Der Sport-TagGeisterspiele bis Saisonende? Polizeigewerkschaft fordert Megastrafe
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert, dass nach den schweren Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden am Wochenende Geisterspiele bis zum Saisonende in Magdeburg in Betracht gezogen werden. Der Schutz von Polizeikräften und unbeteiligten Dritten dürfe niemals hinter wirtschaftlichen Interessen oder Fankulissen zurückstehen, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Heiko Teggatz. "Wenn Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, müssen Spiele ohne Zuschauer stattfinden."
Außerdem fordert die Polizeigewerkschaft, dass sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) an den Kosten von Hochrisikospielen beteiligen muss. "Hochrisikospiele dürfen nicht länger einseitig von der Allgemeinheit finanziert werden", sagte Teggatz. "Wer mit dem Profifußball Millionen verdient, muss auch Verantwortung für die Sicherheit übernehmen." Anfang vergangenen Jahres hatte das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil eine Regelung aus Bremen für verfassungsgemäß erklärt, die eine Weitergabe der Kosten für zusätzlichen Polizeiaufwand an die DFL erlaubt.