Sonntag, 15. März 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau
20:17 Uhr

Ex-Nationalspieler Höwedes weiter in Russland im Einsatz

Nicht alle Fußball-Ligen pausieren. In Russland wird weiter gespielt. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Benedikt Höwedes gewann am Sonntagabend mit seinem Club Lokomotive Moskau in der ersten russischen Premjer-Liga auswärts bei Rostow mit 3:1 (3:0). Höwedes spielte beim zwölften Saisonsieg seines Clubs durch. Moskau ist Tabellenzweiter mit neun Punkten Rückstand auf Zenit St. Petersburg.

Derweil kamen Loris Karius und Kevin-Prince Boateng im Istanbuler Stadt-Derby mit Besiktas bei Galatasaray nicht über ein 0:0 hinaus. Ex-Nationalspieler und Weltmeister Lukas Podolski spielt am Montag in der Süper Lig mit seinem Club Antalyaspor zu Hause gegen Sivasspor. Die Spiele in der Türkei finden bis Ende April ohne Zuschauer statt.

19:45 Uhr

Watzke: Bundesliga-Neustart nur mit Geisterspielen

Hans-Joachim Watzke hat klare Vorstellungen von einer möglichen Fortsetzung der Saison.

Acki Watzke erlaubt sich auch noch einen kleinen Seitenhieb Richtung DFL.

(Foto: imago images/Jörg Schüler)

Wann der Ball in der Bundesliga wieder rollt, bleibt offen. An einen "normalen" Spieltag in naher Zukunft glaubt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nicht. "Ein normales Fußballspiel werden wir sehr lange nicht mehr erleben. Wenn wir in dieser Saison noch einmal spielen, dann werden es Geisterspiele sein. Das ist völlig klar", sagte Watzke in der ARD-Sportschau. Wann dies der Fall sein könnte, ist seiner Ansicht nach derzeit völlig offen.

Auch an diesem Wochenende wäre die Absage der Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie nicht die einzige Lösung gewesen. "Der Fußball hat alles getan, um eine Risikominimierung vorzunehmen, auch wenn Geisterspiele an den Lebensnerv des Fußballs gehen. Wenn wir das Derby gespielt hätten, dann wären noch 80 Leute im Stadion gewesen. Das wäre eine vertretbare Situation gewesen und hätte die Liga um 75 Millionen Euro entlastet", sagte Watzke.

19:00 Uhr

ZDF: Verschiebung der EM beschlossene Sache

Eine Verschiebung der wegen der Coronakrise gefährdeten EURO 2020 (12. Juni bis 12. Juli) scheint offenbar auch bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beschlossene Sache zu sein. Wie das ZDF aus Verbandskreisen erfahren haben will, wird der Kontinentalverband beim für Dienstag angesetzten Krisentreffen mit Klubs, Ligen- und Spielervertretern eine Verschiebung empfehlen. In fast allen europäischen Ligen ruht der Spielbetrieb derzeit aufgrund der Pandemie.

Welche Varianten es bei der Verschiebung gibt, können sie hier lesen.

18:08 Uhr

NFL weitet Playoffs um zwei Teams aus

Eine Mehrheit der Profis der US-Footballliga NFL hat dem neuen Tarifvertrag zugestimmt. Bei einer Wahl sprachen sich 1019 Spieler dafür aus, 959 stimmten dagegen - damit tritt der Vertrag in Kraft. Die Besitzer der 32 Teams hatten die Vereinbarung, die bis 2030 gilt, bereits im Februar abgenickt.

Die wichtigsten Eckpunkte der neuen Vereinbarung beinhalten eine Aufstockung der Play-off-Teilnehmer um zwei Mannschaften auf 14 bereits zur kommenden Saison. 2021/22 soll die Anzahl der Spiele pro Team in der regulären Saison von 16 auf 17 erhöht werden. Zudem werden das Grundgehalt, die leistungsbezogene Bezahlung sowie die Einkommen der Spieler angehoben.

