Stürmer musste raus: Hoeneß gibt Entwarnung bei Undav
Nationalstürmer Deniz Undav hat sich beim 3:1 (2:1)-Sieg des VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen wohl nicht schlimmer verletzt. Der 29-Jährige habe unter der Woche schon leichte Probleme im Achillessehnenbereich gehabt, berichtete Trainer Sebastian Hoeneß nach der Partie in der Fußball-Bundesliga. "Es wird keine Verletzung sein. Aber er hat gemerkt, dass es mehr wird, und dann angezeigt, dass er runter möchte."
Undav hatte beim wichtigen Heimerfolg der Stuttgarter in der 58. Minute das Tor zum 3:1 erzielt. Mit dem 19. Saisontor stellte er einen persönlichen Rekord in der Bundesliga auf. Zehn Minuten später war der Angreifer, der mit der deutschen Nationalmannschaft im Sommer an der WM in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmen dürfte, ausgewechselt worden. Für den VfB waren die drei Punkte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation enorm wichtig.
"Reicht nicht": DFB-Spieler zählt eigenes Team an
Nationalspieler Robert Andrich hat nach der Niederlage von Bayer Leverkusen im Millionen-Spiel beim VfB Stuttgart deutliche Selbstkritik geübt. "Wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, reicht es einfach nicht für die Champions League dieses Jahr", sagte der Kapitän nach der 1:3 (1:2)-Pleite bei den Schwaben am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga.
Natürlich hake er die nun nur noch sehr unwahrscheinliche Teilnahme an der Königsklasse nicht ab, sagte Andrich. Aber: "Ich bin ein Typ, der versucht, die Leistungen ehrlich einzuordnen." Alle im Verein müssten sich eingestehen, "dass wir für gewisse Sachen einfach nicht gut genug waren", meinte Andrich. Die Partie in Stuttgart sei sinnbildlich für die ganze Saison gewesen.
Sané und Gündogan feiern wilden Meistertitel mit Galatasaray
Galatasaray Istanbul um Fußball-Nationalspieler Leroy Sané und Ex-DFB-Kapitän Ilkay Gündogan hat sich zum vierten Mal in Serie zum türkischen Meister gekrönt. Dem Champions-League-Achtelfinalisten reichte am Samstag ein wildes 4:2 (0:1) gegen Abstiegskandidat Antalyaspor, um den 26. Meistertitel der Vereinsgeschichte bereits am vorletzten Spieltag perfekt zu machen. Neben Sané stand auch Gündogan und der gebürtige Kölner Ismail Jakobs bei Galatasaray in der Startelf.
Der nigerianische Topstürmer Victor Osimhen (66., 88.) drehte die Partie und schoss Galatasaray zum Titel, nachdem Soner Dikmen (45.+3, 62.) die Gäste zweimal in Führung gebracht hatte. Mario Lemina (56.) traf zum zwischenzeitlichen 1:1. Der frühere Bundesligaprofi Kaan Ayhan (90.+5) sorgte für den Endstand.
Kölner Traditionsklub kehrt in Profifußball zurück
Fortuna Köln hat auch die letzten Zweifel am Aufstieg in die 3. Liga beseitigt. Der ehemalige Bundesligist gewann im heimischen Südstadion vor über 10.000 Zuschauern gegen die Sportfreunde Siegen 2:1 (1:1). Die Fortuna steht damit zwei Spieltage vor Saisonende als Meister der Regionalliga West fest.
Zunächst sah es so aus, als würden die Gäste aus dem Siegerland zum Partycrasher werden: Kevin Goden (24.) erzielte die Führung für die Sportfreunde. Enzo Wirtz (34.) glich zunächst aus, ehe Ex-Bundesligaprofi Hamadi Al-Ghaddioui (61.) das Tor zum Aufstieg erzielte .Die Fortuna war in der Saison 2018/19 aus der 3. Liga in die Regionalliga abgestiegen und verbrachte die letzten sieben Spielzeiten dort. Auch im Landespokal ist Fortuna Köln, 1973/74 Bundesligist, noch dabei. Im Endspiel (23. Mai/15.30 Uhr) geht es gegen Drittligist und Stadtrivale Viktoria Köln um den Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde.
