Bayern-Präsident bemüht ganz große Vergleiche
Klub-Präsident Herbert Hainer sieht Vincent Kompany auf den Spuren der ganz großen Trainer von Bayern München. "Ich traue ihm zu, dass er eine Ära prägen kann wie Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld oder Pep Guardiola", sagte Hainer in einem Talk bei der "Münchner Abendzeitung". Der Belgier Kompany, den die Münchner im Sommer 2024 verpflichtet hatten, sei aus heutiger Sicht ein "Glücksgriff für den FC Bayern" und ein "Garant" für den aktuellen Erfolg: "Ihm gebe ich den größten Anteil".
Es sei durchaus ein "mutiger Schritt unserer sportlichen Leitung" gewesen, den früheren Spieler zu verpflichten, betonte Hainer: "Denn Kompany war mit dem FC Burnley aus der Premier League abgestiegen. Dass sich das so erfolgreich entwickelt, ist eine wunderbare Geschichte." Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann war damals als Bayern-Coach gehandelt worden, doch es wäre "viel zu früh gewesen, ihn zurückzuholen", sagte Hainer über Nagelsmann, den der Klub im März 2023 freigestellt hatte: "Nagelsmann wird bestimmt mal ein sehr guter Trainer, aber er braucht auch seine Erfahrung, er ist noch sehr, sehr jung. Und die macht er jetzt bei der deutschen Nationalmannschaft. Vielleicht kehrt er ja irgendwann einmal zurück zum FC Bayern."
Dass dies in naher Zukunft passieren wird, scheint angesichts des momentanen Erfolgs unter Kompany ausgeschlossen. Erst am 21. Oktober verlängerte der Verein den Vertrag des Trainers vorzeitig bis 2029.
"Blöd gelaufen": Deutsche Ski-Hoffnung verpasst Saisonstart
Herber Rückschlag für Kombinierer Vinzenz Geiger: Der zweimalige Olympiasieger und Weltcup-Gesamtsieger des Vorwinters hat sich beim Krafttraining drei knöcherne Bandausrisse am rechten Fuß zugezogen und verpasst damit den Beginn der Olympiasaison ."Das ist blöd gelaufen, ein ungünstiger Zeitpunkt. Aber ich bin schon in der Reha und hoffe, dass ich baldmöglichst wieder am Start bin", sagte der 28-Jährige aus Oberstdorf. Bundestrainer Eric Frenzel meinte: "Das Gute ist, dass es nichts Langwieriges ist. Die Verletzung sollte jetzt gut ausheilen, danach kann man recht schnell wieder einsteigen. Wir wollen uns aber nicht stressen lassen."
Wie der Deutsche Skiverband mitteilte, wird Geiger die ersten Weltcupstationen in Kuusamo (29. November bis 1. Dezember) und Lillehammer (7./8. Dezember) auslassen. Die Olympischen Winterspiele finden von 6. bis 22. Februar statt. Nach dem Rücktritt des Norwegers Jarl Magnus Riiber war Geiger der Favorit für die neue Saison.
"Hat einen Fehler gemacht, oder?": Toni Kroos witzelt über Frage nach Manuel Neuer
Seit gut anderthalb Jahren kann Toni Kroos die Beine hochlegen. In seiner Stiftung ist der Fußball-Weltmeister von 2014 jedoch noch aktiv. Auf der Feier zum zehnten Jubiläum spricht er über den neuen Alltag - und einen alten Kollegen.
Haft droht: Norwegischer Nationalspieler gibt Verbreitung von Sex-Video zu
Der norwegische Fußball-Nationalspieler Andreas Schjelderup von Benfica Lissabon hat das Teilen eines Videos mit sexuellen Inhalten auch unter Beteiligung Minderjähriger in sozialen Medien eingeräumt. Wie Norwegens Fußball-Verband mitteilte, wird sich der 21-Jährige bei einem entsprechenden Verfahren in Dänemark schuldig bekennen. "Schjelderup hat einen sehr ernsthaften Fehler begangen, für den er strafrechtlich verantwortlich ist", sagte Norwegens Verbands-Präsidentin Lisa Klaveness. Der Verband will zusätzlich zu zivilen Strafen keine weitere Sanktion verhängen.
