Bundesligist versilbert Auswechselspieler
Mittelstürmer Samuel Essende verlässt den FC Augsburg und wechselt mit sofortiger Wirkung in die Schweiz. Wie der Bundesligist in einer Mitteilung verkündete, unterschrieb der 28-Jährige einen Vertrag bei den Young Boys Bern. Den Fuggerstädtern winken dem Vernehmen nach rund 4,5 Millionen Euro für den Transfer - inklusive Boni. Noch im Anschluss an den Heimsieg (1:0) gegen Heidenheim sei Essende mit dem Wechselwunsch an Augsburgs Sportdirektor Benni Weber herangetreten. "Wir haben gemeinsam nach einer Lösung gesucht, die für beide Seiten sinnvoll ist, und diese mit dem Wechsel in die Schweiz gefunden", sagte Weber.
Beim Tabellensechsten der Schweizer Super League will sich der Stürmer aus der Demokratischen Republik Kongo vor allem für die Nationalmannschaft empfehlen, in der er zuletzt nur selten zum Zug kam." 2024 für 4 Millionen Euro vom portugiesischen Zweitligisten FC Vizela zum FCA gekommen, verbuchte der Mittelstürmer in 50 Spielen zwölf Treffer und drei Vorlagen. Gehörte er in der abgelaufenen Spielzeit noch zum Stammpersonal, kam er jüngst nur noch sporadisch zum Einsatz: Seit der Rückkehr von Trainer Manuel Baum stand Essende in sechs Partien 101 Minuten auf dem Platz.
Nach Doping-Suspendierung: Biathletin kehrt zurück
Nach ihrer zwischenzeitlichen Doping-Suspendierung hat die italienische Biathletin Rebecca Passler bei den Olympischen Winterspielen erstmals am offiziellen Training teilgenommen. Die 24-Jährige absolvierte im Antholzer Stadion die Einheit in Vorbereitung auf die Staffel der Frauen am Mittwoch (14.45 Uhr) mit ihren Teamkolleginnen. Noch ist unklar, ob Passler zum Einsatz kommen wird. Eine Entscheidung darüber fällt erst am Dienstag.
Das Berufungsgericht von Italiens nationaler Anti-Doping-Behörde Nado hatte entschieden, dass Passler bei Olympia starten darf. Zuvor war sie bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfes im Januar positiv auf Letrozol getestet worden. Die Biathletin argumentierte, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt. Grund für die Verunreinigung war angeblich ein Löffel, der mit dem Medikament in Kontakt gewesen sei und später beim Essen benutzt wurde. So könnten minimale Rückstände in ihren Körper gelangt sein, erklärte Passler. Ihre Mutter leide unter Brustkrebs, deswegen befand sich das Medikament in dem Haushalt, schrieb die italienische Nachrichtenagentur Ansa.
"Diagnose ist bitter": Bundesliga-Topklub muss lange auf Torhüter verzichten
RB Leipzig muss etwa sechs Wochen auf Stamm-Torhüter Peter Gulacsi verzichten. Der 35-Jährige zog sich am Sonntag beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg einen Innenbandanriss im linken Knie zu. Das teilte der Fußball-Bundesligist nach einer MRT-Untersuchung mit. Eine Operation ist zunächst nicht notwendig. "Die Diagnose ist bitter, aber wir kennen Pete als absoluten Vollprofi mit großer Mentalität. Er wird deshalb alles daransetzen, schnell und gestärkt zurückzukommen", sagte Sportchef Marcel Schäfer. Gulacsi hatte sich die Verletzung in der ersten Halbzeit ohne Gegnereinwirkung zugezogen.
Miami Dolphins schmeißen verletzten Superstar raus
Die Miami Dolphins treiben ihren personellen Umbruch weiter voran und haben den Vertrag mit Superstar Tyreek Hill aufgelöst. Mehrere US-Medien berichteten am Abend übereinstimmend über die Trennung zwischen der Franchise aus Florida und dem 31 Jahre alten Wide Receiver. Sportlich wie wirtschaftlich war die Entscheidung absehbar. Hill, dessen Comeback nach schwerer Knieverletzung weiter ungewiss ist, hätte den Salary Cap der Dolphins im kommenden Jahr mit rund 51 Millionen US-Dollar belastet. Die Vertragsauflösung kommt dem zweimaligen Super-Bowl-Gewinner dennoch teuer zu stehen: Auf 28,2 Millionen Dollar beziffert sich das sogenannte Head Cap.