Streich mit Feuerlöscher geht nach hinten los - Aubameyang gesperrt
Wegen eines missratenen Streichs mit einem Feuerlöscher im Straf-Trainingslager hat Olympique Marseille den früheren Bundesliga-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang Medien zufolge intern gesperrt. Der Torjäger habe den Berichten zufolge einen Klubfunktionär und dessen Bett in der Unterkunft des Teams mit dem Inhalt eines Feuerlöschers besprüht. Der Vertreter der sportlichen Leitung meldete den Vorfall, daraufhin wurde der 36 Jahre alte Aubameyang für das nächste Auswärtsspiel aus dem Kader gestrichen.
Das Team hatte das Trainingslager wegen der jüngsten sportlichen Krise bezogen. Am letzten Abend wollte eine Gruppe um Aubameyang dann angeblich mit lustigen Aktionen die Stimmung heben und ging dabei wohl zu weit. Der gabunische Nationalspieler erklärte, er habe bei einer Feier im Stile eines "Ferienlagers" eigentlich nur für gute Laune sorgen wollen. Seine Bitte um Entschuldigung verhinderte die Strafe nicht.
Golf-Profi gelingt sensationeller Schlag aus 170 Metern
Bei der Truist Championship der PGA-Tour in den USA gelingt Golf-Profi Chandler Blanchet ein seltenes Kunststück. Am 17. Loch gelingt dem US-Amerikaner ein Hole-in-one, also ein direkter Treffer vom Abschlag aus. Die Freude steht ihm danach ins Gesicht geschrieben.
Vorher unfaire Aktion? In Wolfsburg endet eine unfassbare Serie von Harry Kane
Es menschelte bei Harry Kane. Beim VfL Wolfsburg trat der Stürmerstar des FC Bayern beim Stand von 0:0 in der 36. Minute zu seinem 25. Elfmeter in der Bundesliga an - und verschoss erstmals. Für den Torgaranten aus England war es erst der dritte Fehlschuss vom Punkt seit seinem Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2023 - und der dritte in dieser Saison.
Zuvor war er bereits in der Champions League im Januar gegen Union St. Gilloise (2:0) und in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Wehen Wiesbaden (3:2) im August 2025 gescheitert. Kanes Bilanz in der Liga war aber perfekt - bis zum Samstagabend. Der 32-Jährige rutschte bei seinem Versuch leicht weg und schoss den Ball rechts am Tor vorbei. Seine ersten 24 Elfmeter in der Bundesliga hatte vor Kane kein anderer Spieler verwandelt. Kurz darauf tauchten TV-Bilder auf, die zeigen, wie Wolfsburgs Innenverteidiger Jeanuël Belocian in der Wartezeit auf die VAR-Entscheidung den Elferpunkt mit seinen Schuhen beackerte. Kein feiner Zug.
Harter Poker: FC Bayern kann sich mit Allrounder einfach nicht einigen
Im Vertragspoker mit Konrad Laimer gibt es laut Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl derzeit keine Fortschritte. "Es gibt zwei Standpunkte, die momentan nicht übereinander passen. Wir wollen mit Konni verlängern, das ist Fakt. Jetzt müssen wir irgendwie eine Brücke finden, was die Vorstellungen betrifft", sagte Eberl am Rande des Spiels beim VfL Wolfsburg beim TV-Sender Sky.
Laimer, der besonders für seine Vielseitigkeit geschätzt wird, spielt seit Sommer 2023 für den FC Bayern. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2027. Am Ende der Vertragslaufzeit wäre der Österreicher 30 Jahre alt. Die Münchner hatten zuletzt signalisiert, in Verhandlungen stärker Grenzen setzen zu wollen.