Es soll sich um einen 27 Sekunden langen Clip handeln, den der Stürmer vor zwei Jahren in seiner Zeit beim dänischen Erstligisten Nordsjaelland geteilt haben soll. Eine Anhörung in Dänemark ist für den 19. November angesetzt. Schjelderup drohen bis zu zwei Jahre Haft .Schjelderup, der in der vergangenen Woche beim 0:1 Benficas gegen Bayer Leverkusen in der Champions League eingewechselt worden war, hatte bereits am Samstag in einem Instagram-Post um Entschuldigung gebeten. Er haben einen "dummen Fehler" begangen. "Ich habe ein kurzes Video erhalten und es ohne wirklich nachzudenken ein paar Sekunden später meinen Freunden weitergeleitet", sagte Schjelderup: "Als die mich darauf aufmerksam gemacht haben, dass es illegales Material ist, habe ich es sofort gelöscht."
Traumtor im Frost - Fußballfinale versinkt im Schnee
Atletico Ottawa und der Cavalry FC stehen sich im Finale der kanadischen Premier League gegenüber. Der eigentliche Star des Endspiels jedoch der Untergrund. Als der die Partie gänzlich lahmzulegen scheint, greift sogar der Keeper zur Schneeschaufel.
Deutschen Star geschlagen - NFL-Profi gesperrt
Der Faustschlag gegen den deutsch-amerikanischen Football-Profi Amon-Ra St. Brown hat Konsequenzen für Daron Payne. Wie die National Football League (NFL) mitteilte, ist der Defensive Tackle der Washington Commanders für ein Spiel gesperrt worden. Der 28-Jährige hatte Star-Receiver St. Brown beim deutlichen 22:44 seiner Commanders gegen die Detroit Lions einen Hieb unterhalb des Helmes verpasst. Nach der Aktion im zweiten Viertel war er des Feldes verwiesen worden. Durch die Sperre verpasst Payne das Madrid Game gegen die Miami Dolphins am kommenden Sonntag. Gegen die Entscheidung kann der Spieler Berufung einlegen.
St. Brown gab nach dem Spiel zu, Payne provoziert zu haben. "Zwei Spielzüge zuvor hatten wir eine kleine Rangelei, hin und her. Dann haben wir gepunktet und ich bin zu ihm gegangen", sagte St. Brown: "Ich habe etwas zu ihm gesagt, nichts Verrücktes, und dann hat er beschlossen, auf mich loszugehen. "St. Brown hatte im ersten Viertel seinen achten Touchdown der Saison erzielt und ähnlich wie US-Präsident Donald Trump bei seinen Wahlkampfveranstaltungen getanzt. Trump kam kurz vor der Halbzeit als Zuschauer ins Stadion.
Mexikos Präsidentin will ihr WM-Ticket verschenken
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum will ihre Eintrittskarte für das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr in Mexiko-Stadt verschenken. Ihr Ticket mit der Nummer 001 für das Spiel am 11. Juni 2026 im Aztekenstadion wolle sie an eine junge Frau geben, die Fußball liebe, sich den Kauf einer Eintrittskarte aber nicht leisten könne, sagte die Linkspolitikerin.
Wie die Empfängerin ausgewählt wird, sei noch offen, sagte Sheinbaum auf einer Pressekonferenz: "Wir denken noch darüber nach, wie wir die Frau auswählen, die das Ticket bekommt." Für das Eröffnungsspiel kursierten laut dem Portal "The Athletic" Preise von rund 370 US-Dollar (320 Euro) in der günstigsten Kategorie bis zu etwa 1825 US-Dollar für das teuerste Ticket. Der Mindestlohn in Mexiko liegt bei monatlich 8364 Peso (rund 455 US-Dollar).
DFB-Junioren feiern Torfestival bei Katar-WM
Die deutschen U17-Junioren haben mit einem Torfestival ihren ersten Sieg bei der WM in Katar gefeiert - und damit die Teilnahme an der K.-o.-Runde gesichert. Gegen El Salvador gewann die Auswahl von Nationaltrainer Marc Meister mit einer überzeugenden Vorstellung 7:0 (3:0). Nach zwei Unentschieden gegen Kolumbien und Nordkorea (beide 1:1) qualifizierte sich Deutschland noch als Gruppensieger für das Sechzehntelfinale.
