Milliardär hilft Ukrainer nach Helm-Eklat
Der ukrainische Skeleton-Sportler Wladyslaw Heraskewytsch erhält nach seiner aufsehenerregenden Disqualifikation bei den Olympischen Spielen nicht nur moralisch reichlich Unterstützung aus der Heimat. Eine Summe von umgerechnet knapp 200.000 Euro soll der 27-Jährige für seinen "Kampf für die Interessen der Ukraine auf internationaler Bühne" bekommen, das teilte der milliardenschwere Unternehmer Rinat Achmetow mit. Es handele sich um einen Betrag in Höhe der Prämie für olympisches Gold.
"Wlad Heraskewytsch wurde die Möglichkeit genommen, bei den Olympischen Spielen um den Sieg zu kämpfen, dennoch kehrt er als wahrer Sieger in die Ukraine zurück", sagte Achmetow, Kohle- und Stahl-Unternehmer und zudem Präsident des Fußballklubs Schachtar Donezk: "Der Respekt und der Stolz, den er sich durch sein Handeln unter den Ukrainern verdient hat, sind die höchste Auszeichnung. Zugleich möchte ich, dass er genug Kraft und Ressourcen hat, um seine sportliche Karriere fortzusetzen und für Wahrheit, Freiheit und das Gedenken an jene zu kämpfen, die ihr Leben für die Ukraine gegeben haben."
Deutscher Curling-Traum platzt endgültig
Die deutschen Curling-Männer haben das Halbfinale und damit eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen verpasst. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz verlor 4:8 gegen die bisher ungeschlagene Schweiz und kann damit nicht mehr unter die besten Vier kommen. Zuvor hatten Muskatewitz und Co. gegen die zuvor sieglosen Tschechen verloren. Nach neun Spielen hat das deutsche Team damit nur drei Siege auf dem Konto. Der Abschluss der Gruppenphase gegen China am Donnerstagmorgen (9.05 Uhr) hat sportlich keine Bedeutung mehr.
Entscheidend für das Aus war die Niederlage gegen Tschechien am Morgen. Die bis dahin sieglosen Osteuropäer gewannen überraschend 9:7 und feierten damit den ersten Sieg ihrer Olympia-Historie. Gegen die souverän auftretende Schweiz war ein Erfolg nicht erwartet worden. Letztlich hatte die deutsche Auswahl zu keinem Zeitpunkt der Partie eine Chance. Ab dem achten End kam Ersatzmann Mario Trevisiol, sammelte so noch olympische Erfahrung.
Die deutschen Curler sind erstmals seit zwölf Jahren wieder bei Winterspielen dabei. 2024 waren sie in Finnland Europameister geworden.
IPC beziffert Zahl der Athleten unter russischer Flagge
Russlands Flagge kehrt auf die große Sportbühne zurück: Bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo werden sechs Athletinnen und Athleten aus Russland teilnehmen. Das teilte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) auf SID-Nachfrage mit. Demnach erhielt das Nationale Paralympische Komitee Russlands RPC bei der Vergabe sogenannter Bipartite-Plätze sechs Wildcards für die Spiele (6. bis 15. März).
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) kritisierte den Vorgang erneut. "Dass die Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus bei den Paralympics nun ermöglicht wurde, ist für uns nur schwer nachvollziehbar", sagte DBS-Vorstand Idriss Gonschinska: "Das Urteil des höchsten Sportgerichtshofs in Verbindung mit einer Mehrheitsentscheidung der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees haben wir zwar zu akzeptieren, es widerspricht jedoch unserer moralisch-ethischen Grundhaltung, unseren sportlichen Wertvorstellungen - und ist aus unserer Sicht insbesondere für die Teilnehmenden aus der Ukraine unzumutbar."
Bein von Lindsey Vonn liegt "immer noch in Trümmern"
Nach ihrer Rückkehr in die USA hat sich Ski-Star Lindsey Vonn mit neuen Informationen zu den Auswirkungen ihrer Verletzung gemeldet. "Meine Verletzung war deutlich ernster als nur ein gebrochenes Bein. Ich versuche immer noch, das alles zu begreifen, was es bedeutet und was noch kommt", schrieb die 41-Jährige auf Instagram. "Mein Bein ist immer noch in Trümmern, aber ich bin endlich zu Hause."
Dazu zeigte sie ein Video mit Eindrücken von ihrem Flug vom Airport Marco Polo in Venedig. In den kommenden Tagen werde sie weitere Details über ihre Verletzung bekanntgeben, zudem werde sie erneut operiert. "Ich freue mich ernsthaft über die nächste OP", teilte Vonn mit. Dort werde der sogenannte Fixateur entfernt und "ich werde mich ein wenig mehr bewegen können". In den USA sollen nun weitere Operationen folgen, wie Sophie Goldschmidt, Chefin des US-Skiteams, bereits am Sonntag mitgeteilt hatte.
