Der Sport-Tag
15. Oktober 2017
imageHeute mit Judith Günther
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22:02 Uhr

Boateng erwog wegen Ancelotti Bayern-Abschied

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Eine Schulter- und eine Oberschenkelverletzung hatten Boateng lange ausgebremst. (Foto: imago/DeFodi)

Dem FC Bayern München wäre beinahe ein Weltmeister abhanden gekommen – und zwar wegen des geschassten Trainer Ancelotti. Weltmeister Jerome Boateng gab zu, sich unter Ancelotti mit einem Wechsel befasst zu haben. Auf die Frage, warum der Italiener nicht so sehr auf ihn setzte, sagte Boateng dem kicker: "Vielleicht, weil ich wenig bei ihm gespielt habe, er mich aufgrund meiner Verletzungen zu wenig gesehen hat."

Ein Abschied des 29-Jährigen schien daher zwischenzeitlich nicht unwahrscheinlich. "Ich hatte im Sommer ein Gespräch mit den Verantwortlichen, darüber, wie sie mich sehen. Ich habe gesagt, dass ich mir Gedanken mache", sagte Boateng. Unter dem neuen Trainer Jupp Heynckes scheint Boateng wieder zufrieden: "Es gibt nicht viele Trainer, die so ein Fingerspitzengefühl haben, wie man mit Spielern umgeht", sagte Boateng.

21:35 Uhr

Ex-NFL-Profi Werner kritisiert den Kniefall

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Steht lieber: Björn Werner. (Foto: imago/Icon SMI)

Hertha geht in die Knie - und genau das kritisiert der frühere deutsche Football-Profi Björn Werner. Der 27-Jährige gefällt die Aufregung um Hymnenproteste in der US-Profiliga NFL nicht.

  • "Das ganze Ding ist mir zu gehypt. Viele Fans nehmen sich noch nicht einmal die Zeit zu gucken, was der Grund dahinter ist. Es hat mit viel mehr als nur mit Football zu tun", sagt Werner.

  • "Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich mich nie hingekniet hätte. Einfach nur als Deutscher", so der Ex-Profi der Indianapolis Colts.

  • Dass am Samstag sogar Hertha BSC vor dem Ligaspiel gegen Schalke 04 (0:2) geschlossen auf die Knie gegangen war, verwundert den gebürtigen Berliner: "Ich habe es gestern gesehen und mich gefragt: 'Warum knien die denn jetzt?' Cool, wenn es der richtige Support ist. Aber ich bin der Meinung, das hat etwas mit der NFL zu tun und da sollte man sich raushalten. Du kennst die ganzen Gründe nicht. Es ist schwierig, wenn du in einem anderen Land lebst."

  • Hertha wollte nach eigenen Angaben ein Zeichen für "Vielfalt, Toleranz und Verantwortung" setzen.

  • 2016 hatte Colin Kaepernick, der frühere Quarterback der San Francisco 49ers, als erster NFL-Spieler gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA protestiert. Mittlerweile vergeht in der NFL kein Spieltag ohne ähnliche Aktionen. Weite Teile der US-Regierung um Präsident Donald Trump verurteilen die Proteste scharf.

21:07 Uhr

Mintzlaff: Rangnick bleibt lange bei RB Leipzig

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Erfolgs-Duo (Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)

Da lehnt sich aber einer weit aus dem Fenster: "Ich bin mir sicher: Ralf Rangnick wird über 2019 hinaus bei uns bleiben", sagt RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff dem "Kicker".

  • Mintzlaff sieht bei Rangnick eine grundsätzliche Bereitschaft, zu verlängern. Beide Seiten seien sich bereits sehr nahegekommen, eine Verlängerung des Vertrages könne in naher Zukunft erfolgen.

  • Damit würde sich RB für die Zukunft positionieren.

  • "Er ist der sportliche Motor, der die Philosophie vorgegeben hat und für die Umsetzung sorgt. Er hat dem Verein seinen Stempel aufgedrückt wie kein Zweiter. Und er hat es geschafft, eine Mannschaft zu formen, die für Nachhaltigkeit steht", so Mintzlaff.

