Montag, 25. Januar 2021Der Sport-Tag

22:41 Uhr

Einstiger Weltmeister-Trainer schmeißt bei Zweitligisten hin

Nach nur gut drei Monaten hat Brasiliens einstiger Weltmeister-Coach Luiz Felipe Scolari beim in die 2. Liga abgestürzten Fußball-Traditionsklub Cruzeiro EC aus Belo Horizonte das Handtuch geworfen. Sein bis Ende 2022 gültiger Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Somit sitzt der 72-Jährige schon beim Saisonfinale am Freitag nicht mehr auf der Bank des Tabellenzwölften.

Der Abstieg Ende 2019 hatte bei Cruzeiro einen millionenschweren Schuldenberg offengelegt. Wegen ausstehender Transferzahlungen war der Klub mit sechs Minuspunkten in die Saison gestartet und zwischenzeitlich gar mit einem Transferbann vom Weltverband Fifa belegt worden. Dennoch führte Scolari den Pokalsieger von 2017 und 2018 zunächst von Rang 19 bis in die Nähe der Aufstiegsplätze, ehe es auch sportlich wieder bergab ging.

22:18 Uhr

Handball-WM: Katar jubelt, Kroatien scheitert

Die Handballer Katars haben bei der WM in Ägypten den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Die Auswahl des arabischen Landes schlug Argentinien trotz eines zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstandes 26:25 (12:13) und profitierte anschließend vom deutlichen 38:26 (17:15)-Sieg von Gruppensieger und Titelverteidiger Dänemark gegen Mitfavorit Kroatien.

In der deutschen Gruppe I sicherte sich EM-Champion Spanien durch das 36:28 (21:14) gegen das ebenfalls zuvor bereits qualifizierte Ungarn den Gruppensieg. Außerdem stehen Rekordtitelträger Frankreich, der WM-Zweite Norwegen, Schweden sowie Gastgeber Ägypten bislang als Viertelfinalisten fest. Das Finale findet am Sonntag in Kairo statt.

22:14 Uhr

Als Sportler ungeimpft zu Olympia? "Extrem schwierige Bedingungen"

Frankreichs NOK-Chef sagt nicht geimpften Olympia-Teilnehmern für die Sommerspiele in Tokio vor Ort "extrem schwierige Bedingungen" voraus. Im Vorfeld der Sitzung der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Mittwoch warnte Denis Masseglia, dass sich Sportler, die ohne Impfung nach Japan einreisen, in eine "14-tägige Quarantäne begeben und sich dort morgens und abends testen slassen müssten".

Das Thema Impfung wird auf der Sitzung der Exekutive ein vorrangiges Thema werden. Derzeit gibt es seitens des IOC keine Impfpflicht für Sportler, sie wird jedoch empfohlen. Masseglia betonte, man habe beim Thema Impfung keine Wahl, darauf komme es an. In Frankreich sei es "keine Frage, dass Sportler Priorität vor anderen Gesellschaftsgruppen haben". Man hoffe jedoch, dass dies zu gegebenem Zeitpunkt kein Problem mehr darstelle.

21:48 Uhr

Schalke verstärkt den Kader für die Mission Klassenerhalt

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In Wolfsburg war William weniger wichtig.

(Foto: imago images/regios24)

Schalke 04 hat für den Kampf gegen den Abstieg personell weiter nachgerüstet. Der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga gab die Leihe des Rechtsverteidigers William vom Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg für den Rest der laufenden Saison bekannt. Der Brasilianer ist nach Sead Kolasinac und Klaas-Jan Huntelaar der bereits dritte Wintertransfer der Königsblauen.

"Wir haben noch 16 Spiele, um die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Ich brenne darauf, dieses Ziel mit dem Klub zu erreichen", sagte der 25 Jahre alte Defensivspieler. William war nach seinem Kreuzbandriss vor knapp einem Jahr bei den Wölfen unter Trainer Oliver Glasner in der laufenden Saison erst zu zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga gekommen.

