Sonntag, 13. Juni 2021Der Sport-Tag

Heute mit Sebastian Schneider, Torben Siemer & Anja Rau
23:22 Uhr

"Kleine Mikro-Episode": Mbappé bestätigt Streit mit Giroud

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Mbappé und Giroud sind Kollegen - und Konkurrenten.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Weltmeister Kylian Mbappé von Deutschlands EM-Gruppengegner Frankreich hat zwei Tage vor dem EM-Auftakt gegen das DFB-Team einen Disput mit Sturm-Kollege Oliver Giroud eingeräumt. "Das Gefühl, über das er da gesprochen hat, habe ich auch 365 Mal im Spiel", sagte Mbappé: "Das Problem ist nur: Er hat nichts zu mir gesagt. Ich habe es nur über die Presse erfahren. Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir das persönlich in der Kabine besprochen hätten."

  • Routinier Giroud hatte nach der EM-Generalprobe gegen Bulgarien (3:0) in einem TV-Interview das mangelnde Zusammenspiel im Angriff moniert.
  • Nun sagt Mbappé, mit Giroud habe er sich ausgesprochen. "Und auf dem Platz klappt es gut mit uns", versichert Mbappé: "Wir müssen keine große Story draus machen. Diese kleine Mikro-Episode wird unsere Konzentration auf das Wesentliche nicht stören."
  • Zumal Giroud gegen Deutschland wahrscheinlich nicht in der Startelf stehen wird. Karim Benzema, für den der zweifache Torschütze gegen Bulgarien eingewechselt wurde, ist trotz einer am Dienstag erlittenen Blessur einsatzbereit.
22:12 Uhr

Junge flippt völlig aus: Djokovic verschenkt Schläger an kleinen "Coach"

Das geht ans Herz: Ein kleiner Zuschauer bei den French Open erlebt heute wohl einen der besten Tage seines bisherigen Lebens. Und das alles wegen eines Schlägers. Na gut, nicht irgendeines Schlägers, sondern dem von Novak Djokovic. Der Weltranglisten-Erste gewinnt das Finale gegen Stefanos Tsitsipas, holt damit seinen 19. Grand-Slam-Titel - und verschenkt einen seiner Schläger. Der Junge avanciert zum Flummi, hüpft völlig losgelöst umher, jubelt, umarmt mutmaßlich seine Familie und kann es überhaupt nicht glauben. Ein ganz besonderes Geschenk.

Und Djokovic hat eine besondere Erklärung: "Ich hatte ihn die ganze Zeit im Ohr. Er hat mir sogar Taktik-Tipps gegeben." Mit dieser Hilfe drehte er den Fünf-Satz-Krimi. "Er hat mich praktisch gecoacht", so der 34-Jährige. "Ich fand das sehr süß und sehr nett. Er war der Beste, um ihm den Schläger zu geben", erklärt der Familienvater. "Ich wollte ihm meine Dankbarkeit zeigen, weil er an mich geglaubt und mich die ganze Zeit unterstützt hat."

22:03 Uhr

Unter diesem Schiedsrichter startet das DFB-Team in die EM

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Del Cerro Grande ist der Leiter des deutschen EM-Auftakts.

(Foto: imago images/Pressinphoto)

Der spanische Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande leitet das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der EM gegen Weltmeister Frankreich am Dienstag (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in München. Das gab die Europäische Fußball-Union bekannt.

Der 45-Jährige pfeift seit 2013 international und ist in Deutschland kein Unbekannter. Del Cerro Grande hat in der abgelaufenen Saison in der Champions League Spiele von Borussia Dortmund (1:2 gegen Manchester City) und RB Leipzig (4:3 bei Basaksehir) geleitet. Die Franzosen begegneten ihm zuletzt in der Nations League im November 2020 beim 0:0 gegen Europameister Portugal.

21:29 Uhr

Pfiffe bei Kniefall: UEFA fordert (russische) Fans zu mehr Toleranz auf

Weil russische Fans gestern auf den Kniefall der belgischen Spieler und des spanischen Schiedsrichters Antonio Mateu Lahoz mit Pfiffen reagiert haben, hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) an die Toleranz der Zuschauer appelliert. "Wir fordern die Besucher auf, Respekt vor Mannschaften und Spielern zu zeigen, die auf die Knie gehen", teilte sie nach Russlands 0:3 (0:2) zum EM-Start gegen Belgien mit.

