So läuft das EM-Finale
Kurz vor Olympia sind die Skispringer zurück in der Weltspitze
Die deutschen Skispringer sind kurz vor Olympia zurück in der Weltspitze. Philipp Raimund bescherte dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher bei der Generalprobe für die Winterspiele den nächsten Podestplatz. Der 25-Jährige musste sich als Dritter beim Weltcup in Willingen nur dem siegreichen Domen Prevc aus Slowenien und dem zweitplatzierten Japaner Ren Nikaido geschlagen geben.
Zweitbester Deutscher auf der Mühlenkopfschanze war Andreas Wellinger auf Rang acht. Dem 30-Jährigen gelang im zweiten Durchgang ein fulminanter Flug auf 150,5 Meter. Felix Hoffmann wurde Zehnter. Karl Geiger, der die Olympia-Qualifikation verpasst hat und am Samstag völlig überraschend Dritter geworden war, sprang diesmal auf den 21. Platz. Am 9. Februar geht es für die Athleten auf der Normalschanze in Predazzo um die ersten olympischen Medaillen - für das deutsche Team nun mit neuer Hoffnung.
Trainer-Oldie Magath ist scharf auf Job bei Werder
Nach der Trennung von Trainer Horst Steffen hat sich bei Werder Bremen ein alter Bekannter ins Gespräch gebracht: der langjährige Bundesliga-Coach Felix Magath, der mit Bayern München und dem VfL Wolfsburg zwar schon die deutsche Meisterschaft gewann, bei Werder aber schon einmal mitten im Abstiegskampf der Saison 1998/99 gehen musste.
Obwohl er damals in Bremen als unbeliebt galt, sagte der 72-jährige Magath nun dennoch bei ntv/RTL: "Da muss ein erfahrener Mann her, der die Situation kennt." Er selbst fühle sich "immer noch einigermaßen fit. Nicht mehr so, wie vor 40 Jahren, aber trotzdem glaube ich, dass ich noch klar im Kopf bin. Von daher bin ich nicht abgeneigt." Magath beruft sich bei seinem Comeback-Versuch auch auf Friedrich Merz: "Unser Kanzler sagt, dass wir mehr arbeiten sollen. Da stelle ich mich gern zur Verfügung und sage: "Ich möchte mehr arbeiten"", meinte die Vereinslegende des Werder-Rivalen Hamburger SV. "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich der Meinung bin, dass ich jedem Verein in der Bundesliga helfen kann."
Zuletzt sprang Magath von März bis Mai 2022 noch einmal bei Hertha BSC als Trainer ein. Seit August 2025 ist er Sportvorstand seines Heimatvereins Viktoria Aschaffenburg in der Regionalliga Bayern.
Alcaraz’ Plan nach dem Sieg: Känguru mit nach Hause nehmen
Nach seinem historischen Titelgewinn war Carlos Alcaraz bereit für eine lange Partynacht in Melbourne. Davor musste er aber noch bestens gelaunt ein paar Pflichttermine hinter sich bringen. Erst prostete der Spanier den Journalisten im Pressekonferenzraum mit einem gut gefüllten Sektglas zu, dann berichtete er noch schnell von seinem neuen Tattoo, dass er sich als Erinnerung an seinen Premierentitel bei den Australian Open stechen lassen will. "Es wird ein Känguru, ganz sicher. Irgendwo an den Beinen", sagte Alcaraz, der zuvor mit dem Viersatz-Finalsieg gegen Novak Djokovic als jüngster Spieler der Geschichte seinen Karriere-Grand-Slam vervollständigt hatte.
Nach seinen jeweils ersten Siegen bei den anderen Major-Turnieren hatte sich Alcaraz ein Tattoo stechen lassen. So ziert etwa seit seinem Premierentriumph bei den French Open ein Abbild des Eiffelturms sein linkes Bein. In den kommenden Tagen will sich der nun siebenmalige Grand-Slam-Sieger aus Spanien ein paar Tage Zeit nehmen, um zu genießen. "Jetzt versuche ich einfach, mir Zeit zu nehmen, um zu realisieren, was ich erreicht habe", sagte er: "Ich weiß, dass ich mit Pokalen, Turnieren und Erfolgen Geschichte schreibe. Für mich ist es eine Ehre, meinen Namen in die Geschichtsbücher zu schreiben."