BVB-Spiel beginnt später
Wegen des dichten Verkehrs auf den Straßen rund um das Stadion wird das Playoff-Hinspiel von Borussia Dortmund in der Champions League gegen Atalanta Bergamo 15 Minuten später angepfiffen. Los geht es nun um 21.15 Uhr. Der Bus des BVB steckte ebenfalls im Stau fest, die Spieler und Trainer Niko Kovac erreichten das Stadion erst gegen 20.20 Uhr.
In der Westfalenhalle unmittelbar neben dem Stadion findet zeitgleich ein Konzert von Herbert Grönemeyer statt. Entsprechend waren auch viele Fans des Musikers unterwegs. Der BVB will im Duell mit dem italienischen Spitzenteam den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale legen. Dafür benötigt er ein erfolgreiches Heimspiel, am kommenden Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) kommt es im Norden Italiens zur Entscheidung.
Deutscher Eishockey-Superstar schwört auf Senf
Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als Leon Draisaitl während des Spiels gegen die USA auf der Bank ein kleines Päckchen Senf aussaugte. Doch der Eishockey-Superstar hat dafür eine ganz simple Erklärung. "Senf ist total gut gegen Krämpfe", sagte der 30-Jährige bei Eurosport: "Wenn man Krämpfe bekommt, wirkt das bei mir am besten. Wenn ich das Gefühl habe, dass es dazu kommen könnte, bin ich ab und zu ein bisschen proaktiv und hau mir einen Löffel Senf rein."
Geholfen hatte die Stärkung allerdings nicht, mit dem 1:5 gegen die US-Stars gab es die zweite Niederlage nacheinander. Für die K.-o.-Phase wünsche er sich, "dass das ganze Land hinter uns steht, wenn jetzt die wirklich wichtigen Spiele anfangen. Da kann man ganz schnell als komplette Nation zusammenkommen. Man merkt das bei der Fußball-WM und den großen Turnieren. Es wäre cool, wenn wir das auch hinbekommen."
Das sind die kuriosesten Jobs der Winterspiele
Hinter Medaillenjubel und Weltrekorden steckt viel Detailarbeit: Perfekt präpariertes Eis, exakt gezählte Runden und klar markierte Pisten sind entscheidend dafür, dass die Olympischen Winterspiele reibungslos funktionieren. Ein Blick auf die vielleicht kuriosesten, aber unverzichtbaren Jobs bei Olympia.
Arsenal-Coach erfreut: Überraschung bei Kai Havertz
Kai Havertz steht womöglich an diesem Wochenende schon wieder vor seinem Comeback beim FC Arsenal. Er freue sich, den deutschen Fußball-Nationalspieler im Kader zu haben, berichtete Trainer Mikel Arteta bei einer Pressekonferenz - erst recht, weil die Gunners dann zum Nord-Londoner Derby bei Tottenham Hotspur antreten müssen.
Berichten zufolge war zunächst davon ausgegangen worden, dass Havertz dem Tabellenführer der englischen Premier League in dem brisanten Stadtduell bei den allerdings massiv schwächelnden Spurs (16. Platz) noch fehlen würde. Er war erst am 11. Januar bei Arsenals 4:1 in der dritten Runde des FA Cups beim FC Portsmouth nach einer längeren Zwangspause wegen einer Knieverletzung zurückgekehrt. Vor knapp einer Woche hieß es dann in Medien, Havertz falle vorerst wegen einer Muskelverletzung aus.
"Eklatanter Wertebruch": BVB wehrt sich gegen Bergamo-Auflagen
Borussia Dortmund wehrt sich gegen den Ausschluss "bestimmter Personengruppen" für das Rückspiel der Champions-League-Playoffs bei Atalanta Bergamo am 25. Februar. "Teile unserer Fans auszuschließen, stellt für den BVB einen eklatanten Wertebruch und eine Form der Diskriminierung dar", teilte der Verein mit: "Sowohl mit Blick auf die grundlegenden Prinzipien von Borussia Dortmund als auch auf die gesamteuropäischen Werte des internationalen Fußballs."
Gemäß einer Auflage der Stadt Bergamo sollen nicht in Deutschland geborene Fans oder BVB-Fans ohne Wohnsitz in Deutschland keine Tickets kaufen dürfen. Der BVB "hat sich ausdrücklich und entschieden gegen diese Auflagen ausgesprochen, um allen Fans den Besuch unseres Auswärtsspiels zu ermöglichen", hieß es in der Mitteilung. Im "intensiven Austausch mit Atalanta Bergamo sowie der UEFA" soll kurzfristig eine Lösung gefunden werden. Den Dortmundern stehen 1300 Eintrittskarten zu.