Der europäische Fußballverband betonte, "null Toleranz bei Rassismus" zu haben. "Jeder Spieler oder Offizielle", der seine Forderung nach einer Gleichbehandlung unter den Menschen durch den Kniefall zum Ausdruck bringen wolle, dürfe das tun.

20:56 Uhr

Auch die Hockey-Frauen verpassen EM-Titel

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Kein Titel für die deutsche Auswahl.

(Foto: AP)

Die deutschen Hockey-Frauen haben ihr EM-Finale gegen die Niederlande einen Tag nach den Männern ebenfalls verloren. In Amsterdam unterlag das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger trotz einer starken Leistung dem Weltranglistenersten mit 0:2 (0:1) und verpasste den dritten Titel. Die Treffer für Oranje erzielten Marloes Keetels (18./Strafecke) und Frederique Matla (56.).

In einer Neuauflage des Endspiels von 2019 machten die Gastgeber vor 3500 Zuschauern zu Beginn viel Druck, die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) konzentrierte sich zunächst auf die Verteidigung. Nach einer Strafecke fiel die Führung der Niederlande, danach schaltete Deutschland auf Angriff und erarbeitete sich einige gute Chancen. Lisa Altenburg hatte in der 44. Minute die beste Chance zum Ausgleich, verpasste aber knapp. Oranje-Torhüterin Josine Koning war auch danach nicht zu überwinden. In der 56. Minute nutzten die Gegnerinnen einen Fehler der Deutschen eiskalt aus und erhöhten auf 2:0.

20:24 Uhr

"Als ob ich betrunken wäre": Ex-Schwergewichts-Weltmeister muss Karriere beenden

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Powetkin kann nicht mehr.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Alexander Powetkin hat am Sonntag das Ende seiner Box-Karriere verkündet. Der 41-Jährige begründet seine Entscheidung mit den Folgen einer Corona-Erkrankung. "Ich fühle mich, als ob ich betrunken wäre", sagte Powetkin der russischen Nachrichtenagentur TASS. "Ich brauche eine umfangreiche Behandlung und bin keine 20 mehr".

  • Der Russe hielt den Titel der World Boxing Association (WBA) zwischen 2011 und 2013 und brachte es in 40 Profi-Kämpfen auf 36 Siege (davon 25 durch Knockout), drei Niederlagen und ein Remis.
  • Zwei seiner Niederlagen kassierte Powetkin in WM-Fights gegen zwei der besten Schwergewichtler der vergangenen Jahrzehnte: 2013 in Moskau gegen Wladimir Klitschko nach Punkten und 2018 in Wembley gegen Anthony Joshua durch technischen Knockout.
20:11 Uhr

Heftiger Einschlag überschattet Rennen: Erster Corvette-Sieg beim ADAC GT Masters

Marvin Kirchhöfer (Markkleeberg) und der Schweizer Jeffrey Schmidt haben im turbulenten vierten Saisonrennen des ADAC GT Masters den ersten Sieg für Corvette eingefahren. Das Duo setzte sich am Sonntag im österreichischen Spielberg vor Pole-Setter Kim-Luis Schramm (Meuspath) und Dennis Marschall (Eggenstein) im Audi durch, der BMW von Nick Yelloly (Großbritannien) und Jesse Krohn (Finnland) nahm den dritten Platz ein.

Titelverteidiger Michael Ammermüller (Rotthalmünster) und sein französischer Teamkollege Mathieu Jaminet, die das Rennen am Samstag gewonnen hatten, landeten am Sonntag nur auf Rang sechs. Das reichte allerdings, um die Gesamtführung vor Mirko Bortolotti (Italien) und Albert Costa Balboa (Spanien) im Lamborghini zu verteidigen.

Schon in der ersten Runde sorgte ein heftiger Einschlag von Mercedes-Pilot Maro Engel (München) für eine Rennunterbrechung von etwa 40 Minuten. Engel blieb unverletzt, die Streckenbegrenzung musste allerdings repariert werden. Im Verlauf des Rennens in der Steiermark folgten noch vier Safety-Car-Phasen, Kirchhöfer/Schmidt konnten sich damit kaum absetzen und siegten letztlich knapp.