17:35 Uhr

Bundesliga-Kultspieler Marcelinho beendet Karriere mit 44 Jahren

Der Brasilianer mit den blond-gefärbten Haaren war jahreland eine Institution in der Bundesliga und bei Hertha BSC. Nach 29 Jahren im Profifußball hat Marcelinho nun seine Karriere beendet. Sein offiziell letztes Spiel bestritt der heute 44-Jährige am Sonntag für Desportiva Perilima in der regionalen Meisterschaft des brasilianischen Bundeslandes Paraiba gegen CSP Joao Pessoa.

Der torgefährliche Spielmacher hatte bereits vergangene Woche seine neue Arbeit als Co-Trainer von Perilima aufgenommen. Für Hertha BSC war Marcelinho zwischen 2001 und 2006 in 205 Bundesligapartien aufgelaufen und erzielte dabei 77 Tore.

16:50 Uhr

Österreichs Fußballverband verhängt Trainingsverbot

So drastisch agiert man in Deutschland nicht: Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat für das ganze Land eine Einstellung des Trainingsbetriebs angeordnet. Diese Maßnahme sei "in Abstimmung mit der Bundesliga und den Landesverbänden" erfolgt, teilte der Verband mit. Die Ausbreitung des Coronavirus habe zu "dramatischen Entwicklungen" geführt.

"Der Fußball ist gefordert, seinen Beitrag zu leisten, damit wir alle gemeinsam diese Krise meistern", sagte ÖFB-Präsident Leo Windtner und fügte an: "Wir appellieren an alle Österreicherinnen und Österreicher, den Maßnahmen der Bundesregierung Folge zu leisten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum. Bleiben Sie zu Hause, wenn es möglich ist!" Österreich hatte am Donnerstag den gesamten Spielbetrieb "bis auf Weiteres" eingestellt.

16:11 Uhr

UFC trotzt Virus: "Kämpfe werden stattfinden"

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Die Mixed-Martial-Arts-Liga UFC ist die einzige große Profisport-Organisation, die keine Pause in der Coronavirus-Pandemie einlegen will. NBA, MLB, NHL, NCAA, NASCAR, PGA, Bellator-MMA und viele Box-Promoter haben ihre Events zunächst verschoben. "Natürlich ändert sich stündlich alles", sagte UFC-Präsident Dana White bei ESPN: "Aber die Kämpfe werden auf jeden Fall stattfinden". Am Samstag hatten die USA die Reisebeschränkungen auch auf Irland und Großbritannien ausgeweitet, sodass die in London geplante Kampfnacht am 21. März nicht stattfinden kann.

Dafür suche die UFC bereits einen Austragungsort in den USA. "So lange es nicht einen kompletten Shutdown im ganzen  Land gibt und Menschen ihre Häuser nicht mehr verlassen dürfen,  werden diese Kämpfe ausgetragen", sagte White. Am Samstag fand eine UFC-Veranstaltung in Brasiliens Hauptstadt  Brasilia statt. Fans durften nicht in die Halle, konnten den Kampf aber im Livestream verfolgen.

15:32 Uhr

"Wie Versuchskaninchen" - Rooney schießt gegen englischen Verband

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Wayne Rooney ist sauer.

(Foto: imago images/PA Images)

"Der restliche Sport - Tennis, Formel 1, Rugby, Golf, Fußball in anderen Ländern - alles wurde gestoppt, und uns wurde gesagt, wir sollen weitermachen. Ich glaube, viele Fußballer haben sich das gefragt: Hat das irgendwas mit dem Geld zu tun, um das es hier geht?", so lautet der Vorwurf  des früheren englische Fußball-Nationalspielers Wayne Rooney, der beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie ein Versagen der englischen Fußballfunktionäre sieht.

