Warnstreik in München: Wird DFB-Pokalspiel des FC Bayern verlegt?
Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen erwartet wegen des Streiks im öffentlichen Nahverkehr für das Pokal-Viertelfinale des Rekordmeisters gegen RB Leipzig erhebliche Probleme. Er wollte am Sonntag nach dem 5:1 in der Liga gegen die TSG Hoffenheim nicht einmal eine Verlegung der Partie am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky und im Liveticker auf ntv.de) gänzlich ausschließen.
Dreesen sprach durch den angekündigten ÖPNV-Streik von einer "Sondersituation. Wir werden sehen müssen, wie wir das organisieren", sagte er und kündigte für Montag weitere Gespräche mit der Polizei, der Stadt und der MVG an. Danach werde man "mitteilen, ob und wie wir in der Lage sind, das Spiel durchzuführen". An - und Abfahrt zur Allianz Arena würden auf jeden Fall "zu einer Herausforderung", so der Bayern-Boss. Man könne den Nahverkehr "nicht ersetzen. Wir müssen schauen, ob wir gemeinsam, MVG und der FC Bayern, zumindest Linderung schaffen."
Bei der Frage nach einer Verlegung, meinte Dreesen: "Wir haben die Entscheidung noch nicht gefällt. Wir werden das morgen miteinander besprechen. Und wenn wir glauben, dass das Spiel durchführbar ist, wovon wir alle ausgehen, dann werden wir es natürlich durchführen - weil die Ersatzmöglichkeiten sind auch sehr überschaubar." Laut Dreesen reisen rund 30.000 Fans mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Stadion.
Snowboard-Star wütet gegen das IOC
Snowboard-Star Ester Ledecka hat nach ihrem unerwartet frühen Aus im Parallel-Riesenslalom das Internationale Olympische Komitee (IOC) deutlich kritisiert. "Sie hören nicht zu, denn es geht ihnen gar nicht um die Athleten", sagte die Tschechin am Sonntag nach dem Rennen in Livigno: "Bei Olympia geht es nicht um die Sportler, es geht um die Show, die Rennen, es geht ums Geld und Politik."
Der Grund für Ledeckas Ärger ist die Debatte um das zukünftige Programm der Winterspiele. Neben der Nordischen Kombination steht auch der Parallel-Riesenslalom der Snowboarder im Fokus, die traditionsreiche Sportart und der relativ junge Wettbewerb stehen für die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen auf der Kippe. Die Snowboard-Disziplin ist erst seit 2002 in Salt Lake City im Programm.
"Wenn man sich hier umschaut, dann haben wir wieder bewiesen, dass wir hierher gehören, denn die Leute sind gekommen, um uns zu sehen. Und es waren wirklich viele, und sie hatten Spaß", sagte Ledecka. Die 30-Jährige hatte 2018 in Pyeongchang als Doppelsiegerin im alpinen Super-G auf Skiern und im Parallel-Riesenslalom Geschichte geschrieben. Zudem holte sie 2022 in Peking Gold auf dem Snowboard .In Livigno war sie als Topfavoritin gestartet, schied aber bereits im Viertelfinale aus. Am Donnerstag (11.30 Uhr) geht Ledecka wieder im Super-G an den Start - dann in Cortina d'Ampezzo.
Wirtz blass: Manchester City schockt Liverpool ganz spät
Florian Wirtz und der FC Liverpool haben im Topspiel der englischen Premier League spät einen Sieg aus der Hand gegeben. Gegen Manchester City unterlagen die Reds nach Führung 1:2 (0:0) und verloren wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze. Das Team von Startrainer Pep Guardiola hingegen vermied in den Schlussminuten einen herben Rückschlag im Meisterrennen.
Bernardo Silva (84.) und Erling Haaland per Foulelfmeter (90.+3) drehten die Partie für die Gäste, die somit weiter sechs Punkte Rückstand auf den FC Arsenal haben. Der frühere Leipziger Dominik Szoboszlai hatte die starken Reds zuvor mit einem traumhaften Freistoß in Führung gebracht (74.) - und flog nach einer Notbremse mit einer Roten Karte vom Platz (90.+10). Wirtz blieb anders als in den vergangenen Wochen blass. Damit steht Liverpool vier Punkt hinter dem FC Chelsea auf Platz fünf, der voraussichtlich zur Königsklasse qualifiziert.