Insgesamt absolviert die deutsche GT-Meisterschaft 14 Rennen, nächster Halt ist das niederländische Zandvoort (9. bis 11. Juli).

19:50 Uhr

Konta gelingt, was keine britische Tennisspielerin seit 1981 geschafft hat

Die Britin Johanna Konta hat als erste Frau seit Sue Barker im Jahr 1981 ein WTA-Turnier auf heimischem Boden gewonnen. Die Weltranglisten-20. ließ im Endspiel des Rasenturniers in Nottingham der Chinesin Zhang Shuai beim 6:2, 6:1 keine Chance. Für die 30-jährige Konta ist es der vierte Titel auf der WTA-Tour und der erste seit April 2017.

18:29 Uhr

Nächstes EM-Drama: Zuschauer stürzt von Tribüne - schwer verletzt

Beim EM-Spiel zwischen England und Kroatien (1:0) im Londoner Wembley-Stadion ist ein Zuschauer schwer verletzt worden. Die Person ist einem Sprecher zufolge kurz nach dem Anpfiff von einer Tribüne gestürzt.

  • Nach medizinischer Erstbehandlung vor Ort sei die Person in "kritischem Zustand" in ein Krankenhaus gebracht worden.
  • Nach Informationen der Zeitung "Evening Standard" handelte es sich um einen Mann, der von einem Rang gestürzt und auf die Sitze und den Steinboden in der Etage darunter gefallen war.
  • Man werde den Vorfall gemeinsam mit der UEFA untersuchen, kündigte der Wembley-Sprecher an.
18:08 Uhr

Haas-Teamboss: "Verstappen macht viele Fehler, weil ..."

Haas selbst fokussiert in der Formel 1 schon voll auf das Auto für 2021, entsprechend hat das Team von Günther Steiner mit dem Punktekampf nichts zu tun. Der größte Gewinner ist ein anderes Team, wie auch der Teamchef sieht - und er hält einen neuen Weltmeister für möglich.

17:26 Uhr

BVB-Profi ist jetzt jüngster Spieler einer EM

Mit seiner Einwechslung beim 1:0-Sieg der englischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Kroatien hat der Dortmunder Jude Bellingham einen Rekord aufgestellt. Im Alter von 17 Jahren und 349 Tagen ist der BVB-Profi nun der jüngste Spieler, der bei einer Europameisterschaft zum Einsatz kam.

In der 82. Minute wurde Bellingham von Englands Nationaltrainer Gareth Southgate für Harry Kane eingewechselt. Der Mittelfeldspieler löste damit den Niederländer Jetro Willems als jüngsten Spieler ab. "Historisch", twitterte sein Bundesligaklub Borussia Dortmund.

16:59 Uhr

"Krieger" Rüdiger? "Habe schon immer so gespielt"

Als Champions-League-Sieger reist Antonio Rüdiger zur EM, auch im DFB-Team ist er inzwischen eine feste Größe. Warum ihm egal ist, dass es gegen Frankreich als Außenseiter ran geht und warum er dennoch an einen deutschen Erfolg glaubt, erzählt der Hühne zwei Tage vor dem Spiel.

16:14 Uhr

"Ganz schlimm": Eriksen weckt bei Trainer Schäfer Erinnerungen an Tragik im Jahr 2003

Das EM-Drama um den dänischen Mittelfeldstar Christian Eriksen hat auch Winfried Schäfer emotional extrem getroffen und ihn schmerzhaft ins Jahr 2003 zurückgeführt. "Ich hatte einen Knoten im Magen, ganz schlimm. Da kommt alles wieder hoch", sagte der deutsche Trainer.

Der 71-Jährige hatte vor 19 Jahren in Frankreich beim Confed Cup Kamerun trainiert, als im Halbfinale sein Spieler Marc-Vivien Foe kollabierte und im Alter von 28 Jahren an Herzversagen verstarb. "Eriksen, der Junge hat Glück gehabt. Alles, was man braucht, um am Leben zu bleiben, war im Stadion", sagte Schäfer: "Das hatten wir damals bei Marc-Vivien Foe nicht."

Damals habe gegen Kolumbien in Lyon ein Defibrillator gefehlt. "Wir haben damals nichts mitbekommen. Marc wurde abtransportiert, niemand wusste, wo er war. Wir kamen in die Kabine, alle haben gejubelt", berichtete Schäfer, den die Erinnerung merklich mitnahm. "Da habe ich die Mannschaft rausgeschickt und gehofft, dass wir den Finaleinzug mit Marc feiern können. Dann kamen die Spieler alle weinend zurück, das war eine Katastrophe. Er war ein überragender Leader."