Neues Wolfsburg-Wappen lässt Fans jubeln
Der VfL Wolfsburg ist in der Fußball-Bundesliga akut vom Abstieg bedroht. Trotzdem tobten und jubelten die Fans vor dem Heimspiel gegen den feststehenden Meister FC Bayern (18:30 Uhr/Sky). Der Grund: Der Klub kehrt mit sofortiger Wirkung zu seinem alten Zinnenwappen zurück.
Schon im Spiel gegen den Rekordmeister laufen die Wölfe mit entsprechenden Wappen auf der Brust auf. Unter den Fans im Stadion sorgte dies für großen Applaus. "Der VfL Wolfsburg blickt auf mehr als 80 Jahre Historie. Das Zinnenwappen war von Beginn an ein zentraler Bestandteil. Die Zinnen stiften Identifikation und verkörpern Tradition", teilte Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph. "Für die Entscheidung haben wir uns bewusst Zeit genommen und diese gemeinsam getroffen. In einem Verbund, der alle Sportarten vereint und der alle Menschen zusammenbringt. Das Zinnenwappen ist ein prägendes Element unserer Vereinskultur."
Bis 2002 hatte der VfL das Zinnenwappen bereits verwendet, in den vergangenen 24 Jahren nutzte Wolfsburg eine moderne Optik ohne die Zinnen.
Kompany setzt auf Urbig – Wolfsburg streicht zwei Spieler
Der FC Bayern rotiert im Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg (18:30 Uhr/Sky) auf fünf Positionen. Trainer Vincent Kompany schickt unter anderem Ersatzkeeper Jonas Urbig in die Startelf. Auch Kim Min-jae, Tom Bischof, Hiroki Ito und Nicolas Jackson dürfen von Beginn an ran. Offensivstar Luis Diaz sitzt wie Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic und Luis Diaz auf der Bank.
Beim VfL Wolfsburg stehen zwei Spieler nicht zur Verfügung. Stürmer Mohamed Amoura und Linksaußen Kevin Paredes wurden nach Klubangaben aus "disziplinarischen Gründen" aus dem Kader gestrichen.
Wieder Horror-Sturz beim Giro d'Italia
Ein weiterer schlimmer Massensturz hat auch die zweite Etappe des Giro d'Italia beim Abstecher in Bulgarien überschattet und sogar für eine zwischenzeitliche Unterbrechung des Rennens gesorgt. 23 Kilometer vor dem Ziel in Weliko Tarnowo gingen rund 35 Radprofis in einer Kurve zu Boden. Vor allem die UAE-Mannschaft war von dem Crash heftig betroffen. Jay Vine musste nach dem Aufprall gegen die Leitplanke das Rennen aufgeben, sein Teamkollege und Mitfavorit Adam Yates stieg indes blutüberströmt wieder auf das Rad.
Den Etappensieg holte sich nach 221 Kilometern der Uruguayer Guillermo Thomas Silva, der hauchdünn vor dem Deutschen Florian Stork im Sprint gewann. Zuvor hatte Topfavorit Jonas Vingegaard am letzten Anstieg eine Attacke lanciert und das Feld auseinandergerissen. Die kleine Spitzengruppe wurde aber wieder eingeholt. Silva holte sich durch den Etappensieg auch das Rosa Trikot des Gesamtersten vom französischen Auftaktsieger Paul Magnier. Zum Teil heftiger Regen erschwerten am Samstag die Bedingungen. Bereits am Vortag hatte es bei der Auftaktetappe einen heftigen Massencrash beim Zielsprint gegeben.
Cottbus erspielt sich Matchball für Aufstieg
Energie Cottbus hat im Kampf um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga nach einem Last-Minute-Sieg alle Trümpfe in der Hand. Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz gewann am vorletzten Spieltag 2:1 (1:1) gegen den SV Wehen Wiesbaden und festigte Rang zwei. Mit einem Sieg am kommenden Samstag bei Jahn Regensburg wäre die Rückkehr in die zweite Liga perfekt.
Moritz Hannemann (41.) und Tolga Cigerci (89.) trafen nach dem Rückstand druch Lukas Schleimer (37.) für Cottbus, das mit 69 Punkten in das letzte Wochenende der Saison geht. Dahinter liegen Aufsteiger MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen (jeweils 67) im Kampf um den Relegationsplatz gleichauf.