Die Olympischen Winterspiele leiden mit Lindsey Vonn
Den Fans stockte der Atem, dem Vater brach es das Herz - und auch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry fühlte mit. Nachdem der olympische Traum von Superstar Lindsey Vonn dramatisch und schmerzhaft geplatzt war, bangte die Wintersportwelt mit der Speed Queen aus den USA. Eine Diagnose ihrer Verletzung nach dem Sturz auf der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo stand am frühen Sonntagabend noch aus. Vom US-Team hieß es: "Lindsey Vonn hat sich verletzt, befindet sich aber in stabilem Zustand und ist in guten Händen bei einem Team aus amerikanischen und italienischen Ärzten."
IOC-Chefin Coventry schickte Vonn eine Nachricht: "Liebe Lindsey, wir denken alle an Dich. Du bist eine unglaubliche Inspiration und wirst immer ein olympischer Champion sein." Vonns Vater Alan Kildow sagte bei sportschau.de: "Es hat mir das Herz gebrochen. Sie ist so eine Kriegerin, so eine fantastische Wettkämpferin. Sie hat alles gegeben, was sie hat. Leider war es nicht ihr Tag. Das ist wirklich herzzerreißend."
"Ein echter Loser": Donald Trump beleidigt US-Athleten
US-Präsident Donald Trump hat den US-Freestyler Hunter Hess nach dessen Äußerungen über die aktuelle Lage in den Vereinigten Staaten beleidigt. Hess - "ein echter Loser" - sage, er würde die USA bei den Olympischen Spielen nicht vertreten, behauptete Trump auf seiner Plattform Truth Social. Wenn das der Fall sei, hätte sich Hess nicht darum bemühen sollen, Teil des US-Teams zu werden. Es sei schade, dass Hess dabei sei, schrieb Trump. "Es ist sehr schwer, jemanden wie ihn anzufeuern."
Im Rahmen der Olympischen Spiele in Italien gab es bereits mehrfach Protest gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump - besonders mit Blick auf die teils martialisch anmutenden Razzien der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten. Der britische Freestyler Gus Kenworthy hatte kurz vor dem Start der Winterspiele auf Instagram etwa ein Bild gepostet, auf dem "fuck ICE" zu sehen ist - nach seinen Angaben hat Kenworthy den Schriftzug in den Schnee gepinkelt.
Der amerikanische Freestyler Hunter Hess sagte jüngst, es rufe "gemischte Gefühle" hervor, die USA im Moment zu vertreten. "Wenn es mit meinen moralischen Werten übereinstimmt, fühle ich mich vertreten. Aber nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert."
Team D ganz kurz vor erster Gold-Medaille
Rodler Max Langenhan steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Der Weltmeister, der im dritten Lauf seinen dritten Bahnrekord auf der neu gebauten Bahn im Cortina Sliding Centre fuhr, vergrößerte vor dem abschließenden vierten Lauf im Einsitzer seinen Vorsprung auf den Österreicher Jonas Müller auf 0,294 Sekunden, der im dritten Lauf Startrekord hinlegte. Dritter ist der Italiener Dominik Fischnaller, der in Peking vor vier Jahren Bronze holte.
Der Weltcupführende Felix Loch aus Berchtesgaden patzte erneut auf der Startrampe und blieb auf Rang acht hängen. Der Routinier legte zwar in Durchgang eins zwischenzeitlich einen Startrekord hin, patzte aber auch da kurz nach dem Start. Zudem haderte er mit seinem Set-Up am Schlitten. Der Chemnitzer Timon Grancagnolo liegt hinter Loch auf Rang neun.
Claudia Pechsteins Rekord fällt: Österreicherin mit neuer Bestmarke
Kurz nachdem sich Claudia Riegler den Rekord als älteste Athletin, die je bei einer Medaillenentscheidung bei Olympischen Winterspielen teilgenommen hat, geschnappt hatte, blickte die Österreicherin schon auf das nächste sportliche Ziel: Die Weltmeisterschaft 2027 im Montafon "reizt mich sehr", sagte die Snowboarderin im Zielraum in Livigno lachend, "das wäre aus jetziger Sicht ein sehr schöner Abschluss."