15:38 Uhr

Cilic gewinnt in Stuttgart - und verlängert eine bittere Finalserie

Der frühere US-Open-Champion Marin Cilic hat das Rasenturnier in Stuttgart gewonnen. Der 32-jährige Kroate besiegte den an Position drei gesetzten Kanadier Felix Auger-Aliassime im Endspiel mit 7:6 (7:2), 6:3. Für Cilic ist es der 19. Titel seiner Tenniskarriere und der erste seit dem Triumph auf Rasen im Londoner Queen's Club 2018. Auger-Aliassime verlor indessen auch sein achtes Endspiel auf der Profitour. Bereits 2019 hatte er in Stuttgart im Finale gestanden.

15:05 Uhr

Bayern-Star beschäftigt sich angeblich intensiv mit Wechsel

Während der Bundesliga-Sommerpause beherrscht Kingsley Coman vom FC Bayern die Schlagzeilen. Angeblich will der französische Nationalspieler den deutschen Fußball-Rekordmeister verlassen. Das berichten sowohl deutsche als auch französische Medien. Demnach hat Coman eine Vielzahl von Gründen für seine Unzufriedenheit in München.

Mehrere Faktoren hätten den Flügelflitzer dazu bewogen. Erstens sei Coman vom letzten Vertragsangebot des FC Bayern "enttäuscht" gewesen, das behauptete "Sky"-Reporter Max Bielefeld in der Sendung "Transfer Update". Ein weiterer Grund, warum Coman das Angebot des deutschen Rekordmeisters abgelehnt haben soll, sei die fehlende Anerkennung. Der Siegtorschütze des Champions-League-Finals von 2020 fühle sich zu wenig geschätzt für seinen Beitrag zu den Erfolgen.

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14:28 Uhr

Bittere Überraschung zum EM-Auftakt: BVB-Star für England nicht mal im Kader

Englands Fußball-Nationalmannschaft startet ohne die beiden BVB-Profis Jadon Sancho und Jude Bellingham in die Europameisterschaft. Sancho steht beim Auftaktspiel der Engländer (15 Uhr/ARD, Magenta TV und im Liveticker bei ntv.de) im Wembley-Stadion etwas überraschend nicht mal im Kader der Three Lions. Ob der 21-Jährige verletzt ist, blieb zunächst unklar. Der 17-jährige Bellingham sitzt dagegen auf der Bank.

Angeführt werden die Three Lions von Kapitän und Stürmerstar Harry Kane, der im Angriff von Phil Foden und Raheem Sterling flankiert wird. In der Abwehr setzt Trainer Gareth Southgate auf der linken Seite etwas überraschend auf den gelernten Rechtsverteidiger Kieran Trippier. Ben Chilwell von Champions-League-Sieger FC Chelsea sitzt dafür draußen.

14:00 Uhr

DFB-Arzt: "Es war offensichtlich das Herz"

Die genauen Hintergründe des dramatischen medizinischen Zwischenfalls um Dänen-Star Christian Eriksen sind noch unklar. DFB-Arzt Meyer erklärt jedoch, was von außen eingeschätzt werden kann. Durch die schnelle medizinische Hilfe könnte außerdem wohl Schlimmeres verhindert worden sein.

13:32 Uhr

19-Jährige schwimmt Weltrekord über 100 Meter Rücken

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Tränen der Freude.

(Foto: imago images/AAP)

Kaylee McKeown hat bei den australischen Olympia-Trials im Schwimmen in Adelaide den Weltrekord über 100 Meter Rücken auf 57,45 Sekunden verbessert. Die 19-Jährige unterbot die alte Bestmarke der US-Amerikanerin Regan Smith aus dem Jahr 2019 um zwölf Hundertstelsekunden.

McKeown, die bei den Sommerspielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) ihre Olympia-Premiere feiert, weinte nach dem Rennen hemmungslos. "Es war ein hartes Jahr für mich und meine Familie. Es ist zehn Monate her, dass mein Vater verstorben ist. Mit dem, was ich heute getan habe, denke ich, dass er wirklich stolz wäre", sagte sie im Interview nach dem Rennen.