21:32 Uhr

Hält die Hüfte? Abfahrtsstar Dreßen fährt auf Verdacht mit zur WM

Ski-Rennläufer Thomas Dreßen wird nach seiner Hüftoperation auf jeden Fall zu den Alpinen Ski-Weltmeisterschaften nach Cortina d'Ampezzo fahren. Ob er dort auch startet, ist damit allerdings nicht gesichert. "Wir nehmen ihn mit zur WM" bestätigte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. "Vor Ort", ergänzte er, "entscheiden wir dann, ob ein Start Sinn macht."

Dreßen war am 27. November an der Hüfte operiert worden. Am vergangenen Donnerstag stand er erstmals wieder auf Skiern. Die Wettkämpfe in Cortina beginnen am 8. Februar, am 11. Februar ist das erste Training für die Abfahrt am 14. Februar angesetzt. "Er wird beim Training mitfahren, und dann werden wir sehen, was er daraus macht", erklärte Maier.

21:05 Uhr

Juve interessiert sich für Stürmer des FC Bayern

Der italienische Serienchampion Juventus Turin ist verzweifelt auf der Suche nach einem weiteren Stürmer. In den letzten Wochen reihte sich allerdings Absage an Absage. Laut einem Bericht von "calciomercato.com" sinnieren die Verantwortlichen daher inzwischen über eine Ausleihe von Joshua Zirkzee. Der Youngster ist beim FC Bayern in der Hackordnung nach hinten gerutscht und möchte in der verbleibenden Transfer-Restwoche einen Wechsel über die Bühne bringen.

Auf welchem Level sich mögliche Gespräche befinden, bleibt offen. Wahrscheinlich kommt Juve, sollte das Interesse der Realität entsprechen, zu spät. Der FC Everton und Parma Calcio sollen die heißesten Anwärter auf die Zirkzee-Verpflichtung sein. Die Verhandlungen laufen, eine Entscheidung stehe aber noch aus, berichtete Transferkenner Fabrizio Romano.

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20:41 Uhr

Russland akzeptiert widerwillig Sperre für Manipulation

Russland verzichtet auf einen Einspruch gegen die im Zuge des Dopingskandals ausgesprochene zweijährige Sperre. Das teilte die russische Anti-Doping-Agentur Rusada mit. "Die Rusada ist der Überzeugung, dass dieses Kapitel jetzt abgeschlossen ist", hieß es in der Mitteilung. Allerdings wehrte sich die Organisation erneut vehement gegen das vom Internationalen Sportgerichtshof CAS ausgesprochene Urteil. "Nach einer detaillierten Betrachtung der Begründung widerspricht die Rusada deutlich den Ergebnissen in Bezug auf die vorgeworfene Datenmanipulation", hieß es weiter. Die Sanktionen seien in den Augen der Rusada "ohne jegliche Grundlage" und "ungerecht".

Der CAS hatte Russland Mitte Dezember als Nation für zwei Jahre von sportlichen Großereignissen wie Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften ausgeschlossen, damit aber die ursprünglich von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ausgesprochene Sperre von vier Jahren halbiert. Zudem war die RUSADA von der WADA suspendiert worden. Russland hatte dies nicht akzeptiert und den CAS angerufen.

20:08 Uhr

Matthäus greift Reus, Hummels und den BVB ingesamt an

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Marco Reus? Nicht gut genug. Sagt Lothar Matthäus.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Lothar Matthäus hat die Führungsspieler des schwächelnden Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund kritisiert. "Die Anführer Reus und Hummels bringen seit Wochen leider auch nicht die konstanten Leistungen, die man von ihnen erwartet", schrieb der Sky-Experte in seiner Kolumne. Zudem bemängelte Matthäus das Fehlen eines klaren Plans: "Ich kann auch in den letzten Wochen kein Konzept hinter den sportlichen Entscheidungen erkennen. Es gibt keine erste Elf und kein Gerüst, auf das man sich verlassen kann."

"Unterm Strich holt dieses Team einfach viel zu selten alles aus sich heraus. Sie schießen Tore, die Weltklasse sind, und verhalten sich dann regelmäßig bei Standardsituationen wie eine Amateurmannschaft. Sie überrollen Leipzig und sind dann mit Mainz überfordert. Und so geht es seit Jahren", merkte Matthäus an.