20:33 Uhr

Kiel verpasst Befreiungsschlag im Handball-Kracher

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Der THW Kiel (in weiß) erreicht gegen den Rivalen SG Flensburg-Handewitt ein Unentschieden. (Foto: dpa)

Der 94. Handball-Klassiker zwischen den Nordrivalen THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt bleibt ohne Sieger: Rekordmeister Kiel verpasst damit den Befreiungsschlag in der Champions League.

  • Die Kieler müssen sich am fünften Spieltag in einer Abwehrschlacht mit einem 20:20 (9:7) begnügen und verpassen einen durchaus möglichen Sieg.

  • "Wir hätten zwei Punkte verdient gehabt, deshalb ärgere ich mich sehr", sagt Kiels Coach Alfred Gislason bei Sky.

  • Beim letzten Angriff 17 Sekunden vor Schluss vergibt Kiels Niclas Ekberg die Chance auf den Sieg, Gislason sieht dabei ein Foul von Kentin Mahe: "Das ist ein so klarer Siebenmeter gewesen."

  • Der äußerst schwach in die Saison gestartete THW, in der Bundesliga zuletzt mit zwei Siegen im Aufwärtstrend, ist mit drei Punkten nur Vorletzter der Achtergruppe, Flensburg (6) liegt auf Platz drei. Der Tabellenerste der Gruppe qualifiziert sich direkt für das Viertelfinale. Die nächsten fünf Teams der Achtergruppe ziehen in das Achtelfinale ein.

20:02 Uhr

Goretzka äußert sich zu Wechsel-Gerüchten

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Die Wechselgerüchte um Leon Goretzka bringen Unruhe in die Schalker Mannschaft. (Foto: imago/Bernd König)

Beim 2:0 in Berlin zeigt Leon Goretzka erneut seine Extraklasse. Seine Zukunft lässt der Jung-Chef aber weiter offen. In Interviews reagiert der Star von Schalke 04 zunehmend genervt.

"Ich kann nicht ganz verstehen, wieso das Thema immer wieder neu aufgebracht wird", klagt der Confed-Cup-Sieger bei Sky. Sein Entscheidungsprozess sei dabei noch nicht beendet. "Es stört auch ein bisschen die Mannschaft. Das tut mir leid für die Jungs." Bis an die finanzielle "Schmerzgrenze" wollen derweil die Königsblauen gehen, damit der Mittelfeldspieler seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert. Dabei hoffen die Schalker auf möglichst rasche Klarheit, um auf einen möglichen Abgang rechtzeitig reagieren zu können

19:18 Uhr

Werder muss sich bei Schaaf-Planung noch gedulden

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Bei Werder Bremen kennt sich Thomas Schaaf aus. (Foto: picture alliance / dpa)

Schaaf bei Werder Bremen - das gelingt frühestens zur neuen Saison. Denn die Position des Technischen Direktors muss erst geschaffen werden.

  • Das schreibt Werders Club-Präsident Hubertus Hess-Grunewald im Editorial im Stadionmagazin "Heimspiel" zur Bundesliga-Partie gegen Borussia Mönchengladbach.

  • Hess-Grunewald nimmt darin Stellung zur neu geplanten Funktion, die durch eine geplante Satzungsänderung bei der Mitgliederversammlung am 20. November geschaffen werden könnte.

  • Immerhin: Er nennt den früheren Werder-Coach Schaaf konkret als Kandidaten: "Dass bei einer positiven Entscheidung Thomas Schaaf ein Kandidat für diesen Bereich sein könnte, liegt auf der Hand."

  • Schaaf hatte bereits seine Bereitschaft für ein solches Amt signalisiert.

  • Hess-Grunewald wünscht sich "eine Konstante im Verein", die sich über Jahre um "die Ausbildung der Spieler und Trainer" kümmert.