Vier Comebacks im DFB-Kader vor der WM-Quali
Mit den Rückkehrerinnen Lea Schüller, Carlotta Wamser und Sophia Kleinherne gehen die deutschen Fußballerinnen in die beiden ersten WM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien und Norwegen. Bundestrainer Christian Wück nominierte für die Begegnungen am 3. März (17.45 Uhr/ARD) in Dresden und am 7. März (18.00 Uhr/ZDF, beide auch im ntv.de-Liveticker) in Stavanger einen 23-köpfigen Kader. In der Gruppe A4 trifft Deutschland zudem auf Österreich. Das Turnier findet vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 in Brasilien statt.
Torjägerin Schüller hatte in den Nations-League-Finals gegen Spanien aus familiären Gründen gefehlt und war in der Winterpause vom FC Bayern zu Manchester United gewechselt. EM-Entdeckung Wamser von Bayer Leverkusen gehört nach überstandenen Knieproblemen wieder zum Kreis des Nationalteams. Abwehrspielerin Kleinherne hatte sich beim Turnier in der Schweiz im vergangenen Sommer verletzt und fiel lange aus. Auch Angreiferin Vivien Endemann (beide VfL Wolfsburg) kehrt nach längerer Zeit in die Auswahl zurück. Nicht zum Kader gehört die erfahrene Kathy Hendrich (Chicago Red Stars), da sie eine Muskelblessur auskuriert.
Das hat Verstappen mit einem Traum von Vettel zu tun
Sebastian Vettel würde gerne einmal mit Max Verstappen im gleichen Rennwagen zusammenfahren. "Ich bin auch mit dem Max in regelmäßigem Austausch und wir haben schon vor ein paar Jahren gesprochen, dass wir, wenn es einmal passt, einmal Le Mans zusammen fahren", sagte der frühere viermalige Formel-1-Weltmeister Vettel in "Sport und Talk Spezial" aus Luzern bei ServusTV über seinen "kleinen Traum" mit dem viermaligen Weltmeister Verstappen.
Vettel war Ende 2022 aus der Motorsport-Königsklasse zurückgetreten, um mehr Zeit für seine Familie zu haben und sich verstärkt Nachhaltigkeitsthemen zu widmen. Der Hesse liebäugelt aber schon lange mit der Langstrecke, 2024 absolvierte er Tests in einem Porsche 963. Zu einer Zusammenarbeit beim Klassiker 24 Stunden von Le Mans kam es aber nicht.
Ex-Eiskunststar mäkelt an Japans Weltrekord-Gold herum
Mit 158,13 Punkten in der Kür gewinnen die japanischen Eiskunstläufer Riku Miura und Ryuichi Kihara den Paarlauf. Aljona Savchenko, Olympiasiegerin von 2018, kann diese Wertung nicht nachvollziehen: "Es hat mich nicht so vom Hocker gehauen", gesteht sie im exklusiven Interview, "die Punkte haben mich überrascht."
Kerbers Erfolgscoach soll deutsche Erfolge prägen
Der frühere Erfolgstrainer von Angelique Kerber soll die deutschen Tennisspielerinnen im Billie Jean King Cup zurück in die Weltgruppe der Topnationen führen. Der 49-jährige Torben Beltz wird nach dpa-Informationen Nachfolger von Rainer Schüttler, der im November nach dem Abstieg zurückgetreten war. Vom 7. bis 11. April beginnt für die Auswahl in Portugal nach zuvor zwölf Jahren in der Elite-Gruppe der Weg zum angestrebten Wiederaufstieg. Nachdem der Posten drei Monate unbesetzt war, kommt es damit zur naheliegenden Lösung. Beltz ist bereits seit Ende 2024 Chef-Bundestrainer der Frauen, damals folgte er auf Barbara Rittner. Eine Doppelrolle gibt es auch bei den Männern, dort arbeitet Michael Kohlmann seit Jahren als Chef-Bundestrainer und zugleich Kapitän des Davis-Cup-Teams.
Beltz feierte mit Kerber seine größten Erfolge als Trainer. 2016 führte er die Ex-Spielerin bei den Australian Open und bei den US Open zu zwei ihrer drei Grand-Slam-Titel. Mit Beltz stieg Kerber zur Weltranglistenersten auf.
"Sollte zurücktreten": Zoff um Olympia-Organisationschef
Casey Wasserman, Organisationschef der Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles, gerät aufgrund seiner Rolle in den jüngsten Enthüllungen um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein immer stärker unter Druck. Karen Bass, Bürgermeisterin von LA, fordert die Ablösung des OK-Vorsitzenden. Die Unterstützung für Wasserman durch das Exekutivkomitee nannte Bass "bedauerlich". Bei CNN sagte sie: "Meiner Meinung nach sollte er zurücktreten."