19:36 Uhr

Würzburgs Einspruch bleibt erfolglos

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Einspruch des Zweitligisten Würzburger Kickers gegen die 0:2-Niederlage bei Darmstadt 98 abgewiesen. Das Gremium unter Vorsitz von Hans E. Lorenz kam zu dem Urteil, dass die Partie am 19. Dezember 2020 unter regulären Bedingungen ausgetragen worden sei. Der Verein hatte dies angezweifelt, weil er nur 14 spielberechtigte Profis aufbieten konnte, und das Ergebnis deshalb angefochten.

"Die Ablehnung der von Würzburg beantragten Spielabsetzung durch die DFL beruht auf der Anwendung des Paragrafen 2 Nummer 3 der Richtlinien zur Spielordnung. Nach diesem standen den Würzburgern ausreichend Spieler zur Verfügung", sagte Lorenz am Montag. Diese Bestimmung hätten alle 36 Profivereine im Mai 2020 einstimmig beschlossen, um den Spielbetrieb auch in Zeiten von Corona aufrechterhalten zu können.

19:02 Uhr

Fenerbahce macht Gehalt von Mesut Özil öffentlich

Nach der Verpflichtung des früheren deutschen Fußball-Nationalspielers Mesut Özil durch Fenerbahce Istanbul hat der Verein konkrete Zahlen zum Transfer bekannt gegeben. Der Klub zahlt demnach pro Saison drei Millionen Euro an Özil - allerdings erst ab der nächsten Spielzeit, wie aus einer Mitteilung Fenerbahces an die Börse hervorging. Beim FC Arsenal gehörte Özil zu den Top-Verdienern.

Mit der Unterschrift des Vertrags erhalte Özil 550.000 Euro, Fenerbahce zahle keine Ablösesumme für den 32 Jahre alten Offensivspieler. Özil wechselt nach siebeneinhalb Jahren beim FC Arsenal voraussichtlich bis 2024 zu dem Verein am Bosporus. Am Mittwoch soll Özil offiziell vorgestellt werden.

18:31 Uhr

Oldenburg hält nicht nur den Coach, sondern auch den Sportchef

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Klaric (links) und Drijencic verlängern in Oldenburg.

(Foto: Torben Siemer)

Nach Trainer Mladen Drijencic haben die EWE Baskets Oldenburg auch ihren Sportlichen Leiter Srdjan Klaric länger an den Klub gebunden. Der 48-Jährige verlängerte seinen Vertrag bei den Niedersachsen bis zum 30. Juni 2023, wie der Basketball-Bundesligist mitteilte. In der vergangenen Woche hatte bereits Trainer Drijencic seinen Vertrag beim Meister von 2009 bis zum Sommer 2023 verlängert.

18:05 Uhr

Dresdens Trainer Kauczinski muss im Krankenhaus bleiben

Wenige Tage nach seiner überstandenen Corona-Infektion hat sich Trainer Markus Kauczinski von Fußball-Drittligist Dynamo Dresden ins Krankenhaus begeben müssen. Das teilte der Klub mit. Demnach hatte der 50-Jährige am Morgen über Unwohlsein und Übelkeit geklagt. "Der Zustand von Markus Kauczinski ist aus medizinischer Sicht derzeitig stabil. Nach Eingang der ersten Untersuchungsbefunde ist eine weitergehende Diagnostik notwendig. Hierfür verbleibt der Cheftrainer stationär in Behandlung. Im Verlauf des morgigen Tages wird eine Entscheidung über das weitere Prozedere nach interdisziplinärer Abstimmung erfolgen", sagte Dynamos Mannschaftsarzt Onays Al-Sadi.

Kauczinski war am 12. Januar positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte sich im Anschluss in eine zehntägige Quarantäne begeben. Beim 4:3 am Samstag gegen Kaiserslautern saß Kauczinski wieder auf der Dresdner Bank. Der Klub teilte mit, dass es bisher keine Erkenntnis darüber gebe, dass Kauczinskis aktueller Gesundheitszustand im direkten Zusammenhang mit der Corona-Infektion stehe.