Auf wen der Titelverteidiger dort trifft, entscheidet sich erst nach den letzten Gruppenspielen am Dienstag. Beim Mammutturnier mit 48 Mannschaften kommen die zwölf Gruppensieger sowie die zwölf Gruppenzweiten weiter. Darüber hinaus qualifizieren sich auch die acht besten Gruppendritten. Auf Platz fünf der Aspire Academy zeigte Deutschland von Anfang bis Ende einen dominanten Auftritt. Angesichts der zuvor mageren Ausbeute von nur zwei Punkten war bei sommerlichen Temperaturen in Katar vom vorzeitigen Aus bis zum Gruppensieg alles möglich.
Nagelsmann nominiert nächsten Teenager nach
Julian Nagelsmann hat für den Showdown in der WM-Qualifikation den nächsten Teenager berufen. Der Leipziger Assan Ouédraogo ersetzt im Aufgebot für die Duelle mit Außenseiter Luxemburg am Freitag im Großherzogtum (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de) und drei Tage später mit DFB-Schreck Slowakei in Leipzig (20.45 Uhr/ZDF, ebenfalls im ntv.de-Liveticker) den Mainzer Nadiem Amiri, der wegen Adduktorenproblemen nicht zum Treffpunkt nach Wolfsburg reiste.
"Es ist sehr schade, dass Nadiem für die beiden wichtigen Spiele ausfällt. Wir möchten seine Position im Kader gerne 1:1 nachbesetzen, deshalb haben wir uns für eine Nachnominierung von Assan Ouédraogo entschieden", sagte Nagelsmann über den 19-Jährigen und ergänzte: "Assan macht es aktuell sehr gut in der Bundesliga. Er ist ein junger Perspektivspieler, ähnlich wie Said El Mala, den wir gerne im Training sehen möchten."
"Mehr als nur ein Spiel": Nick Woltemade erhält besonderen Preis
Er spendete Trost, als beim Gegner nur Leere war: Für sein vorbildliches Verhalten nach dem DFB-Pokalsieg mit dem VfB Stuttgart im Finale gegen Arminia Bielefeld (4:2) am 24. Mai wurde Nationalspieler Nick Woltemade vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit der Fair-Play-Medaille ausgezeichnet. Der 23-Jährige wurde am Montag im Rahmen des öffentlichen Trainings der Nationalmannschaft in Wolfsburg zusammen mit Amateure-Vertreter Ervin Fetahovic von den C-Junioren der SG Markgräflerland geehrt.
Woltemade hatte die Spieler der Arminia nach dem Schlusspfiff des Pokal-Endspiels im Berliner Olympiastadion aufgemuntert - für den DFB "ein Zeichen echten Sportsgeists". Seine Motivation? Er habe dem damaligen Drittligisten für dessen "phänomenale Saison" gratulieren wollen, sagte Woltemade: "Ich finde, das gehört sich so. Und ich habe noch genug Zeit, mit den Fans, meiner Familie und meiner Mannschaft zu feiern."
DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, Vorsitzender der Fair-Play-Jury, würdigte den Preisträger. "Nick Woltemade hat in einem Moment des Triumphs nicht sich selbst, sondern seine Mitspieler und Gegner in den Mittelpunkt gestellt", sagte er und ergänzte: "Solche Gesten sind es, die unseren Sport auszeichnen und ihn zu mehr machen als nur einem Spiel."
"Ob das jetzt ein Top-Klub ist ...": Nagelsmann spricht über ter Stegens Optionen
Fußball-Nationaltrainer Julian Nagelsmann hat seinen WM-Plan mit Torwart Marc-André ter Stegen nach dessen Rückkehr ins Training beim FC Barcelona bekräftigt. "Wir haben letzte Woche ein bisschen länger telefoniert. Ihm geht es gut. Das ist erst mal die wichtige Info", sagte Nagelsmann bei einer Pressekonferenz in Wolfsburg vor den anstehenden beiden letzten Qualifikationsspielen zur WM 2026. Ter Stegen war vor wenigen Tagen ins Training der Katalanen zurückgekehrt.