"Warum musste erst (Arsenal-Trainer) Mikel Arteta krank werden, damit im englischen Fußball das Richtige getan wird?", fragte Rooney in einer Kolumne der britischen Zeitung "The Times". Die Entscheidung, den Spielbetrieb zu unterbrechen, sei viel zu spät gefallen, beklagte der 34-Jährige, der als Spieler-Trainer bei Zweitligist Derby County unter Vertrag steht. "Bis dahin hatte man das Gefühl, Fußballer in England wurden wie Versuchskaninchen behandelt", schrieb Rooney.

14:57 Uhr

Neymar könnte zum FC Barcelona zurückkehren

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Noch jubelt Neymar für PSG.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Die Spekulationen um einen Wechsel von Brasiliens Fußballstar Neymar von Paris Saint-Germain zurück zum FC Barcelona nehmen wieder Fahrt auf. Die spanische Zeitung "Marca" schrieb unter Berufung auf einen Reporter des Senders ESPN, dass Neymar einen Schritt näher an einer Rückkehr sei.

  • Demnach soll PSG-Sportchef Leonardo entgegen allen bisherigen Beteuerungen den vor allem von Neymar gewollten Wechsel erstmals in Betracht ziehen - gegen eine Zahlung von 150 Millionen Euro. Bestätigungen gab es für diese Vermutung allerdings nicht.
  • Der FC Barcelona will angeblich in diesem Sommer einen neuen Versuch einer Rückholaktion starten. In der Transferperiode im vergangenen Sommer waren die Katalanen gescheitert.
  • Neymar war im August 2017 für die Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris gewechselt. Der aktuelle Vertrag des 28-Jährigen bei PSG ist bis zum 30. Juni 2022 gültig.
14:30 Uhr

Beckhams Heimspiel-Debüt fällt aus - er geht trotzdem ins Stadion

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Sechs Jahre arbeitete Englands Fußballikone David Beckham auf diesen Tag hin - doch das erste Heimspiel von Inter Miami muss wegen der Corona-Pandemie weiter warten. Davon unbeeindruckt besuchte der Neu-Klubbesitzer mit Gattin Victoria und den vier Kindern am Samstag das Stadion des neu gegründeten MLS-Klubs in Fort Lauderdale.

  • "Ein besonderer Tag, an dem wir der Familie zeigen, was wir aufgebaut haben", schrieb Beckham. Dazu dröhnte Musik der Spice Girls, der ehemaligen Band von "Posh Spice" Victoria, aus den Lautsprechern.
  • "Es sind Zeiten wie diese, in denen wir an die Dinge erinnert werden, die im Leben wirklich wichtig sind", schrieb Beckham weiter und nahm Bezug auf die Corona-Pandemie. In diesen Momenten trete der Sport in den Hintergrund, "wir müssen alle auf den Rat von Experten hören und das Richtige tun. Passen Sie auf sich und Ihre Familien auf."
  • Am Samstag hätte Inter Miami, das seine ersten beiden Spiele in der nordamerikanischen Profiliga verlor, gegen Los Angeles Galaxy antreten sollen, für das Beckham von 2007 bis 2012 gespielt hatte. Aufgrund der rasanten Verbreitung des Coronavirus pausiert die MLS allerdings seit dem 12. März zunächst für 30 Tage.
14:02 Uhr

Havertz wird Bayer verlassen - prophezeit sein Trainer

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Kai Havertz gilt als das größte Talent im deutschen Fußball.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nun, eine wirkliche Überraschung wäre es nicht: Nationalspieler Kai Havertz wird Bayer Leverkusen nach Einschätzung von Trainer Peter Bosz zum Saisonende verlassen. "Er kann im nächsten Sommer nicht gehalten werden. Das wird eine Überweisung von 100 Millionen Euro. Was sage ich: von über 100 Millionen Euro", sagte der niederländische Fußball-Lehrer dem "Algemeen Dagblad".