Zuvor hatten vor allem Lokalpolitiker in Los Angeles Wassermans Rücktritt beziehungsweise seine Abberufung gefordert. Dagegen stellten sich das Exko der kommenden Sommerspiele und das Nationale Olympische Komitee der USA (USOPC) hinter den einflussreichen Unternehmer. Wasserman hatte Ende Januar in einer Erklärung um Entschuldigung gebeten, nachdem pikante E-Mails, die er 2003 an Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell geschickt hatte, bei einer weiteren Charge veröffentlichter Akten im Epstein-Fall publik geworden waren.
"Schade Marmelade": Kombinierern droht olympisches Debakel
Die deutschen Nordischen Kombinierer steuern auf ein olympisches Debakel zu. Das Team von Bundestrainer Eric Frenzel gewann auch im zweiten Wettkampf der Winterspiele von Italien keine Medaille. Vinzenz Geiger belegte als bester Deutscher im Einzel von der Großschanze mit dem entscheidenden Skilanglaufrennen über zehn Kilometer den neunten Platz. Johannes Rydzek kam hinter ihm auf dem zehnten Platz ein, Julian Schmid wurde Zwölfter. Gold sicherte sich wie schon im Normalschanzen-Wettbewerb der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber ging erneut an den Österreicher Johannes Lamparter. Bronze holte Ilkka Herola aus Finnland.
Bei perfekten Bedingungen in der Loipe war die Hypothek des verpatzten Springens zu groß. "Die Medaillenplätze sind leider vergeben. Ob ich 30. werde oder Vierter, spielt bei Olympia kein Rolle", sagte Geiger schon vor dem Start. Der 34 Jahre alte Rydzek, 2018 erster deutscher Olympiasieger von der Großschanze, fasste seinen letzten Einzelwettkampf bei Olympia kurz und knapp zusammen: "Schade Marmelade". Eine Chance haben die Deutschen noch, nicht komplett ohne Edelmetall von den Winterspielen abzureisen. Am Donnerstag steht der Teamsprint auf dem Programm. Winterspiele ohne Medaille gab es für die Kombinierer zuletzt 1998 im japanischen Nagano.
Dopingsperre aufgehoben, aber Biathletin darf nicht starten
Die positiv auf eine verbotene Substanz getestete italienische Biathletin Rebecca Passler wird bei den Olympischen Winterspielen nicht zu einem Einsatz kommen. Die 24-Jährige fehlt im Aufgebot der Gastgeber für die morgige Staffel (14.45 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker), stattdessen gehen Hannah Auchentaller, Dorothea Wierer, Michela Carrara und Verfolgungs-Olympiasiegerin Lisa Vittozzi an den Start. Da Passler auch nicht für den abschließenden Massenstart am Samstag qualifiziert ist, wird sie keinen Auftritt bei ihrem Heimspiel haben.
Passler war am 2. Februar vorläufig gesperrt worden, nachdem sie bei einer Dopingkontrolle außerhalb des Wettkampfs positiv auf Letrozol getestet worden war - ein Antiöstrogen, das in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird. In der Folge hatte sie argumentiert, dass es sich bei dem Befund "um einen Fall von Kontamination handelt, für den die Athletin keine Schuld trifft".
Morddrohungen nach angeblichem Fehler eines Schiris
Nachdem der italienische Schiedsrichter Federico La Penna wegen einer vermeintlichen Fehlentscheidung Morddrohungen erhalten hat, ermittelt nun die Mailänder Staatsanwaltschaft in dem Fall. Der 42 Jahre alte Referee hatte zuvor angesichts der Drohungen gegen ihn und seine Familie Anzeige erstattet. Vorausgegangen war La Pennas Einsatz im Serie-A-Spiel zwischen Inter Mailand und Juventus Turin (3:2) am Samstagabend.
La Penna hatte dabei den bereits verwarnten Juventus-Profi Pierre Kalulu kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Der Schiedsrichter ahndete ein Foul von Kalulu gegen Inter-Verteidiger Alessandro Bastoni. Die TV-Bilder legten allerdings nahe, dass Kalulu Bastoni lediglich leicht am Arm berührt hatte und nicht, wie von La Penna angenommen, mit einem taktischen Foul zu stoppen versuchte. Da der Video-Assistent nur bei Roten Karten eingreifen darf, blieb eine Korrektur aus. Medienberichten zufolge riet die italienische Polizei daraufhin La Penna, aus Sicherheitsgründen vorerst zu Hause zu bleiben. Im vergangenen Jahr wurde die Gesetzeslage verschärft: So wurde unter anderem festgelegt, dass diejenigen, die einen Schiedsrichter attackieren, mit denselben Strafen rechnen müssen, als würden sie einen Polizisten angreifen.