Abwehr-Held fehlt Deutschland im Kampf um Gold
Deutschlands Handballer können im EM-Finale wieder auf Abwehrspezialist Tom Kiesler zurückgreifen. Der Profi des VfL Gummersbach steht nach seinem Magen-Darm-Infekt wieder im 16-köpfigen Spieltagskader für das Duell mit Weltmeister Dänemark. Allerdings fällt dafür kurzfristig Justus Fischer aus. Der Abwehr-Held, der Kroatien im Halbfinale phasenweise entnervt hatte, laboriert laut DHB an einem "kurzfristig aufgetretenen Infekt und ist nicht spielfähig".
Bundestrainer Alfred Gislason muss damit für das Endspiel (18 Uhr/ZDF, Dyn und im ntv.de-Liveticker) nur noch einen weiteren Spieler streichen. Es trifft erneut Mathis Häseler.
Gislason hat 18 Spieler mit zur Europameisterschaft genommen und kann aus diesem Aufgebot für jedes Spiel maximal 16 Spieler nominieren. Häseler setzte bereits im Halbfinale aus, 2016er-Europameister Dahmke muss zum vierten Mal im EM-Verlauf zusehen.
Hoeneß wettert gegen Berater: "Über dieses Verhalten bin ich entsetzt"
Ehrenpräsident Uli Hoeneß macht für das lange Warten des FC Bayern München auf eine Entscheidung im Vertragspoker mit Dayot Upamecano das Management des französischen Fußball-Nationalspielers verantwortlich. "Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen", sagte Hoeneß dem "Kicker".
Der 74-Jährige kritisierte dieses Gebaren scharf. "Über dieses Verhalten bin ich entsetzt", sagte Hoeneß. Öffentliche Attacken des Vereinspatrons gegen Spielerberater sind nicht neu. Sie gab es auch schon bei anderen Bayern-Profis, deren Zukunft in der Vergangenheit offen war. Der Vertrag des 27 Jahre alten Upamecano beim Bundesliga-Tabellenführer läuft am Saisonende aus. Ein neuer Kontrakt mit einem hohen Jahresgehalt von angeblich 20 Millionen Euro, einem Handgeld in ebenfalls zweistelliger Millionenhöhe sowie einer von der Spielerseite geforderten Ausstiegsklausel soll Upamecano längst vorliegen. Medien berichteten von einem Ultimatum zur Annahme bis heute.
Bochum holt Teenie vom FC Bayern
Der VfL Bochum hat kurz vor dem Ende des Transferfensters einen weiteren Neuzugang verpflichtet. Vom FC Bayern München wechselt der 17-jährige Moritz Göttlicher zum Fußball-Zweitligisten und erhält einen "langfristigen Vertrag". In diesem Winter hatten die Bochumer bereits Marcel Sobottka, Mikkel Rakneberg und Callum Marshall unter Vertrag genommen. Mittelfeldspieler Göttlicher spielte die vergangenen zehn Jahre für den Bayern-Nachwuchs und wird bei den Bochumer zunächst auch offiziell dem Nachwuchsbereich angehören, ist aber auch bei der Profimannschaft eingeplant.
Doch erst, wenn der U17-Nationalspieler im April 18 Jahre alt wird, werde er "einen langfristigen Lizenzspielervertrag unterschreiben, der dann ab dem 1. Juli 2026 gültig ist", so der Verein. Göttlicher sagte, er freue sich über den Wechsel, "weil ich mitbekommen habe, dass junge Spieler hier in Bochum ihre Spielzeit bekommen. Ich glaube, das ist der richtige Schritt, um im Profifußball anzukommen."
Nächster deutscher Torhüter wechselt Klub - für Chance auf WM?
Torhüter Stefan Ortega Moreno verlässt Manchester City nach dreieinhalb Jahren und schließt sich Nottingham Forest an. In Nottingham unterschreibt Ortega Moreno einen Vertrag bis zum Ende der Saison. Der 33-Jährige war im Juli 2022 vom damaligen Bundesligisten Arminia Bielefeld zu ManCity gewechselt und kam in dieser Zeit auf insgesamt 56 Pflichtspieleinsätze. In seiner ersten Saison gewann er mit City das Triple.