17:38 Uhr

Absagen oder durchziehen? IOC-Boss Bach macht klare Ansage

IOC-Präsident Thomas Bach hat in einer Videoschalte mit den Präsidenten der 32 beteiligten Weltverbände keinen Zweifel an einer Austragung der Olympischen Spiele in Tokio gelassen. "Thomas Bach hat bekräftigt, es sei nicht die Frage, ob, sondern wie die Spiele ausgetragen werden", sagte Thomas Weikert nach der fast zweistündigen Sitzung, "ob mit oder ohne Zuschauer".

"Jeder will die Spiele haben", sagte der deutsche Präsident des Tischtennis-Weltverbandes ITTF unmissverständlich, "Bach hat noch einmal erklärt, dass es für das IOC keinen Bedarf für einen Plan B gebe". Mit "keinem Wort", so Weikert, sei eine Deadline für eine mögliche Absage der Spiele erwähnt worden. Gerüchte, wonach eine Absage innerhalb der japanischen Regierung bereits beschlossen sei, habe Bach erneut als "Fake News" bezeichnet.

17:07 Uhr

"Was soll das?" Ex-Weltmeister greift deutschen Handballbund scharf an

Der frühere Weltmeister Christian Schwarzer hat die Verantwortlichen des Deutschen Handballbundes (DHB) nach dem frühen WM-Aus für ihre offensiven Zielformulierungen kritisiert. "Man ist ja noch nicht mal qualifiziert. Jetzt spricht man schon wieder von Olympia-Gold. Das kann ich machen, wenn ich weiß, dass ich qualifiziert bin", sagte Schwarzer bei Sport1.

DHB-Vizepräsident Bob Hanning hatte nach dem verpassten Viertelfinale beim Turnier in Ägypten den Gewinn von Olympia-Gold im Sommer als Ziel untermauert. Auch DHB-Präsident Andreas Michelmann und Sportvorstand Axel Kromer stehen dazu. "Warum müssen denn da immer die Verantwortlichen vorpreschen und irgendwelche Ziele vorgeben? Da passt doch das eine nicht zum anderen", meinte der Weltmeister von 2007. Der 51-Jährige sieht gerade Hanning schon länger kritisch.

16:37 Uhr

Doping-Arzt aus Erfurt wehrt sich gegen Haftstrafe

Nach der Verurteilung des Erfurter Sportmediziners Mark S. im Dopingprozess um die Operation Aderlass haben dessen Verteidiger Revision eingelegt. Dies bestätigte das Landgericht München II. Damit geht die juristische Auseinandersetzung vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe weiter.

S. war am 15. Januar wegen Verstößen gegen das Anti-Doping-Gesetz und wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Zudem erhielt er drei Jahre Berufsverbot und eine Geldbuße in Höhe von 158.000 Euro. Auch die vier Mitangeklagten von S. wurden verurteilt, unter anderem zu Bewährungs- und Geldstrafen.

15:55 Uhr

Haftstrafe denkbar: Skilanglauf-Star droht nach Ausraster richtig Ärger

Der russische Skilangläufer Alexander Bolschunow muss sich für seinen Ausraster beim Staffelrennen in Lahti eventuell vor Gericht verantworten. Bei der örtlichen Polizei ist eine Anzeige gegen den 24-Jährigen eingegangen, das bestätigte Kommissar Tuomas Kuure.

Der Gesamtweltcup-Spitzenreiter Bolschunow hatte gestern erst im Zielsprint mit der Faust nach dem Finnen Joni Mäki geschlagen, hinter der Ziellinie streckte er seinen Gegner dann aus voller Fahrt mit einem Eishockey-Check nieder. Die Mannschaft Russland I wurde nach dem Vorfall disqualifiziert. Für ein derartiges Vergehen ist in Finnland eine Strafe von bis zu zwei Jahren Haft möglich.