18:27 Uhr

Mann auf Galopprennbahn von Pferd getötet

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Das Unglück ereignet sich im englischen Sunbury of Thames. (Foto: imago/Frank Sorge)

Auf der Galopprennbahn im englischen Sunbury of Thames in der Grafschaft Surrey kommt es am vergangenen Abend zum Unglück, als ein Mann von einem auskeilenden Pferd getroffen wird. Der Angestellte von Trainerin Amanda Perrett, die für den Renntag drei Pferde vorbereitet hatte, wurde Medienberichten zufolge im Bereich der Stallungen von den Hufen des Tieres erfasst und erlag noch vor Ort seinen Verletzungen

Die Veranstaltung auf der bekannten Galopprennbahn wurde darauf abgebrochen. "Wenn sich die Pferde bedroht fühlen oder ihnen jemand zu nahe kommt, kann es passieren, dass sie auskeilen. Glücklicherweise passiert das sehr selten", erklärte Jockey Martin Dwyer.

18:02 Uhr

Deutsche Spitzensportler gründen Interessenvertretung

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Der DOSB ist mit der eigenmächtigen Gründung nicht einverstanden. (Foto: dpa)

Die deutschen Spitzensportler haben eine eigenständige Interessenvertretung ins Leben gerufen. Trotz der Kritik des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gründeten die Athletenvertreter am Sonntag in ihrer Vollversammlung in Köln den unabhängigen Verein "Athleten Deutschland". Er soll die DOSB-Athletenkommission professionell unterstützen und den Sportlern mehr Gehör verschaffen.

Mit einer Geschäftsstelle und drei hauptamtlichen Mitarbeitern soll der Verein die operativen Aufgaben für die DOSB-Athletenkommission übernehmen. Er soll Sprachrohr sein und helfen, dass Spitzensportler in Zukunft besser gefördert und abgesichert werden. Zum Vereinszweck gehören auch der Kampf gegen Doping und sexualisierte Gewalt im Sport. Der neue Verein mit Sitz in Köln hat 45 Gründungsmitglieder.

17:29 Uhr

Federer schlägt Nadal im Traumfinale beeindruckend

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(Foto: imago/Imaginechina)

Mit einem beeindruckenden Erfolg über seinen Dauerrivalen Rafael Nadal entscheidet der Schweizer Tennis-Star Roger Federer das Masters-Turnier in Shanghai für sich. Der 36-Jährige setzt sich gegen den Weltranglisten-Ersten aus Spanien mit 6:4, 6:3 durch. Nach nur 72 Minuten nutzt Federer seinen zweiten Matchball zu seinem 94. ATP-Titel und dem sechsten Turniererfolg in diesem Jahr.

"Es ist ein wunderbarer Moment in meiner Karriere", sagt der Australian-Open- und Wimbledongewinner. Der Rekord-Grand-Slam-Sieger gewinnt zum fünften Mal nacheinander gegen Nadal und beendet damit die 16 Spiele andauernde Erfolgsserie des US-Open-Champions.

17:07 Uhr

Turn-Ass Hambüchen liebäugelt mit Comeback

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Noch einmal zur Weltmeisterschaft? Fabian Hambüchen sagt niemals nie. (Foto: imago/Nordphoto)

Kehrt Fabian Hambüchen auf die internationale Turn-Bühne zurück? In einem Interview spricht der Rio-Olympiasieger ziemlich ausführlich und offen über ein mögliches Comeback am Reck. Und er wäre ja nicht der erste Sportler, der sich für einen Rücktritt vom Rücktritt entscheidet.

Zwar bezeichnete er es als riskant, doch ein Comeback würde er "nie zu 100 Prozent ausschließen", sagte Hambüchen der "Welt am Sonntag": "Dafür bin ich bekloppt genug und liebe diesen Sport einfach zu sehr, als dass ich sagen würde: 'Wenn in zwei Jahren die Weltmeisterschaften in Stuttgart sind, turne ich nicht mehr.'" Eine Rückkehr ans Reck sei allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen denkbar. "Nur wenn ich weiß, dass ich ganz vorn sein kann, käme das eventuell infrage. Dann lege ich meine Hand nicht dafür ins Feuer, dass ich nur Zuschauer bin. Aber im Moment ist es überhaupt nicht mein Anspruch, dorthin zu kommen", sagte Hambüchen. Ein Comeback sei schließlich auch ein Risiko.

