Der Sport-Tag"Frustrierend": Im Schneetreiben begräbt Straßer die Olympia-Hoffnungen
Linus Straßer hob im Flockenwirbel von Bormio ratlos die Schultern. 2,35 Sekunden Rückstand auf die Spitze nach dem ersten Lauf des olympischen Slaloms - das war so gar nicht nach dem Geschmack des WM-Dritten. Als Zwölfter vor dem Finale (13.30 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) braucht der Münchner Ski-"Löwe" im Kampf um die Medaillen wohl ein kleines Wunder. Stolze 1,41 Sekunden trennen ihn vom "Stockerl". "Ich bin nicht so schlecht gefahren", sagte Straßer im ZDF, und "würde selber gerne wissen, wo ich das Tempo verloren habe. Kurssetzung, Hang - das ist keine einfache Kombination. Man könnte mich noch zehnmal runterfahren lassen, und ich wüsste nicht wie. Solche Rennen sind immer ein bisschen frustrierend."
Am besten zurecht mit den schwierigen Sichtverhältnissen kam der Norweger Atle Lie McGrath. Der Vizeweltmeister und Weltcup-Führende profitierte von seiner Startnummer eins und zauberte die überlegene Bestzeit in den Schnee. Weltmeister Loic Meillard (Schweiz) auf Rang zwei hat bereits 0,59 Sekunden Rückstand. Dritter ist der Österreicher Fabio Gstrein (+0,94), der als Zwölfter und damit unmittelbar vor Straßer auf die Strecke gegangen war.