte. Er ist für mich der mit Abstand beste Torwart der Welt, daran habe ich nicht die geringsten Zweifel. Deshalb gibt es dazu für mich keine Alternative. Manuel führt die Mannschaft, gibt ihr die nötige Sicherheit", sagte Flick der "Sport Bild". Nübel bescheinigte der 55-Jährige auf Nachfrage lediglich, "ein junger, talentierter Torhüter" zu sein.

08:49 Uhr

NBA auf dem Weg in die Playoffs: Theis siegt - Kleber geht leer aus

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Daniel Theis ist auf dem Weg in die Playoffs.

(Foto: AP)

Basketball-Nationalspieler Daniel Theis hat mit den Boston Celtics die NBA-Playoffs erreicht. Das Traditionsteam siegte mit 114:111 gegen die Indiana Pacers und verbuchte im 64. Saisonspiel den 43. Erfolg. Center Theis verzeichnete 20 Punkte und sechs Rebounds. Nationalspieler Maximilian Kleber kassierte mit den Dallas Mavericks hingegen eine Niederlage. Selbst 38 Punkte von Superstar Luka Doncic waren beim 109:119 bei den San Antonio Spurs zu wenig. Kleber erzielte zwölf Punkte und holte fünf Rebounds. Dallas bleibt im Westen dennoch auf Playoff-Kurs.

08:13 Uhr

Norwegische Skilangläufer beenden Saison: "Gesundheit vor Leistung"

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Therese Johaug steht als Gewinnerin des Gesamtweltcups schon fest.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Coronakrise beeinflusst auch das Weltcup-Finale der Skilangläufer. Die führende Loipen-Nation Norwegen teilte mit, keine Mannschaft zu den abschließenden Rennen in Kanada und den USA an den kommenden beiden Wochenenden zu schicken. "Wir sind in der Verantwortung, Gesundheit den Vorzug vor Leistung einzuräumen", sagte Torbjörn Skogstad, Vorsitzender des Langlauf-Komitees in Norwegens Verband. Doppel-Olympiasieger Ragnhild Haga und die viermalige Weltmeister Heidi Weng sind zwar bereits nach Amerika gereist, werden aber dennoch nicht starten. Norwegens Topläuferin Therese Johaug steht bereits als Gewinnerin des Gesamtweltcups fest. Nach dem Verzicht der Skandinavier geht die große Kristallkugel bei den Männern an den Russen Alexander Bolschunow.

07:39 Uhr

Wettbewerbsverzerrung wegen Corona: Baumann ist für Spielabsagen

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Baumanns Bremer stecken tief im Abstiegskampf.

(Foto: imago images/Contrast)

Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann hat kritisiert, dass die Fußball-Bundesliga angesichts der sich ausbreitenden Corona-Epidemie keine Pause einlegt. "Wenn die Gesundheit wirklich das Wichtigste ist, hätten wir konsequenterweise die nächsten beiden Spieltage absagen müssen. Das wäre am sinnvollsten und fairsten gewesen", sagte Baumann dem Online-Portal "deichstube.de". Die DFL hat eine komplette Spieltagsabsage bislang aber abgelehnt.
Das Bremer Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Montag darf nicht mit Zuschauern im Weserstadion ausgetragen werde. Baumann fürchtet, dass es in der Bundesliga zu Wettbewerbsverzerrung kommt, weil einige Klubs mit ihren Fans Heimspiele austragen dürfen, andere aber nicht. "In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, wie wichtig unsere Fans sind, sie haben uns eine Wucht gegeben. Gerade in unserer sportlich schwierigen Lage wären sie wertvoll für uns", sagte Baumann. Werder droht als Tabellenvorletzter der Abstieg. Auch finanziell trifft die Norddeutschen der Zuschauer-Ausschluss hart. Dem Verein gehen Einnahmen in Höhe von rund zwei Millionen Euro verloren.

07:01 Uhr

England-Spitzenspiel fällt Coronavirus zum Opfer

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Nicht weinen, Alexandre Lacacette ...