Der 29-Jährige, der seine internationale Karriere nach seinem Olympiasieg in Rio de Janeiro beendet hatte, befindet sich gerade mitten in der Vorbereitung auf sein Comeback in der Deutschen Turnliga für die KTV Obere Lahn am 21. Oktober.

16:35 Uhr

RB-Stars feiern Coup mit Bier und Bratwurst für die Fans

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Partystimmung bei RB Leipzig. (Foto: imago/Laci Perenyi)

Am Tag nach dem 3:2-Coup bei Borussia Dortmund haben die Spieler des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig ihre Fans mit Bier und Bratwürsten verwöhnt. Rund 1000 RB-Anhänger freuten sich über Essen und Getränke, beides wurde aus der Mannschaftskasse der Profis bezahlt. Zum Dank dafür und für den Sieg in Dortmund wurden die Spieler beim Auslaufen am Sonntag mit viel Applaus begrüßt.

"Danke, dass ihr uns immer so zahlreich unterstützt, auch am Samstag wieder. Deshalb wollen wir Euch einen ausgeben", sagte Stürmer Yussuf Poulsen an die Fans gerichtet. Anschließend schrieben Poulsen, Timo Werner und Co. fleißig Autogramme und standen für Fotos bereit.

16:06 Uhr

Füchse Berlin straucheln, Rhein-Neckar Löwen marschieren

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(Foto: imago/Jan Huebner)

Die Füchse straucheln, der Meister marschiert: Die Rhein-Neckar Löwen nutzen den ersten Ausrutscher der Füchse Berlin eiskalt und erobern die Tabellenführung der Handball-Bundesliga zurück.

  • Die Mannheimer fahren mit dem souveränen 31:24 (14:10) im kniffligen Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar ihren siebten Sieg in Serie ein und profitieren beim Sprung an die Spitze von der ersten Niederlage des Hauptstadt-Klubs.

  • Die Berliner, die zuvor mit acht Siegen einen vereinseigenen Startrekord aufgestellt hatten, verlieren ihre weiße Weste durch ein 27:33 (14:17) bei der TSV Hannover-Burgdorf. Dabei zeigen die Füchse vor allem in der Defensive ungewohnte Schwächen und erholen sich nie vom schnellen 7:13-Rückstand (20.). Sie liegen nun punktgleich mit den Löwen (beide 16:2) wegen der schlechteren Tordifferenz auf dem zweiten Platz.

  • Im Tabellenkeller feiert GWD Minden einen deutlichen 33:22 (16:8)-Erfolg gegen HC Erlangen und verschaffte sich ein kleines Polster auf die Abstiegsplätze.

15:18 Uhr

Serienmeister will Tuchel verpflichten

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Tuchel will sich erst nach seinem Sabbatical Gedanken über die berufliche Zukunft machen. (Foto: imago/Martin Hoffmann)

Ein Jahr Auszeit wollte sich Thomas Tuchel nach dem Aus als Trainer von Borussia Dortmund nehmen - doch wenn er wollte, könnte er wohl wesentlich früher in den Spielbetrieb zurückkehren.

Wie der "Kicker" unter Berufung auf Quellen aus China berichtet, will der chinesische Serienmeister Guangzhou Evergrande Tuchel in die chinesische Super League locken. Deren aktueller Coach Luiz Felipe Scolari hört nach der Saison am 4. November auf.

In China sind bereits Felix Magath (Shandong Luneng), Roger Schmidt (Bejing Guoan) und Uli Stielke (Tianjin Teda) als deutsche Trainer tätig. Dass Tuchel dem Ruf (des Geldes, hihi) folgt, scheint allerdings doch sehr weit hergeholt.