Deutscher Stargast bei Biathlon-Staffel dabei
Erst ein Treffen mit Tennislegende Boris Becker im Deutschen Haus, jetzt die Biathlon-Premiere: Jürgen Klopp ist auf Olympia-Besuch in Italien. Klopp kündigte an, heute das Staffelrennen der Biathleten vor Ort in Antholz anzuschauen. "Ich bin sogar gefragt worden, ob ich vor der letzten Runde die Glocke läuten möchte. Ich habe erstmal gefragt: Was ist das eigentlich?", sagte Klopp der "Bild". "Wir werden da sein, es ist mein erstes Live-Rennen."
Ab 14.30 Uhr geht es in Antholz um den Olympiasieg bei den Herren. Die Favoriten sind Frankreich und Norwegen, das deutsche Quartett hofft auf eine Medaille, nachdem es vor vier Jahren in Peking leer ausgegangen war. Klopp, der als "Global Head of Soccer" für den Fußball bei Red Bull zuständig ist, ist im Rahmen eines Sponsorenbesuchs zu Gast bei den Winterspielen.
Zu dichter Schneefall: Olympia-Finale abgesagt
Wegen dichten Schneefalls und eingeschränkter Sicht ist das für heute geplante Slopestyle-Finale der Snowboarderinnen bei den Olympischen Spielen vorerst abgesagt worden. Ein Sprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes teilte mit, dass die Piste in Livigno nicht präpariert werden könne.
Wann die einzige deutsche Starterin Annika Morgan und ihre Konkurrentinnen um die Medaillen kämpfen werden, ist noch unklar. "Eine Entscheidung über einen neuen Termin wird im Laufe des Tages bekanntgegeben", hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Bereits die Qualifikation war aufgrund der Wetterprognose von Montag auf Sonntag vorverlegt worden.
Sam ist tot
Vielseitigkeitsreiter Michael Jung trauert um sein früheres Erfolgspferd Sam. "Heute Abend habe ich meinen besten Freund Sam verloren", schrieb der viermalige Olympiasieger am Montag auf Instagram: "Wir haben jeden Meilenstein Seite an Seite erreicht, und jahrelang fand ich das tägliche Glück, dich auf dem Feld grasen zu sehen. Danke für 20 gemeinsame Jahre. Wir alle werden dich sehr vermissen. Ruhe in Frieden, mein Freund."
Mit Sam, der 26 Jahre alt wurde, gewann Jung 2012 in London Olympia-Gold im Einzel und im Team. Vier Jahre später triumphierten beide bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro erneut im Einzel. In Paris holte Jung auf Chipmunk seine vierte olympische Goldmedaille.
Hase/Volodin vermissen nach Siegerehrung eins schmerzlich
Ihre Bronzemedaillen trugen Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin auch am Morgen nach dem dritten Platz im Paarlauf noch um den Hals, ein anderes hart verdientes Mitbringsel von den Olympischen Winterspielen in Mailand vermissten die deutschen Eiskunstläufer dagegen schmerzlich. Die Maskottchen, die die Vize-Weltmeister bei der Siegerehrung erhalten hatten, gingen im Trubel verloren. "Wir waren auf dem Podium, haben dann noch Fotos gemacht. Ich habe die Maskottchen an die Bande gelegt und dann war irgendwie alles so hektisch", sagte Hase: "Wir wurden vom Eis runtergeholt, weil wir zu den Medien gehen sollten. Irgendwie haben wir sie nicht mitgenommen, das Team hat sie auch nicht mehr gefunden."
Hermelin Tina, ein Großes Wiesel mit weißem Fell, ist das Maskottchen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. "Ehrlich gesagt war das mit das Schönste an der Medaille, dass ich wusste, ich habe die besonderen Maskottchen bekommen. Die bekommt man ja hier im Dorf nicht mehr", sagte Hase: "Ich hoffe, dass wir die irgendwie noch finden oder einen Ersatz bekommen. Das würde ich schon sehr gern mit nach Hause nehmen."
Zu Klopps Job: Uli Hoeneß hat mal wieder was zu sagen
Uli Hoeneß hält nichts von der Rolle von Jürgen Klopp als Head of Global Soccer bei Red Bull. "Das ist für mich keine Rolle, die zu ihm passt. Jürgen Klopp muss auf dem Fußballplatz stehen, das ist keiner, der für Vorträge durch die Welt fliegt", sagte Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, der "Bild". "Seine größte Stärke ist das Zwischenmenschliche, wie er die Spieler pushen kann. Aber wie willst du in Leipzig etwas pushen, wenn du schon wieder in Salzburg bist und dann nach Brasilien fliegst?"