Zuvor hatte sich Riegler, am Wettkampftag 52 Jahre, 30 Wochen und sechs Tage alt, im Parallel-Riesenslalom bei den Olympischen Spielen in Norditalien bis ins Achtelfinale vorgekämpft und war erst dort an der tschechischen Olympiasiegerin von 2018 und 2022, Ester Ledecka, gescheitert. "Ich bin stolz, dass ich mich qualifiziert habe", freute sich Riegler. Dabei war sie mit 30 einst aus dem österreichischen Kader geflogen: weil sie als zu alt befunden wurde.
Das Guinness-Buch der Rekorde führt zwar Anne Abernathy von den Amerikanischen Jungferninseln als bislang älteste Winter-Olympionikin, die ehemalige Rennrodlerin hatte sich bei den Spielen 2006 in Turin wegen eines Sturzes im Training jedoch nicht für den Wettkampf qualifizieren können - Abernathy war damals 52 Jahre und zehn Monate alt. Die bislang älteste Olympionikin bei Winterspielen, die an einem Wettkampf teilnahm, war die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein, die kurz vor ihrem 50. Geburtstag bei den Spielen in Peking 2022 antrat.
Deutsche Medaillen-Hoffnung stürzt im Viertelfinale
Ein Sturz im Parallel-Riesenslalom hat Snowboarderin Ramona Hofmeister die Chance auf eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Italien gekostet. Die 29-Jährige schied im Viertelfinale aus. Durchaus überraschend war in der Runde der besten acht Starterinnen auch für die dreifache Olympiasiegerin Ester Ledecka aus Tschechien Endstation.
Hofmeister galt nach ihrem starken Comeback als Medaillenanwärterin. Im September hatte sie sich einen Sprunggelenkbruch zugezogen. Unmittelbar nach ihrer Rückkehr in den Weltcup glänzte sie mit zwei Siegen in Scuol und Bansko und schürte damit die Hoffnungen auf ihre zweite Olympia-Medaille nach Bronze bei den Spielen 2018.
Bereits zuvor waren Cheyenne Loch und Elias Huber im Achtelfinale gescheitert. Die K.-o.-Runde verpassten bei den Männern Stefan Baumeister (18.), Max Kühnhauser (24.) und Yannik Angenend (25.). Bei den Frauen war für Melanie Hochreiter (20.) sowie Mathilda Scheid (26.) früh Schluss.
Horror-Sturz: Trainer mit erstem Verletzungsupdate zu Lindsey Vonn
Ski-Star Lindsey Vonn hat sich beim Sturz in der Olympia-Abfahrt womöglich schwer verletzt. "Anscheinend soll es ein Bruch im Unterschenkel sein", sagte der Speed-Trainer der US-Amerikanerinnen, Alex Hödlmoser, dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Man wisse aber noch nichts Genaueres, die 41-Jährige werde weiter untersucht. Vonn war nach ihrem heftigen Sturz auf der Piste Olimpia delle Tofane in Cortina d'Ampezzo vor Schmerzen schreiend liegen geblieben, lange behandelt und schließlich per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.
"Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten", sagte Vonns Schwester Karin Kildow dem Sender NBC. "Wenn so etwas passiert, hofft man sofort, dass es ihr gut geht, und es war beängstigend. Wenn man sieht, wie die Tragen aufgestellt werden, ist das kein gutes Zeichen." Vonn werde weiter medizinisch untersucht, so Kildow. Die Familie habe keine weiteren Informationen erhalten.
Bundesliga-Schiedsrichter gesteht: Ja, ich habe einen Fehler gemacht
Schiedsrichter Patrick Ittrich hat den äußerst fragwürdigen Elfmeter beim Bundesligaspiel des FSV Mainz 05 gegen FC Augsburg (2:0) indirekt als Fehlentscheidung bezeichnet. "Als ich die Bilder angesehen habe, ist mir schnell bewusst geworden, dass sie nicht zu dem passen, was ich wahrgenommen habe. Da haben wir keine Argumente mehr. Natürlich bin ich überhaupt nicht zufrieden damit", sagte Ittrich im "Doppelpass" bei Sport1 und ergänzte: "Ich kann den Frust des FC Augsburg verstehen."
Ittrich hatte nach einem Strafraumduell zwischen Elvis Rexhbecaj und dem Mainzer Stefan Bell auf Strafstoß entschieden, der auch nach minutenlanger Überprüfung des VAR Bestand hatte. "Ich hatte Kontakt mit dem Video-Assistenten, weil es so lange gedauert hat. Er hat mir gesagt, dass sie nicht auflösen können, ob es einen Kontakt gegeben hat oder nicht", berichtete Ittrich.
