Boykott-Diskussion kommt für DFB-Boss "zur Unzeit"
DFB-Präsident Bernd Neuendorf hält trotz der großen Fragezeichen hinter Co-Gastgeber USA nichts von der momentanen Diskussion über einen WM-Boykott. Die Debatte sei "zum jetzigen Zeitpunkt völlig verfehlt" und komme zur "Unzeit", sagte der 64-Jährige beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main.
Das DFB-Präsidium wird sich laut Neuendorf dennoch am Freitag mit dem Thema beschäftigen, das von Vizepräsident Oke Göttlich forciert wurde. Die Politik von US-Präsident Donald Trump sei für den DFB "sehr schwer zu bewerten, das überlassen wir der Politik". Ob er Anhängern eine Reise zur WM empfehlen könne, ließ Neuendorf offen: "Das muss jeder Fan erstmal für sich entscheiden - mit Unterstützung der Bundesregierung. Das muss die Politik bewerten und Empfehlungen abgeben an die Menschen, die in USA reisen wollen."
Ter Stegens Mission beginnt
Fußball-Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen feiert am Abend sein Debüt beim spanischen Erstligisten FC Girona. Der 33-Jährige steht in der ersten Elf von Trainer Michel für das Duell gegen den FC Getafe (21 Uhr/DAZN). Ter Stegen, der am vergangenen Dienstag auf Leihbasis vom FC Barcelona zu Girona gewechselt war, wird dabei die Nummer 22 tragen. Der bisherige Stammkeeper Paulo Gazzaniga aus Argentinien muss dafür auf die Bank. Ter Stegen hatte bei Hansi Flicks Barcelona den Platz im Tor verloren, mit Blick auf die bevorstehende WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko erhofft er sich nun in Girona mehr Spielzeit.
"Ich werde mich so vorbereiten, als würde ich am Montag spielen. Das ist natürlich mein Ziel", hatte ter Stegen bei seiner Vorstellung gesagt: "Letztendlich ist es eine Entscheidung, die der Trainer treffen muss. Ich fühle mich gut und bereit. Ich versuche, mich so schnell wie möglich zu integrieren. Und wenn der Trainer es für angebracht hält, dann werde ich zu 100 Prozent bereit sein. "Girona liegt derzeit in der spanischen Liga mit 24 Punkten auf Platz 13. Gegner Getafe hat nur drei Punkte weniger auf dem Konto, belegt damit aber den Abstiegsrang 18.
Nach Horror-Unfall: Ski-Weltmeisterin hat gleich zwei großartige Nachrichten
Nun ist es offiziell: Italiens frisch genesene Ski-Königin Federica Brignone wird bei den Olympischen Rennen in Cortina d'Ampezzo antreten. Die 35 Jahre alte Riesenslalom-Weltmeisterin ist eine von 109 Athletinnen und Athleten, die für die Ende kommender Woche beginnenden Spiele von Italiens Wintersportverband FISI nominiert wurden. Brignone will dort nicht nur in ihrer Lieblingsdisziplin, sondern auch in der Abfahrt und im Super-G starten.
Die FISI bestätigte zudem, dass Brignone, die bei der Eröffnungsfeier am 6. Februar eine der Fahnenträgerinnen sein wird, zum letzten Weltcupwochenende vor den Winterspielen nach Crans-Montana reisen wird. Dort steht ein Abfahrtsrennen und ein Super-G - und damit ihre Rückkehr in die Speed-Disziplinen an. Auf einen Start im tschechischen Spindlermühle hatte Brignone zuletzt verzichtet. Brignone hatte sich erst vor rund einer Woche im Weltcup mit einem starken sechsten Platz im Riesenslalom am Kronplatz zurückgemeldet - 292 Tage nach ihrem schweren Unfall bei den italienischen Meisterschaften, bei dem sie einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kreuzbandriss erlitten hatte.
Deutsche Biathletin macht nach Kollaps "brutal schwere" Phase durch
Biathletin Johanna Puff hat immer noch mit den Auswirkungen ihrer Herzmuskelentzündung zu kämpfen. Die Saison ist für die 23-Jährige definitiv beendet, wie sie im Interview des Portals "web.de" sagte. "Solange ich kein klares Okay habe, denke ich darüber nicht nach. Sonst erlebt man mehr Enttäuschungen als Freude", erklärte Puff.