12:57 Uhr

Bitte nur Fußball: Russland-Trainer gibt genervte PK

Stanislaw Tschertschessow war nach dem 0:3 seiner russischen Nationalmannschaft gegen Belgien in Motzlaune. Zunächst beschwerte sich der 57-Jährige, dass die Journalisten in der coronabedingt online durchgeführten Pressekonferenz ihn sehen, er aber nicht alle Journalisten. Dann passten ihm auch die inhaltlich gewählten Aspekte der Fragesteller nicht. Auf die Frage, wie er das Knien der Belgier als Zeichen gegen Rassismus bewerte, antwortete der frühere Profi von Dynamo Dresden: "Das ist keine Frage, die mit Fußball zu tun hat. Wenn Sie eine haben, stellen Sie mir dazu eine." Die Belgier um Torjäger Romelu Lukaku sowie Referee Antonio Mateu Lahoz waren unmittelbar vor dem Anpfiff in St. Petersburg auf die Knie gegangen.

Vom Publikum in der russischen Arena waren daraufhin deutliche Pfiffe und Buhrufe zu vernehmen. Kritik üben wollte Russlands Chefcoach daran aber nicht. Auch sportlich ist Tschertschessow nach dem uninspirierten Auftritt seines Teams ein wenig in Erklärungsnot. Beim klaren 0:3 hatte die Sbornaja nur in der Anfangsphase eine Chance, nach dem ersten Lukaku-Tor spielten die Belgier "dominant", wie es Tschertschessow ausdrückte. Auf die Frage, ob man gegen die am ersten Spieltag siegreichen Finnen am Mittwoch (15.00 Uhr) schon unter Druck stehe, antwortete der Chefcoach: "Es gibt keinen Druck." Das Turnier sei "nicht nach dem ersten Spiel vorbei".

12:34 Uhr

Auch virtuell läuft's bei Schalke nicht

Zum Start der Mitgliederversammlung des Bundesliga-Absteigers FC Schalke 04 hat es eine längere Verzögerung gegeben. "Die #S04MV wird für 30 Minuten unterbrochen, es gibt technische Probleme bei der Probeabstimmung", teilte der Fußball-Traditionsclub via Twitter um 9.32 Uhr mit. Start der Versammlung war um 9.04 Uhr gewesen. Gegen 10.31 Uhr ging es weiter. Es gebe weiterhin ein Problem mit digitalen Abstimmungen, das aber behoben werden sollte, hieß es.

Die Veranstaltung wurde für die Mitglieder aus der Veltins-Arena via Livestream übertragen. Die Mitglieder des Revierklubs konnten an der Versammlung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nur digital teilnehmen. Ersten Angaben zufolge hatten sich 7500 Mitglieder eingeloggt. Unter anderem sollen bei der Versammlung mehrere Mitglieder des Aufsichtsrates neu gewählt werden. Erst am Donnerstag hatte der Vorsitzende Jens Buchta seinen Rückzug angekündigt. Zudem gibt es Berichte der Gremien an die Mitglieder, die danach die Möglichkeit zur Aussprache haben. Der finanziell angeschlagene Verein war in der abgelaufenen Saison abgeschlagen als Tabellen-Letzter aus der Bundesliga abgestiegen.

12:09 Uhr

ARD-Journalist darf jetzt doch zur EM nach Russland reisen

Der ARD-Journalist Robert Kempe erhält nun doch eine komplette Akkreditierung für die Fußball-Europameisterschaft. Russland hatte seine Akkreditierung zunächst abgelehnt. Nach Nachfragen des WDR bei russischen Behörden Kempe Zugang zu den russischen Spielorten.

WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni sagte dazu: "Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, Öffentlichkeit herzustellen. Wir müssen als Medien wachsam sein und nachdrücklich benennen, wenn unsere Journalistinnen und Journalisten nicht frei berichten können." Kempe hatte seine Akkreditierung Anfang Mai zunächst durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) bestätigt bekommen. Ende Mai wurde ihm dann jedoch schriftlich mitgeteilt, die lokalen Behörden eines Landes hätten seine Akkreditierung nach einem Hintergrund-Screening abgelehnt. Auf Nachfrage teilte die UEFA der ARD mit, es handele sich dabei um russische Behörden.