Im Nachgang räumte er ein: "In diesem Moment habe ich mich schon gefragt, ob ich nicht selbst rausgehen sollte, um mir die Szene anzuschauen. Allerdings war die Frage, ob mir der Videobeweis die Bilder liefern könnte, um überzeugt zu sein. Das wurde verneint. Deswegen bin ich nicht rausgegangen. Vielleicht hätte ich es selbst initiieren sollen."
Rap-Legende ganz sportlich: "Coach Snoop" wagt sich für die USA auf Eis und Schnee
Als Olympia-Fackelträger und Ehrentrainer spornt Snoop Dogg die US-amerikanischen Sportlerinnen und Sportler bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen an. Dafür begibt sich der Rapper auf für ihn eher ungewöhnliches Terrain.
"Gelassenheit": Preuß ist froh über angekündigtes Karriereende
Franziska Preuß geht nach ihrem angekündigten Karriereende erleichtert in ihre letzten Olympischen Winterspiele. "Es hat schon gutgetan, das mal auszusprechen", sagte die Biathlon-Gesamtweltcupsiegerin in Antholz: "Ich will mit einer gewissen Gelassenheit in die Rennen gehen. Diese Atmosphäre nochmal aufsaugen. Man wird es nicht mehr allzu oft haben."
Vor dem Saisonhöhepunkt hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres das Rätselraten um ihre Zukunft beendet. Spätestens nach dem letzten Weltcup des Winters am Holmenkollen in Oslo soll Schluss sein. Zuvor will es Preuß aber noch einmal voll wissen. Die erste Medaillenchance bietet dabei die Mixed-Staffel (14.05 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker). Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Schlussläuferin Preuß wollen dabei den Grundstein für erfolgreiche Wochen in Südtirol legen.
Irre Haar-Wette: Leidgeprüfter Fan könnte Zotteln bald los sein
Seit fast 500 Tagen wachsen die zotteligen Haare von Frank Ilett unaufhörlich. Doch die Hoffnung des treuen Anhängers von Manchester United, dass er seine strubbelige Mähne bald los ist, war wohl nie größer als jetzt. Er lasse seine Haare wuchern, bis die immer wieder strauchelnden Red Devils endlich fünf Spiele in Folge gewonnen haben, verspricht der Engländer, der auf der Insel für Aufsehen sorgt, seinen inzwischen über eine Million Followern Tag für Tag.
Am Samstag feierte der wiedererstarkte Rekordmeister gegen Tottenham Hotspur (2:0) seinen vierten Sieg in Serie. Und in das Duell mit dem Abstiegskandidaten West Ham United geht Manchester am Dienstag (21.15 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) als klarer Favorit. "Diese Frisur ist bald weg", freute sich Ilett schon, er dankte dem neuen Coach Michael Carrick, der United in die Erfolgsspur geführt hat: Es sei "das erste Mal, dass es vier nacheinander sind, seit ich die Challenge begonnen habe".
Der Zeitung The Sun ("Die Schere ist in Sicht") zufolge sorgen die Haare des Fußballfans aber nicht nur bei Instagram für Erheiterung. Auch die Stars von Manchester United wissen offenbar Bescheid. "Sie kennen Frank sehr wohl, weil er immer wieder in ihren Sozialen Medien auftaucht", schrieb das britische Boulevardblatt: "Einige von ihnen machen Witze und sagen: Komm schon, lasst uns diesem Typen eine Frisur verpassen." An Tag 493 könnte es endlich so weit sein.
NBA-Star beleidigt Schiedsrichterin sexistisch
Gleich mehrfach beleidigte NBA-Profi Alperen Sengün unter der Woche eine Schiedsrichterin sexistisch und flog daraufhin vom Feld, jetzt hat sich der Basketballstar von den Houston Rockets reumütig gezeigt. "Manchmal kann man sich einfach nicht beherrschen, aber ich hätte es besser wissen müssen", sagte der türkische Nationalspieler nach dem Duell bei Meister Oklahoma City Thunder (112:106): "Das war unreif von mir."