Damit geht Hills Zeit bei den Dolphins nach insgesamt vier Spielzeiten zu Ende. Nach seinem Wechsel von den Kansas City Chiefs überzeugte er vor allem in den ersten beiden Spielzeiten, in denen er jeweils mehr als 1700 Receiving Yards verbuchte. Zudem führte er 2023 die Liga mit Karrierehöchstwerten sowohl bei den Yards (1799) als auch bei den Receiving Touchdowns (13) an. Mit der Trennung treibt Miami den großen Umbruch nach einer enttäuschenden Saison mit lediglich sieben Siegen konsequent fort. Vor Hill hatten bereits Headcoach Mike McDaniel, Linebacker Bradley Chubb, Reveiver Nick Westbrook-Ikhine sowie Guard James Daniels die Franchise verlassen.
Deutscher Silbergewinner sucht Obdach: "Meldet euch!"
Einem Medaillengewinner ganz nah sein? Das können Olympia-Fans in Cortina d'Ampezzo - wenn denn ihre Ferienunterkunft groß genug ist. Nach dem Gewinn zweier Silbermedaillen sucht Skeletoni Axel Jungk notgedrungen eine neue Bleibe, weshalb er im TV-Interview prompt einen Aufruf startete.
"Es ist schade, wir müssen morgen früh direkt das Dorf verlassen, weil wohl zu wenig Platz ist", berichtete Jungk im ZDF - und fügte grinsend an: "Also falls hier jemand zuschaut, der in Cortina ist und Platz für ein paar Sportler hat: Wir würden uns freuen, meldet euch!" Viel Schlaf benötigt Jungk trotz der Medaillenparty bis 6.30 Uhr in der neuen Unterkunft nach eigener Aussage allerdings nicht. "Kann ich in den nächsten Wochen zu Hause. Jetzt will ich hier alles aufsaugen und mitnehmen so gut es geht", sagte der 34-Jährige.
Einflussreichste Menschen von Vancouver: Thomas Müller ist ganz vorn dabei
Jedes Jahr bringt das "Vancouver Magazine" eine Liste mit den einflussreichsten Menschen ihrer Stadt aus allen möglichen Bereichen heraus. In diesem Jahr darf natürlich auch Thomas Müller nicht fehlen, der erst seit einem guten halben Jahr in Kanada weilt. Im August 2025 wechselte der Ur-Bayer zu den Whitecaps und das Magazin wählte ihn trotzdem schon auf Platz sieben in der 50 Personen umfassenden Liste.
Der Grund für die Wahl Müller: Weil der Fußballer "eine Siegermentalität nach Vancouver gebracht hat". Der Rio-Weltmeister sei eine der größten Verpflichtungen in der Geschichte der gesamten MLS gewesen und sein "Einfluss" auf und neben dem Platz habe man in Vancouver sofort gespürt. "Müllers wichtigster Beitrag könnte kultureller Natur sein", schreibt das Magazin. "Für eine Stadt, die nach Meisterschaften hungert, bringt Müller mehr als nur Spitzentalent mit - er bringt die Erwartung des Sieges mit."
Mitteilung erst kurz vor Anpfiff: Partie der Bayern-Frauen in Bremen abgesagt
Die Fußballerinnen von Bayern München müssen wegen der schwierigen Witterungsverhältnisse eine unfreiwillige Pause einlegen. Das für den Abend angesetzte Bundesligaspiel des Double-Siegers bei Werder Bremen wurde kurz vor dem angedachten Anpfiff um 18 Uhr abgesagt. Eine Platzkommission erklärte den Rasen bei der Begehung für unbespielbar, ein Nachholtermin steht noch nicht fest.
Weiter geht es für die Bayern-Frauen am kommenden Sonntag (16.20 Uhr) mit dem Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg, derzeit liegen die Münchnerinnen elf Punkte vor dem ersten Verfolger. Für Bremen steht bereits am Samstag (14 Uhr/jeweils MagentaSport und DAZN) das Nordderby beim Hamburger SV an.