Hoeneß kann sich "gut vorstellen", dass Klopp Bundestrainer wird. "Ich schätze ihn sehr, sehe ihn aber nur als Trainer und nichts anderes", sagte er über den langjährigen Trainer von Borussia Dortmund und des FC Liverpool. Julian Nagelsmann hat als Bundestrainer noch einen Vertrag bis zur EM 2028.
Weit zurück: Kombinations-Frust bei Olympia
Der zweimalige Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist schwach in den Wettkampf von der Großschanze gestartet und hat kaum noch eine Medaillenchance. Der Oberstdorfer flog in Predazzo nur auf 120,5 Meter und geht 1:43 Minuten nach dem führenden Japaner Ryota Yamamoto als 18. in den 10-Kilometer-Skilanglauf ab 13.45 Uhr (ARD, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) in Lago di Tesero. "Das ist ein Witz", sagte Geiger frustriert: "Es ist sehr, sehr bitter, aber es war einfach nicht gut genug."
Auch Routinier Johannes Rydzek, 2018 erster deutscher Olympiasieger von der Großschanze, liegt nach einem Sprung auf 123,5 Meter als 15. (+1:23) weit zurück. Team-Weltmeister Julian Schmid schob sich als 16. (+1:35) zwischen seine Teamkollegen. Den Olympiasieg machen der Norweger Jens Luraas Ofetbro und der Österreicher Johannes Lamparter wohl unter sich aus. Im Wettkampf von der Normalschanze waren die deutschen Kombinierer zum Auftakt ohne Medaille geblieben, mehr als Rang acht durch Rydzek war nicht drin. Es drohen die ersten Winterspiele seit 2010 ohne Einzelmedaille.
Staffel-Überraschung: Schutz für frustrierte Franziska Preuß?
Deutschlands Sportlerin des Jahres Franziska Preuß übernimmt in der olympischen Frauen-Staffel etwas überraschend eine neue Rolle. Die Biathlon-Gesamtweltcupsiegerin, die bislang bei den Winterspielen in Antholz immer wieder große Probleme beim letzten Schießen hatte, geht morgen im Rennen über die 4x6 Kilometer (14.45 Uhr/ARD, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) bereits als zweite Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) an den Start. Zuletzt war Preuß in den Staffeln stets die deutsche Schlussläuferin, so auch beim Gewinn von Bronze im Mixed.
Neben Preuß bilden Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV). Hettich-Walz hatte zuletzt den Sprint und die Verfolgung aufgrund von Magenproblemen verpasst, nun sind die gesundheitlichen Probleme auskuriert. Vor allem Preuß will sich für den abschließenden Massenstart am Samstag wichtiges Selbstvertrauen zurückholen. Dann will sie in ihrem letzten Olympia-Rennen doch noch eine Einzelmedaille gewinnen.
Hansi Flick verliert im Pleiten-Frust die Beherrschung
Nach dem Verlust der Tabellenführung in der spanischen Fußball-Meisterschaft verlor sogar Hansi Flick kurz die Beherrschung. Der Meistercoach des FC Barcelona brach nach dem bitteren 1:2 im Derby beim FC Girona ein DAZN-Interview ab. Hintergrund war der umstrittene Siegtreffer des Außenseiters. Flick wollte die Meinung des Reporters zu einem möglichen Foulspiel an Barça-Verteidiger Jules Koundé hören, was dieser verweigerte. "Keine Meinung? Du hast keine Meinung? Okay, dann ich auch nicht. Okay. Nein, ich habe nichts zu sagen", sagte der frühere Bundestrainer und verschwand. Vor dem Siegtreffer war Claudio Echeverri seinem Gegenüber auf den Knöchel getreten, doch der Schiedsrichter revidierte seine Entscheidung nicht mehr.
So erlebte Flick "Barças fünf dunkelste Tage", wie es die "Marca" formulierte. Schließlich hatten die Katalanen erst am Donnerstag eine empfindliche 0:4-Pleite im Halbfinal-Hinspiel des spanischen Pokals bei Atlético Madrid kassiert. In der Meisterschaft liegt der Titelverteidiger nun zwei Punkte hinter Rekordmeister Real Madrid.
Olympia-Macher alarmiert: Trump plant Besuch
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war schon vor Ort, US-Vize JD Vance wurde bei der Eröffnungsfeier ausgebuht. Nun will auch Donald Trump den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina d'Ampezzo einen Besuch abstatten, berichtet der "Corriere della Sera". Dort will er demnach das Eishockey-Finale der Männer sehen, sollten sich die USA qualifizieren. Auch die Abschlussfeier will er vor Ort miterleben.