Im Spiel gegen Rekordchampion Boston Celtics am Mittwoch (93:114) hatte Sengün eine Schiedsrichterin im Schlussviertel wiederholt als "bitch" (Schlampe) bezeichnet. Es folgte die Disqualifikation. "Ich bin in die Umkleidekabine gegangen, um mich zu entschuldigen. Ich habe ihr die Hand geschüttelt und gesagt, dass das nie wieder vorkommen wird", so Sengün: "Es ist einfach im Eifer des Gefechts passiert. Sie hat es verstanden, und es war gut für uns beide." Videos vom Vorfall machten online die Runde, jetzt musste sich der 23-Jährige erklären.
Ins Krankenhaus: Rodel-Legende Hackl stürzt bei Olympia
Deutschlands Rodel-Legende Georg Hackl ist als Trainer Österreichs auch bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo dabei. Doch nun fällt er erst einmal aus: Nach einem Sturz muss er ins Krankenhaus. Hackl sagte der "Bild": "Ich wollte mir das Training meiner Rodler anschauen. Ich bin auf einen Weg gegangen und ein wenig hochgeklettert, um auf die Bahn zu gucken. Das ist ja mein Job. Dummerweise ist unter mir etwas weggebrochen und ich bin aus 1,80 Meter auf den Kopf gefallen. Ich habe mir mindestens die Schulter ausgerenkt, jetzt muss ich ins Krankenhaus."
Am späten Nachmittag (ab 17 Uhr, ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) geht es um Edelmetall bei den Männern. Gold-Favorit ist Max Langenhan. Der Deutsche setzte in den ersten beiden Durchgängen jeweils einen neuen Bahnrekord und führt die Konkurrenz an. Hackls Athlet Jonas Müller ist sein erster Verfolger. Felix Loch liegt derzeit nur auf Platz acht. Hackl gehört zu den erfolgreichsten Rodlern der olympischen Geschichte, gewann 1992, 1994 und 1998 jeweils Gold im Einzel für Deutschland. Nach vielen Jahren als Trainer im deutsche Team betreut er seit 2022 die Österreicher.
Dicke Enttäuschung für Deutsche auf der Piste
Die deutschen Snowboarder müssen sich gegenseitig trösten. Im Parallel-Riesenslalom bei den Olympischen Spielen sind drei von vier Deutschen in der Qualifikation ausgeschieden. Neben dem WM-Zweiten Stefan Baumeister schieden auch Max Kuenhauser und Yannik Angenend aus, einzig Elias Huber qualifizierte sich als Zwölfter für die Entscheidungsläufe. Nach der Qualifikation fahren die Athletinnen und Athleten - beginnend mit dem Achtelfinale - in direkten Duellen gegeneinander. Nur die Sieger ziehen in die nächste Runde ein. Die Finalläufe starten um 13 Uhr.
Bei den Frauen lief es etwas besser, Medaillenhoffnung Ramona Hofmeister hat aber noch Luft nach oben. Die 29-Jährige kam in der Qualifikation nach einem durchwachsenen ersten von zwei Läufen auf den siebten Rang und verpasste damit eine optimale Ausgangslage für den Kampf um die Medaillen. "Mit der ersten Runde war ich nicht ganz zufrieden. Im Finale ist aber alles drin, ich freue mich drauf", sagte Hofmeister im ZDF. Auch Cheyenne Loch schaffte als 15. gerade noch den Sprung unter die besten 16, Melanie Hochreiter und Mathilda Scheid schieden aus.
"Quatsch": Vizekanzler bügelt WM-Boykott ab
Vizekanzler Lars Klingbeil hat die ablehnende Haltung der Bundesregierung mit Blick auf einen möglichen Boykott der Fußball-WM unterstrichen. "Ich halte die Debatte wirklich für Quatsch und ich muss das auch so deutlich sagen. Ich finde, bei allen politischen Auseinandersetzungen, die man mit den USA hat, halte ich einen WM-Boykott für eine vollkommen falsche Debatte", sagte der Bundesfinanzminister der Bild am Sonntag.
Klingbeil führte aus, dass durch ein Fernbleiben von dem Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) den Spielern "etwas aufgedrückt" würde, "was wir eigentlich in der Politik lösen müssen und nicht auf dem Rücken der Sportler austragen sollten". In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" hatte Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, zuletzt bereits betont, dass der Sport nicht für die Gestaltung außenpolitischer Beziehungen wie zu den USA instrumentalisiert werden dürfe.