Ski-Star sieht Gold-Traum platzen und flieht in den Wald
Beim Slalom der Herren spielen sich die vielleicht tragischsten Szenen der Winterspiele ab: Atle Lie McGrath führt nach dem ersten Durchgang, verspielt aber im zweiten Lauf seine Möglichkeit auf eine Goldmedaille. Der Norweger verliert komplett die Nerven und läuft Richtung Wald davon.
Eis-Duo ganz cool: So läuft der Tag vor dem ersehnten Gold
Minerva-Fabienne Hase blieb ganz cool. Auf die ganz großen Emotionen verzichtete die deutsche Eiskunstläuferin nach ihrem Weltklasse-Kurzprogramm bei den Olympischen Winterspielen in Mailand an der Seite von Nikita Volodin. Eine kurze Jogging-Einheit, ein spätes Essen im Olympischen Dorf, "dann noch ein bisschen lesen oder Serie schauen und dann schlafen - so lange wie es geht", sagte Hase. Ausgeruht müssen die besten deutschen Paarläufer sein, wenn sie in der Kür (ab 20.00 Uhr/ARD, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) nach der Goldmedaille greifen.
Die Vorzeichen stehen nach einem herausragenden Kurzprogramm mit der persönlichen Bestleistung von 80,01 Punkten bestens. Im Kampf um die Medaillen liegen Anastassia Metelkina/Luka Berulawa (Georgien/75,46) und Lia Pereira/Trennt Michaud (Kanada/74,60) auf den Rängen zwei und drei. Die große Olympia-Bühne hatten die Vize-Weltmeister aus Berlin ausgeblendet. "Wir sind aufs Eis gegangen und wollten gerne, dass es sich wie ein Training anfühlt", sagte Hase: "Wir haben unseren Job gemacht, von daher sind wir natürlich sehr glücklich über den ersten Part." Der zweite und finale wartet heute Abend.
Nachwuchs-Radprofi stirbt mit nur 18 Jahren
Der italienische Nachwuchs-Radprofi Francesco Mazzoleni ist bei einem Trainingsunfall in seinem Heimatland ums Leben gekommen. Nach Angaben seines Teams wurde der 18-Jährige bei einem Unfall angefahren und dabei tödlich verletzt. "Es ist ein sehr trauriger Sonntag für uns. Unser Francesco Mazzoleni verlässt uns viel zu früh", teilte sein Team auf der Plattform Instagram mit.
"Wir werden dein Lächeln und deine Entschlossenheit, mit der du deinen Traum verfolgt hast, immer in Erinnerung behalten. Du bist und bleibst für immer einer von uns", schrieb das Team weiter. Laut Informationen der Tageszeitung "Gazzetta dello Sport" ereignete sich der Unfall am Sonntagnachmittag gegen 14.30 Uhr in der Nähe der norditalienischen Stadt Bergamo. Trotz der eingetroffenen Einsatzkräfte konnte das Leben des U23-Profis nicht mehr gerettet werden.
"Schock": Tierquälerei im Reiten führt zu Turnierabbruch in München
Nach dem Abbruch eines Reitturniers in München sind Details bekanntgeworden, die deutlich auf Tierquälerei hinweisen. "In der Nacht gab es im Stall ein Vorkommnis, bei dem sechs Ponys Mähnen, Schweife und zum Teil auch Schöpfe abgeschnitten wurden", sagte Wilfried Herkommer dem Fachportal "equi pages". Bei mehreren Pferden "waren die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt", berichtete der frühere Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes.
Herkommer war nach Angaben des Portals selbst bei dem Turnier, das am Sonntag wegen der Vorfälle abgebrochen worden war. Seine Enkelin ritt in München in der U21-Tour. "Der Schock war bei allen groß", sagte Herkommer. "Die Kinder waren zutiefst verstört. Keiner wollte unter diesen Umständen mehr reiten. Jeder wollte nur noch nach Hause." Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. Das zuständige Kreisveterinäramt sei in die Vorgänge eingebunden.
"Niederträchtiger Online-Hass": Olympia-Superstar schlägt Alarm
Eiskunstlaufstar Ilia Malinin hat nach seiner verpatzten Olympia-Kür mentale Gesundheitsprobleme angedeutet. "Auf der größten Bühne der Welt führen selbst die anscheinend Stärksten innerlich unsichtbare Kämpfe. Selbst die schönsten Erinnerungen können vom Lärm überschattet werden", schrieb der 21 Jahre alte Weltmeister bei Instagram. Für Samstag kündigte der Amerikaner einen längeren Beitrag an.