  • Havertz war 2010 aus Aachen in die Leverkusener Jugendabteilung gewechselt.
  • Ein Weggang des Mittelfeldspielers wäre für Bayer laut Bosz ein schwerer sportlicher Verlust. "Kai ist 20 Jahre alt, aber dies ist bereits seine vierte Saison in der Bundesliga. Das sagt viel aus. Jeder in Deutschland sieht ihn als Wunderkind", schwärmte der Bayer-Coach.
13:54 Uhr

Schachmann: "Habe mir einen Traum erfüllt"

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Glücklicher könnte Maximilian Schachmann derzeit kaum sein.

(Foto: imago images/Panoramic International)

Der deutsche Radprofi Maximilian Schachmann bezeichnet seinen Sieg bei der Traditionsrundfahrt Paris-Nizza als den größten Erfolg seiner Karriere. "Das ist ein unglaubliches Gefühl - Ich habe Paris-Nizza gewonnen! Und als wäre das nicht schon sensationell genug, konnte ich das Gelbe Trikot von Etappe eins an verteidigen. Mit diesem Sieg habe ich mir einen Traum erfüllt", schrieb der 26-Jährige auf seiner Homepage.

  • Schachmann hat die Gesamtwertung das komplette Rennen angeführt. Das Teilstück am Sonntag nach Nizza ist wegen der Coronavius-Pandemie gestrichen worden.
  • Als fünfter Deutscher nach Rolf Wolfshohl (1968), Andreas Klöden (2000), Jörg Jaksche (2004) und Tony Martin (2011) gelang dem Berliner der Gesamtsieg.
  • Schachmann freute sich besonders, das Gelbe Trikot auf der schwierigen Schlussetappe am Samstag gegen seine Rivalen verteidigt zu haben. "Ich hatte mir von Anfang an vorgenommen, alles zu geben. Deshalb bin ich wieder 'All-In' gegangen, habe meinen Tank richtig leer gefahren und bin wahnsinnig glücklich, dass sich das ausgezahlt hat", schrieb Schachmann.
13:02 Uhr

Bewaffnete Einbrecher überfallen Familie von Tottenham-Star

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Jan Vertonghen spielt bei Tottenham Hotspur.

(Foto: imago images/Cover-Images)

Das ist ein absoluter Albtraum: Die Familie des belgischen Fußballprofis Jan Vertonghen von Tottenham Hotspur ist im eigenen Haus Opfer eines bewaffneten Überfalls geworden. Kurz bevor der 32-Jährige mit den Spurs im Champions-League-Achtelfinale das Rückspiel bei RB Leipzig bestritt, verschafften sich laut Berichten in britischen Medien vier maskierte Männer mit Stichwaffen Zutritt zu seinem Wohnhaus, in dem sich Vertonghens Ehefrau mit den beiden gemeinsamen Kindern aufhielt. Die Polizei bestätigte den Überfall dem Sender BBC.

  • "Verletzt wurde niemand", sagte ein Sprecher. "Die Verdächtigen haben den Tatort verlassen, bevor die Beamten eintrafen. Es gab keine Festnahmen und die Ermittlungen dauern an."
  • Es ist nicht das erste Mal, dass prominente Fußballer in England Opfer von Räubern werden. Im Juli 2019 waren zwei Arsenal-Profis, der frühere deutsche Nationalspieler Mesut Özil und der ehemalige Schalker Sead Kolasinac, in London von bewaffneten Gangstern auf Mopeds überfallen worden. Kolasinac wehrte die Täter mit bloßen Händen ab. Sie flüchteten schließlich ohne Beute und wurden später gefasst. Einer der Räuber wurde zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil gegen den zweiten Mann steht noch aus.
12:44 Uhr

Rallye-Sieger Ogier "wollte nicht fahren"

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Spaß hatte er nicht dabei: Der frühere Serienweltmeister Sebastien Ogier aus Frankreich hat die wegen der Corona-Pandemie verkürzte Rallye Mexiko gewonnen und die WM-Führung erobert. Bei seinem ersten Erfolg für Toyota verwies der sechsmalige Champion den amtierenden Weltmeister Ott Tänak (Estland/Hyundai) und den Finnen Teemu Suninen (M-Sport Ford) auf die Plätze.