11:39 Uhr

Corona-Fall bei DFB-Gruppengegner

Der portugiesische Verteidiger João Cancelo ist kurz vor dem EM-Debüt der Mannschaft von Superstar Cristiano Ronaldo am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem 27-Jährigen, der bei Manchester City unter Vertrag steht, gehe es soweit gut und er habe sich in Budapest in Isolation begeben, teilte der portugiesische Fußballverband FPF am Sonntag mit. Für Cancelo rücke U21-Nationalspieler Diogo Dalot vom AC Mailand nach. Vier Tage nach dem Spiel gegen Ungarn ist Deutschland in München (18.00 Uhr) Gegner der "Seleção".

10:57 Uhr

Béla Réthy: "Das war für mich emotional die bisher härteste Übertragung"

Für den erfahrenen ZDF-Reporter Béla Réthy war die Kommentierung des EM-Spiels Dänemark gegen Finnland mit dem Bangen um den Fußballer Christian Eriksen die bisher schwierigste Situation seiner Karriere. "Das war für mich emotional die bisher härteste Übertragung", sagte der 64 Jahre alte TV-Journalist der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Er sei anfangs weniger Reporter gewesen und mehr "ein Mensch, der mitempfindet".

"Das war schon das negativste Gefühl, das ich je bei meiner Arbeit hatte", sagte Réthy. Der seit Jahrzehnten bei großen Turnieren arbeitende Journalist musste nach der Unterbrechung des Spiels und der Übertragung beim Wiederanpfiff wieder hinter das Mikrofon. "Das war eine große Herausforderung, als es weitergehen sollte", berichtete der ZDF-Mann. "Man muss mit jedem Wort aufpassen. Auf solche Situationen kann man sich nicht vorbereiten." Der Däne Eriksen war im Spiel zusammengebrochen und musste von Medizinern notversorgt werden. Während der Behandlung war die Partie lange unterbrochen. Inzwischen geht es dem Spieler nach eigenen Angaben wieder besser.

10:57 Uhr

Clippers verkürzen Playoff-Serie gegen Utah Jazz

Die Los Angeles Clippers haben ihren Heimvorteil genutzt und in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA in der Playoff-Serie gegen die Utah Jazz den ersten Sieg geholt. Damit hat das Team aus Kalifornien auf 1:2 verkürzt. Die Clippers siegten am Samstagabend (Ortszeit) deutlich 132:106 und dürfen wieder auf den Einzug in die Finals der Western Conference hoffen.

Starspieler Kawhi Leonard sammelte 34 Punkte und zwölf Rebounds, zudem verteilte er fünf Assists - und wurde bester Werfer der Partie. Paul George fügte 31 Punkte hinzu. Auf der Gegenseite erzielte Donovan Mitchell 30 Punkte für die Jazz, verletzte sich aber im letzten Viertel bei einem Zug zum Korb am rechten Fuß und humpelte vom Platz. In der Nacht auf Dienstag stehen sich beide Teams erneut in Los Angeles gegenüber. Die Serie wird im Best-of-seven-Modus ausgetragen.

10:04 Uhr

Italien kann wieder auf PSG-Star setzen

Die Hoffnungen der Azzurri auf die Rückkehr von Mittelfeldchef Marco Verratti wachsen: Der 28-Jährige von Paris St. Germain kam am Samstag bei einem Trainingsspiel der italienischen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Nachwuchsmannschaft Pescara Primavera zum Einsatz. Verratti spielte im Trainingsquartier in Coverciano in Florenz wie Giacomo Raspadori für seinen früheren Jugendklub.

Der PSG-Profi hatte sich Anfang Mai eine Bänderverletzung im Knie zugezogen und deshalb auch im Eröffnungsspiel gegen die Türkei (3:0) nicht zur Verfügung gestanden. Trainer Roberto Mancini kann nun aber voraussichtlich am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im zweiten Spiel der Gruppe A gegen die Schweiz wieder mit seinem Schlüsselspieler planen. Dagegen müssen die Italiener in dieser Partie auf Außenverteidiger Alessandro Florenzi verzichten. Der 30-Jährige zog sich im Auftaktspiel eine Muskelverletzung in der rechten Wade zu. Ob Florenzi, der gegen die Türken zur Pause ausgewechselt werden musste, zum Abschluss der Gruppenphase gegen Wales (20.6.) wieder spielen kann, ist offen.