Malinin sprach konkret von "niederträchtigem Online-Hass", dieser "greift die Psyche an, und Angst zieht sie in die Dunkelheit, egal wie sehr man versucht, angesichts des endlosen, unerträglichen Drucks die Fassung zu bewahren. All das staut sich auf, während diese Momente an einem vorbeiziehen, und führt unweigerlich zum Zusammenbruch."
"Naiv" oder betrügerisch? Vorwürfe im Olympia-Skispringen
Deutschland hat bekanntlich einen Olympiasieger im Skispringen - Philipp Raimund gelingt, wonach sich das österreichische Team so sehr sehnt. Doch die ÖSV-Adler stehen vor dem abschließenden Superteam-Wettkampf noch gänzlich ohne Medaille da. Der Wettkampf von der Großschanze endete vor allem für den disqualifizierten Daniel Tschofenig in einem Desaster. Seine Skischuhe waren vier Millimeter zu groß - sie wurden von den Materialkontrolleuren aus dem Verkehr gezogen. "Ich war leider so naiv und habe nicht nachgemessen", sagte Tschofenig im ORF. Eigentlich würde man die Schuhe normalerweise sogar "immer ein bisschen kleiner nehmen, als was draufsteht".
Der norwegische TV-Experte und Ex-Springer Johan Remen Evensen glaubt nicht an ein Versehen: "Wenn man wegen zu großer Schuhe disqualifiziert wird, ist das ein klarer Regelverstoß. Es ist offensichtlich, dass die Österreicher verzweifelt sind und alle Tricks ausprobieren. Das ist vorsätzlicher Betrug. Die FIS hat ein Maß für die Schuhe", sagte er bei NRK.
Not in der Abwehr: BVB muss Ausfälle in Champions League verkraften
Die Abwehrsorgen von Borussia Dortmund haben sich vor wegweisenden Tagen dramatisch verschärft. Sowohl Nico Schlotterbeck als auch Niklas Süle fallen für das Playoff-Hinspiel in der Champions League gegen Atalanta Bergamo am Dienstag (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) aus. Das teilte der Fußball-Bundesligist mit.
Abwehrchef Schlotterbeck (muskuläre Probleme) und Niklas Süle (Oberschenkelverletzung) fehlten am Vormittag beim Abschlusstraining und sind keine Option. Da auch Emre Can und Filippo Mane verletzt ausfallen, wird voraussichtlich - wie schon in der zweiten Halbzeit des Ligaspiels gegen den FSV Mainz 05 (4:0) - der über die B-Liste nachgemeldete Luca Reggiani spielen müssen. Der junge Italiener war am Freitag erstmals vor der Südtribüne aufgelaufen.
Kimmich schießt mit Biathlon-Legende um die Wette
Auch Bayern-Star Joshua Kimmich wohnt dem Olympiawettkampf der Frauen in Antholz bei. Während seines Besuches bekommt er dann auch mal direkt eine Einweisung in den Biathlon - von keinem geringeren als dem fünffachen Olympiasieger Johannes Thingnes Bø.
"Frustrierend": Im Schneetreiben begräbt Straßer die Olympia-Hoffnungen
Linus Straßer hob im Flockenwirbel von Bormio ratlos die Schultern. 2,35 Sekunden Rückstand auf die Spitze nach dem ersten Lauf des olympischen Slaloms - das war so gar nicht nach dem Geschmack des WM-Dritten. Als Zwölfter vor dem Finale (13.30 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) braucht der Münchner Ski-"Löwe" im Kampf um die Medaillen wohl ein kleines Wunder. Stolze 1,41 Sekunden trennen ihn vom "Stockerl". "Ich bin nicht so schlecht gefahren", sagte Straßer im ZDF, und "würde selber gerne wissen, wo ich das Tempo verloren habe. Kurssetzung, Hang - das ist keine einfache Kombination. Man könnte mich noch zehnmal runterfahren lassen, und ich wüsste nicht wie. Solche Rennen sind immer ein bisschen frustrierend."
