Der Sport-Tag
8. Februar 2026
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09:17 Uhr

Liverpools 69-Millionen-Einkauf verletzt sich schwer

Kaum verpflichtet, schon in Sorge: Liverpools künftiger Neuzugang Jeremy Jacquet hat sich bei der 1:3-Niederlage von Stade Rennes in der Ligue 1 gegen den RC Lens eine schwere Schulterverletzung zugezogen, wodurch weitere Einsätze vor seinem Wechsel nach Anfield im Sommer fraglich sind. Jacquet stürzte in der zweiten Halbzeit des französischen Ligaspiels unglücklich und hatte beim Verlassen des Spielfelds offensichtlich starke Schmerzen. "Bei Jeremy ist es die Schulter, bei Abdelhamid (Ait Boudlal, ein weiterer Spieler von Rennes, der sich im selben Spiel verletzt hat) sind es die Muskeln", erklärte Rennes-Cheftrainer Habib Beye nach dem Spiel gegenüber Reportern.

Liverpool hatte sich am Montag auf einen 69-Millionen-Euro-Deal für Jacquet eingelassen, der 20-jährige Verteidiger wird bis zum Ende der Saison beim französischen Verein bleiben.

Liverpools 69-Millionen-Einkauf verletzt sich schwer
08:17 Uhr

"Konnte mich gar nicht bewegen": Deutscher Gold-Favorit wollte nicht fahren

Zweimal Bahnrekord, ein perfekter erster Tag - Max Langenhan strebt der Goldmedaille entgegen. Dabei wäre der Rodler fast gar nicht angetreten bei den Olympischen Winterspielen. Denn in der Nacht auf Samstag konnte er kaum schlafen. "Ich bin um 4 Uhr aufgewacht und konnte mich gar nicht bewegen und war eigentlich der Meinung, dass ich gar nicht fahre. Wir haben sehr gute Physios und Ärzte, die haben sechs Stunden rumgewerkt an meinem Nacken. Ich konnte gar nicht ordentlich starten. Wir hoffen, dass es morgen besser wird", sagte er laut "Bild".

Dass er zur Halbzeit des Wettkampfes deutlich vor der Konkurrenz führt, will Langenhan nicht allzu hoch bewerten. "Auf 3,6 Kilometern kann sehr viel passieren." Denn zwei Läufe stehen im Cortina Sliding Centre noch an. Die Medaillen werden nach den abschließenden zwei Läufen (17.00, 18.34 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) vergeben.

"Konnte mich gar nicht bewegen": Deutscher Gold-Favorit wollte nicht fahren
07:37 Uhr

Weltmeister wechselt, kehrt zu Ex zurück - und siegt

Basketball-Weltmeister Dennis Schröder hat nur eine Woche nach seinem Trade in der NBA eine erfolgreiche Rückkehr nach Sacramento gefeiert. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft gewann mit den Cleveland Cavaliers 132:126 bei den Kings und holte mit seinem neuen Klub beim zweiten Einsatz den zweiten Sieg. Schröder kam an alter Wirkungsstätte von der Bank und steuerte in 17 Minuten zehn Punkte, drei Rebounds und vier Assists bei.

Der elfmalige Allstar James Harden feierte für Cleveland sein Debüt und kam dabei auf 23 Zähler. Bester Werfer war Point Guard Donovan Mitchell mit 35 Punkten, für Sacramento traf Nique Clifford mit 30 Zählern am besten. Die Cavs hatten Schröder am vergangenen Sonntag aus Sacramento verpflichtet. Während der 32-Jährige mit Cleveland bei einer Bilanz von 32 Siegen und 21 Niederlagen gute Chancen auf die Playoffs hat, bleiben die Kings mit zwölf Siegen und 42 Niederlagen das schlechteste Team der Liga.

Weltmeister wechselt, kehrt zu Ex zurück - und siegt
07:19 Uhr

Kampf um Heim-Olympia: Doping-gesperrte Biathletin erhält Zuspruch

Im Kampf gegen ihre vorläufige Dopingsperre bekommt die italienische Biathletin Rebecca Passler bei den Olympischen Winterspielen im eigenen Land moralische Unterstützung von ihren Teamkolleginnen. "Ich habe ihr natürlich eine Nachricht geschrieben, weil ich ihr in diesem schwierigen Moment nahe sein wollte", sagte Ex-Weltmeisterin Dorothea Wierer. Passler sei eine "tolle Person", die Unterstützung verdient, ergänzte die 35-Jährige, die zweimal den Gesamtweltcup gewann. "Mehr können wir im Moment nicht tun. Wir können nur abwarten und ihr eine große Umarmung schicken."

Die 24-jährige Passler will ihre Sperre nicht akzeptieren und reichte beim Internationalen Sportgerichtshof Cas einen entsprechenden Antrag dagegen ein. Am Dienstag wird sie deswegen angehört, einen Tag später steht über 15 Kilometer das erste Einzelrennen der Winterspiele bei den Frauen an. Passler fordert den Angaben zufolge, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme doch noch zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Italiens Anti-Doping-Behörde positiv auf Letrozol getestet und anschließend vorläufig suspendiert worden. Sie argumentiert, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld.

