Bahnrad-WM: Herren-Vierer fährt Rekord und löst Olympia-Ticket
Die deutschen Bahnrad-Asse sind erfolgreich in die Heim-WM in Berlin gestartet und haben erste Teilziele erreicht. Am Mittwoch fuhr der wiedererstarkte Vierer der Männer in der Qualifikation in 3:50,304 Minuten deutschen Rekord und löste zugleich das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio. "Es ist eine Last abgefallen", sagte Bundestrainer Sven Meyer. Das Quartett belegte Rang sechs und hat weiter Chance auf Bronze.
Die Reise nach Japan können auch die deutschen Teamsprinter planen. Bei den Frauen qualifizierten sich Lea Sophie Friedrich aus Dassow und Pauline Grabosch aus Erfurt in 32,840 Sekunden als Fünfte für die Runde der besten Acht. Im Kampf um die Medaillenrennen trifft das deutsche Team auf Kanada.
Bei den Männern räumten Stefan Bötticher aus Chemnitz, Eric Engler aus Cottbus und Maximilian Levy aus Berlin in 43,140 Sekunden und Rang sieben in der Qualifikation letzte Zweifel an der Olympia-Teilnahme aus. Im kommenden Duell mit Großbritannien ist das deutsche Trio allerdings Außenseiter.
Coronavirus: Formel 1 droht zweite Rennabsage
Eine Absage des Formel-1-Rennens in Vietnam wegen des neuartigen Coronavirus rückt näher. Allen bisherigen Beteuerungen zum Trotz schloss ein hochrangiger Funktionär der Gastgeber-Stadt Hanoi eine Streichung der Premiere der Motorsport-Königsklasse in dem Land nicht mehr aus. "Wenn die Situation im März kompliziert wird, wenn es gestoppt werden muss, dann müssen wir es absagen", sagte der Präsident von Hanois Volkskomitee, Nguyen Duc Chung Chung. Er könne nicht mehr mit "100 Prozent Sicherheit sagen, dass das Event stattfindet".
Zuvor hatten die Veranstalter mitgeteilt, dass die neue Rennstrecke fertiggestellt sei. Die Premiere auf dem 5,607 Kilometer langen Kurs in Vietnam ist für den 5. April vorgesehen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus halten sich jedoch Zweifel, ob der dritte Grand Prix des Jahres stattfinden kann. Das ursprünglich für den 19. April angesetzte Rennen in China wurde bereits abgesagt.
Keine Einigung zwischen Klub-Ikone Gerry Ehrmann und dem 1. FCK
Im Streit zwischen der Führung des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern und dem freigestellten Ex-Torwarttrainer Gerry Ehrmann hat es in einem Gespräch am Mittwoch keine Einigung gegeben. Beide Seiten hätten ihre konträren Ansichten ausgetauscht und wollen in der kommenden Woche erneut an einen Tisch zusammenkommen, teilten die Pfälzer mit. Bis dahin wollen sich sowohl Ehrmann als auch der Verein in der Öffentlichkeit nicht weiter zur Sache äußern. Eine geplante Pressekonferenz wurde abgesagt.
Ehrmann hatte nach seinem Rauswurf am vergangenen Sonntag rechtliche Schritte angekündigt. Der 61-Jährige, der von 1984 bis 1998 mehr als 300 Spiele für die Roten Teufel bestritt und als Torwarttrainer auf dem Betzenberg unter anderen Kevin Trapp, Tim Wiese und Roman Weidenfeller zu einer Karriere in der Bundesliga und der Nationalmannschaft verhalf, gilt bei den FCK-Fans als Kultfigur.
Boxer Marco Huck trauert um seine verstorbene Mutter
Ex-WBO-Weltmeister Marco Huck trauert um seine Mutter. Der Boxer schreibt neben einem Foto mit ihr auf Instagram: "Heute den 26.02.2020 um 12:00 Uhr ist unsere Mutter von dieser Dunia gegangen." Dunia bedeutet Erde. Huck schreibt weiter: "Du warst immer mein Halt, hast immer ein offenes Ohr für mich gehabt, hast mich in jeglicher Art und Weise unterstützt. Wie in Guten, so auch in schlechten Zeiten..."