Sport sei immer noch ein absolutes Tabu für sie. Das sei "brutal schwer", aber die Gesundheit gehe vor. "Solange der Körper nicht gesund ist, ergibt es keinen Sinn. Trotzdem habe ich es bis heute noch nicht zu hundert Prozent akzeptiert", sagte Puff. In dieser Woche habe sie zwei Nachuntersuchungen. Wenn alles passe, "kann ich vielleicht ganz langsam einsteigen. Aber bis es wieder normal ist, dauert es sicher".
Die zweifache Europameisterin war bei einem Rennen im zweitklassigen IBU-Cup in Obertilliach am 7. Dezember 2025 auf der Strecke kollabiert. "Ich erinnere mich vor allem an einen extremen Druck auf der Brust und massive Atemprobleme. Ich hatte zwei Panikattacken", erzählte Puff. Die anschließende Zeit der Ungewissheit sei sehr belastend gewesen. Erst später folgte die Diagnose Herzmuskelentzündung.
Formel 1 macht großes Rätsel aus Testfahrten
Die Formel 1 macht aus den Testfahrten in Barcelona eine Geheimsache. Sicherheitskräfte sind zum Auftakt der privat organisierten Tests rund um den Circuit de Barcelona-Catalunya im Einsatz gewesen. Wie das Internetportal "the-race.com" weiter berichtet, wurden einige Menschen sogar aus öffentlichen Bereichen vom Sicherheitspersonal vertrieben. Es wurden auch Zufahrtsstraßen gesperrt.
Teile der Grand-Prix-Strecke von Barcelona sind von öffentlichen Orten aus einsehbar. "The-race.com" zufolge wurden auch Journalisten und Fotografen von einem Wachmann angewiesen, einen nahegelegenen Aussichtspunkt zu verlassen. Die Begründung demnach: Jede Sicht auf den Kurs, selbst von öffentlichem Grund aus, sei Eigentum der Rennstrecke. Öffentliche Angaben liegen nicht vor. Die Formel-1-Teams haben im Jahr der größten Regeländerungen ihrer jüngeren Grand-Prix-Geschichte die Testfahrten in Barcelona privat organisiert. Der Zugang ist extrem eingeschränkt, Medien sind nicht zugelassen. Das erste Rennen findet erst am 8. März statt.
Wolff verzaubert auch Handball-Legende
Heiner Brand hat als Spieler und Trainer so ziemlich alles erlebt - doch auch der frühere Bundestrainer ist als Fan der deutschen Handball-Nationalmannschaft geradezu verzaubert von Andreas Wolff. "An eine solche Torwartleistung kann ich mich in über 60 Jahren Spitzenhandball nicht erinnern", sagte Brand über den "Hexenmeister" dem Deutschlandfunk: "Das war ganz, ganz außergewöhnlich."
Wolff hatte im EM-Hauptrundenspiel gegen Norwegen (30:28) sensationell gehalten, er brachte die Gegner mit seinen 22 Paraden zur Verzweiflung.. Nun steht das Duell mit Weltmeister und Olympiasieger Dänemark (20.30 Uhr/ARD, Dyn und im ntv.de-Liveticker) an. Brand sieht gegen die Gastgeber erneut gute Chancen für Deutschland - und das nicht nur wegen Wolff. "Die Dänen waren in den vergangenen Jahren die weltbeste Mannschaft, aber sie haben ein bisschen die Lockerheit verloren und sind durchaus schlagbar", sagte er.
BVB-Profi verabschiedet sich unter Tränen vom Team
Anselmino kommt erst im Sommer vom FC Chelsea zu Borussia Dortmund - und verlässt den Klub nun schon wieder. Überraschend früh bricht sein Londoner Heimatverein die Leihe des Brasilianers ab. Der plötzliche Abschied vom Bundesligisten geht ihm sichtlich nahe.
"Mangelnde Entwicklung": Ex-Bundesligaprofi verliert seinen Job
Der Schweizer Fußball-Meister und -Pokalsieger FC Basel hat sich nach nur etwas mehr als sechs Monaten von Trainer Ludovic Magnin getrennt. Die Entscheidung zur Entlassung des langjährigen Bundesligaprofis sei "aufgrund von mangelnder sportlicher Entwicklung" gefallen, teilte der Klub mit. Auch der 4:3-Sieg beim FC Zürich am Vortag half Magnin somit nicht, sein Nachfolger soll "schnellstmöglich" bekannt gegeben werden.