14:48 Uhr

Rangnick rechnet mit Werners Champions-League-Einsatz

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Die Verantwortlichen von RB Leipzig wollen bei Timo Werner nichts riskieren. (Foto: imago/Picture Point LE)

Ralf Rangnick rechnet beim Bundesliga-Vizemeister RB Leipzig mit baldigen Einsätzen für Fußball-Nationalspieler Timo Werner. "Ich glaube, dass er für Dienstag, spätestens Sonntag ein Thema ist. Er ist auf einem guten Weg, es geht darum, den richtigen Zeitpunkt zu finden", so der Sportdirektor nach dem 3:2 (2:1) bei Borussia Dortmund.

Am Dienstag (20.45 Uhr) empfängt RB in der Champions League den FC Porto, am Sonntag (15.30 Uhr/beide im Liveticker bei n-tv.de) in der Bundesliga den Aufsteiger VfB Stuttgart.

Werner hatte wegen einer Blockade der Halswirbelsäulen-Muskulatur in den vergangenen Wochen gefehlt und auch die Länderspiele in der WM-Qualifikation in Nordirland (3:1) und gegen Aserbaidschan (5:1) verpasst. In Dortmund saß er auf der Bank, wurde aber nicht eingesetzt.

14:19 Uhr

Schiedsrichter-Streit: DFB bittet Gräfe zum Rapport

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Gräfe hatte sich keine Freunde gemacht mit seinen Interview-Äußerungen. (Foto: dpa)

Nach den internen Querelen bei den Schiedsrichtern kommt es am Dienstag zu einer Aussprache beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Bei einer Art "Friedensgipfel" sollen teils schwere Vorwürfe gegen die früheren Schiedsrichter-Bosse Herbert Fandel und Hellmut Krug aufgearbeitet werden. Chefkritiker" Manuel Gräfe wird zum Rapport bestellt: Er hatte zu Beginn der Saison ein viel beachtetes Interview gegeben, in dem er Fandel und Krug fehlende Transparenz, schlechten Führungsstil und Vetternwirtschaft vorgeworfen hatte.

Mehr dazu in Kürze auf n-tv.de und wenn Sie die Interview-Geschichte nachlesen wollen, dann hier oder hier entlang.

13:39 Uhr

BVB: Können Alter von Fußball-Wunderkind belegen

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"Er ist zwölf", sagt Ricken (l.) zuletzt über seinen Schützling. (Foto: Bongarts/Getty Images)

Jetzt wo die Bayern wieder gut drauf sind, können wir uns ja endlich den wichtigen Themen zuwenden. Zum Beispiel dem Alter von Fußball-Wunderkind Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund.

"Uns liegen die Geburtsurkunden vor. Sowohl aus Kamerun als auch aus Deutschland", sagt nun Mediendirektor Sascha Fligge und verweist außerdem auf eine beglaubigte Übersetzung. Die "Welt am Sonntag" hatte für eine Reportage intensiv nachgeforscht. "Die Botschaft in Jaunde (Hauptstadt Kameruns, d. Red.) hat keine deutsche Geburtsurkunde ausgestellt", teilte das Auswärtige Amt der Zeitung demnach mit. Beim Standesamt Hamburg-Harburg sei 2016 eine Nachbeurkundung von Moukokos Geburt erfolgt.

Zuletzt hatte der Dortmunder Nachwuchskoordinator Lars Ricken die bestehenden Zweifel am Alter Moukokos entschieden zurückgewiesen: "Er ist zwölf. Das ist einfach Fakt. Daran gibt es keinen Zweifel", sagte Ricken der "Ruhr Nachrichten". Einige Medienberichte nannte er in diesem Zusammenhang "enttäuschend".

13:06 Uhr

Leeres Wembley: Politiker wollen Tickets verschenken

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Tote Hose im Wembley. (Foto: REUTERS)

Schüler müsste man nochmal sein … ach so, und in London leben. Dann stünden die Chancen nämlich gar nicht so schlecht, demnächst kostenlos ins Wembley-Stadion gehen zu dürfen. "Haben die Fans ihre Liebe zu England verloren?", fragt beispielsweise der "Telegraph" zuletzt, weil bei Spielen der Nationalmannschaft immer öfter Tausende Plätze unbesetzt bleiben.