Coronavirus: Zehnkämpfer Kaul könnte Olympia-Absage verstehen
Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul würde eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio wegen des neuartigen Coronavirus verstehen. "Über allem steht die Gesundheit", sagte der 22-Jährige bei Sport1. "Wenn die Olympischen Spiele stattfinden und es die Gefahr gibt, dass sich Menschen mit dem Coronavirus infizieren und danach in Länder zurückkehren, in denen die medizinische Versorgung nicht so gut ist wie hier, wäre das noch mal deutlich schlimmer als in Deutschland", erklärte Kaul.
Als Sportler müsse man akzeptieren, wenn es zu große Bedenken an einer Austragung von Olympia gebe. Eine Absage wäre schade, sagte Kaul. Tolle Spiele würden nichts bringen, wenn am Ende ein rapider Anstieg von Corona-Infektionen stünde, die gerade bei älteren Menschen sehr kritisch wären", fügte der Mainzer hinzu. Die Sommerspiele in Tokio sollen am 24. Juli eröffnet werden. Bislang halten die japanischen Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee an den Vorbereitungen für Olympia fest.
Video: Formel-1-Piloten vermeiden Körperkontakt wegen Coronavirus
Görner zu Tests in Barcelona Sebastian Vettel vermeidet den Händedruck, Kollege Daniel Ricciardo setzt auf die geballte Faust: Das Coronavirus beschäftigt auch die Formel 1. ntv Reporter Felix Görner berichtet über die Testfahrten in Barcelona und verrät, welch großes Ziel sich Max Verstappen setzt.
Bei Ferrari ist noch Luft nach oben - Vettel bei Tests nur Zehnter
Die Leistungsfähigkeit von Sebastian Vettel und Ferrari im Jahr 2020 bleibt schwer einzuschätzen. Zum Auftakt der zweiten Formel-1-Testfahrten vor den Toren Barcelonas belegte der viermalige Weltmeister aus Heppenheim am Mittwoch im Tagesklassement den zehnten Platz. Vettel war bei seiner besten von 84 Runden 1,171 Sekunden langsamer als der überraschende Tagesschnellste, der Pole Robert Kubica (1:16,94 Minuten).
Die wahre Stärke der neuen Rennwagen zu bewerten, ist weiter schwierig. "Unterm Strich musst du raten, wer wo steht", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei Sky UK. Der Österreicher glaubt allerdings, dass Ferrari noch längst nicht sein ganzes Potenzial gezeigt hat. "Da steckt wahrscheinlich noch eine Sekunde drin", mutmaßte Wolff.
Die neue Formel 1 Saison startet am 15. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne.
Umstrittene Thesen zu Rassismus - Mitarbeiter wird entlassen
Der Landessportbund Berlin hat ihren Mitarbeiter Stefan Chatrath wegen umstrittener Thesen zum Rassismus-Vorfall um Innenverteidiger Jordan Torunarigha vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC mit sofortiger Wirkung aus der Wissenschaftlichen Kommission abberufen. "Die von Herrn Chatrath im Text geäußerte Position steht im Gegensatz zum Sportverständnis des Landessportbunds, das auf Teamgeist, Chancengleichheit und Fairplay fußt. Somit fehlt die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit in einem Gremium des Landessportbunds", sagte LSB-Präsident Thomas Härtel.
Chatrath behauptete unter anderem, dass Profifußballer Beleidigungen aushalten müssten. Torunarigha unterstellte er eine "emotionale Überreaktion". Torunarigha reagierte bei Twitter: "Hab' selten sowas Dummes gelesen." Der Herthaner war im Pokalspiel bei Schalke 04 mit rassistisch motivierten Beschimpfungen konfrontiert worden.
DFB-Präsident Keller: Sommermärchen-Verantwortliche haben "Land Schaden zugefügt"
Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Fritz Keller, kritisiert die Verantwortlichen im DFB für ihren Umgang mit der sogenannten Sommermärchen-Affäre rund um die Vergabe der WM 2006 an Deutschland scharf: "Aus der Distanz konnte der Eindruck entstehen, dass immer nur das eingeräumt wurde, was bereits geleakt worden war. Das war in der Tat nicht besonders glaubwürdig, und hier hätte größere Transparenz sicher geholfen", so Keller im Gespräch mit der "Zeit". Am 9. März stehen die früheren DFB-Chefs Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie der frühere Generalsekretär Horst R. Schmidt in Zürich vor Gericht. Ihnen wird Betrug in Mittäterschaft (Zwanziger und Schmidt) sowie Gehilfenschaft zu Betrug (Niersbach) angelastet.