RWE gewann am Samstag nach zuletzt drei Niederlagen in Folge 1:0 (0:0) gegen den SC Verl, Gianluca Swajkowski traf in der 50. Minute. Im Saisonfinale muss Essen in Ulm antreten. Nachbar Duisburg war am Freitag nicht über ein 0:0 bei Erzgebirge Aue hinausgekommen, hat gegenüber RWE vor dem finalen Heimspiel gegen Viktoria Köln als Tabellendritter aber eine um sechs Tore bessere Tordifferenz.
VfL Wolfsburg macht Vizetitel perfekt
Der VfL Wolfsburg hat sich in der Frauen-Bundesliga die Vizemeisterschaft gesichert. Das Team von Trainer Stephan Lerch gewann am vorletzten Spieltag beim SC Freiburg mit 4:2 (2:1) und ist nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen. Camilla Küver (33.), Lena Lattwein (45.+4), Sarai Linder (61.) und Ella Peddemors (76.) erzielten die Tore für die Wölfinnen. Für Freiburg traf Selina Vobian (5.) zur 1:0-Führung, Alena Bienz (63.) zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.
Durch den zweiten Platz in der Frauen-Bundesliga sind die Wolfsburgerinnen für die dritte Qualifikationsrunde der Champions League qualifiziert .Am Donnerstag (16.00 Uhr/ZDF) hat Wolfsburg die Chance, die Saison mit einem Titelgewinn zu krönen. Der VfL trifft im DFB-Pokalfinale in Köln auf die deutschen Meisterinnen vom FC Bayern.
Ohne Wirtz: Liverpool verpasst großen Schritt Richtung Königsklasse
Der englische Fußball-Rekordmeister FC Liverpool hat den erhofften großen Schritt in Richtung Champions League verpasst. Das Team von Trainer Arne Slot kam ohne den mit Magenproblemen fehlenden Nationalspieler Florian Wirtz gegen den FC Chelsea nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus.
Für die Qualifikation zur Königsklasse fehlen den Reds damit noch drei Punkte aus den letzten beiden Ligaspielen bei Aston Villa und gegen den FC Brentford. Die Blues erlebten nach zuletzt sechs Liganiederlagen in Folge zumindest wieder einen Punktgewinn .Der FC Liverpool erwischte einen herausragenden Start in die Partie und ging durch einen Schlenzer des ehemaligen Bayern-Spielers Ryan Gravenberch (6.) in Führung. Innenverteidiger Virgil van Dijk ließ die Riesenchance auf den frühen Doppelschlag aus (11.). In der Folge wurde Chelsea aktiver und glich durch einen Freistoßtreffer von Enzo Fernández (35.) aus.
Blutiger Zoff: Real-Rüpel darf auf Clásico-Einsatz hoffen
Trotz des handfesten Streits im Training wird Aurélien Tchouaméni im Kader von Real Madrid für den Clásico gegen den FC Barcelona am Sonntag (21.00 Uhr/DAZN) stehen. Das bestätigte Trainer Álvaro Arbeloa vor dem richtungweisenden Duell in der spanischen Fußball-Meisterschaft. Teamkollege Federico Valverde fehlt dagegen nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer Kopfverletzung bis zu zwei Wochen.
Die Auseinandersetzung der beiden Mittelfeldspieler hatte sich am Donnerstag nach dem Training ereignet. Der Klub belegte sowohl den französischen Nationalspieler Tchouaméni als auch Uruguays Kapitän Valverde mit einer saftigen Geldstrafe in Höhe von 500.000 Euro. Beide hätten sich bei Verein, Fans, Mitarbeitern und Teamkollegen entschuldigt.
Für Arbeloa ist der Vorfall damit intern abgeschlossen. "Morgen wird Tchouaméni im Kader stehen", sagte der Coach und stellte klar, dass er die Entschuldigungen akzeptiert habe. "Ich bin sehr stolz auf die Entschlossenheit, Schnelligkeit und Transparenz des Klubs", sagte Arbeloa weiter.