Eine große Koalition von rund 130 Politikern der vier großen englischen Parteien hat sich den Kampf gegen leere Plätze im Fußball-Heiligtum Wembley zur Aufgabe gemacht. In einem offenen Brief an Verbandschef Greg Clarke fordern die Parlamentsmitglieder "Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass die Tage leerer, verschwendeter Sitze gezählt sind". Es sollten künftig noch mehr Karten an Schulkinder verschenkt werden.

Der Weltmeister von 1966 empfängt am 10. November die deutsche Nationalmannschaft, derzeit gibt es noch Karten in allen Kategorien von zehn bis 100 Pfund. Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien (1:0) waren 28.000 der 89.500 Plätze leer geblieben. Nach Angaben der FA wurden 7000 Tickets an Schulen (4000) und andere öffentliche Einrichtungen (3000) verteilt.

Das nenn' ich mal volksnahe Politik!

12:36 Uhr

Hansa-Fans bewerfen gegnerische Anhänger mit Fischen

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Fischiger Empfang in Rostock. (Foto: imago/Karina Hessland)

Die ekligste Geschichte des Tages kommt (Standpunkt jetzt) definitiv aus Rostock. Mit einem Gastgeschenk der besonderen Art empfingen Hansa-Anhänger die Fans von Carl Zeiss Jena beim gestrigen Heimspiel (0:1).

Unter dem Gesang "Wir haben Euch was mitgebracht: Fisch! Fisch! Fisch!" flogen etwa 20 bis 30 dicke Fische vom Hansa-Fanblock in Richtung der Jena-Anhänger. Zwar erreichten die meisten Fische nicht ihr Ziel, dennoch dürfte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Aktion nicht nur als Spaß einstufen und Ermittlungen aufnehmen.

Und wer erklärt mir jetzt wie man unbemerkt kiloweise Fisch ins Stadion schmuggelt?

12:00 Uhr

Scharapowa gewinnt erstes Turnier nach Doping-Sperre

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Mit Scharapowa dürfte in den kommenden Wochen zu rechnen sein. (Foto: dpa)

Über den Finaleinzug von Maria Scharapowa hatten wir ja gestern bereits berichtet – nun ist das Comeback vollbracht. Die russische Tennisspielerin feiert ihren ersten Turniersieg auf der WTA-Tour seit fast zweieinhalb Jahren, Scharapowa gewinnt in Tianjin gegen die Weißrussin Aryna Sabalenka 7:5, 7:6 (10:8) und verbessert sich durch ihren 36. Titel in der Weltrangliste um 29 Plätze auf den 57. Rang.

"Das ist ein sehr spezieller Sieg für mich, einer, den ich nie vergessen werde", so die sichtlich gerührte Scharapowa, die noch vor der Siegerehrung zum Handy gegriffen hatte, um ihre Eltern anzurufen: "Es war eine lange Reise. Ich wollte mich einfach bei ihnen bedanken."

Im April war Scharapowas 15-monatige Dopingsperre wegen Meldonium-Missbrauchs abgelaufen. Ihren bislang letzten Erfolg hatte die in Tianjin mit einer Wildcard gestartete 30-Jährige am 17. Mai 2015 in Rom gefeiert.

11:25 Uhr

Herthas kniender Protest macht weltweit Schlagzeilen

Ob Donald Trump sich auch bald zum knienden Protest von Hertha BSC äußert? Fakt ist, dass sogar die renommierte "Washington Post" über die Aktion vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 berichtet.

Was war passiert? Die Berliner knieten von dem Anstoß der Partie um den Mittelkreis – auch Trainer und Spieler auf der Auswechselbank machten mit. Vorbild der Aktion sind die Proteste in der National Football League (NFL), wo sich einige Spieler seit Wochen aus Protest gegen Rassismus und Diskriminierung während der Nationalhymne hinknien. "Hertha BSC steht für Vielfalt, Toleranz und Verantwortung! Für ein Berlin, das auch in Zukunft weltoffen ist", schrieb die Hertha auf Twitter. Aus diesem Grund schließe man sich den Protesten der amerikanischen Sportler an und setze ein Zeichen gegen Diskriminierung.