"Ich habe meine Zeit bei Manchester City sehr genossen", sagte Ortega Moreno zum Abschied. Er verlasse den Klub "als besserer Torhüter" und blicke auf eine "prägende und erfolgreiche Phase" zurück. Er war in dieser Zeit auch in den Fokus des DFB-Teams gerückt. Zuletzt hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn für das Viertelfinale der Nations League nominiert. Zuletzt bekamen Oliver Baumann, Alexander Nübel, Finn Dahmen und Noah Atubolu den Vorzug - auch Marc-André ter Stegen wird wohl zurückkehren, nachdem er zum FC Girona ausgeliehen wurde.
"Tief erschüttert und fassungslos": Teambus angezündet
Der Mannschaftsbus des Fußball-Regionalligisten Hallescher FC ist in Frankfurt/Main angezündet worden und völlig ausgebrannt. Unbekannte setzten das am Mainufer geparkte Fahrzeug in der Nacht in Brand, vor der Skyline der Main-Metropole entwickelte sich eine gewaltige Rauchsäule. Nach Angaben der Feuerwehr gab es keine Verletzten. Die Polizei ermittelt aktuell unter anderem die Täter und die Höhe des Sachschadens.
"Wir sind tief erschüttert und fassungslos über den Angriff", teilte der HFC mit. Die U19 des Klubs hatte den Bus für ein Freundschaftsspiel bei Eintracht Frankfurt genutzt. Der Schock sitze tief. "Dieser Angriff überschreitet jede Grenze. Er richtet sich nicht nur gegen unseren Verein, sondern gegen die Werte des Sports und unserer Gesellschaft insgesamt." Der HFC rief in seiner Mitteilung auch zu Besonnenheit auf. "Gleichwohl ist uns wichtig zu betonen, dass Rache- oder Revanchegelüste hier fehl am Platz sind, weil so etwas nur zu einer weiteren Eskalation führt", hieß es in dem Schreiben.
"Vielleicht ist heute der Tag, an dem wir sie schlagen"
Nach einem turbulenten Turnierverlauf wollen sich die deutschen Handballer nun im Finale gegen den Weltmeister Dänemark den EM-Titel sichern. Trotz "15.000 frenetischer Fans in Herning" zeigt sich der ehemalige DHB-Kapitän Uwe Gensheimer optimistisch: "Wir sind nicht chancenlos."
Dänemarks Superstar lacht über deutschen Torwart-Titan
Deutschland spielt am Abend gegen Gastgeber Dänemark um Gold bei der Handball-EM (18 Uhr/ZDF und im Liveticker auf ntv.de) - und Mathias Gidsel amüsiert sich über Deutschlands Torwart-Titan Andreas Wolff. Der Weltklasse-Torhüter hatte verkündet, das DHB-Team brauche im Endspiel "ein Wunder", um den Serien-Weltmeister zu schlagen. Darüber lachte Gidsel, der beste Spieler der Welt, herzlich - und verweist Wolffs Äußerung ins Reich der psychologischen Spielchen: "Diese Strategie funktioniert nicht."
Der Serien-Welthandballer hat gewaltigen Respekt vor der deutschen Mannschaft: "Sie spielen ihre Chancen total herunter. Ich finde, es ist an der Zeit, dass Deutschland ... dass sie sich damit abfinden, dass sie zur absoluten Spitze gehören. Zusammen mit Dänemark und Frankreich. Das haben sie bei der EM und den Olympischen Spielen bewiesen", sagte Gidsel. "Wenn sie es nicht sagen wollen, dann werde ich es tun. Sie verdienen Anerkennung und Respekt. Und sie sollten sich nicht als Außenseiter darstellen."
Trennung von Steffen: Werder-Boss nimmt Teilschuld auf sich
Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz hat sich nach der Trennung von Trainer Horst Steffen selbstkritisch gezeigt. "Ganz klar muss man sagen: Es gibt keinen Alleinschuldigen", betonte der Ex-Nationalspieler bei einer kurzfristig anberaumten Medienrunde am Sonntag: "Wenn sowas passiert, sind wir alle in der Verantwortung. Ich natürlich auch in erster Linie, natürlich auch die Mannschaft."
