Ansage nach WM-Silber: "Die dritte Halbzeit gewinnen wir"
Die deutschen Handballerinnen haben die Enttäuschung über das verlorene WM-Finale schnell abgeschüttelt und stürzen sich mit einem Gefühlsmix aus Stolz und Freude über die Silbermedaille in die Partynacht in Rotterdam. "Die dritte Halbzeit gewinnen wir", rief Viola Leuchter als Motto für die Nacht aus. Zuerst will die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch zusammen in einem Restaurant gemeinsam essen, dann wird die Tanzfläche eröffnet.
Rückraumspielerin Emily Vogel, die auch ins All-Star-Team gewählt worden war, kündigte an: "Ich glaube, man kann eine ähnliche Performance erwarten, wie wir das jetzt in den Spielen gezeigt haben. Da wird Vollgas gegeben heute und da gibt es auch allen Grund zu. Das haben wir uns verdient", befand die 27-Jährige.
Gegen turmhohen Favoriten: Towers beenden unwirkliche Pleitenserie
Nach zuvor wettbewerbsübergreifend 19 Niederlagen in dieser Saison ist den Veolia Towers Hamburg ausgerechnet gegen den haushohen Favoriten Alba Berlin der lang ersehnte Befreiungsschlag gelungen. Die Hamburger, die für die Partie von der Inselpark Arena in die Barclays Arena am Volkspark umgezogen waren, gewannen vor allerdings nur 7737 Zuschauern mit 99:80 (49:38) und beendeten damit auch die eindrucksvolle Serie der Gäste, die zuvor in elf Pflichtspielen in Serie siegreich gewesen waren.
Vor der Partie hatten die Towers jedoch erst einmal eine schlechte Nachricht erhalten. Osaro Rich, der nach einer Fraktur im rechten Oberarm mehr als zwei Monate ausgefallen war, muss kurz nach seinem Comeback nun wegen eines gebrochenen Fingers erneut pausieren. Die Hamburger zeigten sich allerdings erst einmal unbeeindruckt von dem personellen Rückschlag. Vielmehr bot das Team die wohl beste erste Halbzeit der Saison und führte Mitte des zweiten Viertels sogar hochverdient mit 38:24.
Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten dann Leonard Thorpe, der die ersten neun Punkte für sein Team markierte und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Towers die Gäste weiter auf Distanz hielten. Und dabei blieb es auch, weil die Hanseaten dieses Mal bis zum Ende kaum Schwächen zeigten und in den letzten Minuten vor allem ihre Freiwürfe konsequent nutzten. Bester Werfer der Gastgeber war schließlich Thorpe, der 28 Punkte erzielte.
Tormonster Haaland hat richtig Hunger
Manchester City bleibt dem englischen Fußball-Tabellenführer FC Arsenal in der Premier League dicht auf den Fersen. Das Team von Trainer Pep Guardiola setzte sich dank Doppeltorschütze Erling Haaland und Phil Foden mit 3:0 (1:0) bei Crystal Palace durch. Palace spielte gut mit und hätte nach einer guten Viertelstunde in Führung gehen müssen, aber frei vor dem Tor traf Yeremy nur die Latte. Man City war das abgeklärtere Team. Der ehemalige Dortmunder Haaland (41. Minute) brachte die Cityzens kurz vor der Pause nach einer Flanke von Matheus Nunes in Führung.
Nach dem Seitenwechsel war Crystal Palace zunächst die aktivere Mannschaft und drängte auf den Ausgleich. Doch vor dem gegnerischen Tor blieben die von Oliver Glasner trainierten Gastgeber glücklos. Schließlich erhöhte Phil Foden (69.) für Man City auf 2:0. In der Schlussphase wurde Savinho bei einem Konter von Palace-Keeper Dean Henderson von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß zum Endstand verwandelte erneut Haaland (89.). Damit bleibt es in der oberen Tabellenhälfte weiter spannend. Als Tabellenzweiter hat Man City (34 Punkte) weiter nur Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter Arsenal (36). Nur einen Punkt weniger als City hat der in dieser Saison überraschend starke Tabellendritte Aston Villa (33).