"In den Wochen und Monaten vor der Winterpause hatten wir das Gefühl, dass unsere Leistungen stagnierten und wir nicht mehr die Konstanz auf den Platz brachten, die es für unsere ambitionierten Ziele braucht", wird Basels Sportdirektor Daniel Stucki in der Klub-Mitteilung zitiert. Die ersten drei Spiele im neuen Jahr hätten anschließend "nicht den Erwartungen der sportlichen Leitung" entsprochen. In der heimischen Super League liegt der FCB derzeit als Vierter zehn Punkte hinter Tabellenführer FC Thun.
Deutscher Fußball durchbricht erstmals Milliarden-Schallmauer
Das Milliarden-Geschäft Profifußball floriert wie nie zuvor und hat eine weitere Schallmauer durchbrochen: Die 36 Klubs der Bundesliga und der 2. Liga haben in der vergangenen Saison erstmals Erlöse über sechs Milliarden Euro generiert. Exakt lag der Gesamtumsatz bei 6,33 Milliarden. Das sind 461,2 Millionen mehr als in der Spielzeit 2023/24, die Steigerung liegt bei 7,9 Prozent. Daraus ergibt sich ein operativer Gesamtgewinn in Höhe von 271,5 Millionen Euro. Das geht aus dem Wirtschaftsreport der Deutschen Fußball Liga (DFL) hervor.
Angeführt von Rekordmeister Bayern München (978,3 Mio Euro Umsatz) hat auch die Bundesliga für sich eine neue Rekordmarke erreicht. Erstmals stiegen die Erlöse über die Marke von fünf Milliarden. Die 5,12 Milliarden sind 320,8 Millionen mehr als in der Vorsaison. Das entspricht einer Steigerung um 6,7 Prozent. Die 2. Liga verbuchte erstmals Einnahmen jenseits der Milliardengrenze. Eine Steigerung von 140,4 Millionen Euro führte zu dem Gesamtergebnis von 1,21 Milliarden - ein Zuwachs von 13,1 Prozent.
13 Erst- und 15 Zweitligisten erzielten einen Gewinn. In der Vorsaison waren es nur acht und neun. Alle Bundesligisten weisen ein positives Eigenkapital aus, insgesamt sind es 2,17 Milliarden. Insgesamt zahlte der Profifußball 1,7 Milliarden Eurio an Steuern und Abgaben, 64.122 Menschen waren direkt oder indirekt bei den Klubs und ihren Tochtergesellschaften beschäftigt.
Bericht: Auf diese Spieler verzichtet der Bundestrainer im EM-Kracher
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat sich offenbar zwei neue Spieler ausgesucht, die heute Abend gegen Dänemark bei der EM zuschauen müssen: Lukas Zerbe und Lukas Mertens. Der Rechtsaußen und der Linksaußen bekommen der "Bild" zufolge eine Pause. Und das im Kracher-Spiel gegen den Serien-Weltmeister - gegen den die Deutschen schon den Einzug ins Halbfinale perfekt machen könnten.
Es ist eine bemerkenswerte Entscheidung. Mertens ist der Dauerläufer des Teams bislang, Zerbe zudem einer der Siebenmeterschützen. Für beide Außenpositionen steht damit nur ein Spezialist zur Verfügung: auf der rechten Seite Mathis Häseler, auf der linken Rune Dahmke.
Für Häseler ist es genauso wie für Matthes Langhoff die Rückkehr in den Kader, beide mussten gegen Norwegen auf der Tribüne zugucken. Langhoff als Abwehrspezialist soll Superstar Mathias Gidsel - sein Teamkollege bei den Füchsen Berlin - decken, hatte unter anderem Stefan Kretzschmar gefordert.
HSV reagiert auf Kuntz' Darstellung
Beim Hamburger SV geht die öffentliche Auseinandersetzung um die Trennung von Stefan Kuntz in die nächste Runde. In einem weiteren Statement nannte der Aufsichtsrat neue Details zu den Vorwürfen gegen den ehemaligen Sportvorstand. "Das von mehreren Hinweisgebenden unabhängig voneinander glaubhaft geschilderte Fehlverhalten, das zu internen Ermittlungen führte, umfasst zahlreiche schwerwiegende Pflichtverletzungen, die jeden verantwortungsvollen Aufsichtsrat zum Handeln veranlassen mussten", heißt es in einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten.
Hintergrund ist, dass sich der 63 Jahre alte Kuntz am vergangenen Wochenende in der "Süddeutschen Zeitung" gegen diese Vorwürfe gewehrt hatte. Unter anderem sagte sein Anwalt Christian Schertz, dass der frühere Nationalspieler bis heute nicht wisse, "was ihm von welcher Person und in welcher Situation überhaupt konkret vorgeworfen wird".