Am besten zurecht mit den schwierigen Sichtverhältnissen kam der Norweger Atle Lie McGrath. Der Vizeweltmeister und Weltcup-Führende profitierte von seiner Startnummer eins und zauberte die überlegene Bestzeit in den Schnee. Weltmeister Loic Meillard (Schweiz) auf Rang zwei hat bereits 0,59 Sekunden Rückstand. Dritter ist der Österreicher Fabio Gstrein (+0,94), der als Zwölfter und damit unmittelbar vor Straßer auf die Strecke gegangen war.
Schon operiert, "bete für ihn": Mehrere Brüche überschatten Eishockey
Eishockey-Star Kevin Fiala von den Los Angeles Kings hat bei Olympia mehrere Brüche im linken Unterschenkel erlitten. Der 29 Jahre alte Stürmer der Schweizer Nationalmannschaft wurde in Mailand operiert, wie sein NHL-Klub mitteilte. Fiala wird den Rest der NHL-Hauptrunde, die am 16. April endet, verpassen. "Nicht das Ende, das ich mir für meine erste Olympiade vorgestellt habe. Vielen Dank an alle, dass ihr euch gemeldet habt. Ich schätze die Unterstützung wirklich. Größtes Glück für mein Team Schweiz, holt sie euch!", schrieb Fiala auf Instagram zu einem Bild aus dem Krankenhaus.
Fiala war im olympischen Eishockey-Turnier bei der 1:5-Niederlage am Freitagabend gegen Kanada mit Tom Wilson von den Washington Capitals zusammengeprallt. Danach musste er auf einer Trage liegend vom Eis gefahren werden. "Es tut mir furchtbar leid. Ich sende ihm und seiner Familie meine besten Wünsche, ich bete für ihn. Man möchte nie, dass ein Spieler ausfällt, vor allem nicht bei so einem Turnier. Das ist bitter für das Land und die Mannschaft", sagte Wilson.
Goldmission: Ausrufezeichen im deutschen Bob-Zoff
Bob-Pilot Johannes Lochner hat auf seiner Goldmission in Cortina d'Ampezzo das erste Ausrufezeichen gesetzt und seinem Dauerrivalen Francesco Friedrich im Zweier sofort einen Nackenschlag verpasst. Der Gesamtweltcupsieger aus Bayern raste im ersten Lauf mit Anschieber Georg Fleischhauer zum Bahnrekord und distanzierte Friedrich bereits auf 48 Hundertstelsekunden. Adam Ammour platzierte sich zwischen den beiden Weltklasse-Piloten auf Rang zwei (+0,44).
Für Lochner ist es der perfekte Start in seine letzte Wettkampfwoche. Der 35-Jährige beendet seine Karriere nach den Olympischen Spielen und will unbedingt sein erstes Gold gewinnen. Bei großen Rennen hatte er sich fast immer Friedrich geschlagen geben müssen, unter anderem in Peking 2022 im Zweier und Vierer. Der zweimalige Doppel-Olympiasieger Friedrich hingegen will zum erfolgreichsten Bob-Piloten der Geschichte aufsteigen - mit einem fünften Gold würde der Sachse an André Lange (4x Gold, 1x Silber) vorbeiziehen. Nach einer durchwachsenen Saison hatte er getönt: "Das Imperium hat immer zurückgeschlagen."
"Das beste Team startet": Biathletin verkündet ihr eigenes Staffel-Aus
Am Dienstag und Mittwoch stehen bei den Olympischen Spielen mit den beiden Staffel-Rennen zwei absolute Biathlon-Highlights auf dem Programm. Die Norweger haben bereits ihre Formationen fix. Die seit Monaten in einer Formkrise gefangene Ingrid Landmark Tandrevold wird nur Zuschauerin sein. Das verkündete die viermalige Weltmeisterin am Wochenende höchstpersönlich. "Ich will, dass das beste Team startet. Ich habe das Gefühl, dass ich in meiner Bestform ein Teil des besten Teams bin, aber im Moment bin ich zu instabil, um ein Teil des Teams zu sein. Ich bin mir sicher, dass sie gut performen können. Ich werde ihnen so gut es geht Rückendeckung geben", bestätigte Tandrevold ihr Staffel-Aus gegenüber der Zeitung "Dagbladet".
Sie habe in den letzten Wochen und Monaten "extrem hart" daran gearbeitet, ihre Form zurückzuerlangen. "Aber im Moment bin ich einfach nur leer", gestand die 29-Jährige, die in den bisherigen Olympia-Rennen nur die Plätze 71 (Einzel), 10 (Sprint) und 46 (Verfolgung) belegt hatte.