Der Bundestrainer hatte zuvor mehrfach schon betont, dass ter Stegen regelmäßig Einsatzzeit brauche, wenn er von seiner Rücken-Operation genesen ist. "Ich stelle nicht die Bedingungen, dass er in einem Top-Klub spielen muss, weil das ja auch immer ein bisschen Auslegungssache ist", sagte Nagelsmann zu einem möglichen Wechsel ter Stegens während des Winter-Transferfensters.
Ter Stegen sei keine 22 mehr, für ihn sei es erst mal wichtig, dass er überhaupt spiele. "Ob das jetzt ein absolut europäischer Top-Klub ist oder nicht, ist nicht das alles Entscheidende", so Nagelsmann. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass ter Stegen auch "einigermaßen gut spielen" müsse. Nagelsmann wies jedoch daraufhin, dass es nicht "super einfach" sei, einen Klub zu finden. Beeinflussen könne er nichts.
"Sieht nicht überragend gut aus": Nagelsmann sorgt sich um DFB-Schlüsselspieler
Abwehrsäule Nico Schlotterbeck ist vor dem Showdown der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation noch nicht voll einsatzfähig. "Das ist jetzt über Nacht schon dick geworden, der Fuß sieht nicht ganz optimal aus, ehrlich gesagt", berichtete Bundestrainer Julian Nagelsmann am Montag im Teamquartier der DFB-Auswahl in Wolfsburg und ergänzte, er müsse bezüglich der Einsatzchancen Schlotterbecks "den Verlauf der Woche abwarten".
Schlotterbeck hatte im Bundesligaspiel mit Borussia Dortmund beim Hamburger SV (1:1) bei einem Foul von Jordan Torunarigha eine Fleischwunde am Fuß erlitten. BVB-Trainer Niko Kovac sprach von einem "heftigen Stempel", Schlotterbeck selbst gab zunächst Entwarnung. "Er hält da drüber, der Schiri hat es nicht gesehen. Aber da mache ich ihm keinen Vorwurf. Das ist Fußball. Ich hab' dann weitergemacht, das passt schon", sagte er.
Bei der Nationalmannschaft solle Schlotterbeck nun erneut untersucht werden, sagte Nagelsmann. "Ich habe jetzt noch keine Info gekriegt, aber ich habe ein Bild vom Fuß gesehen - das sah nicht überragend gut aus", erklärte der Bundestrainer. Schlotterbeck ist in Abwesenheit des verletzten Abwehrchefs Antonio Rüdiger für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele in Luxemburg am Freitag (20.45 Uhr/RTL) und drei Tage später in Leipzig gegen die Slowakei (20.45 Uhr/ZDF) eigentlich im Zentrum neben Jonathan Tah gesetzt.
Stadion buht Donald Trump nieder
Trump will sich im Stadion der Washington Commanders als Football-Fan inszenieren. Das geht jedoch weitestgehend nach hinten los - trotz großer Worte und einem spektakulären Tiefflug seiner Air Force One. Als er zum Mikrofon greift, hallen Buhrufe aus den Zuschauerrängen, der Präsident ist kaum noch zu verstehen.
Absurde Bedingungen: Ottawas Fußballer jubeln im Schnee
Torhüter mit Schaufeln, ein Schneepflug vor der Verlängerung: Atlético Ottawa hat sich unter widrigsten Bedingungen zum Meister der kanadischen Premier League gekürt. Das Team aus der Millionenstadt gewann gegen den Cavalry FC in einem Nervenkrimi mit 2:1 (1:1) nach Verlängerung.
Bei acht Grad minus hatten hartgesottene Profis am Sonntagabend mit einem nicht enden wollenden Blizzard zu kämpfen. Alle fünfzehn Minuten unterbrach der Schiedsrichter die Partie. Mit Schaufeln ausgestattete Torhüter halfen, ihre Strafräume von den Schneemassen zu befreien, während die Feldmarkierungen wieder spieltauglich gemacht wurden.