Die Auswirkungen der Affäre reichten weit über den Fußball hinaus. Keller: "2006 war ich mit meinen Söhnen im Stadion, überall, wo wir hinkamen, herrschten Euphorie und Lebensfreude. Wir haben so lange gewartet, dieses Bild vom lebensfrohen, fröhlichen Deutschen zeigen zu können. Das alles wurde durch ein paar wenige kaputt gemacht und diese wenigen sollten endlich mal offenlegen, welchen Anteil sie daran haben. Das erwarte ich jenseits des Prozesses, denn sie haben nicht nur dem Fußball, sondern auch unserem Land Schaden zugefügt."
Ocik: Italien-Trainingslager "wäre unverantwortlich"
Ex-HSV-Star schießt Pommesbude ab
Schuss geht völlig daneben
Sieg in 40 Minuten: Struff spaziert in Dubai ins Viertelfinale
Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff ist beim ATP-Turnier in Dubai ins Viertelfinale spaziert. Der 29-Jährige gewann in der Runde der letzten 16 gegen den Georgier Nikolos Bassilaschwili mit 6:1, 6:0. Bei der mit 2,9 Millionen Dollar dotierten Hartplatzveranstaltung wartet nun der an Nummer zwei gesetzte Grieche Stefanos Tsitsipas. Der Weltranglisten-34. Struff verwandelte seinen ersten Matchball bereits nach 40 Minuten und konnte sich dabei wie schon beim Auftaktsieg über Wimbledon-Halbfinalist Roberto Bautista Agut auf seinen starken Aufschlag verlassen.
Schienbeinkante angebrochen: Lewandowski fällt für vier Wochen aus
Torjäger Robert Lewandowski fehlt dem deutschen Fußballrekordmeister Bayern München voraussichtlich vier Wochen lang. Wie der Bundesliga-Tabellenführer mitteilte, zog sich der 31-jährige Pole beim klaren 3:0-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim englischen Vertreter FC Chelsea am Dienstag einen Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk zu. Lewandowski, der die Torjägerliste der Königsklasse mit elf Treffern souverän anführt, müsse zunächst mit einer zehntägigen Gipsruhigstellung rechnen. Danach beginne das Aufbautraining, teilte der FC Bayern weiter mit.
Stimmt die Ausfallprognose von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, wird Lewandowski neben dem DFB-Pokalviertelfinale bei Schalke 04 am kommenden Dienstag und dem Rückspiel gegen die Londoner am 18. März auch mindestens die nächsten drei Ligaspiele (bei der TSG Hoffenheim, gegen den FC Augsburg, bei Union Berlin) verpassen.
Skispringer Freund: "Darf nie abgeschrieben werden"
Zwei Kreuzbandrisse, eine Meniskus-Operation und dann auch noch Rückenproblemen - und Skispringer Severin Freund hat sich selbst trotzdem noch nicht abgehakt.
"Wer mal oben war, darf nie abgeschrieben werden. Das sieht man bei Gregor Schlierenzauer, der nicht mehr weit von der Spitze entfernt ist. Aber der Sport verändert sich natürlich. Die anderen haben sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt", sagte der 31-Jährige der "tz" und dem "Münchner Merkur".
Freund war zuletzt knapp 14 Monate ausgefallen und ist erst am vergangenen Wochenende in den Weltcup zurückgekehrt.
Ob er noch einmal den Sprung in die Spitze schafft, ist ungewiss. Im deutschen Team haben in Markus Eisenbichler und Karl Geiger inzwischen andere Springer die Führungsrolle übernommen.
Für den Rest des Winters ist es Freund wichtig, weiter dabei zu sein. "Ergebnisse sind zweitrangig. Ich versuche mich zu verbessern und mir über Wettkämpfe einen Schub für den Sommer zu holen. Und wenn bei jemandem die Energie ausgehen sollte, dann stehe ich frisch zur Verfügung", sagte der Skispringer.
BBL-Ikone Paulding hängt zwei weitere Jahre dran
Klubidol Rickey Paulding bleibt Basketball-Pokalfinalist EWE Baskets Oldenburg für zwei weitere Jahre erhalten. Der 37-jährige US-Amerikaner hat seinen Vertrag bis 2022 verlängert, Paulding geht damit beim Bundesligisten in seine 14. und 15. Saison.