  • Der dritte Lauf der Saison wurde am Samstag nach 21 von 24 geplanten Wertungsprüfungen vorzeitig beendet. Die Organisatoren der Rallye, zu deren Großsponsoren makabererweise die mexikanische Corona-Brauerei zählt, rechtfertigten ihre im laufenden Rennbetrieb getroffene Entscheidung damit, "es den Teams und den Medien zu ermöglichen, in Erwartung der bevorstehenden Schließung ihrer Grenzen wegen Covid-19 in ihre Länder zurückzukehren".
  • Im Etappenziel in Leon hielt sich Ogier mit Kritik nicht zurück. "Ich wollte nicht fahren. Ich wurde überzeugt, es zu tun, und ich habe meinen Job erledigt."
  • Und weiter: "Meiner Meinung nach hätte diese Rallye niemals stattfinden dürfen, denn Menschenleben gehen nun mal vor. Deshalb habe ich gemischte Gefühle. Das Wichtigste ist es jetzt, nach Hause zu kommen und Zeit mit der Familie zu verbringen", erklärte der 36-Jährige.
12:15 Uhr

1. FC Union verkauft virtuelle Stadion-Bratwurst

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Prost und guten Appetit! Endlich mal ein Stadion-Snack der garantiert nicht dick macht: Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin ist in der Coronavirus-Krise kreativ geworden und hat virtuelles Bier und virtuelle Stadion-Bratwürste an seine Fans verkauft.

  • Da die Begegnung am Samstag gegen den FC Bayern München genau wie alle anderen Spiele durch die Pandemie nicht stattfinden konnte, veröffentliche der Klub zur geplanten Anstoßzeit den selbst produzierten Aufstiegsfilm "Die Zeit ist nun gekommen" auf der eigenen Plattform "AFTV" und öffnete dazu den virtuellen Imbisswagen des Klubs.
  • Es könne doch nicht sein, dass es keinen Fußball mit der "Union-Familie" gibt, hieß es auf der Union-Internetseite: "So darf doch eine eiserne Woche nicht enden!"
  • Der Grund für die besondere Aktion: "Viele Unioner haben sich in den letzten Tagen gemeldet und gefragt, wie sie den Verein mit einer Spende unterstützen können. Darunter war eine unwiderstehliche Idee: Der virtuelle Imbisswagen!", teilten die Köpenicker mit.
  • Viele Anhänger machten gerne davon gebraucht und kauften virtuell auch Kesselgulasch, Erbsensuppe oder Radler für Preise ab 2,50 Euro. Eine wirkliche Gegenleistung bekamen sie für ihre Spende nicht.
12:09 Uhr

Falschmeldung über Ronaldos Hotels

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Ronaldo weilt derzeit Madeira, seiner Heimatinsel.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Sie klingt so gut, dass wir die Meldung gern glauben wollten - doch leider ist an diesen Gerüchten wohl nichts dran: Cristiano Ronaldo besitzt mehrere Hotels in Portugal - und wolle diese in provisorische Krankenhäuser umwandeln, um im Kampf gegen das Coronavirus zu helfen, berichtet die "Bild"-Zeitung. In Funchal und Lissabon sollten demnach die Vier-Sterne-Hotels namens Pestana CR7 für den guten Zweck umfunktioniert werden. Die Patienten könnten kostenfrei unterkommen. Für die Kosten für Ärzte, Pflegepersonal und weitere Mitarbeiter wolle der Fußball-Superstar ebenfalls aufkommen, hieß es in der Meldung der "Bild".

Die spanische Zeitung "Marca" aber hat eine derartige Meldung wieder gelöscht, der portugiesische TV-Sender TVI meldet es als "Fake News" und "nicht wahr". Auch hat Ronaldo selbst nichts derartiges verkündet. Aber womöglich bringt es ihn ja auf eine Idee ...