10:35 Uhr

Schmadtke hält trotz Kölner Krisen-Modus an Stöger fest

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(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

So viel (ehrlich gemeinte) Bekenntnis zum Trainer sieht man in der Fußball-Bundesliga eher selten. Trotz der immer schlimmer werdenden Krise hält der 1. FC Köln weiter fest zu Trainer Peter Stöger. "So, wie die Mannschaft auftritt, sieht man, dass sie gerne mit Peter arbeitet. Der Trainer ist nicht das Problem", sagt Manager Jörg Schmadtke der "Bild am Sonntag". Der Österreicher wird definitiv auch am kommenden Donnerstag in der Europa League bei Bate Borissow auf der Kölner Bank sitzen. "Es gibt kein Schicksalsspiel oder Ultimaten für den Trainer", betont Schmadtke.

In der Fußball-Bundesliga wartet der Tabellenletzte auch nach acht Spieltagen weiter auf den ersten Sieg. Kein Team stand nach acht Spielen gemessen an Punkten und Tordifferenz in der Liga-Geschichte je schlechter da als die Kölner momentan.

10:01 Uhr

Ribéry macht Hoffnung auf Comeback in diesem Jahr

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Heute schmerzfrei, vor zwei Wochen leidend: Franck Ribéry. (Foto: imago/Bernd König)

Wenn's einmal läuft … passend zum allgemeinen Aufschwung beim FC Bayern München hat auch Franck Ribéry Positives zu vermelden. Der Franzose, der vor zwei Wochen im Spiel gegen Hertha BSC einen Außenbrandriss im linken Knie erlitten hatte, könnte dem Rekordmeister schon früher wieder zur Verfügung stehen als gedacht. Auf Krücken sagte Ribéry in der Mixed-Zone gegenüber der "Bild": "Ich habe keine Schmerzen. Ich muss einfach warten."

Im schlechtesten Falle peilt der Flügelstürmer sein Comeback für das Wintertrainingslager in Katar an – doch eventuell klappt's gar noch früher: "Die Vorbereitung kann ich zu 100 Prozent mitmachen. In Katar muss ich dabei sein. Wenn es geht, spiele ich vielleicht schon vor der Winterpause."

Ach, fast vergessen. Es wird sogar noch schöner in der bajuwarischen Wohlfühloase: Auch bei Javi Martínez gibt's Entwarnung - der Innenverteidiger, der gestern wegen einer Verletzung an der Schulter ausgewechselt werden musste, fällt wohl nur ein paar Tage aus.

09:27 Uhr

Bremste eine Gehirnerschütterung NHL-Star Draisaitl?

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Draisaitl (m.) muss zunächst pausieren. (Foto: dpa)

Die Verletzung von Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl ist schwerwiegender als gedacht. Der Stürmer des NHL-Klubs Edmonton Oilers leide an ähnlichen Symptomen wie bei einer Gehirnerschütterung, sagt Oilers-Headcoach Todd McLellan. Zuvor war lediglich bekannt gewesen, dass Draisaitl sich wahrscheinlich im Spiel gegen die Winnipeg Jets (2:5) eine Augenverletzung zugezogen habe.

Die Ausfallzeit des 21-Jährigen ist somit höchst ungewiss. Bei Edmontons deutlicher 1:6-Niederlage in der Nacht gegen die Ottawa Senators war der Center nicht im Kader. "Das ist eine Geschichte, mit der wir keinen Spaß machen, solange er nicht wieder zu 100 Prozent fit ist und wir ihn ohne Risiko wieder aufs Eis schicken können", so McLellan.