Der Spannung auf dem Feld tat das Chaos derweil keinen Abbruch: Protestierte Ottawa-Trainer Diego Mejia in Wintermütze, Schal und Daunenjacke während des Spiels lauthals gegen die Cavalry-Führung per fragwürdigem Foulelfmeter (33.), kannte der Jubel des Mexikaners sieben Minuten später keine Grenzen. Inmitten des Schneegestöbers im Cavalry-Strafraum setzte Ottawas David Rodriguez zum Fallrückzieher an und bugsierte den orangenen Ball mithilfe der Latte ins Netz (40.). Nach seiner artistischen Flugeinlage fiel der Torschütze vermutlich weicher als gewohnt: Fünf Zentimeter Schnee bedeckten den Platz.
Obwohl an gepflegte Ballwechsel im Schneematsch kaum zu denken war, entwickelte sich ein hitziger Schlagabtausch, der seine Entscheidung in der Verlängerung fand. Nachdem ein Schneepflug zu Hilfe gerufen wurde, war es erneut Rodriguez, der das Spiel mit einem Lupfer gegen den herauseilenden Marco Carducci im Cavalry-Tor entschied (107.).
Bundesligist ist "bestürzt" über Attacke auf Polizisten
Bei einem tätlichen Angriff von Fans des FSV Mainz 05 ist ein zur Begleitung der Anhänger eingesetzter szenekundiger Beamter verletzt worden. Der gravierende Vorfall ereignete sich am Sonntagabend vor dem Rhein-Main-Derby in der Fußball-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt am Mainzer Hauptbahnhof, teilte der Verein mit. Die Täter seien später von der Polizei gestellt worden.
Der Verein sei bestürzt über die Attacke und verurteile diese aufs Schärfste. Man werde "die Ausschöpfung aller Sanktionsmöglichkeiten gegenüber den Tatbeteiligten prüfen", hieß es weiter. Laut Polizei sollen acht Personen an dem Angriff auf den Bundespolizisten, der zivil im Einsatz war, beteiligt gewesen sein. Die Hintergründe der Tat seien noch nicht bekannt.
"Fanden Sie das glücklich, oder was?": Kimmich macht klare Ansage
Der FC Bayern München geht beim 2:2 bei Union Berlin erstmals in dieser Saison nicht als Sieger vom Platz. Der Ausgleich fällt erst in der Nachspielzeit. Joshua Kimmich hat eine klare Meinung zur Qualität des Punktes - und ordnet große Szenen ein.
Trotz "Rückschlags": Wirtz ist "sehr zufrieden" in Liverpool
Florian Wirtz wollte sich seinen ganz persönlichen Aufschwung von diesem "kleinen Rückschlag" für den FC Liverpool nicht zerreden lassen. "Ich bin sehr zufrieden, dass ich hier bin", sagte der deutsche Fußball-Nationalspieler nach dem bitteren 0:3 (0:2) im Premier-League-Topspiel bei Manchester City bei Sky und betonte: "Ich komme zu meiner Spielzeit und auch zu meinen Aktionen auf dem Platz."
Doch auch Wirtz konnte die fünfte Saisonniederlage der Reds in der Liga nicht verhindern. Mit 18 Punkten nach elf Spielen hinkt der Titelverteidiger Tabellenführer FC Arsenal (26 Punkte), dessen Verfolger City (22) und den eigenen Ansprüchen hinterher.
Wirtz hatte eine schlüssige Erklärung für die Niederlage. "Jeder weiß um die Qualität von City. Sie lassen den Ball sehr gut laufen. Und wir haben es nicht geschafft, sie dabei zu stören und in gute Umschaltmomente zu kommen", sagte er. Liverpool sei "nicht griffig genug in den Zweikämpfen" gewesen und "nicht ins Pressing gekommen".
DFB-Boss macht Kimmich & Co. eine deutliche Ansage
DFB-Boss Bernd Neuendorf hat den deutschen Nationalspielern für das Finale in der WM-Qualifikation einen klaren Auftrag erteilt. "Ich erwarte ganz klar, dass wir die beiden Spiele gewinnen und damit auch die Gruppe, sodass wir idealerweise in den Lostopf 1 kommen und bei der Auslosung Anfang Dezember dann Klarheit über alles haben und nicht in irgendwelche Qualifikationsrunden müssen", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes.
Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann geht als Tabellenführer der Gruppe A in die abschließenden Partien beim abgeschlagenen Schlusslicht Luxemburg (0 Punkte) am Freitag und gegen den punktgleichen Rivalen Slowakei am 17. November in Leipzig. Im Falle der angestrebten zwei Siege wäre die DFB-Auswahl definitiv direkt für das XXL-Turnier mit 48 Mannschaften in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert.
Auch auf Platz zwei oder drei der Gruppe A könnte sich Deutschland noch für die WM vom 11. Juni bis 19. Juli kommenden Jahres qualifizieren. Dann müssten aber erstmals seit 2001 wieder Playoff-Spiele bestritten werden, die nicht nur Neuendorf unbedingt vermeiden möchte.
Eva Lys ist die deutsche Nummer eins
Eva Lys ist zum Saisonende der internationalen Tennis-Tour die deutsche Nummer eins. Die WTA führt die 23 Jahre alte Hamburgerin nach dem Ende der letzten Events dieser Spielzeit als Weltranglisten-40. Lys kann damit auf eine bemerkenswerte Entwicklung verweisen - die vergangene Saison schloss sie noch als 130. ab.
Lys, die bei den Australian Open als Qualifikantin das Achtelfinale erreicht hatte, führt ein Trio deutscher Top-50-Spielerinnen an. Auch Tatjana Maria (41.) und Laura Siegemund (46.) sind stark platziert. Gemeinsam kämpfen sie noch vom 14. bis 16. November in Ismaning um den Klassenerhalt im Billie-Jean-King-Cup. Nur der erste der Gruppe mit der Türkei und Belgien sichert sich das Recht, im kommenden Jahr um den Titel des Teamwettbewerbs mitzuspielen.
Gegner schlägt deutschen NFL-Star nach Trump-Tanz
Amon-Ra St. Brown gelingt beim 44:22 seiner Detroit Lions bei den Washington Commanders der achte Touchdown der Saison. Den Erfolg feiert der deutsche Passempfänger mit ein paar Tanzschritten zu Ehren des US-Präsidenten Donald Trump, der beim Spiel zu Gast war. Doch das gefiel einem Gegenspieler offenbar überhaupt nicht: Auf dem Weg vom Feld stellte sich dem Deutschen Washingtons Defensive Tackle DaRon Payne in den Weg - und verpasste St. Brown einen heftigen Schwinger.
Deutschland-Besuch der NFL ist ein Quoten-Erfolg
Das Gastspiel der NFL in Berlin war für den übertragenden TV-Sender RTL ein Erfolg. In der Spitze verfolgten am Sonntag bis zu 1,21 Millionen Zuschauer den Verlängerungs-Krimi der Indianapolis Colts gegen die Atlanta Falcons (31:25) vor den Bildschirmen. Im Schnitt sahen über alle vier Viertel und die Overtime hinweg 814.000 Menschen zu, der Marktanteil lag bei 5,4 Prozent beim Gesamtpublikum.
Insgesamt übertraf die Partie in allen Zielgruppen deutlich das NFL-Spiel in München aus dem Vorjahr. Das Spektakel im Olympiastadion war das erste reguläre Saisonspiel der US-Football-Liga in Berlin. 2027 und 2029 kehrt der NFL-Zirkus an die Spree zurück.
Xabi Alonso droht Ärger bei Real Madrid
Die Nullnummer beim Stadtrivalen Rayo Vallecano und damit das zweite Pflichtspiel ohne eigenen Treffer wollte Real Madrids Trainer Xabi Alonso nicht überbewerten. "Wir wissen, wo wir stehen. Man muss die guten und die schlechten Momente abwägen können", sagte der 43-Jährige. "Mir ist wichtig, dass wir uns weiterentwickeln, verbessern und eine positive, konstruktive Selbstkritik üben. Das ist Real Madrid, und jeder weiß, was das bedeutet."
In der Tabelle schmolz der Vorsprung des Tabellenführers auf Reals Erzfeind FC Barcelona auf drei Punkte zusammen. Und unter der Woche hatten die Königlichen 0:1 beim FC Liverpool in der Champions League verloren. Die Madrilenen würden mit Zweifeln in die Länderspielpause gehen, schrieb "Mundo deportivo": "Mit vielen Zweifeln."