Kampf um Heim-Olympia: Doping-gesperrte Biathletin erhält Zuspruch
06:32 Uhr

Stichelei gegen Vater: Deutscher Fahnenträger sinnt auf Revanche

Eishockey-Topstar Leon Draisaitl setzt auf eine persönliche Olympia-Revanche gegen Kanada. Für das Viertelfinale am 18. Februar hofft der 30 Jahre alte Stürmer der Edmonton Oilers auf ein Duell mit dem Mutterland des Eishockeys. "Wenn es dazu kommt, wird es hoffentlich ein besseres Ende geben", sagte Draisaitl in Mailand. Draisaitl denkt dabei an ein ganz besonderes Duell vor dann genau 34 Jahren zurück. Am 18. Februar 1992 spielte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes in Meribel im Olympia-Viertelfinale gegen Kanada und stand kurz vor dem sensationellen Halbfinal-Einzug. Gegen das Team um den späteren NHL-Star Eric Lindros vergab Draisaitls Vater Peter den entscheidenden Penalty. Dem langjährigen NHL-Keeper Sean Burke schob Draisaitl senior den Puck zwar zwischen die Beine, der blieb aber genau auf der Linie liegen und Deutschland war ausgeschieden.

"Ich habe mit Papa oft darüber gesprochen. Wahrscheinlich verbinden den Namen viele Leute mit diesem Abend", sagte Leon Draisaitl lachend und stichelte: "Mein Vater war physisch nie die größte Rakete." Draisaitl junior will es nun besser machen. "Das wäre ein gutes Zeichen, wenn wir an dem Datum gegen Kanada im Penaltyschießen sind. Dann haben wir irgendwas richtig gemacht", sagte Draisaitl angesichts der großen Leistungsstärke des olympischen Eishockeyturniers in Mailand.

Stichelei gegen Vater: Deutscher Fahnenträger sinnt auf Revanche
06:08 Uhr

Schiri gesteht "dünnen" Elfmeterpfiff ein

Ärger beim FC Augsburg, Glücksgefühle beim FSV Mainz 05: Ein fragwürdiger Elfmeterpfiff zugunsten der Mainzer sorgte weit über den Abpfiff hinaus für Diskussionen. Schiedsrichter Patrick Ittrich stellte sich den Fragen zu seiner harten Entscheidung, nachdem er die Bilder nochmal gesehen hatte. "Es ist eher dünn, muss ich schon sagen. Wenn ich die Bilder sehe, muss man wahrscheinlich davon ausgehen, dass es eher keiner ist", sagte Ittrich bei Sky nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg der Mainzer in der Fußball-Bundesliga.

Am Ergebnis hatte der Unparteiische einen gewissen Anteil. In der 5. Minute pfiff er nach einem leichten Kontakt des Augsburgers Elvis Rexhbecaj gegen Stefan Bell Strafstoß, der VAR prüfte, ließ die Entscheidung aber stehen. "Ich habe gesehen, dass der Spieler Bell ganz klar den Ball spielt und dass der Spieler Rexhbecaj voll durchzieht, dass es zu einem klaren Kontakt am Fuß kommt. Ich höre ihn auch", erklärte Ittrich. Der Videoassistent habe den Kontakt "weder widerlegen noch belegen" können, sagte der Hamburger, ehe er eingestand: "Ich will nicht sagen, im Sinne des Fußballs war das ein tausendprozentiger Elfmeter, auf gar keinen Fall."

Schiri gesteht "dünnen" Elfmeterpfiff ein
06:05 Uhr

Das bringt der Olympia-Tag

Ski alpin: Abfahrt der Frauen, 11.30 Uhr - mit Lindsey Vonn, deutsche Fahrerinnen: Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann

Langlauf: Skiathlon 2 x 10 Kilometer der Männer, 12.30 Uhr - mit Friedrich Moch, Jakob Moch und Florian Notz

Biathlon: Mixed-Staffel, 14.05 Uhr - mit Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß

Snowboard: Parallel-Riesenslalom der Frauen, ab 9.00 Uhr - mit Ramona Hofmeister, Cheyenne Loch, Melanie Hochreiter und Mathilda Scheid

Snowboard: Parallel-Riesenslalom der Männer, ab 09.30 Uhr - mit Stefan Baumeister, Elias Huber, Yannik Angenend und Max Kühnhauser

Eisschnelllauf: 5000 Meter der Männer, 16.00 Uhr - mit Gabriel Groß, Felix Maly und Fridtjof Petzold

Rodeln: Einsitzer der Männer, 3. und 4. Durchgang, ab 17.00 Uhr - mit Max Langenhan, Felix Loch und Timon Grancangnolo

Eiskunstlauf: Team - ohne deutsche Beteiligung

Das bringt der Olympia-Tag
05:46 Uhr

Molotow-Cocktails und Krawalle bei Olympia-Demonstration

Bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Winterspiele ist es in Mailand zu Krawallen gekommen. Nach einem Protestmarsch von mehr als 3000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes warfen einige Teilnehmer Rauchbomben und Molotow-Cocktails in Richtung Sicherheitskräfte. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab sechs Festnahmen.

Der Protest richtete sich unter anderem gegen die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungspolizei ICE bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Bei dem Demonstrationszug waren - wie bei früheren Märschen - wieder Plakate wie "ICE out" ("ICE raus") oder "ICE=SS" zu sehen. Die US-Einwanderungspolizei steht in der Kritik wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. In der US-Delegation sollen sich ICE-Beamte um den Schutz von Offiziellen wie US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio kümmern. Vor einer Woche waren bei einer Kundgebung von Autonomen in der früheren Olympiastadt Turin mehr als 100 Menschen verletzt worden.

Molotow-Cocktails und Krawalle bei Olympia-Demonstration