Diese Darstellung nennen die Mitglieder des Aufsichtsrats "nachweislich unwahr". In der Erklärung heißt es: "Am 18. Dezember wurde Stefan Kuntz förmlich über die Untersuchung informiert; am 19. Dezember wurden seinen damaligen Anwälten in anonymisierter Form die Inhalte sämtlicher bis dahin vorliegender Zeugenaussagen mitgeteilt." Außerdem habe der Aufsichtsrat Kuntz "zwei Termine (22./23. Dezember) für die Anhörung angeboten; hierauf gingen Stefan Kuntz und seine Anwälte nicht ein".
Geisterspiele bis Saisonende? Polizeigewerkschaft fordert Megastrafe
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert, dass nach den schweren Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden am Wochenende Geisterspiele bis zum Saisonende in Magdeburg in Betracht gezogen werden. Der Schutz von Polizeikräften und unbeteiligten Dritten dürfe niemals hinter wirtschaftlichen Interessen oder Fankulissen zurückstehen, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Heiko Teggatz. "Wenn Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, müssen Spiele ohne Zuschauer stattfinden."
Außerdem fordert die Polizeigewerkschaft, dass sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) an den Kosten von Hochrisikospielen beteiligen muss. "Hochrisikospiele dürfen nicht länger einseitig von der Allgemeinheit finanziert werden", sagte Teggatz. "Wer mit dem Profifußball Millionen verdient, muss auch Verantwortung für die Sicherheit übernehmen." Anfang vergangenen Jahres hatte das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil eine Regelung aus Bremen für verfassungsgemäß erklärt, die eine Weitergabe der Kosten für zusätzlichen Polizeiaufwand an die DFL erlaubt.
Biathlon-Olympiasieger ist "überzeugt, dass ich gegen gedopte Athleten antrete"
Der Schwede Sebastian Samuelsson geht davon aus, dass im Biathlon-Weltcup immer noch einige seiner Konkurrenten betrügen. "Ich war immer davon überzeugt, dass ich gegen gedopte Athleten antrete", sagte der 28-Jährige dem schwedischen Sender SVT Sport. Knapp zwei Wochen vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Italien hatten die Fernsehsender SVT, NRK (Norwegen), Yle (Finnland) und DR (Dänemark) die Ergebnisse einer in ihren Ländern breit angelegten, anonymen Dopingumfrage veröffentlicht. Die Hälfte der teilnehmenden Nationalmannschaftsathleten gab an, im Laufe eines Jahres außerhalb von Wettkämpfen überhaupt nicht getestet worden zu sein.
"Das ist schlecht, man müsste deutlich mehr testen. Gleichzeitig ist das ein Trend, der sich seit einigen Jahren fortsetzt", sagte Staffel-Olympiasieger Samuelsson. Auf die Frage, warum das so sei, bekomme er immer die gleiche Antwort: "Dass Tests sehr teuer sind und fast alle Proben negativ ausfallen. Und dann kann man sich fragen: Sind viele Dopingtests wirklich ein effektives Mittel, um Betrüger zu überführen?" Neben vermehrten Tests müsse man aus Sicht Samuelssons auch andere Ermittlungswege im Anti-Dopingkampf einschlagen.
Brasiliens größte Heim-WM-Hoffnung ist dann 41 Jahre alt
Die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft hofft bei der Heim-WM 2027 auf Starspielerin Marta - auch wenn die Stürmerin zu diesem Zeitpunkt bereits 41 Jahre alt wäre. "Ich zähle auf sie, ich zähle auf alle Spielerinnen, die in Form sind, wie Marta", sagte Trainer Arthur Elias der Nachrichtenagentur AFP: "Aber weder sie noch ich wissen, ob sie teilnehmen wird, das wird nur die Zeit zeigen."
Marta war nach der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris aus der Selecao zurückgetreten, im vergangenen Sommer zur Copa América jedoch zurückgekehrt und hatte diese zum vierten Mal in ihrer Karriere gewonnen. Anschließend teilte die sechsmalige Weltfußballerin mit, dass sie nicht ausschließe, bis zur WM 2027 für die Nationalmannschaft zu spielen. Zur Weltmeisterin krönte sich Marta bislang noch nicht, bei der WM 2007 in China unterlag sie Deutschland mit der Selecao im Finale mit 0:2.