"Rayo deaktiviert mit großem Aufwand die Mannschaft von Xabi, die nach der Niederlage gegen Liverpool in Anfield niedergeschlagen ist", schrieb "El País". "Das 'alte neue' Madrid entlarvt Xabi Alonso und macht seine Rede zunichte", giftete "Sport": "Das ursprüngliche Manifest des baskischen Trainers ist schon vor der Hinrunde hinfällig geworden: Von dem versprochenen Druck und der versprochenen Einstellungsänderung ist nichts zu spüren."
Das Blatt hatte zuvor auch von Zweifeln des Klub-Chefs Florentino Pérez an Xabi Alonso berichtet, der nach dem Ende von Carlo Ancelotti hinter Jürgen Klopp auf der Wunschliste des Präsidenten gestanden habe. "Pérez sieht nirgendwo die 'fußballerische Modernität' von Xabis Real Madrid, von der seine Berater sprachen", hatte "Sport" geschrieben.
Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen
"Wahnsinns"-Entscheidung: Keven Schlotterbeck schäumt vor Wut
Keven Schlotterbeck war aufgebracht. "Wahnsinn", entfuhr es dem Verteidiger vom Fußball-Bundesligisten FC Augsburg nach dem 2:3 (2:2) beim VfB Stuttgart gleich mehrfach. Grund für seine Erregung: Die Entscheidung von Schiedsrichter Harm Osmers, beim Spielstand von 1:0 für Augsburg nach VAR-Intervention und Videostudium auf Strafstoß zu entscheiden: Maximilian Mittelstädt nutzte die Chance für die Gastgeber zum 1:1 (18.) eiskalt.
Schlotterbeck hatten seinen Arm erkennbar um den Hals von Dan-Axel Zagadou gelegt, betonte aber steif und fest: "Er versucht mich wegzustoßen. Dann fällt er nach hinten. Also, wie kann er denn nach hinten fallen? Wie soll ich ihn da nach hinten ziehen? Das geht physikalisch gar nicht", schimpfte der Augsburger bei DAZN. Es habe sich um nicht mehr als einen "Zweikampf zweier größerer Menschen gehandelt."
Schlotterbeck behauptet zudem noch, der Strafstoß habe "das Spiel entschieden", tatsächlich aber ging Augsburg nach dem Treffer des ehemaligen Stuttgarters Fabian Rieder (8.) und Mittelstädts Ausgleich durch Han-Noah Massengo ein weiteres Mal in Führung (26.), ehe Deniz Undav das Spiel mit seinen zwei Treffern (39./80.) zugunsten des VfB drehte.
Bayern-Boss: "Exorbitante Spieler-Gehälter gefährden Bundesliga-Klubs"
Für den Präsidenten des FC Bayern München, Herbert Hainer, gefährden exorbitante Spieler-Gehälter das Bestehen von Bundesliga-Vereinen. "Meine ehrliche Meinung ist, es sollte eine Begrenzung der Spieler-Gehälter geben", sagte Hainer im Talk der "Abendzeitung" (München). "Wie man das dann macht, ist eine kompliziertere Frage." Man könne entscheiden, dass ein Spieler maximal einen bestimmten Betrag verdienen dürfe oder es einen Gesamtetat für die Mannschaft gebe.
Prinzipiell sei es so, dass Spieler und Berater immer mehr verdienten und fast alle Vereine darum kämpften, keine Verluste zu machen, so Hainer. "Das sind Ausnahmeathleten, überhaupt keine Frage. Aber in erster Linie muss es so sein, dass der Klub auch weiterhin bestehen und seine Aufgaben für die Gesellschaft und für die Mitarbeiter erfüllen kann."
Der deutsche Rekordmeister zähle zu den wenigen, die noch regelmäßig Gewinne erzielten - "aber es wird immer schwieriger". Es habe in der Vergangenheit zwar Bedenken wegen der Vereinbarung einer Gehaltsobergrenze mit europäischem Recht gegeben, führte Hainer aus. Eine Lösung auf europäischer Ebene halte er dennoch für notwendig. "Sonst werden die Vereine alle irgendwann insolvent gehen und die Spieler werden hintendrein nicht so ein gutes Geld verdienen."