Wilde dritte Liga: Tabellenführer patzt vollkommen überraschend
Tabellenführer Energie Cottbus hat die Patzer der Verfolger in der 3. Fußball-Liga ungenutzt gelassen und die vorzeitige Herbstmeisterschaft verpasst. Beim SV Wehen Wiesbaden verloren die Lausitzer in langer Unterzahl mit 1:3 (0:1) nach zuletzt drei Ligasiegen in Folge. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten MSV Duisburg beträgt damit nur noch zwei Zähler, nachdem der Verfolger am Samstag beim 0:0 gegen Erzgebirge Aue einen Punkt geholt hatte. Im ersten Durchgang erlebte das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz einen bitteren Doppelschlag aus einem Rückstand durch den Treffer von Wiesbadens Jordy Gillekens (22.) und einer Gelb-Roten Karte für Dominik Pelivan wegen Meckerns (40.). In Unterzahl kamen die Brandenburger noch einmal durch Henry Rorig (63.) zurück, ehe Florian Hübner (71.) mit seinem Saison-Premierentor für den alten Abstand sorgte. Tarik Gözüsirin vollendete einen Konter bei der letzten Aktion des Spiels (90.+5). Durch den Heimerfolg rückten die Hessen auf Platz zehn vor.
Nick Woltemade hat einen ganz schlimmen Sonntag
Nick Woltemade hat mit Newcastle United einen Derby-Einstand zum Vergessen erlebt. Im Duell beim großen Rivalen AFC Sunderland traf der deutsche Nationalstürmer entscheidend ins eigene Tor und wurde zum tragischen Schicksalsträger beim 0:1 (0:0). Newcastle bleibt damit im Mittelfeld der englischen Premier League stecken.
Nach einer Flanke des früheren Bundesligaprofis Nordi Mukiele versuchte Woltemade per Kopf zu klären. Wenige Meter vor dem eigenen Tor beförderte der 23-Jährige den Ball dabei unbedrängt über die Unterkante der Latte ins eigene Netz. Es war seine auffälligste Aktion, vor dem "richtigen" Tor blieb Woltemade ungefährlich und wurde nach 75 glücklosen Minuten im Tyne-Wear-Derby ausgewechselt. Die beiden Nachbarstädte Sunderland und Newcastle waren erstmals seit fast zehn Jahren in der Premier League aufeinander getroffen.
"Newcastle hatte kaum Chancen, wir waren sehr kompakt und stabil", sagte Sunderlands Kapitän Granit Xhaka bei Sky: "Der Sieg war verdient." Der Höhenflug des Aufsteigers geht dank des glücklichen Siegs weiter. Sunderland liegt derzeit mit 26 Punkten aus 16 Spielen in Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen.
Nacktkontrollen-Eklat? Die Polizei hat eine ganz andere Erklärung
Nach dem Fan-Boykott beim Rhein-Derby zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln hat die Polizei Köln den Ablauf der Kontrollen aus ihrer Sicht präzisiert. Dabei teilte ein Polizeisprecher mit, dass sich ein überprüfter Mann selbstständig seine Hose ausgezogen habe. Am Samstag hatte die Polizei erklärt, dass es entgegen anderslautender Darstellungen aus Fankreisen keine "Nacktkontrollen" gegeben habe. Die Fanhilfe Köln hatte am Samstag auf X geschrieben: "Nachdem Nacktkontrollen stattgefunden haben, hat sich die aktive Fanszene entschieden, das Stadion geschlossen zu verlassen." Die Fanhilfe war für eine weitere Stellungnahme angefragt.
In einer Stellungnahme der Polizei vom heutigen Sonntag hieß es, ein Mann sei im Gästebereich wegen versuchten Zutritts ohne gültiges Ticket überprüft worden. Bei dem 24-Jährigen seien bei einer oberflächlichen Durchsuchung nach Ausweispapieren im Bereich der Hosentasche verdächtige Gegenstände ertastet worden. Nach Aufforderung, diese hervorzuholen, habe der Mann seine Hose ausgezogen und den Beamten einen Zahnschutz sowie zwei Bandagen übergeben, die er in seiner Unterhose mitgeführt habe. Auch eine weitere Person sei vom Ordnungsdienst von Bayer Leverkusen, der für die Einlasskontrollen ins Stadion zuständig ist, wegen eines Zutrittsversuchs ohne Ticket an die Polizei übergeben worden. Die Person sei oberflächlich durchsucht worden, wobei eine Sturmhaube gefunden worden sei. Gegen beide Personen wurden Anzeigen wegen Erschleichens von Leistungen eingeleitet.