"Wut und Hass" versöhnt Deutschen mit Olympia
Jeden seiner drei Läufe hatte Leon Ulbricht gewonnen, am Ende reichte es im Mixed-Wettbewerb am Sonntag gemeinsam mit Jana Fischer zu Rang sieben - der deutsche Snowboardcrosser hatte seinen Frieden mit den Olympischen Spielen in Norditalien gemacht. "Es ist ein versöhnlicher Abschluss", sagte der 21-Jährige, der trotz seines großen Potenzials im Einzel der Männer nach einem Crash mit Teamkollege Martin Nörl bereits im Viertelfinale ausgeschieden war: "Heute bin ich mit ein bisschen Wut und Hass gefahren, das hat mich ordentlich gepusht."
Auch wenn es in Livigno nicht zu Edelmetall reichte, hat der Athlet vom SC Rötteln eine vielversprechende Zukunft vor sich. "In vier Jahren kann extrem viel passieren", beschwichtigte er jedoch mit Blick auf die kommenden Spiele, "ich konzentriere mich erstmal auf die restliche Weltcupsaison." Die Gegenwart für die deutschen Snowboarder hingegen sieht weniger rosig aus: Einzig Annika Morgan kann dem Team bei diesen Spielen im Slopestyle theoretisch noch eine Medaille bescheren, allerdings hat die 24-Jährige nur Außenseiterchancen.
"Vielleicht hören wir zu oft, wie gut die Mannschaft ist"
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kassiert gegen die USA beim olympischen Turnier eine deftige 1:5-Klatsche. Man habe zwar zeitweise gut gespielt, sei dann aber "wieder zu schön geworden", analysiert Nationalspieler Moritz Müller. Er glaubt, dem Team falle womöglich die Qualität der Spieler auf die Füße.
Mit Geldsorgen zu Olympia: Deutscher Einzelkämpferin fehlt Finanzierung
Mit wirtschaftlichen Sorgen geht Emma Weiß in ihre zweiten Olympischen Winterspiele. Bei den Aerials gilt die 26-Jährige aus deutscher Sicht als Einzelkämpferin und spürt das auch bei der Förderung. "Ich muss mich nach wie vor komplett selbst finanzieren", sagte Weiß im deutschen Teamhotel in Livigno. Am Dienstag (10.45 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) startet die Schwäbin in die Qualifikation, die sie 2022 in Peking nicht überstand. Im Gesamtweltcup liegt sie derzeit auf dem 13. Rang.
Sie kümmere sich um die Sponsoren-Akquise und -Betreuung sowie die Reiseplanung und -organisation. "Eine Saison ist auch gar nicht so billig, wir reden da von circa 70.000 Euro - das muss erst mal reinkommen", erklärte Weiß, die zumindest auf die Unterstützung durch die Sporthilfe bauen kann. "Aber das deckt gerade einmal einen Bruchteil von dem ab, was ich brauche. Eigentlich muss ich in diesem Jahr von irgendwoher noch ein bisschen Geld kriegen, sonst gehe ich mit einem Minus raus." Der olympische Aerials-Wettbewerb ist eine Disziplin des Freestyle-Skis, bei der die Athletinnen und Athleten über eine steile Schanze springen und in der Luft mehrere Saltos und Schrauben zeigen. Bewertet werden der Absprung, die Ausführung der Tricks in der Luft sowie die Landung, wobei Schwierigkeit und Sauberkeit eine große Rolle spielen.