Für Trump gilt: Präsenz zeigen beim IOC, schließlich finden die kommenden Sommerspiele 2028 in Los Angeles statt und die Winterspiele 2034 in Salt Lake City. Für die italienischen Behörden heißt es: viel Arbeit. Heute finden laut der Zeitung Treffen statt, um die Reise in Italien zu organisieren. Allein von der Eishockey-Halle in Mailand zur Abschlussfeier in Verona sind es 150 Kilometer. Vermutlich wird Trump die Strecke in seiner Air Force One zurücklegen. Das Sicherheitsaufgebot dürfte an beiden Orten riesig werden.
Fehlt gegen Deutschland: Frankreich reagiert auf üble Schlägerei
Vor dem Olympia-Duell mit Deutschland hat Frankreich seinen Eishockey-Nationalspieler Pierre Crinon nach einer Schlägerei im Spiel gegen Kanada suspendiert. "Das provozierende Verhalten von Pierre Crinon beim Verlassen des Eises, obwohl er gerade wegen einer Schlägerei des Spiels verwiesen worden war, stellt einen eindeutigen Verstoß gegen den olympischen Geist dar und schadet zudem den Werten unseres Sports", teilte der französische Verband FFHG mit. Aus diesem Grund "wurde in voller Übereinstimmung mit dem französischen Nationalen Olympischen Komitee die Entscheidung getroffen, ihn für die nächste(n) Partie(n) des olympischen Turniers nicht zuzulassen", hieß es in dem Statement weiter. Verteidiger Crinon hatte sich bei der 2:10-Klatsche am Sonntag mit dem Kanadier Thomas Wilson geprügelt. Die Schiedsrichter mussten energisch eingreifen, um die beiden Spieler zu trennen.
Im Playoff-Duell (12.10 Uhr/ARD, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) geht es für die in der Vorrunde punktlosen Franzosen wie für die deutsche Auswahl um Superstar Leon Draisaitl in der Milano Santagiulia Ice Hockey Arena um den Einzug ins olympische Viertelfinale.
Eiskunstlauf-Star Hase: "Hatte kurz ein bisschen Schiss"
Als letztes Paar gehen Minerva Hase und Nikita Volodin im Kampf um Olympia-Gold aufs Eis. Doch früh in ihrer Eiskunstlauf-Kür unterlaufen kleine, aber folgenschwere Fehler. Am Ende heißt es Zittern, doch es reicht. Nach dem Bronze-Gewinn schildert die 26-jährige Minvera Hase ihren olympischen Abend.
Das Eishockey-Turnier bekommt ein Traumfinale
Die Topfavoriten USA und Kanada sind ins Finale des olympischen Eishockey-Turniers eingezogen. Deutschland-Bezwinger Kanada schlug die Schweiz im Halbfinale 2:1 (0:0, 2:0, 0:1) und machte das Traum-Endspiel am Donnerstag (19.10 Uhr) perfekt. Zuvor hatte die USA bereits 5:0 (1:0, 4:0, 0:0) gegen Schweden gewonnen. Bei acht olympischen Eishockey-Turnieren der Frauen standen sich sieben Mal die beiden Rivalen aus Nordamerika im Finale gegenüber. Die bessere Bilanz hat Kanada mit fünf Olympiasiegen, die USA war lediglich 1998 sowie 2018 erfolgreich.
Cayla Barnes (6.), Taylor Heise (30.), Abbey Murphy (36.), Kendall Coyne (37.) und Hayley Scamurra (38.) schossen den souveränen Erfolg für die US-Girls heraus. Für Kanada traf bei 46 abgegebenen Schüssen nur Doppelpackerin Marie-Philip Poulin (22., 29.), Rahel Enzler (45.) verkürzte für die Schweiz. Schweden und die Eidgenössinen spielen am Donnerstag (14.40 Uhr) die Bronzemedaille aus. Die deutschen Frauen waren im Viertelfinale durch ein 1:5 gegen Kanada ausgeschieden.
Kann weiterhin nicht stehen: Lindsey Vonn hat Italien verlassen
Skistar Lindsey Vonn ist neun Tage nach ihrem folgenschweren Sturz bei den Olympischen Spielen in ihre Heimat zurückgekehrt. "Ich habe seit über einer Woche nicht mehr auf meinen Füßen gestanden... Seit meinem Rennen liege ich immobil in einem Krankenhausbett. Und obwohl ich noch nicht aufstehen kann, fühlt es sich großartig an, wieder auf heimischem Boden zu sein", schrieb die US-Amerikanerin in der Nacht zu Dienstag auf ihrem Account bei X.
Nach vier Operationen an ihrem linken Bein bedankte Vonn sich abermals für die fürsorgliche Betreuung nach ihrer schweren Verletzung bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo. "Ein großes Dankeschön an alle in Italien, die sich so gut um mich gekümmert haben", schrieb die 41-Jährige, die eine komplexe Fraktur des Schienbeins erlitten hatte und in der Klinik Ca' Foncello in Treviso versorgt wurde.