Steffen war zuvor nach zehn Spielen ohne Sieg von den Hanseaten freigestellt worden. Die öffentliche Kritik richtet sich aber auch an Fritz, der für den Kader der Bremer mit Peter Niemeyer, dem Leiter Profifußball, letztlich verantwortlich zeichnet. "Ich bin reflektiert, überdenke natürlich auch viele Handlungen", sagte Fritz: "Natürlich nehme ich die Kritik auch an und versuche mein Bestmögliches einzubringen, um den Turnaround zu schaffen."
Dafür hält Fritz eine rasche Neubesetzung des Trainerpostens für unumgänglich. "Wir haben uns dazu entschieden, dass wir einen neuen Impuls brauchen, dass wir ein Stück weit eine neue Energie und Ansprache brauchen", sagte er. Werder schaue sich dabei weniger im eigenen Klub um und favorisiere eine externe Lösung. Auch ein "Feuerwehrmann", der als kurzfristige Lösung den Klassenerhalt schaffen soll, sei dabei eine Option.
Leihe beim BVB abgebrochen: Chelsea verleiht Anselmino wohl an Partnerklub
Nicht auszuschließen, dass diese Transfersage die zuletzt eher guten Beziehungen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Chelsea nachhaltig belasten wird. Nachdem die Blues den seit Sommer an den BVB verliehenen Argentinier Aaron Anselmino Ende Januar durchaus überraschend zurück nach London beordert hatten, soll sich bei den Borussen über die Art und Weise bereits Unmut breitgemacht haben. Dass Anselmino nun aber offenbar gar nicht bei Chelsea gebraucht, sondern zu einem Schwesterklub verliehen wird, dürfte die Gemüter erhitzen.
Dachte man zuerst, der FC Chelsea habe die Leihe von Aaron Anselmino zum BVB aufgrund eines personellen Engpasses in der Defensive abgebrochen, kommt alles nun wohl ganz anders. Wie Transferexperte Fabrizio Romano erfahren haben will, steht der Innenverteidiger vor einem Leihwechsel zu Racing Straßbourg in die französische Ligue 1.
Durchaus brisant: Straßbourg zählt wie die Londoner zur BlueCo Group von Chelsea-Besitzer Todd Boehly. Eine Position, die Chelsea immer wieder nutzt, um den eigenen Talenten in einer Top-5-Liga Spielpraxis zu verschaffen. Nachvollziehbar ist dieses Vorgehen natürlich, aber auch fragwürdig. Angeblich sollen sich die Blues erhoffen, dass Anselmino in Frankreich noch häufiger zum Zug kommt. In Dortmund bestritt er zwar immerhin zehn Pflichtspiele, fiel aber häufig verletzt aus und kam oftmals von der Bank. Bei seinem Abschied aus Dortmund hatte er Tränen vergossen.
Mehr zur seltsamen Leihe hier bei den Kollegen von sport.de
Gigantische Krise in Frankfurt: Mario Götze fühlt sich "beschissen"
Mario Götze machte sich erst gar nicht die Mühe, die Situation schönzureden. "Beschissen" fühle es sich an, sagte der Mittelfeld-Routinier von Eintracht Frankfurt nach dem achten sieglosen Spiel nacheinander. Vor dem Amtsantritt des neuen Trainers Albert Riera herrscht zunehmend Ratlosigkeit bei der taumelnden Eintracht.
"Jeder ist enttäuscht, wenn wir die Spiele verlieren - gerade in der letzten Zeit. Und dann noch die Art und Weise", sagte Ex-Weltmeister Götze nach seinem 100. Spiel in der Fußball-Bundesliga für Eintracht Frankfurt. Vor allem in der ersten Halbzeit fehlten Zuordnung, Mut und ein klarer Plan. Hoffnungsträger Riera soll die Schwachstellen in Angriff nehmen, Aufgaben hat er zuhauf.
Zum elften Mal in dieser Bundesliga-Saison kassierten die Hessen beim 1:3 gegen Bayer Leverkusen drei oder mehr Gegentore. Die anfälligste Defensive der Liga hinterließ auch gegen die Werkself keinen guten Eindruck. Und sie bremste sich nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit durch die Gelb-Rote Karte von Ellyes Skhiri selbst aus.