Experte lässt aufhorchen: Deutschland ist besser ohne Juri Knorr
Bei der Handball-EM sollte Juri Knorr eigentlich Dreh- und Angelpunkt des deutschen Angriffsspiels werden. Der 25-Jährige tut sich bislang aber schwer. Ist das DHB-Team gar besser, wenn der Spielmacher nicht auf dem Feld steht? Ja, behauptet der dänische Ex-Nationalspieler Lasse Svan. "Wenn sie mit Juri Knorr spielen, können fantastische Dinge passieren. Er ist ein wirklich herausragender Spieler, der alle Facetten beherrscht", schwärmte der 42-Jährige bei "TV2", schränkte jedoch ein: "Aber es wird auch sehr individuell, wenn sie mit Knorr spielen. Ich denke, dass ihr Spiel viel besser läuft, wenn er auf der Bank sitzt."
Wenn Knorr auf dem Feld steht, würden auch seinen Mitspielern mehr Fehler unterlaufen, führte Svan weiter aus. "Natürlich kann man damit leben, wenn Knorr viele seiner Aktionen erfolgreich umsetzt, aber in einem Spiel wie gegen Norwegen, bei dem er ein Tor erzielt und viele technische Fehler gemacht hat, ist er ein Minuspunkt", so der ehemalige Weltklasse-Rechtsaußen.
TV-Experte Claus Møller Jakobsen schlug ähnliche Töne an wie Svan. "Es ist klar, dass er ein Weltklassespieler ist, und er muss ins Rampenlicht gerückt werden, damit er sein volles Potenzial ausschöpfen kann", sagte er. .Der Ex-Profi merkte jedoch auch an: "Wenn er spielt, ist es, als ob ihm alle den Ball zuwerfen und sagen: 'Mach was!' Wenn er nicht auf dem Feld ist, verteilt sich die Verantwortung auf die anderen Spieler."
Irrer Treffer: Goalie haut Puck übers ganze Feld ins Tor
Die deutsche Eishockey-Liga erlebt am Wochenende ein Tor, das es so nicht alle Tage zu sehen gibt. Als Dresden im Rückstand gerade ohne eigenen Keeper spielt, um Überzahl zu schaffen, fällt der Puck Wolfsburg-Goalie Dustin Strahlmeier vor die Füße. Gedankenschnell schlägt er zu - und trifft.
Skisprung-Legende darf nicht zu den Olympischen Spielen
Für Skispringer Simon Ammann ist der Traum von seinen achten Olympischen Spielen geplatzt. Der 44-Jährige verlor das teaminterne Duell um einen Startplatz gegen den erst 19 Jahre alten Felix Trunz. Ammann hätte mit einer achten Teilnahme den Rekord von Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Skispringer Noriaki Kasai eingestellt.
Als "doppelter Doppel-Olympiasieger" hatte Ammann einst Geschichte geschrieben. Sowohl 2002 in Salt Lake City als auch 2010 in Vancouver holte er Gold von der Normal- und der Großschanze. Neben Strunz werden in Mailand und Cortina Gregor Deschwanden und Sandro Hauswirth für die Schweiz starten.
Gnadenlose Swiatek zerschmettert australischen Tennis-Traum
Mitfavoritin Iga Swiatek hat die überraschende Serie der Qualifikantin Maddison Inglis bei den Australian Open gestoppt. Die sechsmalige Grand-Slam-Siegerin aus Polen zog dank eines souveränen Auftritts ins Viertelfinale ein. 6:0, 6:3 hieß es nach einer einseitigen Partie gegen die klare Außenseiterin. Am Feiertag "Australia Day" hofften die heimischen Fans auf eine Sensation durch die Lokalmatadorin, doch Swiatek ließ das Publikum von Beginn an nicht zu einem Faktor werden. Im zweiten Satz gelangen Inglis zumindest drei Spielgewinne, die die 28-Jährige fast wie einen Match-Erfolg feierte.
Inglis, der Nummer 168 der Welt, war mit dem Achtelfinaleinzug bereits der größte Erfolg ihrer Karriere gelungen. Nach ihrem Zweitrundensieg gegen Laura Siegemund profitierte sie vom Rückzug der Japanerin Naomi Osaka. "Die Punkte, das Geld, die Erfahrung, die Fans, die Plätze, auf denen ich spielen darf ... es ist ehrlich gesagt unglaublich, es ist wie ein Traum", hatte sie vor dem Match gegen Swiatek dem Sender Channel Nine gesagt: "Dieses Geld verändert mein Leben."