Nach über neun Monaten: Bayern-Verteidiger zurück in Startformation
Abwehrspieler Hiroki Ito steht nach über neun Monaten erstmals wieder in der Startelf des Fußball-Rekordmeisters Bayern München. Der Japaner, der Ende November sein Comeback nach einem Mittelfußbruch gefeiert hatte, wurde von Trainer Vincent Kompany für das Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) in die Anfangsformation beordert. Seinen bislang letzten Startelfeinsatz hatte Ito am 8. März gegen den VfL Bochum (2:3). Insgesamt nimmt Kompany im Vergleich zum 3:1-Sieg in der Champions League gegen Sporting Lissabon vier Wechsel vor. Ito verteidigt gemeinsam mit Min-Jae Kim anstelle von Dayot Upamecano und Jonathan Tah, Tom Bischof rückt für Konrad Laimer in die Startelf, und Leon Goretzka ersetzt Aleksandar Pavlovic.
"Ekelhaft", "komplett irre": Bundestags-Vizepräsident greift FIFA an
Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour hat schwere Kritik am Fußball-Weltverband FIFA geübt und sich dabei auch auf die Ehrung von US-Präsident Donald Trump und die WM-Ticketpreise bezogen. "Die FIFA tut sich auf lange Sicht keinen Gefallen. Die Neutralität wird ziemlich übel gebrochen", sagte der Grünen-Politiker zur Auslosung vor gut einer Woche in Washington. Dabei war Trump mit dem FIFA-Friedenspreis geehrt worden.
Der Sinn einer WM sei die Völkerverständigung und nicht, "merkwürdige Sehnsüchte eines Präsidenten" zu befrieden, sagte Nouripour in der Sendung "Bild Sport" bei Welt TV. Die Show, die am 5. Dezember zu Ehren Trumps veranstaltet worden sei, nannte Nouripour "ekelhaft".
Die FIFA hatte zur Kritik an der Nähe zu Trump zuletzt mitgeteilt, dass Gianni Infantino als Präsident "gute Beziehungen" zu den Staatschefs der Gastgeberländer haben müsse, um eine erfolgreiche Veranstaltung zu gewährleisten. Die WM-Ticketpreise bezeichnete Nouripour als "komplett irre". Die günstigsten Eintrittskarten im Fanblock der Nationalmannschaft für die drei Gruppenspiele im Sommer 2026 sind ab 155, 190 und 230 Euro pro Partie zu haben.
Gigantisches Debakel für Andreas Wellinger
Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger hat auch seinen letzten Wettkampfsprung vor der Vierschanzentournee vermasselt und sich mit einer sportlichen Niederlage in die Wettkampfpause verabschiedet. Der 30 Jahre alte Bayer verpasste in Klingenthal die Qualifikation, nachdem er nicht über einen Sprung auf 111,5 Meter hinausgekommen war. Für Wellinger endet die erste Saisonphase vor Weihnachten mit einem Misserfolg. Bereits nach Platz 40 im Einzel am Samstag hatte der Goldgewinner von Pyeongchang 2018 angekündigt, auf den Weltcup in Engelberg in der Schweiz zu verzichten. Ob er für die Tournee (ab 29. Dezember) ins Aufgebot des Deutschen Skiverbands (DSV) zurückkehrt, ist nicht absehbar.
"Wir werden definitiv eine Trainingseinheit einlegen zu Hause beziehungsweise auf ein paar anderen Schanzen und versuchen, ihn wieder aufzupäppeln", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Bis auf einen siebten Rang im finnischen Ruka springt Wellinger in dieser Saison bislang der Konkurrenz hinterher. "Meine springerische Leistung ist einfach schlecht im Moment. Ich kriege es nicht umgesetzt, dass ich Konstanz reinbringe. Es sind so abgehackte Bewegungen", beschrieb er seine Probleme.
Medien: Ex-BVB-Boss übernimmt Fortuna Düsseldorf, Aus für Trainer Anfang?