15:23 Uhr

Gewalt gegen deutsche Turnerinnen? Vereinspräsident nennt Untersuchung "zweifelhaft"

Der Vereinspräsident der TuS Chemnitz-Altendorf, Franz Munzer, hat den Deutschen Turner-Bund für seine Aufarbeitung der Vorkommnisse am Olympiastützpunkt Sachsen kritisiert. Zudem wehrt er sich gegen die vom DTB geforderte Entlassung der Chemnitzer Trainerin Gabriele Frehse. "Ein völlig überforderter Deutscher Turner-Bund, der glaubt, mit einem Bauernopfer Frehse wieder für Ruhe im Laden zu sorgen! Dies wird so nicht passieren", sagte Munzer dem Turn-Portal "gymmedia.de".

Danach hätten Chemnitzer Vertreter im Gespräch mit dem DTB am vergangenen Freitag deutlich gemacht, dass sie das Ergebnis der vom DTB beauftragten Untersuchung "nicht anerkennen, weitere, notfalls auch gerichtliche Schritte gehen werden". Zudem werde der Verein nicht zulassen, dass Frehse "wie eine Aussätzige vom Hof gejagt wird", sagte Munzer. Die Untersuchung durch eine Frankfurter Kanzlei bezeichnete er als "zweifelhaft". Der DTB hatte mitgeteilt, er halte nach dem Bericht einer unabhängigen Kanzlei "schwerwiegende Pflichtverletzungen" von Frehse für erwiesen.

14:23 Uhr

BVB-Profis verzichten weiterhin auf Gehalt

Die Profis des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund verzichten nach SID-Informationen weiterhin auf einen Teil ihres Gehalts. Zuerst hatten die Ruhr Nachrichten berichtet, dass der Kader in Corona-Zeiten weiterhin zehn Prozent weniger Geld bezieht als zuvor. Die Führungsetage verzichtet ebenfalls in diesem Rahmen.

Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte der Verein sich mit den Spielern zunächst auf 20 Prozent Gehaltsverzicht geeinigt, nach der pandemiebedingten Bundesliga-Pause waren es dann zehn Prozent, die den BVB immer noch monatlich um eine Millionensumme entlasten. Der Verein geht für die laufende Spielzeit von mindestens 70 Millionen Euro Verlust aus.

13:47 Uhr

Trotz WM-Absage: Pekeler ist "Handballer des Jahres"

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Hendrik Pekeler fehlt bei der WM, darf aber zumindest eine Auszeichnung bejubeln.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Dinah Eckerle und Hendrik Pekeler sind Deutschlands Handballer des Jahres 2020. Das ist das Ergebnis der traditionellen Leserwahl der "Handballwoche". Kreisläufer Pekeler, der aufgrund von Corona auf die WM in Ägypten verzichtete, erhielt die Auszeichnung nach einer Saison mit Meisterschaft und Champions-League-Triumph mit dem THW Kiel.

"Ich freue mich riesig über die Auszeichnung in diesem sehr besonderen Jahr", sagte Pekeler, der auf 6406 Punkte kam. Der 29-Jährige verwies seinen Mannschaftskameraden Niklas Landin (3586) und Johannes Bitter (TBV Stuttgart/3135) auf die Ränge zwei und drei und folgt auf Nationalmannschafts-Rechtsaußen Timo Kastening.

Torhüterin Eckerle (4824 Punkte) beerbte ihre Nationalmannschaftskollegin Emily Bölk (FTC Budapest/2973), die diesmal hinter Julia Maidhof (SG BBM Bietigheim/4293) Dritte wurde. Die Spielerin des französischen Klubs Metz Handball freute sich wie Pekeler zum ersten Mal über die Auszeichnung. "Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet und fühle mich mega geehrt, mich in diese Liste großartiger Spielerinnen einreihen zu dürfen", sagte die 25-Jährige.

12:25 Uhr

"Geiles Segeln": Herrmann fliegt Vendée-Globe-Hammer entgegen

Boris Herrmann steht kurz vor Ende der Vendée Globe dicht an einer Sensation. Im knappen finale der Weltumseglung rangiert der Solosegler auf dem dritten Platz, ein Sieg scheint möglich. Auf der Zielgeraden wendet sich Herrmmann in einer Videobotschaft an seine Fans.