Das bringt der Olympia-Montag - 16. Februar
Ski alpin: Slalom der Männer, 10 Uhr/13.30 Uhr - mit Linus Straßer
Bob: Zweierbob der Männer, 1. und 2. Lauf, ab 10 Uhr - mit Johannes Lochner/Georg Fleischhauer, Francesco Friedrich/Alexander Schuller und Adam Ammour/Alexander Schaller
Shorttrack: 1000 Meter der Frauen, ab 11 Uhr - ohne deutsche Beteiligung
Skispringen: Superteam der Männer, 19 Uhr - mit Andreas Wellinger/Philipp Raimund
Bob: Monobob der Frauen, 3. und 4. Lauf, ab 19 Uhr - mit Laura Nolte, Lisa Buckwitz und Kim Kalicki
Ski Freestyle: Big Air der Frauen, Finale, 19.30 Uhr - ohne deutsche Beteiligung
Eiskunstlauf: Paarlauf-Kür, 20 Uhr - mit Minerva Hase/Nikita Volodin und Annika Hocke/Robert Kunkel
Abgesetzter Kapitän keilt gegen eigenes Team
Der vor Olympia als Kapitän des Nationalteams abgesetzte Eishockey-Profi Moritz Müller hat das deutsche Team nach der Vorrunde deutlich kritisiert. Nach Meinung des 39 Jahre alten Verteidigers der Kölner Haie kann die bei den Winterspielen mit sieben NHL-Spielern angetretene Mannschaft als Team den Silbermedaillen-Gewinnern von 2018 und den Vize-Weltmeistern von 2023 noch nicht das Wasser reichen. "Im Vorfeld ist viel darüber gesprochen worden, wie gut diese Mannschaft ist. Die besten Mannschaften, die ich bei Deutschland erlebt habe - das war 2018 und 2023. Da muss diese Mannschaft erst noch hinkommen", sagte Müller nach dem 1:5 im letzten Vorrundenspiel gegen Weltmeister USA.
Der langjährige DEB-Kapitän gehört in Mailand nicht mehr zum Kreis der drei Mannschaftsführer. Diese Rollen hatten Bundestrainer Harold Kreis und DEB-Sportdirektor Christian Künast an NHL-Weltstar Leon Draisaitl sowie seine Assistenten Tim Stützle und Moritz Seider vergeben, die ebenfalls Topstars in der nordamerikanischen Profiliga NHL sind.
Bitteres Olympia-Ende mit Platz 42 - aber schon ein Jobangebot
Mit Platz 42 von der Großschanze verlief Katharina Schmids Abschied von der olympischen Bühne trist. Und so schnell wird die Skisprung-Rekordweltmeisterin nach ihrem Karrierende nicht ins Rampenlicht zurückkehren. Die Olympia-Fahnenträgerin peilt zwar eine Laufbahn als Trainerin an, aber vorerst nicht beim Deutschen Skiverband. Das erklärte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel am Sonntagabend in Predazzo. "Es gibt Gespräche zwischen ihr und dem Skiklub in Oberstdorf. Sie möchte jetzt nicht gleich wieder irgendwie durch die Welt reisen, sondern eher mal zu Hause sein, beim Nachwuchs am Stützpunkt", sagte Hüttel: "Und da laufen Gespräche, sogar was eine hauptamtliche Stelle angeht. Und ich hoffe sehr, dass dies zustande kommt."
Gleichsam hofft Hüttel aber, dass die 29-Jährige in absehbarer Zukunft ihr Wissen beim DSV weitergibt. "Wenn sie dann ihre Lizenzen hat, in den nächsten Jahren, kann ich mir durchaus vorstellen, dass man sie mal wieder hier sieht", sagte er: "Das wird die Zeit zeigen, ob sie das selber will. Aber ich glaube, sie würde als Typ, als Mensch, als Persönlichkeit sehr viel mitbringen, um auch wirklich eine tolle Trainerin zu werden."
Regungslos nach heftigem Sturz: Schreckmoment beim Absprung
Mit einem heftigen Sturz hat Ski-Freestyler Elias Lajunen aus Finnland für einen Schreckmoment in der Big-Air-Qualifikation bei den Olympischen Spielen gesorgt. Der 18-Jährige verlor nach dem Absprung die Kontrolle und prallte mit dem Rücken auf die eisige Oberfläche. Lajunen ist der Sohn des dreimaligen Olympiasiegers und ehemaligen Nordischen Kombinierers Samppa Lajunen. Zunächst blieb Elias Lajunen regungslos liegen, dann wurde er nach einer medizinischen Behandlung und unter dem Zuspruch der Zuschauer in einem Schlitten abtransportiert. Dabei streckte er den Daumen nach oben - ein erstes Zeichen der Entwarnung. Lajunen nahm anschließend nicht mehr am Wettbewerb teil.
Beim Big Air geht es darum, nach einem Sprung über eine große Rampe Tricks in der Luft zu zeigen und sicher zu landen. Punkte vergibt die Jury unter anderem für den Schwierigkeitsgrad, die saubere Ausführung, die Höhe und die Landung.