Klub meldet: ter Stegen ist operiert
Die Operation von Marc-André ter Stegen ist nach Angaben des FC Girona reibungslos verlaufen. Die Einsatzfähigkeit des 33 Jahre alten deutschen Fußball-Nationaltorwarts hänge nun von seinem Genesungsfortschritt ab, hieß es in einem kurzen Statement. Ter Stegen hatte sich in seinem zweiten Spiel für den Klub aus Katalonien eine Oberschenkelverletzung zugezogen. Details sind nicht bekannt.
Er war vorher vom FC Barcelona bis zum Ende dieser Saison an Girona ausgeliehen worden. Ter Stegen hatte sich dadurch Spielzeit erhofft, um im Sommer bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko als deutsche Nummer eins auflaufen zu können. Nach seiner erneuten Verletzung hatte der im Sommer 2014 nach Barcelona gewechselte ter Stegen aber bereits von einem Ausfall von mehreren Monaten gesprochen.
NFL-Profi hat häuslichen Streit, flüchtet vor Polizei, wird festgenommen
Football-Profi James Pearce Jr. von den Atlanta Falcons ist wegen eines mutmaßlichen häuslichen Zwischenfalls in Florida festgenommen worden. Er habe zudem bei der Flucht vor der Polizei mit seinem Auto einen Unfall gehabt, teilten die Behörden mit. Laut Polizeiangaben soll es zuvor zu einem Streit mit Basketballspielerin Rickea Jackson vom WNBA-Team der Los Angeles Sparks gekommen sein. Den Gefängnisakten zufolge wird Pearce angeklagt.
Die Falcons gaben in einer Erklärung bekannt, dass sie von der Festnahme Kenntnis haben. "Wir sind über einen Vorfall mit James Pearce Jr. in Miami informiert", teilten die Falcons laut US-Medien mit. "Wir sammeln derzeit weitere Informationen und werden uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter zu dem laufenden Gerichtsverfahren äußern." Pearce, 22 Jahre alter Erstrunden-Pick der Atlanta Falcons, stand für sein Team in allen Partien auf dem Feld. Bei der Wahl zum besten Defensiv-Rookie des Jahres belegte er am Ende seiner ersten NFL-Saison den dritten Platz. Basketballerin Jackson wurde 2024 in das Rookie-Team des Jahres der nordamerikanischen Frauen-Profiliga gewählt.
"Haufen Scheiße" - FCK entschuldigt sich für 0:4-Fiasko
Der SV Darmstadt 98 zieht an die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga und überrennt dabei mühelos den 1. FC Kaiserslautern. Nach der herben 0:4-Klatsche entschuldigt sich FCK-Spieler Fabian Kunze bei den Fans, während Keeper Julian Krahl seinem Ärger über die "bodenlose Frechheit" Luft macht.
Liverpools 69-Millionen-Einkauf verletzt sich schwer
Kaum verpflichtet, schon in Sorge: Liverpools künftiger Neuzugang Jeremy Jacquet hat sich bei der 1:3-Niederlage von Stade Rennes in der Ligue 1 gegen den RC Lens eine schwere Schulterverletzung zugezogen, wodurch weitere Einsätze vor seinem Wechsel nach Anfield im Sommer fraglich sind. Jacquet stürzte in der zweiten Halbzeit des französischen Ligaspiels unglücklich und hatte beim Verlassen des Spielfelds offensichtlich starke Schmerzen. "Bei Jeremy ist es die Schulter, bei Abdelhamid (Ait Boudlal, ein weiterer Spieler von Rennes, der sich im selben Spiel verletzt hat) sind es die Muskeln", erklärte Rennes-Cheftrainer Habib Beye nach dem Spiel gegenüber Reportern.
Liverpool hatte sich am Montag auf einen 69-Millionen-Euro-Deal für Jacquet eingelassen, der 20-jährige Verteidiger wird bis zum Ende der Saison beim französischen Verein bleiben.