Crash mit Bande: Schrecksekunde für deutsche Olympia-Hoffnung
Deutliche Niederlage für Eishockey-Topstar Leon Draisaitl: Der 30-Jährige ist mit den Edmonton Oilers mit 3:7 gegen Minnesota Wild unter die Räder gekommen. Draisaitl brachte die Oilers nach zuvor drei Siegen in Serie im ersten Drittel noch mit seinem 27. Saisontor mit 1:0 in Führung - doch im zweiten Drittel übernahmen dann die Wild.
Dabei überstand Draisaitl, der mit seinem 1034. Karrierepunkt mit Ikone Mark Messier gleichzog, kurz vor dem Abflug zu den Olympischen Spielen eine Schrecksekunde. Nachdem er in die Bande gerutscht war, verließ der Stürmerstar kurzfristig das Eis und ging in die Kabine, kehrte später zurück. "Wir geben insgesamt gar nicht so viele Chancen her, aber die Qualität der Chancen ist zu hoch", sagte Coach Kris Knoblauch, der mit seinem Team trotz des Rückschlags auf Play-off-Kurs bleibt.
Hellauf begeistert: Deutscher Star-Trainer äußert sich zu DHB-Titelchancen
Magdeburgs Meistercoach Bennet Wiegert hat die deutschen Handballer vor dem EM-Endspiel gegen Olympiasieger Dänemark ausdrücklich gelobt. Der Trainer des Bundesliga-Tabellenführers traut der DHB-Auswahl vor dem Finale am heutigen Sonntagabend (18 Uhr/ZDF und im Liveticker auf ntv.de) den ganz großen Wurf zu.
"Du gehst in ein Handballspiel, um es zu gewinnen. Und die Chancen fangen immer bei Null an und liegen bei 50:50", sagte Wiegert in Herning. Bei aller sportlichen Qualität des Gegners und auch angesichts des dänischen Heimvorteils - das Spiel "fängt bei 0 an. Ich weiß, wie plakativ das klingt und dass das keiner lesen möchte. Ich sehe Chancen, dass Deutschland auch Dänemark Paroli bieten kann. Warum nicht?"
Wiegert, der Magdeburg bislang zu je zwei Meistertiteln (2022 und 2024) und zwei Champions-League-Siegen (2023 und 2025) geführt hat, lobte die bislang "überragenden" Turnierauftritte der deutschen Mannschaft. "Es ist schon geil. Wir haben oft über Fußballer gesagt, dass Deutschland eine Turniermannschaft sein kann. Hier sehe ich es genauso. Sie haben sich wirklich über das Turnier gesteigert und bringen in entscheidenden Phasen die Bestleistung", so Wiegert: "Hätte uns das vorher jemand gesagt, jetzt im Finale zu stehen, wo Teams wie Frankreich und Schweden schon draußen sind. Großes Kompliment, großen Respekt."
Nächste Show von Flagg reicht Mavericks nicht
Nächste Show von Cooper Flagg, nächste Niederlage der Dallas Mavericks: Trotz 34 Punkten des erst 19 Jahre alten Toptalents hat die langjährige Franchise von Dirk Nowitzki die vierte Niederlage in Folge kassiert. Die Mavs unterlagen den Houston Rockets mit 107:111 - und drohen den Anschluss an die Play-in-Plätze zu verlieren.
Aktuell hat Dallas drei Siege weniger zu bieten als die Los Angeles Clippers, die Rang zehn der Western Conference belegen. Flagg, der jüngst mit 49 Punkten gegen die Charlotte Hornets einen NBA-Teenagerrekord aufgestellt hatte, gilt als aussichtsreicher Kandidat auf die Auszeichnung Rookie of the year für den besten Liga-Neuling.
Die Hornets bleiben unterdessen in Form und schafften mit einem 111:106-Erfolg gegen die San Antonio Spurs ihren sechsten Sieg in Serie. Brandon Miller war mit 26 Punkten der beste Werfer von Charlotte.