Jannik Sinner zeigt sich wieder von seiner besten Seite
Zwei Tage nach seinem hitzebedingten Beinahe-Kollaps hat Jannik Sinner bei den Australian Open wieder zu seiner Topform gefunden. Der Titelverteidiger aus Italien schlug seinen Landsmann Luciano Darderi nach einer konzentrierten Leistung mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:2) und zog ungefährdet ins Viertelfinale von Melbourne ein. "Ich bin zufrieden mit meinem Niveau", sagte Sinner, der nun 17 von 17 Duellen gegen Landsleute auf der Tour gewonnen hat und weiter den dritten Titel in Australien in Folge jagt: "Das Viertelfinale ist immer etwas ganz Spezielles."
Zuvor hatte der dritte Italiener im Achtelfinale, Lorenzo Musetti, einen überraschend klaren Sieg gefeiert. Der Weltranglistenfünfte schlug Taylor Fritz (USA), die Nummer 9 im ATP-Ranking, mit 6:2, 7:5, 6:4. Er trifft in einem mit Spannung erwarteten Viertelfinale am Mittwoch auf Novak Djokovic. Der Grand-Slam-Rekordsieger aus Serbien nutzte seinen unverhofften freien Montag für eine gemütliche Trainingssession. Djokovic (38) hat das Achtelfinale kampflos überstanden. Sein Gegner Jakub Mensik zog wegen einer Verletzung der Bauchmuskulatur zurück.
Frankreich zerstört Olympia-Traum seiner eigenen Legende
Frankreich verzichtet bei den Olympischen Spielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo auf Skistar Alexis Pinturault. Der 34-Jährige wurde vom Nationalen Olympischen Komitee (CNOSF) nicht nominiert. Grund dafür sind die geringe Zahl an Quotenplätzen für Frankreichs Skirennläufer und die durchwachsenen Ergebnisse von Pinturault seit dessen Comeback.
Der zweimalige Weltmeister in der Kombination und Gesamtweltcupsieger von 2021 hatte nach zwei schweren Verletzungen im Januar 2024 und Januar 2025 auf ein letztes olympisches Kapitel gehofft. Noch Anfang Januar sprach er von einem "Wettlauf gegen die Zeit" und betonte: "Mir ist bewusst, dass in sehr kurzer Zeit enorm viel wiederaufgebaut werden muss."
Pinturault (34) fuhr in jedem seiner sechs Rennen seit seiner Rückkehr in den Weltcup zum Saisonstart in die Punkteränge. Über Platz elf kam er allerdings nicht hinaus. Weil Frankreich nur sieben Quotenplätze für die Männer erhält, hat er das Nachsehen.
Stattdessen entschied sich die Auswahlkommission für Athleten mit stärkeren Ergebnissen in diesem Winter: Olympiasieger Clément Noël und (1) Paco Rassat (2) feierten zusammen drei Slalom-Siege, Maxence Muzaton (Abfahrt) und Léo Anguenot (Riesenslalom) fuhren jeweils einmal als Dritter aufs Podest. Nils Allègre (6), Steven Amiez (4) und Nils Alphand (2) haben alle mehrere Top-10-Platzierungen eingefahren.
Julia Simon nach Massenstart-Drama: "Dann werde ich zum Tier"
Das Finale des Biathlon-Weltcups in Nove Mesto hatte es in sich. Der Massenstart der Frauen wurde zu einem Thriller, den Julia Simon mit nur 0,5 Sekunden Vorsprung gewann. Die zehnmalige Weltmeisterin setzte sich in einem packenden Schlussspurt gegen Océane Michelon (+0,5 Sekunden) und Lisa Vittozzi (+2,7) durch. Lou Jeanmonnot (+8,9) blieb nur Platz vier. Nach ihrem ersten Saisonsieg schickte die zu Saisonbeginn noch gesperrte Französin eine klare Ansage an die Konkurrenz.
"Ich habe mich an die Spitze gesetzt, weil ich nicht unbedingt wollte, dass Lou aufschließt. Wenn man um Platz eins, zwei und drei läuft, ist das in Ordnung, aber wenn man zu viert ist, wird es immer eine geben, die enttäuscht sein wird", verriet Simon. "Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht in Bestform war, aber ich wusste auch, dass ich mich auf mein Finish verlassen kann. Ich habe mein Gehirn ausgeschaltet und mich ans Limit gepusht."