"Konnte mich gar nicht bewegen": Deutscher Gold-Favorit wollte nicht fahren
Zweimal Bahnrekord, ein perfekter erster Tag - Max Langenhan strebt der Goldmedaille entgegen. Dabei wäre der Rodler fast gar nicht angetreten bei den Olympischen Winterspielen. Denn in der Nacht auf Samstag konnte er kaum schlafen. "Ich bin um 4 Uhr aufgewacht und konnte mich gar nicht bewegen und war eigentlich der Meinung, dass ich gar nicht fahre. Wir haben sehr gute Physios und Ärzte, die haben sechs Stunden rumgewerkt an meinem Nacken. Ich konnte gar nicht ordentlich starten. Wir hoffen, dass es morgen besser wird", sagte er laut "Bild".
Dass er zur Halbzeit des Wettkampfes deutlich vor der Konkurrenz führt, will Langenhan nicht allzu hoch bewerten. "Auf 3,6 Kilometern kann sehr viel passieren." Denn zwei Läufe stehen im Cortina Sliding Centre noch an. Die Medaillen werden nach den abschließenden zwei Läufen (17.00, 18.34 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) vergeben.
Weltmeister wechselt, kehrt zu Ex zurück - und siegt
Basketball-Weltmeister Dennis Schröder hat nur eine Woche nach seinem Trade in der NBA eine erfolgreiche Rückkehr nach Sacramento gefeiert. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft gewann mit den Cleveland Cavaliers 132:126 bei den Kings und holte mit seinem neuen Klub beim zweiten Einsatz den zweiten Sieg. Schröder kam an alter Wirkungsstätte von der Bank und steuerte in 17 Minuten zehn Punkte, drei Rebounds und vier Assists bei.
Der elfmalige Allstar James Harden feierte für Cleveland sein Debüt und kam dabei auf 23 Zähler. Bester Werfer war Point Guard Donovan Mitchell mit 35 Punkten, für Sacramento traf Nique Clifford mit 30 Zählern am besten. Die Cavs hatten Schröder am vergangenen Sonntag aus Sacramento verpflichtet. Während der 32-Jährige mit Cleveland bei einer Bilanz von 32 Siegen und 21 Niederlagen gute Chancen auf die Playoffs hat, bleiben die Kings mit zwölf Siegen und 42 Niederlagen das schlechteste Team der Liga.
Kampf um Heim-Olympia: Doping-gesperrte Biathletin erhält Zuspruch
Im Kampf gegen ihre vorläufige Dopingsperre bekommt die italienische Biathletin Rebecca Passler bei den Olympischen Winterspielen im eigenen Land moralische Unterstützung von ihren Teamkolleginnen. "Ich habe ihr natürlich eine Nachricht geschrieben, weil ich ihr in diesem schwierigen Moment nahe sein wollte", sagte Ex-Weltmeisterin Dorothea Wierer. Passler sei eine "tolle Person", die Unterstützung verdient, ergänzte die 35-Jährige, die zweimal den Gesamtweltcup gewann. "Mehr können wir im Moment nicht tun. Wir können nur abwarten und ihr eine große Umarmung schicken."
Die 24-jährige Passler will ihre Sperre nicht akzeptieren und reichte beim Internationalen Sportgerichtshof Cas einen entsprechenden Antrag dagegen ein. Am Dienstag wird sie deswegen angehört, einen Tag später steht über 15 Kilometer das erste Einzelrennen der Winterspiele bei den Frauen an. Passler fordert den Angaben zufolge, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme doch noch zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Italiens Anti-Doping-Behörde positiv auf Letrozol getestet und anschließend vorläufig suspendiert worden. Sie argumentiert, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld.
Stichelei gegen Vater: Deutscher Fahnenträger sinnt auf Revanche
Eishockey-Topstar Leon Draisaitl setzt auf eine persönliche Olympia-Revanche gegen Kanada. Für das Viertelfinale am 18. Februar hofft der 30 Jahre alte Stürmer der Edmonton Oilers auf ein Duell mit dem Mutterland des Eishockeys. "Wenn es dazu kommt, wird es hoffentlich ein besseres Ende geben", sagte Draisaitl in Mailand. Draisaitl denkt dabei an ein ganz besonderes Duell vor dann genau 34 Jahren zurück. Am 18. Februar 1992 spielte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes in Meribel im Olympia-Viertelfinale gegen Kanada und stand kurz vor dem sensationellen Halbfinal-Einzug. Gegen das Team um den späteren NHL-Star Eric Lindros vergab Draisaitls Vater Peter den entscheidenden Penalty. Dem langjährigen NHL-Keeper Sean Burke schob Draisaitl senior den Puck zwar zwischen die Beine, der blieb aber genau auf der Linie liegen und Deutschland war ausgeschieden.