08:50 Uhr

Dortmunder Polizei zieht nach "Hassgipfel" Bilanz

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Freundlich wurden die Leipziger nicht begrüßt, doch es blieb ruhig. (Foto: imago/Horstmüller)

Mit Spannung hatten wir das Geschehen am Rande des Spiels zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig erwartet – es war ja zumindest zu befürchten, dass sich die Jagdszenen aus dem letzten Jahr wiederholen würden.

Die Dortmunder Polizei zieht nun jedoch glücklicherweise ein positives Fazit. Aus ihrer Sicht sei es rund um die Begegnung "überwiegend friedlich" geblieben, teilt die Polizei mit. Es sei zu keinen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fanlagern gekommen. Beim Protestmarsch von rund 2000 BVB-Fans seien nach Angaben der Polizei zehn Strafverfahren eingeleitet worden. Nach dem Spiel wurden noch einmal 15 Strafanzeigen aufgenommen.

Im vergangenen Februar waren bei Attacken Dortmunder Randalierer zehn Personen verletzt worden. Die Polizei setzte daher ein Großaufgebot von etwa 1000 Beamten ein.

08:40 Uhr

Houston Astros stürmen in Richtung World Series

Den Houston Astros fehlen nur noch zwei Siege zum Einzug in die World Series der Major League Baseball (MLB). Die Texaner gewinnen auch das zweite Aufeinandertreffen mit den New York Yankees mit 2:1 und bauen ihre Führung in der Halbfinalserie auf 2:0 aus. In ihrer Klubgeschichte haben die Astros bislang nur im Jahr 2005 die World Series erreicht, waren damals gegen die Chicago White Sox allerdings chancenlos (0:4).

Im zweiten Halbfinale gehen die Los Angeles Dodgers durch das 5:2 gegen Titelverteidiger Chicago Cubs mit 1:0 in Führung. Auch das zweite Spiel der Serie findet heute in Los Angeles statt.

08:10 Uhr

Heynckes bremst die Euphorie, Mailand-Derby, Kiel unter Druck

Die wichtigste Erkenntnis des 8. Spieltags der Fußball-Bundesliga: Die Bayern sind zurück! Jetzt könnte man ja meinen, Comeback-König Jupp Heynckes würde heller strahlen als Horst Seehofer, wenn der das Wort Obergrenze hört – aber nix da. Der Neu-Alt-Trainer mahnt an, dass auf den Rekordmeister noch jede Menge Arbeit wartet und spricht lediglich von einem "positiven Anfang".

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Sie lachen wieder, die Bayern! (Foto: imago/MIS)

Damit begrüße ich Sie auch schon ganz herzlich zum Sport-Tag an diesem Sonntag, und wir sind auch schon mitten drin im Geschehen. Mehr zu den Aufbau-Bayern gibt’s gleich, außerdem alles zum gestrigen Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig. Jetzt erstmal der Fahrplan für den Tag:

  • In der Fußball-Bundesliga stehen noch zwei Sonntagsspiele an: Bayer Leverkusen empfängt den VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach ist zu Gast bei Werder Bremen (ab 15:30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de)

  • Wir gucken außerdem auf die europäischen Ligen – mit besonderer Spannung erwarten wir das Derby der beiden Mailänder Klubs und einen vermutlich weiterhin wütenden Silvio Berlusconi

  • In Hockenheim gibt's das Finale der DTM – und da entscheidet sich die Meisterschaft in der Tat erst im letzten Rennen der Saison

  • In der Handball-Champions-League steht unter anderem das deutsche Duell zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg Handewitt an - und für die Kieler ist's langsam wirklich an der Zeit, einen Sieg einzufahren

Über die Autorin

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Schließlich noch mein persönliches Highlight des Tages: Gameday in der NFL. In Woche sechs ist Ben Roethlisberger mit seinen Pittsburgh Steelers bei den noch ungeschlagenen Kansas City Chiefs zu Gast – und Big Ben steht nach einem desolaten Auftritt in der letzten Woche mächtig in der Kritik. Los geht's hier erst um 22:25 Uhr, bis dahin muss demnach noch jede Menge Zeit überbrückt werden, fangen wir also an!