09:39 Uhr

"Bald zurück": Eriksen meldete sich bei Klubkollegen

Christian Eriksen hat nach Angaben von Inter Mailands Geschäftsführer Beppe Marotta wenige Stunden nach seinem Zusammenbruch im EM-Spiel gegen Finnland eine Nachricht an seine Klub-Kollegen geschickt. "Es geht ihm sehr viel besser. Das Schöne ist, dass er eine Nachricht in unseren internen Inter-Chat geschickt hat. Er hat die Mannschaft beruhigt und gesagt, dass er bald zurück sein wird", sagte Marotta im italienischen TV Sender Sky Sport.

Der 29 Jahre alte Eriksen war am Samstag während des EM-Vorrundenspiels zwischen Dänemark und Finnland (0:1) kollabiert. Der dänische Verband teilte am Abend mit, dass der Mittelfeldspieler bei Bewusstsein und in einem stabilen Zustand sei. Der italienische Fußball-Meister, bei dem Eriksen seit dem vergangenen Jahr unter Vertrag steht, ist nach Aussage von Marotta in engem Austausch mit den dänischen Ärzten. Über die Gründe für den Zusammenbruch wolle er nicht spekulieren, sagte der Geschäftsführer. "Er war nicht an Covid erkrankt und er wurde auch nicht geimpft", ergänzte Marotta.

09:06 Uhr

Corona-Ausbruch vor Copa: Auch Bolivien betroffen

Die umstrittene Copa America schreibt vor dem Turnierstart weiter Negativschlagzeilen. Wie die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL mitteilte, sind 13 Mitglieder seiner Delegation positiv auf Corona getestet worden. Mindestens acht Spieler als auch Mitglieder des Trainerstabs seien betroffen. Auch drei Spieler der Mannschaft Boliviens sowie ein Mitglied der Delegation wurden aufgrund positiver Tests isoliert.

Alle Infizierten seien asymptomatisch und in ihren Hotelzimmern in Quarantäne, teilte das brasilianische Gesundheitsamt der französischen Nachrichtenagentur AFP mit. Venezuelas Kapitän Tomas Rincon schrieb bei Instagram: "Ich bedauere zutiefst, nicht in der Lage zu sein, mein Land zu repräsentieren." Rincons Mitspieler Rolf Feltscher von Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers und Wilker Angel wurden wegen Coronavirus-Infektionen bereits aus dem Kader des portugiesischen Trainers Jose Peseiro ausgeschlossen. Für das Auftaktspiel gegen Rekordweltmeister Brasilien (Sonntag, 23.00 Uhr MESZ) nominierte Venezuela 15 Spieler nach.

08:29 Uhr

Nach Dänen-Spiel: Kramer übt scharfe Kritik an UEFA

Die früheren Fußball-Weltmeister Christoph Kramer und Per Mertesacker haben die Fortsetzung des EM-Spiels zwischen Dänemark und Finnland nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen deutlich kritisiert. "Da liegt der Fehler meiner Meinung nach bei der UEFA, die sagen muss: Wir haben eine weitere Sicht dazu, da wird heute nicht mehr gespielt. Ich weiß nicht, wer da eine andere Meinung haben kann", sagte Kramer am späten Samstagabend im ZDF.

Im EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland war der 29 Jahre alte Däne Eriksen kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Rasen zusammengebrochen und regungslos liegengeblieben. Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettende Maßnahmen ein. Eriksen wurde ins Krankenhaus transportiert, wo sich sein Zustand nach Angaben des dänischen Verbandes stabilisierte. Das Spiel wurde nach mehr als anderthalb Stunden Unterbrechung wieder angepfiffen. Die Entscheidung, das Spiel noch am Samstagabend fortzusetzen, fällten nach übereinstimmenden Aussagen beide Mannschaften.

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07:49 Uhr

"Unglaublich mit dem Ball": Werner schwärmt von Frankreich-Rückkehrer

Nationalstürmer Timo Werner schwärmt von Frankreichs Rückkehrer Karim Benzema. "Für mich ist er neben Robert Lewandowski und Cristiano Ronaldo einer der Top-drei Mittelstürmer der Welt - und das zurecht", sagte Werner über den Angreifer der Equipe Tricolore, die am Dienstag (21.00 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) Auftaktgegner der DFB-Auswahl bei der Fußball-EM ist.