Sven Mislintat wird laut übereinstimmenden Medienberichten Klaus Allofs als Sportvorstand beim kriselnden Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ablösen. Der frühere Kaderplaner von Borussia Dortmund solle den Posten des 69-Jährigen nach dem heutigen Spiel gegen Elversberg übernehmen und Allofs freigestellt werden, wie unter anderem "Bild", "Rheinische Post" und "Kicker" berichten. Allofs und die Fortuna hatten in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass der gebürtige Düsseldorfer seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Allofs hatte aber zuletzt betont, dass er bis dahin bei Fortuna tätig bleiben wolle.
Der Aufsichtsrat soll sich in seiner Gremiumssitzung am Freitag allerdings für Mislintat als Nachfolger entschieden haben. Der 53-Jährige hat zu seinen Anfangszeiten im Profifußball bereits als freiberuflicher Scout für Fortuna gearbeitet und insbesondere beim Entdecken von Talenten einen hervorragenden Ruf. "Das ist nicht mein Aufgabenbereich. Ich habe das von keinem gehört offiziell", sagte Fortuna-Trainer Markus Anfang vor der Partie gegen Elversberg beim Pay-TV-Sender Sky. Wie es nach dem Aus von Allofs mit dem erst im Oktober als Nachfolger von Daniel Thioune verpflichteten 51-Jährigen weitergeht, ist derzeit unklar. In den ersten acht Pflichtspielen unter Anfang gelang nur ein Sieg, dem sechs Niederlagen gegenüberstehen.
Erster Wettkampf 1988: Skisprung-Dino in fantastischer Frühform
Skisprung-Dino Noriaki Kasai hat es auch mit 53 Jahren noch drauf und bei seinem starken Saisonstart mit bemerkenswerter Frühform überzeugt. 37 Jahre nach seinem Weltcup-Debüt flog der japanische Altmeister beim Continental Cups im finnischen Kuusamo auf die Plätze 14 und 18 - kein Springer aus dem deutschen B-Team war besser. Die Siege bei den stark besetzten Wettbewerben der zweiten internationalen Skisprung-Liga am bitterkalten Polarkreis sicherten sich am Samstag Norwegens Toptalent Isak Andreas Langmo und am Sonntag dessen Landsmann Robin Pedersen, im März in Trondheim WM-Dritter mit Norwegens "Anzugskandal-Team".
Für das beste deutsche Ergebnis des Wochenendes sorgte Ben Bayer auf Platz 17. Am Samstag war Constantin Schmid, seit geraumer Zeit formschwacher Olympiadritter von 2022 mit dem DSV-Team, als bester DSV-Adler auf Rang 20 gelandet. Im Continental Cup können drei Nationen einen zusätzlichen Startplatz für den Weltcup holen, davon ist das deutsche Team derzeit aber weit entfernt. Kasai, der im Dezember 1988 als 16-Jähriger sein Weltcupdebüt gefeiert hatte, sollte spätestens beim Heim-Weltcup in Sapporo Mitte Januar über das zusätzliche Kontingent der nationalen Gruppe wieder in der ersten Liga starten und dann seinen Altersrekord weiter steigern.
Wo der Atlantik zu Bergen wird: Big-Wave-Surfer zähmen Nazarés Monsterwellen
Haushohe Wellen, eiskalter Atlantik, Sekunden über Sieg oder Sturz: In Nazaré messen sich die besten Big-Wave-Surfer der Welt. Ein Brasilianer bleibt am Ende am längsten auf dem Board.
"Nacktkontrolle" oder nicht: 1. FC Köln will Derby-Eklat aufarbeiten
Nach dem Derby-Boykott der aktiven Fanszene des 1. FC Köln hat Sportdirektor Thomas Kessler eine Aufarbeitung der Vorfälle angekündigt. "Darüber werden wir definitv sprechen", sagte der 39-Jährige im Sport1-Doppelpass. Er könne noch "nicht sagen, was wirklich vorgefallen ist, aber das müssen wir definitiv aufarbeiten".