Mindestens einen weiteren chirurgischen Eingriff muss Vonn noch über sich ergehen lassen. Trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie war Vonn auf der Jagd nach Gold in Italien an den Start gegangen und nach nur 13 Sekunden auf der Olimpia delle Tofane gestürzt. Die Speed-Queen, die bis zu den Olympischen Spielen in der laufenden Saison zwei Weltcupsiege in der Abfahrt errungen hatte, wollte in Cortina ihren zweiten Olympiasieg nach 2010 schaffen.
Uli Hoeneß will sich von Beratern gar nichts mehr gefallen lassen
Uli Hoeneß hat eine härtere Linie von Bayern München im Umgang mit Spielerberatern angekündigt. "Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft", sagte der Ehrenpräsident des Fußball-Rekordmeisters im Bild-Interview. Der Beitrag der Berater stehe "zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird", führte Hoeneß nach dem jüngst abgeschlossenen und überaus zähen Poker um die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano aus. "Wir werden verstärkt 'Nein' sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen."
Dabei müsse auch eine klare Haltung gegenüber den Profis kommuniziert werden. "Man kann auch dem Spieler einmal sagen: 'Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.' So weit muss das gehen", sagte Hoeneß. Nach einigen Gesprächen über mehrere Monate hatte Abwehrchef Upamecano am vergangenen Freitag seinen auslaufenden Vertrag bis zum Sommer 2030 verlängert. Hoeneß hatte bereits den Berater des Franzosen im "Kicker" scharf angegriffen. Er sei über dessen Verhalten "entsetzt".
Der nächste Schritt sei auch klar, betonte der 74-Jährige nun mit Blick auf zukünftige Verhandlungen: "Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater - wenn er sich unfair verhält - auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden."
"Wozu? Habe es erkämpft": Russe weigert sich, Biathlon-Gold zurückzugeben
Der russische Ex-Biathlet Anton Schipulin hat sich geweigert, sein olympisches Staffel-Gold von den Winterspielen 2014 für die Übergabe an das deutsche Team zurückzugeben. Auf die Frage, ob er die Medaille aus Sotschi wie gefordert an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zurückgeschickt habe, sagte der damalige Schlussläufer dem russischen Sender Match TV: "Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben."
Am Sonntag hatten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp mit zwölf Jahren Verspätung ihre Goldmedaillen bekommen, die dem russischen Quartett in einem jahrelangen Verfahren aberkannt wurden. Jewgeni Ustjugow wurde des Dopings überführt und nach seiner rückwirkenden Sperre scheiterte er mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen, anschließend rückte Deutschland vom Silber- auf den Goldrang vor.
Schipulin äußerte sich auf seiner Instagram-Seite noch ausführlicher. Erst wenn das IOC und die internationalen Verbände "unseren Sportlern die Flagge und die Hymne zurückgeben, damit aufhören, sie mit dem "neutralen Status" zu erniedrigen", würde er anders entscheiden: "Dann bin ich bereit, meine Medaillen zurückzugeben", schrieb Schipulin provokant zu einem Video des Zielsprints. Am 22. Februar 2014 hatte er diesen gegen den deutschen Schlussläufer Schempp mit 3,5 Sekunden Vorsprung für sich entschieden.
Nach "Sturz" auf Bronze: Hase/Volodin wissen nicht, wie es weitergeht
Die deutschen Eiskunstläufer Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben ihre gemeinsame sportliche Zukunft nach dem Gewinn von Paarlauf-Bronze bei den Olympischen Winterspielen in Mailand offengelassen. "Wir werden die Saison beenden, den Sommer genießen, ein bisschen freimachen. Ich habe einen Bundeswehr-Lehrgang. Dann schauen wir, wie es weitergeht, wie lang und in welchem Rahmen", sagte Hase. Als letzter großer Wettkampf steht die WM in Prag (24. bis 29. März) im Kalender.
In Mailand war das Top-Paar der Deutschen Eislauf-Union (DEU) acht Jahre nach dem Olympiasieg von Aljona Savchenko/Bruno Massot zu Bronze gelaufen. Hase/Volodin, die nach dem Kurzprogramm in Führung gelegen hatten, rutschten nach einer nicht fehlerfreien Kür mit 219,09 Punkten noch hinter die überragenden japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara (231,24) und Anastassia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien (221,75).
Trotz des geplatzten Gold-Traums überwog bei Hase die Erleichterung, "dass es gereicht hat für eine Medaille." Die Farbe der Medaille sei egal: "Wir sind einfach sehr stolz, dass wir eine Medaille mit nach Hause nehmen dürfen bei unserem ersten gemeinsamen Olympischen Spielen nach drei Jahren zusammenlaufen. Ich glaube, das können nicht viele von sich behaupten."