11:47 Uhr

Großkreutz steht vor Blitz-Comeback - aber nicht als Profi

Rio-Weltmeister Kevin Großkreutz wird nach dem Ende seiner Fußball-Profikarriere sehr wahrscheinlich bei einem Sechstligisten weiterspielen. Ein Engagement des langjährigen Dortmunders vor der Haustür beim TuS Bövinghausen, Tabellenführer der Westfalenliga 2, steht unmittelbar bevor. "Es sieht sehr gut", sagte Vereinspräsident Ajan Dzaferoski dem SID: "Noch ist es nicht unterschrieben, aber das soll spätestens am Dienstag passieren." Großkreutz selbst hatte angekündigt: "Als kleiner Junge habe ich auf Asche begonnen. Jetzt möchte ich zum Amateursport zurückkehren."

Der 32-Jährige hatte gestern via Instagram sein Karriereende als Profi bekannt gegeben. Mit Borussia Dortmund wurde er unter Trainer Jürgen Klopp zweimal Meister (2011, 2012) und DFB-Pokal-Sieger (2012).

Er bestritt sechs Länderspiele und wurde von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader für die WM 2014 berufen. Bei dem Turnier in Brasilien blieb er allerdings ohne Einsatz. Zuletzt stand er bis Oktober beim Drittligisten KFC Uerdingen unter Vertrag.

10:08 Uhr

Wirklich "alles gut" bei Klopps FC Liverpool?

Der FC Liverpool setzt seine sportliche Talfahrt fort und scheidet im FA-Cup gegen Manchester United aus. Reds-Coach Jürgen Klopp sieht seinen Verein dennoch auf dem richtigen Weg. "Um uns müssen Sie sich keine Sorgen machen", sagt der deutsche Trainer nach dem Pokal-Aus.

09:43 Uhr

Sieg mit der Schlusssirene: Draisaitl gelingt "Buzzer Beater"

Eishockey-Star Leon Draisaitl hat seine Edmonton Oilers in der nordamerikanischen Profiliga NHL mit einem "Buzzer Beater" in buchstäblich letzter Sekunde zum Sieg geführt. Deutschlands Sportler des Jahres traf beim 4:3 bei den Winnipeg Jets 0,7 Sekunden vor der Schlusssirene.

  • Es war das späteste Siegtor in der regulären Spielzeit in Edmontons Klubgeschichte. Für die Oilers war es erst der dritte Sieg im siebten Spiel. Draisaitl, der neben seinem dritten Saisontreffer auch einen Assist gab, stand dabei 21:43 Minuten auf dem Eis, sein Mitspieler Dominik Kahun kam auf 14:05 Minuten. Starspieler Connor McDavid legte drei Treffer auf.
  • Torhüter Philipp Grubauer verlor mit Colorado Avalanche 1:3 bei den Anaheim Ducks. Die Detroit Red Wings unterlagen ohne Thomas Greiss 2:6 bei den Chicago Blackhawks. Tobias Rieders Buffalo Sabres setzten sich 4:3 bei den Washington Capitals durch.
08:53 Uhr

Bericht: Flick sprach schon mit Bayerns Wunschkandidat

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Dayot Upamecano läuft noch für RB Leipzig auf.

(Foto: imago images/Xinhua)

Bayern München wirbt offenbar bereits konkret um seinen neuen Wunsch-Abwehrchef Dayot Upamecano. Trainer Hansi Flick soll mit dem Leipziger über einen Transfer zum deutschen Fußball-Rekordmeister im Sommer gesprochen haben. Das berichtet der "Kicker".

Der 22-jährige Franzose ist bis 2023 an RB gebunden, kann die Sachsen mittels einer Ausstiegsklausel aber vorzeitig verlassen. Er soll dann 40 bis 45 Millionen Euro kosten. Bei den Bayern ist er als Nachfolger von David Alaba eingeplant, der die Münchner zum Saisonende ablösefrei verlassen wird. Upamecano will sich wohl bis Mitte Februar entscheiden, wie sein Weg aussehen soll.