Was war passiert? Vor der Partie bei Bayer Leverkusen (0:2) waren rund 500 FC-Anhänger aus der aktiven Fanszene aus Protest gegen die aus ihrer Sicht zu intensiven Kontrollen durch die Polizei abgereist. Ein Fan soll auf der Polizeiwache äußerst gründlich kontrolliert worden sein. Die Polizei bestritt, dass es sich um eine "Nacktkontrolle", von der die Kölner Fanhilfe berichtet hatte, gehandelt habe.
Laut Kessler soll das Thema auf "Geschäftsleitungsebene" besprochen werden. "Wir haben nächste Woche auch eine Sitzung mit unserem Vorstand gemeinsam mit dem e. V., die natürlich auch viel in diesen Fan-Themen und Mitglieder-Themen involviert sind", sagte der FC-Sportdirektor. Er könne sich jedenfalls "nicht vorstellen, dass unsere aktive Fanszene sich in den Bus nach Hause setzt, wenn es nur um Gerüchte geht".
"Jeder hat das gleiche Problem": Kompany verrät, warum er sich mit Union-Videos auf Mainz vorbereitet
Vincent Kompany muss nach dem Trainerwechsel beim 1. FSV Mainz 05 auch länger zurückliegendes Videomaterial sichten. Vor dem Heimspiel des FC Bayern München am Abend (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) schaut sich der 39-Jährige sowohl die eine Partie des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga unter dem neuen Trainer Urs Fischer als auch Auftritte unter Vorgänger Bo Henriksen an. Und außerdem, wie Union Berlin seinerzeit unter Fischer spielte. Dort war Fischer vom Sommer 2018 bis zur Trennung vor gut zwei Jahren im Amt.
"Jeder Trainer, der zum ersten Mal ein Spiel vorbereiten muss gegen einen neuen Trainer, hat das gleiche Problem. Wir schauen uns alles an und auch, wie Union gegen Bayern in der Vergangenheit gespielt hat", berichtete Kompany. "Es gibt natürlich immer ein paar Fragezeichen, wenn ein neuer Trainer kommt. Man erwartet immer eine Reaktion dieser Mannschaft.". In der Conference League hatten die Mainzer unter Fischer bei Lech Posen 1:1 gespielt.
Straßer verzockt beim "Endgegner" kurz vor dem Ziel das Finale
Linus Straßer hat beim Weltcup-Slalom im französischen Val d'Isère das Finale der besten 30 verpasst. Nach einem schweren Fehler kurz vor der Ziel, nach dem er sich nur mit Mühe im Kurs halten konnte, kam der 33 Jahre alte Münchner lediglich auf Rang 37. Mit 3,11 Rückstand auf den in Führung liegenden Weltmeister Loic Meillard aus der Schweiz fehlten Straßer auf der gewohnt tückischen Face de Bellevarde 0,53 Sekunden zur Teilnahme am zweiten Durchgang.
"Die Face ist einfach wirklich mein Endgegner", sagte Straßer, der am Olympiaberg von 1992 nie mehr als Rang 13 erreicht hat, in der ARD. "Ich hatte vor dem Rennen sehr wenige Erwartungen, aber hohe Motivation. Und mit meinem neuen Material war es ein bisschen ein Hoffnungsschimmer, dass die Face diesmal geschlagen wird. Aber der erste Durchgang geht wieder an die Face", ergänzte er - stellte aber auch schon fest: Er glaube, dass es sich für den zweiten Lauf "bittererweise sicher nicht ausgehen wird".
Michael Skibbe hat einen neuen Job
Der frühere Bundesliga-Coach Michel Skibbe ist neuer Trainer des japanischen Spitzenklubs Vissel Kobe. Der frühere Verein von Lukas Podolski und Andres Iniesta gab die Verpflichtung des 60-jährigen Deutschen auf seiner Internetseite bekannt.
Skibbe trainierte in der Bundesliga unter anderem Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt. Im Ausland war er vor allem in der Türkei und als Nationaltrainer von Griechenland tätig.
In Japan arbeitete er zuletzt erfolgreich bei Sanfrecce Hiroshima und wurde 2022 sowie 2024 jeweils als Trainer des Jahres in der J1 League ausgezeichnet. In der Millionenstadt Kobe ist Skibbe der zweite deutsche Trainer nach Thorsten Fink in den Jahren 2019 und 2020.