Dänemark-Coach macht überraschende Ansage an deutsche Handballer
Dänemarks Handball-Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen erwartet ein hart umkämpftes EM-Endspiel gegen Deutschland – und sieht sein Team trotz der Favoritenrolle unter Druck. Angesichts zahlreicher verletzter Kreisläufer machte der frühere Bundesliga-Trainer der DHB-Auswahl sogar Mut. "Sie bekommen keine bessere Chance", sagte Jacobsen vor dem Finale am Sonntag (18 Uhr im ZDF und im Liveticker bei ntv.de) in Herning. "Wenn wir bei den Deutschen fünf Kreisläufer wegnehmen würden, hätten sie auch einige Herausforderungen. Wenn sie uns einmal schlagen wollen, dann sollten sie versuchen, das am Sonntag zu tun."
Der Weltmeister und Olympiasieger muss im Endspiel auf gleich mehrere Spieler am Kreis verzichten. Während des Turniers fielen bereits Lukas Jörgensen und Emil Bergholt aus, Andreas Magaard und Frederik Ladefoged aus dem erweiterten Kader sind nicht einsatzbereit. Im EM-Halbfinale gegen Island (31:28) fiel dann auch noch Simon Hald mit einem Gesichtstreffer aus. Am Samstag befand sich der ehemalige Flensburger noch im Krankenhaus, sein Einsatz ist fraglich.
"Wenn fünf Kreisläufer fehlen, dann glaube ich, dass ich das nicht so genießen kann", sagte Jacobsen. "Ich wäre natürlich mit einem anderen Bauchgefühl reingegangen, wenn wir nicht so viele Verletzungen hätten."
Manuel Neuer erliegt dem Handball-Fieber
Der ehemalige Fußball-Weltmeister Manuel Neuer fiebert aus der Ferne mit Deutschlands Handballern im EM-Finale mit. "Ich habe viel Handball geschaut, ich drücke den Deutschen auf jeden Fall die Daumen, dass wir gegen Dänemark endlich gewinnen", sagte der Keeper von Bayern München am Samstag nach dem 2:2 (1:1) im Bundesligaspiel beim Hamburger SV am Sky-Mikrofon. "Wir haben es auf jeden Fall verdient."
Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason trifft am Sonntagabend (18.00 Uhr/ZDF) im dänischen Herning auf den Olympiasieger und Weltmeister. Die DHB-Auswahl hat zehn Jahre lang nicht mehr gegen Dänemark gewonnen. Nach dem wichtigen Hauptrunden-Erfolg gegen Titelverteidiger Frankreich sowie dem Halbfinal-Sieg gegen Kroatien glaubt nicht nur Neuer an eine Überraschung.
"Wir haben es auf jeden Fall verdient, und ich glaube, die Mannschaft ist auch sehr, sehr stark", sagte der 39-Jährige. "Alle hier in Handball-Deutschland drücken die Daumen. Wir vor dem Bildschirm geben alles, und die deutschen Fans in der Halle in Dänemark auch. "Für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) ist es das erste EM-Endspiel seit zehn Jahren. Bereits jetzt hat die Mannschaft ihre fünfte EM-Medaille sicher. Es winkt der dritte Titel nach 2004 und 2016.
"Scheiße am Schuh": RB Leipzig marschiert stinksauer in Richtung Krise
Die Köpfe hingen, die Worte waren deutlich. Nach der 1:2 (1:1)-Niederlage von RB Leipzig gegen den FSV Mainz 05 ging Willi Orban mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. "Ich muss sagen, dass das mit Abstand unser schlechtestes Spiel war in dieser Saison. Wir haben in allen Bereichen einfach zu viel vermissen lassen", sagte der Abwehrchef nach dem erneuten Rückschlag.
Zwar brachte Conrad Harder (40.) die Leipziger in Führung, doch Mainz ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Nadiem Amiri glich in der Nachspielzeit (40.+6) per Foulelfmeter aus, ehe der eingewechselte Winter-Neuzugang Silas (49.) die Begegnung nach einem sehenswerten Sololauf endgültig drehte.
"Die Enttäuschung ist groß, wir sind alle gerade ein bisschen sauer und natürlich auch enttäuscht, wie das heute gelaufen ist", sagte Kapitän David Raum. Der Außenverteidiger war – wie schon beim Auswärtsspiel beim FC St. Pauli – an der Entstehung des Foulelfmeters beteiligt. "Ich habe meine ganze Karriere noch keinen Elfmeter verursacht, jetzt zwei in zwei aufeinanderfolgenden Spielen, manchmal hat man ein bisschen Scheiße am Schuh." Nach nunmehr nur sieben Punkten aus den vergangenen sechs Bundesliga-Spielen muss RB aktuell um den Einzug in die Champions League bangen.