Deutsches Darts-Talent sorgt für dicke Überraschung
Debütant Niko Springer hat beim Grand Slam of Darts einen zweiten früheren Weltmeister völlig überraschend bezwungen und steht vorzeitig im Achtelfinale. Nach seinem Erfolg über den Schotten Gary Anderson besiegte der 25 Jahre junge Springer am späten Sonntagabend in Wolverhampton auch den Niederländer Michael van Gerwen (5:4), damit hat der Mainzer in Gruppe G bereits das Weiterkommen perfekt gemacht. Sein letztes Gruppenspiel bestreitet Springer am Dienstag gegen die bereits ausgeschiedene Beau Greaves.
Martin Schindler darf weiter auf das Achtelfinale hoffen. Deutschlands Nummer eins besiegte Stephen Bunting (England) mit 5:4. Der Strausberger hat vor seinem abschließenden Auftritt ebenfalls je einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto wie Lukas Wenig. Für ein Highlight sorgte am Sonntag Ex-Weltmeister Luke Humphries mit einem Neun-Darter.
FC Barcelona feiert nächsten vogelwilden Sieg
Dank Dreierpacker Robert Lewandowski hat der FC Barcelona den Rückstand auf Rekordmeister Real Madrid in La Liga verkürzt. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick siegte bei Celta Vigo mit 4:2 (3:2) und sprang auf drei Punkte an die Königlichen heran. Die Madrilenen von Trainer Xabi Alonso waren am Nachmittag nicht über ein 0:0 bei Rayo Vallecano hinausgekommen.
Der Pole Lewandowski schoss die Katalanen mit drei Treffern (10./Foulelfmeter, 37., 73.) zum zweiten Ligasieg in Serie, auch Ausnahmekönner Lamine Yamal (45.+4) traf. Sergio Carreira (11.) und Borja Iglesias (43.) hatten in der spektakulären ersten Halbzeit zweimal für die Gastgeber ausgeglichen. Barcas Frenkie de Jong sah spät (90.+4) die Gelb-Rote Karte. Der Titelverteidiger lauert mit 28 Punkten nun knapp hinter Real (31).
Fünf Tage nach der 0:1-Niederlage in der Champions League beim FC Liverpool agierten die Madrilenen bei Rayo Vallecano viel zu einfallslos, Star-Angreifer Kylian Mbappé (13 Ligatreffer) war über weite Strecken abgemeldet. Die beste Chance der Königlichen vergab Innenverteidiger Raúl Asencio (24.), der aus kurzer Distanz am Tor vorbei köpfte.
Sandro Wagner bekommt unmissverständlichen Auftrag
Nach der nächsten knappen Niederlage formulierte der Sportdirektor des FC Augsburg einen unmissverständlichen Auftrag an Trainer Sandro Wagner und sein Team. "Wir müssen jetzt unbedingt ins Punkten kommen", sagte Benjamin Weber unter dem Eindruck des 2:3 (2:2) des Fußball-Bundesligisten am Sonntagabend beim DFB-Pokalsieger und Tabellenvierten VfB Stuttgart.
Der FCA hat nun schon vier Pflichtspielniederlagen aneinandergereiht und steht nur wegen der gegenüber dem FC St. Pauli um einen Treffer besseren Tordifferenz nicht auf dem Abstiegs-Relegationsplatz. Coach Wagner steht mehr denn je unter Druck. Für das nächste Heimspiel gegen den Aufsteiger und direkten Konkurrenten Hamburger SV direkt nach der nun anstehenden Länderspielpause, aber auch darüber hinaus.
Wagner selbst sagte bei DAZN, dass ihm die unglückliche Niederlage erst mal "schon ein bisschen den Schalter rausgehauen" habe. "Gerade bin ich noch so enttäuscht und echt leer und traurig." Aber die Mannschaft stehe super zusammen und "setzt die Dinge gut um" .Sicher auch deshalb halten die Verantwortlichen noch zu Wagner und hatten vor dem Spiel in Stuttgart klar zu verstehen gegeben, dass eine Trennung vom früheren Co-Trainer der Nationalmannschaft kein Thema sei. Doch liefert der 38-Jährige nicht bald mehr Punkte, könnte es eng für ihn werden.