Staunen nach Fan-Eklat: Leverkusen-Fans solidarisieren sich mit verhassten Rivalen
Wegen umstrittener Einlasskontrollen verlässt ein Teil der aktiven FC-Fanszene beim Rheinderby das Stadion. Leverkusener Anhänger solidarisieren sich mit dem Rivalen und gehen ebenfalls - sehr zur Überraschung von Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes.
Draisaitl liefert große Assist-Show
Leon Draisaitl steht kurz vor seiner 1.000 Torbeteiligung in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL. Der 30 Jahre alte Kölner steuerte drei Vorlagen zum 6:3-Sieg seiner Edmonton Oilers bei den Toronto Maple Leafs bei, Connor McDavid überragte für die Gäste mit zwei Toren und einer Vorlage. Nach 416 Toren und jetzt 583 Vorlagen kommt Draisaitl auf insgesamt 999 Scorerpunkte aus 822 Spielen.
Bereits in der Nacht zum Montag (1.00 Uhr MEZ) kann der beste deutsche Eishockeyspieler der Geschichte nun einen weiteren Meilenstein in seiner NHL-Karriere erreichen. Dann treten die Oilers zur nächsten Partie bei den Montreal Canadiens an. Bisher haben 102 Spieler mindestens 1.000 Scorerpunkte in der NHL erzielt.
"Nach dem ganzen Scheiß ...": DHB-Heldin spricht über dunkle Stunden
Beim Gedanken an ihre Achterbahnfahrt von der Handball-Hölle in den Handball-Himmel schossen Antje Döll sofort die Tränen in die Augen. "Ich habe es schon zu meinen Mitspielerinnen aus ehemals Ludwigsburg gesagt: Nach dem ganzen Scheiß, der im Sommer passiert ist, haben wir uns einfach verdient, eine Medaille zu holen", sagte die Kapitänin der DHB-Frauen. Dann brach ihre Stimme.
Auch Monate nach der Insolvenz von Ligaprimus HB Ludwigsburg, dessen Absturz den ganzen Frauenhandball erschütterte und in ein schlechtes Licht rückte, geht es Döll brutal nahe, über diese schwierige Zeit zu sprechen. Doch die Linksaußen hat es geschafft, die Katastrophe des Spätsommers gemeinsam mit dem DHB-Team in eine Erfolgsstory umzuschreiben. "Ich bin umso glücklicher, dass es jetzt geklappt hat", sagte Döll nach dem Sensationssieg im Halbfinale gegen Frankreich (29:23).
Die Rechtshänderin, die aus den Trümmern des Meisters zur Sport-Union Neckarsulm gewechselt war, hatte im denkwürdigen Halbfinale nicht nur qua Amt ihre Mannschaft angeführt, sondern war mit neun Treffern einmal mehr vorangegangen. Mit 37 Jahren blüht Döll in ihrem ersten Turnier als Kapitänin so richtig auf. Als Anführerin. Aber, und vor allem, als Leistungsträgerin: Mit 48 Toren und einer überragenden Quote von 87 Prozent bis zum Finale spielt Döll das Turnier ihres Lebens.
Rodel-Altmeister flucht: "Gestern noch beschissener als heute"
Rodel-Rekordweltmeister Felix Loch hat eine Woche nach seinem Überraschungscoup von Winterberg einen Dämpfer kassiert - mit einem starken zweiten Lauf aber zumindest Schadensbegrenzung betrieben. Der 36-Jährige, der zum Auftakt seinen ersten Weltcupsieg nach knapp 22 Monaten gefeiert hatte, kam in Park City im US-Bundesstaat Utah nur auf den siebten Rang. Mit der zweitschnellsten Laufzeit im zweiten Durchgang verbesserte sich der dreimalige Olympiasieger aber immerhin noch um sieben Plätze.
Sein Rückstand auf Sieger Jonas Müller (Österreich) betrug im zweiten Weltcuprennen des Olympiawinters am Ende 0,887 Sekunden. Weltmeister Max Langenhan fuhr als Zweiter (+0,257) zum zweiten Mal in dieser Saison aufs Podium, Dritter wurde der Italiener Leon Felderer (+0,508). David Nössler (+0,805) belegte einen starken sechsten Rang. Der erste Durchgang war bereits in der Nacht zu Samstag ausgefahren worden.