"Das siehst du selten": HSV-Supertalent macht Lothar Matthäus ganz verrückt
Das Lob für Luka Vuskovic nach seiner erneuten Klasseleistung kam aus berufenem Mund. "Das habe ich mit 30 nicht gesehen, was der mit 18 sieht", sagte Fußball-Rekordnationalspieler und Sky-Experte Lothar Matthäus über den Abwehrchef des Hamburger SV nach dem 2:2 gegen Bundesliga-Tabellenführer Bayern München.
Es gehe nicht nur um Kopfballduelle, Zweikämpfe und ein Tor oder ein Assist. "Es geht um viel, viel mehr", sagte Matthäus. "Er ist hinten einer, der eine Abwehr organisieren und dirigieren kann. Das findest du selten. "Der Gelobte blieb bescheiden, als er auf Matthäus' Worte angesprochen wurde. "Von ihm so was zu hören, bedeutet mir sehr viel. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll - ich kann ihm einfach nur sehr danken", sagte der kroatische Nationalspieler. "Das motiviert mich, weiterzumachen."
Beim Überraschungs-Remis gegen die Bayern war er in einer starken Hamburger Mannschaft wieder einer der besten Spieler. Hinten organisierte er die Deckung gegen die Bayern-Offensive um Superstar Harry Kane oder Michael Olisé. Vorn sorgte er für Gefahr: Erst mit einem Kopfball in der sechsten Minute, dann mit einem artistischen Seitfallzieher (51.) und zwei Minuten später mit dem Tor zum 2:2 per Kopf.
Schalke 04 gönnt sich fatalen 45-Minuten-Schlaf
Schalke 04 steckt endgültig in einer veritablen Winterkrise und muss in dieser Verfassung um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga bangen. Die Königsblauen verloren am 20. Spieltag der 2. Liga 0:2 (0:2) im Revierderby beim VfL Bochum. Schalke wartet damit seit vier Partien auf einen Sieg. Der Japaner Koji Miyoshi (1.) und Philipp Hofmann (43.) trafen für Bochum. "Wir haben die erste Halbzeit komplett geschlafen. Wir verteidigen nicht gut bei den Gegentoren und waren nach vorne viel zu unsauber", sagte Schalkes Kapitän Kenan Karaman bei Sky: "Wir müssen da wieder rauskommen. Wir wussten, dass solche Situationen auf uns zukommen."
Die Gäste wurden früh geschockt. Miyoshi traf bereits nach 43 Sekunden. Im Anschluss an den Rückstand drängten die Schalker erfolglos auf den Ausgleich. Bochum war allerdings über weite Strecken der ersten Hälfte das gefährlichere Team, mehrfach wurde es vor dem Tor der Königsblauen brenzlig. Der zweite Bochumer Treffer kurz vor der Pause durch Hofmann war nicht unverdient.
Zauberassist und Treffer: Florian Wirtz verzückt Liverpool
Florian Wirtz hat dem FC Liverpool im "deutschen Duell" der Premier League zu einem wichtigen Sieg verholfen. Gegen Newcastle United um die Nationalspieler Nick Woltemade und Malick Thiaw siegten die Reds 4:1 (2:1). Wirtz überzeugte mit einem Zauberassist sowie einem Treffer und war gemeinsam mit Doppelpacker Hugo Ekitiké der entscheidende Mann des Abends. Durch den Sieg hat Liverpool als Tabellenfünfter die Champions-League-Plätze fest im Blick.
Nach der Führung für Newcastle durch Anthony Gordon (36.) leitete Wirtz mit einem besonderen Moment die Wende ein: Der 22-Jährige kam im Strafraum an den Ball, dribbelte zwei Gegenspieler aus und behielt die Übersicht für den früheren Frankfurter Ekitiké, der erst ausglich und kurz darauf zur Führung traf (41./43.). Nach der Pause traf Wirtz selbst zum 3:1 (67.). Ibrahima Konaté besorgte den Endstand (90.+3). Damit setzt Wirtz seinen Aufwärtstrend fort und steht nach schwachem Saisonstart nun bei wettbewerbsübergreifend 14 Torbeteiligungen.