Paulding wurde mit Oldenburg 2009 Meister und 2015 Pokalsieger. Zuletzt verpasste der Small Forward durch die Niederlage im Pokalfinale gegen Alba Berlin die Chance, mit den EWE Baskets in drei verschiedenen Jahrzehnten einen Titel zu holen. "Rickey ist selbst mit seinen 37 Jahren immer noch in bestechender Form. Wir werden darum beneidet, solch eine Basketball-Ikone hier in Oldenburg zu haben", sagte Geschäftsführer Hermann Schüller.
Vor der Saison sprach Paulding im ausführlichen Interview mit ntv.de über die Vorzüge des Familienlebens in Deutschland, warum seine Kinder gerne in Oldenburg leben und was er sich von Dirk Nowitzki abschaut.
Hertha BSC erwägt rechtliche Schritte gegen Klinsmann
Sportdirektor Michael Preetz vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC behält sich nach dem Rundumschlag von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann rechtliche Schritte gegen den 55-Jährigen vor. Dies sagte Preetz auf der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwoch vor dem Duell bei Fortuna Düsseldorf am Freitag (20.30 Uhr/DAZN sowie im Liveticker bei ntv.de).
Gleichzeitig nahm Preetz kein Blatt vor den Mund, nannte die Anschuldigungen gegen die Medien- und medizinische Abteilung der Alten Dame "widerlich und unverschämt", das sei "perfide" und werde "auf das Schärfste zurückgewiesen. Das sind alles Menschen, die 24 Stunden pro Tag für diesen Verein im Einsatz sind".
Fährt die Formel E bald auch in Süddeutschland?
Stuttgart hat einem Medienbericht zufolge grundsätzlich Interesse an der Austragung eines Rennens der Formel E. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, gibt es Gespräche darüber, ob die baden-württembergische Landeshauptstadt neben Berlin als zweiter deutscher Standort in den Rennkalender aufgenommen wird. "Wir bleiben offen für die Möglichkeit, dass mehr als ein Rennen in Deutschland ausgetragen wird", teilte die Formel E auf Anfrage mit, ohne Stuttgart als Kandidaten näher kommentieren zu wollen. "Wir erhalten viel Interesse und führen Gespräche mit Städten auf der ganzen Welt."
Dem Bericht zufolge sehen die Pläne vor, dass die Rennstrecke über den Cannstatter Wasen, die Daimler-Teststrecke und durch die Fußball-Arena führen soll. Derzeit würden Rahmenbedingungen geklärt. In Berlin ist die Formel E in diesem Jahr am 21. Juni zu Gast. Die deutsche Hauptstadt ist als einzige Stadt seit der Premierensaison 2014/2015 stets Austragungsort für die Elektroflitzer gewesen.
Nächste WM-Absage wegen Coronavirus
Wegen des grassierenden Coronavirus und der damit verbundenen Gefahren für Sportler und Zuschauer hat der Eislauf-Weltverband ISU die für Mitte März geplanten Shorttrack-Weltmeisterschaften in Südkoreas Hauptstadt Seoul abgesagt. Dies teilte die ISU mit. Zuvor hatte das Stadtparlament von Seoul beschlossen, die Mokdong-Eishalle zu schließen und alle kommenden Wettbewerbe abzusagen. Aufgrund des engen Terminkalenders sieht es die ISU als schwierig an, die WM zu verschieben oder an einen anderen Ort zu verlegen. Man werde ein solches Vorgehen aber weiter prüfen und im engen Kontakt zum südkoreanischen Eislaufverband bleiben.
Köln-Verteidiger Czichos muss an Halswirbelsäule operiert werden
Innenverteidiger Rafael Czichos vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln wird sich aufgrund seiner Verletzung an der Halswirbelsäule am Freitag einer Operation unterziehen. Dies teilte der FC am Mittwoch mit. Der 29-jährige Czichos hatte die Verletzung beim 5:0 im Auswärtsspiel bei Hertha BSC am vergangenen Samstag erlitten.
Wie lange Czichos ausfällt, ist noch offen. "Natürlich bin ich traurig darüber, dass ich in den nächsten Wochen nicht mit dem Team auf dem Platz stehen kann", sagte er: "Aber das Wichtigste ist jetzt, dass die Verletzung gut ausheilt und da vertraue ich voll und ganz unseren Ärzten. Damit ich so schnell wie möglich mit der Reha beginnen kann."