Sein Fazit vom Wochenende? "Durchwachsen", sagte Loch: "Gestern nochmal beschissener als heute. Aber jetzt bin ich erstmal wieder zufrieden." Langenhan sprach von einer "harten Woche" und zeigte sich "super froh".
Currys verrückter Moment: Basketball-Superstar rastet nach irrem Trickwurf komplett aus
Stephen Curry ist einer der größten Stars des Basketballs - und einer der besten Distanzschützen der Ligageschichte. Was der Superstar der Golden State Warriors aber jetzt zum Spaß aufgelegt hat, übertrifft alles.
"Wir wünschen uns ...": Eintracht-Boss kommentiert Trainer-Gerüchte
Zumindest das Ergebnis stimmte diesmal, Fragen nach Trainer Dino Toppmöller musste Markus Krösche aber auch nach dem mühsamen 1:0 (0:0) gegen den FC Augsburg beantworten. "Wir müssen ein bisschen schauen, wer wir sind und wo wir herkommen", sagte der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt - die zuletzt leise aufgekommene Debatte um den Coach, der die SGE in der vergangenen Saison in die Champions League geführt hatte, sei in seinen Augen "ein bisschen zu überspitzt."
"Wir wünschen uns, dass wir besser Fußball spielen", räumte Krösche zwar ein, verwies aber auf die in seinen Augen "ordentliche Ausbeute in der Bundesliga" und die Ausgangsposition in der Königsklasse, die Frankfurt noch alle Möglichkeiten auf das Erreichen der Play-offs lässt.
Gegen Augsburg gewann Frankfurt durch den Treffer von Ritsu Doan (68.) erstmals wieder nach zuvor vier sieglosen Pflichtspielen, vor allem das heftige 0:6 am vorigen Wochenende bei RB Leipzig hatte erste Fragen aufkommen lassen, ob Toppmöller noch der richtige Mann an der Seitenlinie sei.
Solidarität unter Rivalen: Leverkusener packen nach Ärger um Köln-Fans auch ein
Marvin Schwäbe war bedient. "Das ist extrem schade und traurig", sagte der Torhüter des 1. FC Köln über den Umstand, dass rund 500 Fans aus der aktiven Fanszene dem Klub im Rheinderby bei Bayer Leverkusen (0:2) im Gästeblock fehlten: "Als Sportsmann will man einfach, dass das Stadion voll ist und die richtigen Leute in der Kurve stehen."
Was war passiert? Etwa 500 FC-Anhänger boykottierten das Spiel aus Protest gegen die aus ihrer Sicht zu intensiven Einlasskontrollen. Ein Fan soll auf der Wache von der Polizei äußerst gründlich kontrolliert worden sein, die weiteren Anhänger zeigten sich in der Folge solidarisch und reisten ab. Die Polizei bestreitet, dass es sich um eine Nacktkontrolle gehandelt habe.
Trotz der Rivalität zwischen den beiden Klubs zeigten auch die Leverkusener Ultras Solidarität mit den Kölner Anhängern. Nach Anpfiff rollten die Heimfans zunächst ihre Fahnen und Transparente ein und verließen schließlich ebenfalls das Stadion.
FC Bayern muss mehrere Wochen auf Stürmer verzichten
Der FC Bayern muss ab morgen für einige Wochen auf Stürmer Nicolas Jackson verzichten. Der 24-Jährige nimmt laut Münchens Trainer Vincent Kompany mit der Nationalmannschaft Senegals am Afrika-Cup (21. Dezember bis 18. Januar) in Marokko teil.
Seine Information sei, dass Jackson nach dem Bundesligaspiel des Rekordmeisters heute Abend (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) gegen Mainz 05 "zum Afrika-Cup reist", so Kompany. Sportdirektor Christoph Freund bestätigte dies: "Die offizielle Abstellungspflicht für den Afrika-Cup beginnt am Montag. Wir rechnen damit, dass es auch so kommt."
Der Leihspieler des FC Chelsea fehlt den Münchnern damit zum Jahresabschluss am 21. Dezember in Heidenheim. Zudem könnte Jackson im Januar die Ligaspiele gegen Wolfsburg (11.1.), Köln (14.1.) und Leipzig (17.1.) verpassen.