(Foto: Action Images via Reuters)

Es hätte ein Spitzenspiel werden sollen … Das für heute Abend angesetzte Spiel in der englischen Premier League zwischen Manchester City und dem FC Arsenal ist dem Coronavirus zum Opfer gefallen.

  • Die Partie wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, weil einige Arsenal-Mitarbeiter Kontakt mit Evangelos Marinakis, dem Klubbesitzer von Olympiakos Piräus und Nottingham Forest, hatten. Marinakis hatte über soziale Netzwerkseiten bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat.
  • Vor zwei Wochen hatte der griechische Spitzenklub Olympiakos in der Europa League bei Arsenal gespielt, auch Marinakis war mitgereist.
  • Olympiakos soll morgen in der Europa League unter Ausschluss der Öffentlichkeit den englischen Klub Wolverhampton Wanderers empfangen. Die europäische Fußball-Union Uefa hatte einen Antrag der Wolves auf Verlegung abgelehnt.
06:38 Uhr

Rettig regt Ausgleichszahlungen für Geisterspiele an

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Etwa in Gladbach wird es leer.

(Foto: imago/Team 2)

Geisterspiele = Gehaltseinbußen? Wegen der Coronavirus-Krise hat der frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig Ausgleichszahlungen durch den Ligaverband angeregt. "Die DFL/DFB könnten die errechneten Zuschauerausfälle (hier liegen alle Zahlen vor) im Mai ausgleichen, wenn der neue Medienvertrag verabschiedet wird", schrieb Rettig in einem Gastbeitrag für Sport1.

  • "Im Vorgriff auf die zukünftigen Erlöse hier den Mitgliedern, im Prinzip eigenen Gesellschaftern des Ligaverbandes unter die Arme zu greifen, wäre eine pragmatische und faire Lösung, stärkt sie auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit in der im Sommer anstehenden Transferperiode durch Planungssicherheit."
  • Manche Amateurklubs fürchten angesichts drohender Geisterspiele sogar um ihre Existenz.
  • Rettig sprach sich zudem dafür aus, alle Spiele "der obersten und zuschauerträchtigsten Ligen" in Deutschland ohne Zuschauer auszutragen. "Auch mein Lieblingsverein Rot-Weiss Essen in der 4. Liga wäre betroffen - und ich weiß um die finanziellen Auswirkungen bei einem Traditionsverein, der auf Zuschauereinnahmen angewiesen ist."
  • Rettig war von 2013 bis 2015 Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL).
06:01 Uhr

Flick fordert: Trainer muss Vetorecht bei Transfers haben

Hansi Flick. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Er will mitreden: Hansi Flick.

(Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild)

Ob da Sportdirektor Hasan Salihamidzic vorbehaltlos einverstanden ist? Ein Trainer braucht nach Ansicht von Trainer Hansi Flick ein Einspruchsrecht bei Transfers.

  • "Es sind zwei Punkte, die meines Erachtens wichtig sind: Ein Verein muss eine Philosophie haben, welchen Fußball er spielen lassen will, und für was stehen wir. Deswegen wird ein Trainer geholt, dem zugetraut wird, diese Philosophie umzusetzen. Dann geht es um die Spieler, die den vorhandenen Kader ergänzen oder verstärken sollen. Wenn es um Neuzugänge und Verstärkungen geht, muss der Trainer aus meiner Sicht ein Vetorecht haben", sagte der Coach des FC Bayern der "Sport Bild".
  • Flick lobte die Diskussionskultur beim FC Bayern in Kaderangelegenheiten. "Wir können hier im offenen Dialog über alles sprechen. Natürlich hat das Trainerteam Ideen im Kopf, deswegen ist es entscheidend, dass man die Dinge kommuniziert und diskutiert", sagte er.
  • An der Verpflichtung von Schalkes Torwart Alexander Nübel für den Sommer war Flick nicht beteiligt. "Ich wurde nicht gefragt. Ich wusste aber natürlich, dass er verpflichtet wird", sagte er. "Das war ein Thema, das die nächste Saison betroffen hat, ein Vorgriff auf die Zukunft, bei dem ich auch nicht zwingend eingebunden werden musste."