11:07 Uhr

Formel-1-Piloten starten virtuellen Kampf

Trotz der Absage des Formel-1-Saisonauftakts in Australien verzichten Max Verstappen und Lando Norris nicht auf ihren PS-Kick. Die beiden Piloten weichen allerdings in die virtuelle und Coronavirus-freie Welt aus. Red-Bull-Fahrer Verstappen tritt in einem "All-Star Esports Battle" des Motorsport-Portals "The Race" am heutigen Sonntag (14 Uhr/YouTube) gegen weitere echte Rennfahrer und Videospiel-Größen an. Unter anderen ist der frühere Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya dabei.

McLaren-Mann Norris nimmt ebenfalls am heutigen Sonntag (17.45 Uhr/Twitch.tv und YouTube) den Kampf gegen Top-Gamer bei "Not the Aus GP" auf, das vom Gaming-Team Veloce Esports organisiert wird.

10:21 Uhr

Berlin verbietet Profifußball über DFL-Pause hinaus

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Das Stadion an der Alten Försterei bleibt geschlossen.

(Foto: imago images/Camera 4)

Das ist deutlich: In Berlin kann laut eines Senatsbeschlusses bis zum 19. April wegen der Coronavirus-Krise kein Profi-Fußball gespielt werden. Damit ist die Deutsche Fußball Liga schon vor ihrem morgigen Krisentreffen in Zugzwang. Denn bislang ist eine Pause der Bundesliga nur bis 2. April anberaumt.

  • Wie die Behörde beschloss, wird der "Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios u. ä. untersagt". Ausnahmen gelten bis zum 19. April vorerst nur für Kaderathleten, die sich auf die Olympischen Spiele vorbereiten oder Sport mit Tieren, sofern dieser dem Wohl der Tiere dient.
  • Werden für Hertha BSC und den 1. FC Union Berlin keine Ausnahmeregelungen getroffen, können die Spiele von Union am 4. April gegen Mainz 05 und am 18. April gegen Schalke 04 im Stadion An der Alten Försterei sowie die Partie der Hertha gegen den FC Augsburg am 11. April im Olympiastadion nicht stattfinden.
  • Die Deutsche Fußball Liga hat für morgen eine Mitgliederversammlung einberufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bislang ist geplant, die Spiele in Bundesliga und 2. Bundesliga auch am kommenden Wochenende noch komplett auszusetzen und nach der folgenden Länderspielpause am ersten April-Wochenende wieder zu starten.
09:41 Uhr

Paderborns Kilian geht es nach Schüttelfrost und Fieber wieder besser

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Luca Kilian hat das Coronavirus.

(Foto: imago images/Team 2)

Weiterhin gute Besserung! Luca Kilian, der als erster Profi aus der Fußball-Bundesliga positiv auf das Coronavirus getestet wurde, geht es nach zwei Tagen mit Fieber und Schüttelfrost wieder besser. Das berichtete der Sportgeschäftsführer des SC Paderborn, Martin Przondziono, der "Süddeutschen Zeitung".

  • U21-Nationalspieler Kilian war am Freitag positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Wegen einer Oberschenkelverletzung hätte der Verteidiger aber in dem ursprünglich für Freitag geplanten Meisterschaftsspiel gegen Fortuna Düsseldorf nicht spielen können.
  • Przondziono sprach in dem Interview auch von den Geschehnissen vor dem Spiel, als es Trainer Steffen Baumgart schlecht ging. "Da kamen wir natürlich auf die Thematik: Corona. Wir dachten: Jetzt warten wir mal ab über Nacht. Er hat dann Fieber bekommen, dann nahm alles seinen Lauf." Der Tag sei ihm vorgekommen wie im Thriller. Baumgarts Test fiel allerdings negativ aus.
  • Ein Teil der Mannschaft ist dennoch in Quarantäne. Insgesamt wurden 45 Personen getestet, die Ergebnisse sollen im Laufe der Woche vorliegen.
08:48 Uhr

Ronaldinho brilliert beim Knast-Fußball

*Datenschutz

Da hat sein Aufenthalt in U-Haft in Paraguay ja doch etwas Gutes: Ronaldinho spielt Fußball - und das sehr erfolgreich. Der frühere brasilianische Nationalspieler, der wegen seiner Fake-Pass-Affäre derzeit im Gefängnis ist, nahm an einem Turnier innerhalb der Gefängnismauern teil. Beim 11:2-Kantersieg seines Teams schoss er fünf Tore und lieferte sechs Assists. Damit bescherte er seiner Mannschaft ein üppiges Festmahl, laut Medienberichten gab es ein 16 Kilogramm schweres Spanferkel als Prämie.