Viele sähen Benzema als klassische Nummer 9 und "Boxspieler", sagte Werner, "aber ich finde ihn unglaublich mit dem Ball. Seine Dribblings, sein Abschluss, wie er eingebunden ist - er spielt eher so wie Roberto Firmino bei Liverpool. Er verteilt die Bälle auch, geht dann in den Strafraum und ist mit seiner Kopfballstärke und technischen Qualität immer da." Er selbst, meinte Werner, schaue sich von dem 33-Jährigen auch was ab, "es wäre komplett verkehrt, wenn man das nicht machen würde", betonte der Chelsea-Profi.

07:22 Uhr

Schalke-Legende Mulder wettert über Bondscoach

Der frühere Schalker Bundesligaprofi Youri Mulder glaubt nicht, dass die Niederlande bei der Fußball-EM um den Titel mitspielen. "Wir haben zwar Georginio Wijnaldum, der zuletzt in Liverpool spielte, und Memphis Depay von Olympique Lyon, ansonsten sehe ich aber keine Leute, die Spiele entscheiden können", sagte Mulder der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Deutschland, Belgien, Spanien, Italien, Frankreich, England und Portugal hätten "mehr Raketen" als sein Heimatland. "Außerdem ist die Stimmung nicht gerade positiv", fügte Mulder hinzu und kritisierte dabei Nationaltrainer Frank de Boer.

Es seien komische Sachen passiert wie die Aussortierung von acht Spielern aus dem vorläufigen EM-Kader. Der frühere Stürmer sprach auch die Nichtnominierung von Torhüter Jasper Cillessen an, der kurz vor dem Start der Vorbereitung positiv auf Corona getestet worden war. Dazu sei de Boer "nicht sehr souverän", wie Mulder anführte: "Vorgänger wie van Gaal oder Ronald Koeman haben die Stärke echter Leader ausgestrahlt. Koeman hat eine große natürliche Autorität und van Gaal kann Journalisten und Kritikern auch mal richtig Kontra geben, er kann richtig Ärger machen."

06:42 Uhr

Augenhöhlenbruch: Für Belgiens Castagne ist EM schon vorbei

Für Belgiens Fußball-Nationalspieler Timothy Castagne ist die Europameisterschaft vorzeitig beendet. Der 25 Jahre alte Außenverteidiger hat sich am Samstagabend beim 3:0 gegen Russland in St. Petersburg nach Angaben von Nationaltrainer Roberto Martínez einen doppelten Augenhöhlenbruch zugezogen. "Timothy wird operiert werden müssen, was leider bedeutet, dass seine EM bereits beendet ist", wurde Martínez nach dem ungefährdeten Auftaktsieg zitiert.

Der Außenbahnspieler von Leicester City galt auf der rechten Seite als gesetzt. Am Samstagabend prallte er mit Daler Kusjajew zusammen, woraufhin beide Spieler ausgewechselt wurden. Für Castagne kam der Dortmunder Thomas Meunier, der später ein Tor erzielte und ein weiteres vorbereitete. Meunier dürfte in den nächsten Spielen gegen Dänemark (Donnerstag, 18.00 Uhr) und Finnland erneut auf der rechten Seite auflaufen.

05:57 Uhr

Dänemarks Arzt: Eriksen wurde "zurückgeholt"

Dänemarks Mannschaftsarzt Martin Boesen hat den dramatischen Kampf um das Leben von Christian Eriksen in eindringlichen Worten beschrieben. "Er lag auf der Seite, atmete und hatte auch Puls. Aber plötzlich änderte sich das, und wir haben mit der Herzmassage begonnen", sagte Boesen nach dem EM-Spiel gegen Finnland (0:1) am Samstagabend: "Wir haben es geschafft, ihn zurückzuholen."

Der 29-jährige Eriksen war kurz vor der Halbzeitpause kollabiert, die Ärzte retteten sein Leben. Inzwischen liegt der Starspieler von Inter Mailand in stabilem Zustand in einem Krankenhaus in Kopenhagen. "Ich habe die Szene selbst nicht gesehen", sagte Boesen, "aber er war ganz offensichtlich bewusstlos." Die Hilfe sei "sehr schnell und koordiniert gewesen" - und dadurch lebensrettend.

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