Vettel sorgt für längere Unterbrechung bei Formel-1-Tests
Sebastian Vettel hat zum Auftakt der Formel-1-Abschlusstests für die erste längere Unterbrechung gesorgt. Der Heppenheimer geriet am Mittwoch mit seinem Ferrari ausgangs von Kurve acht ins Kiesbett und auf die Rasenfläche. Anschließend drehte er sich mit seinem SF1000. Die Einheit wurde vorübergehend unterbrochen. Vettel kehrte mit seinem Wagen an die Box zurück, Streckenposten entfernten den Kies vom Asphalt. Die Einheit wurde anschließend wieder freigegeben.
Die Teams testen noch bis Freitag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Ebenfalls bis dahin können Sie den Live-Blog der Kollegen von sport.de besuchen, um alles wichtige zu erfahren.
Von Polizisten verletzt: Fan erhält Schmerzensgeld
Ein bei einem Polizeieinsatz im Stadion verletzter Fan von Eintracht Frankfurt hat Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 7000 Euro. Zu diesem Urteil kam das Landgericht Frankfurt. Der betroffene Eintracht-Fan war beim Spiel gegen Schachtjor Donezk in der Europa League am 21. Februar 2019 von zwei Polizisten über eine Bande gestoßen worden und unglücklich aufgekommen. Dabei erlitt er einen Lendenwirbelbruch.
Frankfurter Anhänger hatten ein großes Transparent "mit unangemessener Aufschrift" ausgelegt, hieß es in einer Pressemitteilung des Landgerichts. Die Polizisten seien daraufhin in den Block gegangen, um das Plakat zu entfernen. Dies wollte der später geschädigte Fan verhindern und schritt den Beamten entgegen. Ein Polizist schubste den Anhänger zur Seite, woraufhin dieser keinen Widerstand mehr leistete. Dennoch stießen zwei Beamte den Fan, sodass dieser über die Bande stürzte. Die beiden Beamten hätten "ihre Amtspflichten verletzt".
Nach Tod ihres Vaters: Skistar Shiffrin lässt Weltcup-Comeback offen
Es gibt einfach Dinge, die wichtiger sind als der Sport. Und so bleibt der Zeitpunkt der Rückkehr von Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin in den alpinen Ski-Weltcup "weiter offen". Das teilte der US-Skiverband mit.
Die 24-Jährige hat seit dem überraschenden Tod ihres Vaters Anfang Februar keine Rennen mehr bestritten und deshalb ihre Führung im Gesamtweltcup verloren.
Die beste Skirennläuferin ihrer Generation und dreimalige Gewinnerin der großen Kristallkugel wird damit auch beim Weltcup am Wochenende im italienischen La Thuile fehlen, wo ein Super-G und eine Kombination auf dem Programm stehen.
Danach gastiert der Ski-Zirkus vor dem Saisonfinale in Cortina d'Ampezzo/Italien Mitte März noch in Ofterschwang und im schwedischen Are.
Shiffrin liegt im Gesamtweltcup aktuell 73 Punkte hinter der neuen Führenden Federica Brignone auf Platz zwei. "Ich möchte, dass sie so schnell wie möglich zurückkommt, um wieder das tun zu können, was sie am meisten liebt", sagte die Italienerin kürzlich.
Coronavirus: FC Schalke verzichtet wohl auf China-Reise
Der Coronavirus hat nun auch Auswirkungen auf den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04. Der Klub will vorsorglich auf die für den Sommer geplante Reise nach China verzichten.
"Es ist klar, dass China im Moment nicht geht. Wir haben mit unseren Kollegen drüben darüber gesprochen. Die haben gesagt, dass es schön gewesen wäre, wenn wir gekommen wären", sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".
In den vergangenen Jahren war Schalke in der Sommerpause nach China gereist. Doch diese kleine Tradition wird nun unterbrochen.
"Erst mal gesund werden": BVB-Kapitän Reus lässt Rückkehr offen
Der Kapitän fehlt noch länger … Der verletzte Fußball-Nationalspieler Marco Reus wird nicht so schnell sein Comeback für Borussia Dortmund geben können. "Wichtig ist erst mal, dass ich komplett gesund werde, dass ich keine Schmerzen mehr verspüre", sagte der Kapitän der Borussia bei der Aufzeichnung einer Gesprächsrunde im Vereins-TV.