"Ich habe mit Papa oft darüber gesprochen. Wahrscheinlich verbinden den Namen viele Leute mit diesem Abend", sagte Leon Draisaitl lachend und stichelte: "Mein Vater war physisch nie die größte Rakete." Draisaitl junior will es nun besser machen. "Das wäre ein gutes Zeichen, wenn wir an dem Datum gegen Kanada im Penaltyschießen sind. Dann haben wir irgendwas richtig gemacht", sagte Draisaitl angesichts der großen Leistungsstärke des olympischen Eishockeyturniers in Mailand.
Schiri gesteht "dünnen" Elfmeterpfiff ein
Ärger beim FC Augsburg, Glücksgefühle beim FSV Mainz 05: Ein fragwürdiger Elfmeterpfiff zugunsten der Mainzer sorgte weit über den Abpfiff hinaus für Diskussionen. Schiedsrichter Patrick Ittrich stellte sich den Fragen zu seiner harten Entscheidung, nachdem er die Bilder nochmal gesehen hatte. "Es ist eher dünn, muss ich schon sagen. Wenn ich die Bilder sehe, muss man wahrscheinlich davon ausgehen, dass es eher keiner ist", sagte Ittrich bei Sky nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg der Mainzer in der Fußball-Bundesliga.
Am Ergebnis hatte der Unparteiische einen gewissen Anteil. In der 5. Minute pfiff er nach einem leichten Kontakt des Augsburgers Elvis Rexhbecaj gegen Stefan Bell Strafstoß, der VAR prüfte, ließ die Entscheidung aber stehen. "Ich habe gesehen, dass der Spieler Bell ganz klar den Ball spielt und dass der Spieler Rexhbecaj voll durchzieht, dass es zu einem klaren Kontakt am Fuß kommt. Ich höre ihn auch", erklärte Ittrich. Der Videoassistent habe den Kontakt "weder widerlegen noch belegen" können, sagte der Hamburger, ehe er eingestand: "Ich will nicht sagen, im Sinne des Fußballs war das ein tausendprozentiger Elfmeter, auf gar keinen Fall."
Das bringt der Olympia-Tag
Ski alpin: Abfahrt der Frauen, 11.30 Uhr - mit Lindsey Vonn, deutsche Fahrerinnen: Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann
Langlauf: Skiathlon 2 x 10 Kilometer der Männer, 12.30 Uhr - mit Friedrich Moch, Jakob Moch und Florian Notz
Biathlon: Mixed-Staffel, 14.05 Uhr - mit Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß
Snowboard: Parallel-Riesenslalom der Frauen, ab 9.00 Uhr - mit Ramona Hofmeister, Cheyenne Loch, Melanie Hochreiter und Mathilda Scheid
Snowboard: Parallel-Riesenslalom der Männer, ab 09.30 Uhr - mit Stefan Baumeister, Elias Huber, Yannik Angenend und Max Kühnhauser
Eisschnelllauf: 5000 Meter der Männer, 16.00 Uhr - mit Gabriel Groß, Felix Maly und Fridtjof Petzold
Rodeln: Einsitzer der Männer, 3. und 4. Durchgang, ab 17.00 Uhr - mit Max Langenhan, Felix Loch und Timon Grancangnolo
Eiskunstlauf: Team - ohne deutsche Beteiligung
Molotow-Cocktails und Krawalle bei Olympia-Demonstration
Bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Winterspiele ist es in Mailand zu Krawallen gekommen. Nach einem Protestmarsch von mehr als 3000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes warfen einige Teilnehmer Rauchbomben und Molotow-Cocktails in Richtung Sicherheitskräfte. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab sechs Festnahmen.
Der Protest richtete sich unter anderem gegen die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungspolizei ICE bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Bei dem Demonstrationszug waren - wie bei früheren Märschen - wieder Plakate wie "ICE out" ("ICE raus") oder "ICE=SS" zu sehen. Die US-Einwanderungspolizei steht in der Kritik wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. In der US-Delegation sollen sich ICE-Beamte um den Schutz von Offiziellen wie US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio kümmern. Vor einer Woche waren bei einer Kundgebung von Autonomen in der früheren Olympiastadt Turin mehr als 100 Menschen verletzt worden.