Der Sport-TagRallye-Sieger Ogier "wollte nicht fahren"
Spaß hatte er nicht dabei: Der frühere Serienweltmeister Sebastien Ogier aus Frankreich hat die wegen der Corona-Pandemie verkürzte Rallye Mexiko gewonnen und die WM-Führung erobert. Bei seinem ersten Erfolg für Toyota verwies der sechsmalige Champion den amtierenden Weltmeister Ott Tänak (Estland/Hyundai) und den Finnen Teemu Suninen (M-Sport Ford) auf die Plätze.
Der dritte Lauf der Saison wurde am Samstag nach 21 von 24 geplanten Wertungsprüfungen vorzeitig beendet. Die Organisatoren der Rallye, zu deren Großsponsoren makabererweise die mexikanische Corona-Brauerei zählt, rechtfertigten ihre im laufenden Rennbetrieb getroffene Entscheidung damit, "es den Teams und den Medien zu ermöglichen, in Erwartung der bevorstehenden Schließung ihrer Grenzen wegen Covid-19 in ihre Länder zurückzukehren".
Im Etappenziel in Leon hielt sich Ogier mit Kritik nicht zurück. "Ich wollte nicht fahren. Ich wurde überzeugt, es zu tun, und ich habe meinen Job erledigt."
Und weiter: "Meiner Meinung nach hätte diese Rallye niemals stattfinden dürfen, denn Menschenleben gehen nun mal vor. Deshalb habe ich gemischte Gefühle. Das Wichtigste ist es jetzt, nach Hause zu kommen und Zeit mit der Familie zu verbringen", erklärte der 36-Jährige.