Reus hatte sich seine Muskelverletzung in den Adduktoren am 4. Februar beim DFB-Pokal-Aus bei Werder Bremen (2:3) zugezogen.
Eine Prognose über den Zeitpunkt eines Comebacks könne er derzeit nicht geben, sagte Reus. "Es ist kein Muskelfaserriss, bei dem man sagen kann: Es dauert drei Wochen." Und weiter: "Ich bin aber zuversichtlich, dass ich in den nächsten Wochen wieder bei der Mannschaft sein und in den nächsten Tagen mein Pensum steigern kann." Ursprünglich war die Rückkehr für Anfang März vorgesehen - ob das gehalten werden kann, ist offen.
Momentan läuft es auch ohne ihn: Nur bei Bayer Leverkusen gab es eine 3:4-Niederlage, ansonsten drei Siege und 8:1 Tore. "Die Jungs machen das echt gut", lobte der 30-Jährige. "Die Siege, vor allem in der Champions League, haben natürlich sehr viel Selbstvertrauen gegeben."
Alexander Zverev dominiert, sein Bruder kassiert Comeback-Pleite
Alexander Zverev hat seine Auftakthürde beim ATP-Turnier im mexikanischen Acapulco souverän gemeistert. Der an Position zwei gesetzte Hamburger bezwang Jason Jung aus Taiwan 7:6 (8:6), 6:1
Nun trifft er in der zweiten Runde auf Tommy Paul aus den USA. Auch gegen den Qualifikanten ist Zverev Favorit.
Sein älterer Bruder Mischa hat bei seinem Comeback auf der ATP-Tour dagegen eine Niederlage kassiert. Gegen John Isner (USA/Nr. 5) unterlag der 32-Jährige in seinem ersten Match seit September 2019 3:6, 6:7 (4:7).
Für Alexander Zverev war es der erste Auftritt seit seinem Halbfinal-Aus bei den Australian Open. Gegen Jung gelangen ihm zwölf Asse, nach etwas zähem Beginn dominierte der 22-Jährige die Partie. In Acapulco hatte Zverev im Vorjahr das Finale erreicht.
Müller feiert Siegeszug der Bundesliga in Europa
"Der deutsche Fußball kann ganz froh sein, dass sechs Mannschaften sechs K.-o.-Spiele gewonnen haben. Da können wir eine La-Ola-Welle durchs Land gehen lassen."
Das sagt Bayern-Profi Thomas Müller - und hat völlig Recht. Denn vor dem 3:0-Sieg seiner Münchner beim FC Chelsea hatten in der vergangenen Woche bereits Borussia Dortmund und RB Leipzig in der Königsklasse gesiegt. Zudem waren der VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen in der Europa League erfolgreich.
Draisaitls Oilers kassieren überraschende Niederlage
Der deutsche Eishockey-Star Leon Draisaitl hat mit seinen Edmonton Oilers eine überraschende Niederlage in der nordamerikanischen Profiliga NHL kassiert. Bei den Anaheim Ducks, dem drittschlechtesten Team der Western Conference, verloren die Kanadier 3:4 nach Verlängerung. Draisaitl traf dabei zum zwischenzeitlichen 2:2 und führt die Scorerliste der NHL mit nun 99 Punkten weiter klar an.
Thomas Greiss, Torhüter der New York Islanders, kam beim 3:4 nach Verlängerung gegen den Stadtrivalen New York Rangers nicht zum Einsatz. Unterdessen gewann Tobias Rieder mit seinen Calgary Flames 5:2 beim Vorjahresfinalisten Boston Bruins.
Kurzzeit-Trainer Klinsmann rechnet übel mit Hertha BSC ab
76 Tage Amtszeit haben offenbar ausgereicht, um Trainer Jürgen Klinsmann mächtig in Rage zu bringen. Nach seiner Kurzzeit-Arbeit beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC hat er ein Protokoll erstellt, in dem der 55-Jährige seine Kritik am Klub allzu deutlich macht. Das berichtet die "Sport Bild".
"Es gibt eine Lügenkultur, die auch das Vertrauensverhältnis der Spieler mit Preetz zerstört hat", sagt Klinsmann über den Geschäftsführer Sport Michael Preetz.