Mit dem Leipziger, Nationalspieler Niklas Süle und Weltmeister Lucas Hernandez hätten die Bayern für kommende Saison drei gestandene Innenverteidiger. Dazu kommt das Talent Tanguy Nianzou, auf das Flick große Stücke hält. Noch offen ist die Zukunft von Jerome Boateng, dessen Vertrag ausläuft.

08:05 Uhr

Außergewöhnliche Kür: Turnerin begeistert Superstars

Nia Dennis turnt für die UCLA, eine Universität in Los Angeles. In die Weltspitze wird sie sich wohl nicht mehr vorturnen. Mit ihrer jüngsten Kür begeisterte Dennis aber ein gewaltiges Publikum. Ihre Kür begann Dennis mit Kendrick Lamar, und der Rest der Performance beinhaltete Künstler wie Beyonce, Tupac Shakur, Missy Elliott, Soulja Boy und Megan Thee Stallion - eine Feier schwarzer Popkultur.

Simone Biles, die beste Turnerin der Welt, tweetete ihre Begeisterung: "okay @DennisNia, zieh dein Ding durch. Es hat so viel Spaß gemacht, das zu sehen! mach weiter so!" schrieb die vierfache Olympiasiegerin. Auch Rapperin Missy Elliot zeigte sich begeistert.

07:01 Uhr

"Schadet nicht, wenn er auf mich aufpasst": Große Namen kämpfen um Boateng

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Thomas Müller schätzt den Schutz von Jérôme Boateng.

(Foto: dpa)

Thomas Müller hat sich für einen Verbleib von Jérôme Boateng beim FC Bayern München ausgesprochen. "Aktuell ist er bei uns. Er hat noch einen Vertrag bis zum Sommer. Mit einer Unterschrift unter das richtige Papier wäre das ja getan auch für die Zukunft. Jérôme ist schon lange an meiner Seite und es schadet nichts, wenn er ein bisschen länger auf mich aufpasst", sagte Müller nach dem 4:0 beim FC Schalke 04 dem TV-Sender Sky.

  • Zuletzt hatte bereits Trainer Hansi Flick lobende Worte für Boateng gefunden. "Er ist ein Spieler, der uns immer gut tun kann", hatte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters erst am Freitag gesagt.
  • Sportdirektor Hasan Salihamidzic äußerte sich dagegen vor dem Schalke-Spiel eher diplomatisch: "Wir werden uns zu gegebener Zeit unterhalten und eine faire, seriöse Entscheidung treffen." Boatengs Vertrag läuft am Saisonende nach dann zehn Jahren in München aus. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte bereits gesagt, dass man mit dem Weltmeister von 2014 ein Gespräch führen werde.
06:11 Uhr

"Brauchen Olympia": Handball-Boss macht Druck

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Uwe Gensheimer und seine DHB-Kollegen müssen bei Olympia liefern.

(Foto: dpa)

Nach dem verpassten Viertelfinal-Einzug bei der WM in Ägypten braucht die Handball-Nationalmannschaft aus Sicht von DHB-Präsident Andreas Michelmann bei Olympia ein Erfolgserlebnis. Seit der Euphorie um den Gewinn der Europameisterschaft 2016 sowie dem anschließenden Gewinn von Olympia-Bronze in Rio de Janeiro habe man eher eine sinkende Kurve im deutschen Handball gehabt, sagte Michelmann im Teamhotel der DHB-Auswahl in Kairo. Nun sei es so, "dass wir jetzt Olympia brauchen, um die Kurve wieder nach oben zu kriegen."

  • Nach Bronze in Rio konnte die deutsche Mannschaft bei keinem der folgenden Großturniere eine Medaille gewinnen. Trotzdem peilt der Deutsche Handballbund (DHB) bei den Sommerspielen in Tokio den Gewinn der Goldmedaille an. "Das ist ja ein Ziel, das wir uns schon 2013 gesteckt haben", sagte der 61-jährige Michelmann. "Bei der Ausgeglichenheit der Weltspitze und den Reserven, die wir noch haben an Spielern, halte ich das für ein realistisches Ziel." Bei der Weltmeisterschaft in Ägypten fehlen Bundestrainer Alfred Gislason auch coronabedingt zahlreiche Stammkräfte.