Ronaldinho war in der vergangenen Woche zusammen mit seinem Bruder Roberto Assis bei der Einreise nach Paraguay festgenommen worden. Sie hatten gefälschte Ausweise dabei. Seine Anwälte wollten die U-Haft in Hausarrest umwandeln lassen, doch das wies die Staatsanwaltschaft ab.

08:06 Uhr

Atalanta-Profi Gosens "lebt in einer Geisterstadt"

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Für Robin Gosens ist derzeit nichts, wie es noch vor wenigen Wochen war.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Dagegen lebt es sich in Deutschland doch noch wirklich gut: Der deutsche Fußballprofi Robin Gosens vom italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo darf angesichts der Coronavirus-Krise seit Donnerstag nicht mehr das Haus verlassen. Nur noch für Einkäufe "mit Schutzmasken und Handschuhen" dürfe er im Zuge der drastischen Maßnahmen in der schwer betroffenen Region vor die Tür gehen.

  • "Bergamo ist eigentlich eine belebte Stadt. Wenn man das Haus verlässt, sieht man gar keinen. Wir leben aktuell in einer Geisterstadt. Es ist sehr, sehr krass", sagte Gosens, der im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF zugeschaltet war.
  • Er wisse momentan nicht, wie es weitergehe. "Wenn wir am 3. April wieder anfangen sollten, haben wir fünf Nachholspiele plus die Champions League."
  • Mit Blick auf Deutschland ist Gosens zuversichtlich, dass das Schlimmste verhindert werden kann. "In Italien wurde lange Zeit die Lage unterschätzt. Deutschland ist ein bisschen eher dran", sagte Gosens.
  • Am Samstag meldete die Katastrophenschutzbehörde in Italien bereits 21.157 Infizierte. Insgesamt seien im Zuge der Pandemie inzwischen 1441 Menschen gestorben.
07:12 Uhr

Formel 1 will Sommerpause streichen

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(Foto: imago/Motorsport Images)

Logisch, wer jetzt schon eine Pause hat, braucht später keine mehr ... nach diesem Motto plant offenbar die Formel 1. Nach den jüngsten Änderungen im Kalender könnte die Rennserie durch die Streichung der Sommerpause im August Raum für Nachholrennen schaffen.

  • "Wir verschaffen uns mehrere Wochenenden, an denen wir ein Rennen haben können", sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn gegenüber Sky. Dadurch könne man trotz der Coronavirus-Krise einen "anständigen Kalender" für den Rest des Jahres aufbauen. "Er wird anders aussehen, aber er wird eine ordentliche Anzahl an Rennen erhalten."
  • Brawn rechnet derzeit mit mindestens 17 Grand Prix. Ursprünglich waren für dieses Jahr 22 Rennen vorgesehen. "Ich glaube, wir können sie reinquetschen. Aber es hängt davon ab, wann die Saison beginnen wird", sagte der 65-Jährige.
  • In diesem Zusammenhang überlegt die Formel 1, auch Grand-Prix-Events von drei auf zwei Tage zu verkürzen und sie an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden im August auszutragen.
  • Nach den jüngsten Änderungen im Formel-1-Kalender soll die Saison Ende Mai beginnen. Der Grand Prix von Monaco ist für den 24. Mai angesetzt. Die Sommerpause war in dieser Saison eigentlich zwischen Ungarn am 2. August und Belgien am 30. August vorgesehen.
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