In diesem Moment habe sie abgeschaltet. "Nichts spielt eine Rolle, auch nicht, wer neben mir läuft. Ich pushe einfach durch die Schmerzen, bis ich die Ziellinie überquere. In diesen Momenten werde ich zum Tier und will einfach nur gewinnen. Nichts ist wie der Adrenalinkick, den man bekommt, wenn man auf der letzten Runde gewinnt", erklärte die Französin, die in Richtung Konkurrenz tönte: "Auf der letzten Runde willst du mich nicht in deinem Windschatten haben."
Tom Bradys Erben ziehen durch Schneechaos in Superbowl
Die Denver Broncos treffen auf die New England Patriots, die ohne ihren Quarterback Bo Nix auskommen müssen. Bevor es jedoch richtig zur Sache gehen kann, muss erst mal das Spielfeld von Schnee und Eis befreit werden.
Kretzschmar fordert dringende Kader-Änderung von Gislason
Am Abend trifft die deutsche Nationalmannschaft bei der Handball-EM auf Top-Favorit Dänemark. Wie soll das DHB-Team Gidsel und Co. schlagen? Ex-Spieler Stefan Kretzschmar legt Bundestrainer Alfred Gislason eine Änderung nahe. Wie Kretzschmar im Harzblut-Talk bei Instagram betonte, kommt es auf die Abwehrleistung des DHB-Teams an. Man müsse "eine gewisse Härte" an den Tag legen. "Wir schlagen sie nur über die Abwehr", so der 52-Jährige.
Um die Defensive zu stabilisieren forderte der Ex-Nationalspieler eine Kader-Rückkehr von Abwehrspezialist Matthes Langhoff. Der Spieler der Füchse Berlin war beim 30:28-Sieg gegen Norwegen noch von Bundestrainer Gislason aussortiert worden.
Kretzschmar gab die Marschroute vor: "Kompakt sein, hochverteidigende Halbspieler, vielleicht Langhoff gegen Gidsel." Der 23-Jährige solle Superstar Matthias Gidsel, mit dem er gemeinsam bei den Füchsen spielt, "immer zur Mitte drängen". Dort werde es "immer noch schwer genug", den Welthandballer zu verteidigen. "Es muss klar sein, bei uns gibt es keine Lücken. Es gibt gegen Dänemark keine Lücken. Das heißt: Wir müssen die breitesten Spieler aufstellen, die wir haben", forderte Kretzschmar.
Real Madrid sucht prominente Verstärkung in Saudi-Arabien
Real Madrid soll mit dem Gedanken spielen, sein Mittelfeld mit einem weiteren Hochkaräter zu verstärken. In diesem Zusammenhang soll der portugiesische Nationalspieler Ruben Neves in den Fokus der Königlichen gerückt sein. Das berichtet die "AS". Der 28-Jährige, dessen Vertrag beim saudi-arabischen Klub Al-Hilal im Sommer endet, soll durchaus offen für eine Rückkehr in den europäischen Fußball sein und auch Al-Hilal soll sich angesichts der Vertragssituation mit einem Abschied des defensiven Mittelfeldspielers befassen, heißt es.
Angeblich würde eine Offerte von 20 bis 25 Millionen Euro ausreichen, um das Rennen zu machen.
BVB zieht Konsequenzen aus chaotischem Leihspieler-Deal
Borussia Dortmund ist von der vorzeitigen Rückkehr von Leihspieler Aarón Anselmino zum FC Chelsea offenbar kalt erwischt worden. Wie die vereinsnahen "Ruhr Nachrichten" schreiben, habe die Borussia erst am Sonntag von der Entscheidung der Blues erfahren. Demnach habe Chelsea zuletzt den Markt auf der Suche nach Alternativen für die Innenverteidigung sondiert. Daraufhin sei die Entscheidung gefallen, bei Anselmino die Klausel zu ziehen und sich entsprechend wieder den Zugriff auf den 20 Jahre alten Argentinier für den Rest der Saison zu sichern.
Das hat Folgen für BVB-Eigengewächs Filippo Mane, der laut "Ruhr Nachrichten" vor dem Leih-Wechsel zu einem deutschen Zweitligisten stand, nun demnach aber in Dortmund bleiben muss. Der BVB hatte Anselmino eigentlich bis zum 30. Juni 2026 ausgeliehen. Er war geholt worden, um Personalsorgen in der Abwehr zu beheben.