Überhaupt hat er eine ziemliche Wut auf den Mann, der ihn bei seiner Vorstellung noch als guten Bekannten bezeichnete. So wirft er ihm Folgendes vor: "Jahrelange katastrophale Versäumnisse von Michael Preetz in allen Bereichen, die mit Leistungssport zusammenhängen."
Preetz sei auch für das "katastrophale" Trainingslager in Florida verantwortlich gewesen. "Auf jeden Fall war es total kontraproduktiv und nicht leistungsfördernd. Es gab eine 'Urlauber-Gruppe, die dies weintrinkend und zigarrenrauchend auf der Terrasse des Hotels demonstrierte - und es gab eine 'Arbeiter'-Gruppe, die intensiv trainierte", so Klinsmann. "Die Kluft war so riesig wie die Undiszipliniertheiten außerhalb der Mannschaft." Wenn er mit "Urlauber" meint, wird nicht klar.
Er geht sogar so weit, den Klub-Bossen zu raten, die Geschäftsleitung "sofort komplett" auszutauschen.
Nur an sich selbst hat Klinsmann offenbar nichts auszusetzen, ohne seinen Einsatz wäre der Klub "Ende November direkt in die 2. Liga abgestiegen."
Müller-Jubel im Videobeweis: "Das ist natürlich ein Träumchen"
Nach dem Hinspiel steht der FC Bayern schon mit einem beim im Champions-League-Viertelfinale. Mit einer überzeugenden Vorstellung fertigen die Münchner Chelsea London auswärts ab. Besonders Manuel Neuer und Thomas Müller sind begeistert.
In Saudi-Arabien dürfen Frauen plötzlich Fußball spielen
Das ist überraschend: Saudi-Arabien führt eine Frauenfußball-Liga ein. "Die Liga unterstützt die Einbindung von Frauen in den Sport auf lokaler Ebene und wird die Sichtbarkeit unserer Bemühungen um den Frauensport erhöhen", teilte die Sport- und Gesundheitsorganisation SFA mit.
In Riad, Dschidda und Dammam sollen in der "WFL" Regionalmeister gekürt werden. Diese sollen dann um den nationalen Titel spielen. In den kommenden Jahren sollen weitere Städte einbezogen werden. Die Erlaubnis kommt allein schon daher überraschend, da es bis Anfang 2018 Frauen in Saudi-Arabien sogar noch verboten war, Fußballspiele auch nur als Zuschauer zu besuchen. Seitdem lockert das Land die Restriktionen in vielen Bereichen der Geschlechtertrennung, unter anderem auch beim Autofahren.
Guardiola glaubt felsenfest an Unschuld von Manchester City
Na wenn er sich da mal nicht die Finger verbrennt: Trainer Josep Guardiola glaubt felsenfest daran, dass sein Fußballklub Manchester City niemals betrogen hat. Der Ausschluss aus der Champions League ist für ihn unrechtmäßig. Das betonte er auf der Pressekonferenz vor dem Achtelfinale gegen Real Madrid (21 Uhr im ntv.de-Liveticker).
Die Verantwortlichen von City hätten ihm "unwiderlegbare Beweise" für die Unschuld des Klubs vorgelegt.
"Wir standen lange Zeit unter Verdacht. Wir haben das Recht, Berufung einzulegen und ich vertraue den Leuten in meinem Klub", so Guardiola.
"Sie haben mir die Gründe erklärt und mir Argumente und Beweise gezeigt. Wir sind optimistisch, dass wir in der nächsten Saison in der Champions League spielen, wenn wir es verdienen. Wenn es nicht passiert, dann müssen wir das akzeptieren und weitermachen", so der Coach.
Entwarnung für Bayern-Profi Coman
Das ist noch mal glimpflich ausgegangen: Bayern-Profi Kingsley Coman hat sich beim 3:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Chelsea "nur" eine leichte Zerrung zugezogen. Nach Angaben des deutschen Fußball-Rekordmeisters vom Dienstagabend muss der Franzose "fünf Tage pausieren". Coman war in der 66. Minute ausgewechselt worden.
Damit wird der 23-Jährige in der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim definitiv fehlen, könnte aber im DFB-Pokal am Dienstag (20.45 Uhr, beide im ntv.de-Liveticker) beim FC Schalke 04 wieder zum Einsatz kommen.