In der DEL fällt ein Tor, das es so noch nie gab
Der ehemalige Nationaltorwart Dustin Strahlmeier hat sich mit dem ersten Treffer eines Goalies in die Geschichtsbücher der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eingetragen. Der 33 Jahre alte Vize-Weltmeister von 2023 traf beim 4:2 (1:1, 2:1, 1:0)-Sieg seiner Wolfsburg Grizzlys gegen die Dresdner Eislöwen in der Schlussminute zum Endstand.
Die Dresdner hatten ihren Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen, Strahlmeier nutzte dies und traf übers gesamte Spielfeld hinweg ins leere Tor. "Dresden hat zentral auf mich geschossen. Ich hatte ein bisschen Platz und dachte, ich versuche es einfach mal", sagte Strahlmeier bei MagentaSport: "Ich habe mir nicht wirklich etwas dabei gedacht, sondern einfach geschossen."
Ethan Prow (18.), Spencer Machacek (26.) und Luis Schinko (26.) hatten den Tabellenachten gegen das Schlusslicht aus Dresden zuvor auf Kurs gebracht. Für Dresden traf Austin Ortega (20./38.) doppelt.
Quickley "on fire": Oklahoma City verliert packendes NBA-Duell
Meister Oklahoma City Thunder hat in der NBA seine zweite Niederlage in Serie kassiert. Der Titelverteidiger, der weiter ohne den deutschen Center Isaiah Hartenstein (Wadenverletzung) auskommen musste, verlor gegen die Toronto Raptors mit 101:103, thront mit einer Bilanz von 37:10 aber weiter an der Liga-Spitze. MVP Shai-Gilgeous Alexander kam für die Thunder, die zuletzt bereits die Neuauflage des letztjährigen Finals gegen die Indiana Pacers verloren hatten, auf 24 Punkte. Bei den Raptors, die ihren vierten Sieg in Folge holten, war Immanuel Quickley mit 23 Punkten und elf Rebounds der erfolgreichste Spieler.
VfB-Star Deniz Undav hat die Schnauze voll
Trotz eines letztlich souveränen 3:0-Erfolges wirkte Deniz Undav unzufrieden. Das lag weniger am Spiel selbst als an der zuvor geäußerten Kritik am Nationalspieler. "Ich bin immer wieder der schlechteste Stürmer, wenn ich zwei Spiele mal kein Tor schieße", sagte der Angreifer des VfB Stuttgart nach dem Auswärtserfolg bei Borussia Mönchengladbach bei DAZN: "Das nervt einfach. Deswegen wollte ich mal andeuten, dass man den Mund halten soll."
Undav, in der 61. Minute eingewechselt, jubelte 13 Minuten später nach seinem elften Saisontor mit auf- und zugehender Hand und schlug auf selbige, um die Kritik sinnbildlich verstummen zu lassen. Der 29-Jährige hatte unter der Woche bei der Europapokal-Niederlage in Rom (0:2) einige Chancen liegen lassen. Auch deshalb drohen dem VfB nun die Play-offs in der Europa League.
Doch der Ärger war schnell wieder verflogen. Angesprochen auf die Serie von sechs ungeschlagenen Spielen und zehn Punkten aus den ersten vier Spielen in 2026 schwärmte Undav: "Ich muss sagen, die Teamchemie ist nochmal auf ein anderes Level gekommen." Der VfB steht nach 19 Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz.
Warriors gewinnen eines der traurigsten NBA-Spiele aller Zeiten
Einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf einen Demonstranten in Minneapolis hat die angespannte Stimmung in der Stadt auch Auswirkungen auf das NBA-Spiel der Minnesota Timberwolves gegen die Golden State Warriors gehabt. "Diese Gruppe hat gelitten. Die Stimmung auf den Rängen - das war eines der bizarrsten, traurigsten Spiele, an dem ich je beteiligt war", sagte Warriors-Trainer Steve Kerr nach dem 111:85-Sieg seiner Warriors um Stephen Curry, der auf 26 Punkte kam. "Man konnte die gedrückte Atmosphäre spüren. Deren Mannschaft hatte damit zu kämpfen, was hier vor sich geht und was diese Stadt durchmachen muss."
Am Samstagmorgen war ein US-Bürger bei einem Einsatz von Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde getötet worden. Anfang Januar starb eine US-Bürgerin in derselben Stadt durch Schüsse aus der Waffe eines Beamten der Einwanderungsbehörde ICE. Die Regierung spricht von Selbstverteidigung. Videomaterial im Netz erweckt einen anderen Eindruck.