Feiert Dante ein Comeback beim FC Bayern?
Holger Seitz wird in der kommenden Saison nicht mehr Trainer der FC Bayern Amateure sein, die in der Fußball-Regionalliga spielen. Das teilte der deutsche Rekordmeister mit. Die Entscheidung ist laut Mitteilung das "Ergebnis konstruktiver Gespräche zwischen der sportlichen Leitung, der Campus-Führung und dem 51-Jährigen in den vergangenen Wochen".
Der Nachfolger von Seitz als Chefcoach der U23 solle zeitnah bestimmt werden, teilte der Verein weiter mit. Nach Medienberichten soll der ehemalige Bundesliga-Profi Dante den Posten antreten. Der 42-jährige Brasilianer spielte von 2012 bis 2015 für die Bayern, mit denen er im Triple-Jahr 2013 auch die Champions League gewann.
Uli Hoeneß lädt Spieler und Trainer des FC Bayern kaum noch ein
Uli Hoeneß lädt Spieler und Trainer des FC Bayern "immer weniger" in sein Haus am Tegernsee ein, wie er im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bekannte: "Was schade ist. Aber wenn ich es tue, ist die Gefahr zu groß, dass es in der Zeitung steht, und das ist dann schlecht." Heutzutage müsse man sich "für alles erklären", so der 74-Jährige: "Spontanität kannst du dir fast nicht mehr leisten."
Als Beispiel nannte der Bayern-Patron etwa den traditionellen Oktoberfestbesuch der Mannschaft. "Das ist heute ein Schaulaufen", so Hoeneß, der den Vergleich zu seiner aktiven Zeit zog: "Früher haben wir den Udo Lattek gefragt, wenn wir am Mittwoch kein Spiel hatten, ob wir am Dienstagvormittag trainieren dürfen, damit wir am Dienstagnachmittag aufs Oktoberfest gehen können. Dann ist die gesamte Mannschaft da einmarschiert. Damals gab es keine Handyfotos."
Die Mannschaft sei dann "nicht nur drei Stunden geblieben, nein, wir sind erst um Mitternacht heimgegangen, aber davor waren wir in fast jedem Zelt, sind mit jedem fliegenden Teppich gefahren", erinnerte sich der Europameister von 1972 und Weltmeister von 1974. "Und dabei kam es vor, dass sich einer von uns auf dem fliegenden Teppich übergeben musste."
Coach Arbeloa reagiert auf heftigen Real-Knall
Im Wirbel um die heftige Rangelei von Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni in der Kabine von Real Madrid will Trainer Álvaro Arbeloa auf weitere Sanktionen gegen das Duo verzichten. "Was ich nicht tun werde, ist, sie auf einem Scheiterhaufen auf dem Stadtplatz zu verbrennen, denn das haben sie nicht verdient. Es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen", sagte der Coach des spanischen Fußball-Rekordmeisters am Tag vor dem Clásico gegen den Tabellenersten FC Barcelona.
Wegen des Vorfalls hatte der Klub die beiden Fußballprofis zu einer saftigen Geldstrafe von jeweils 500.000 Euro verdonnert. Bei der angeblichen Prügelei hatte sich Valverde laut spanischen Sportmedien an einer Tischkante eine blutende Wunde am Kopf zugezogen. Der Uruguayer hatte danach allerdings betont, sein französischer Teamkollege Tchouaméni habe ihn nicht geschlagen und er ihn auch nicht.
Arbeloa bezeichnete den Streit als "sinnlos" und versicherte: "Meine Spieler haben ihren Fehler eingesehen, ihre Reue zum Ausdruck gebracht und um Vergebung gebeten." Der Trainer steht bei den Königlichen nach einer enttäuschenden Saison vor dem Aus. Gewinnt Real am Sonntag (21 Uhr bei DAZN und im Liveticker bei ntv.de) nicht in Barcelona, sind die Katalanen vorzeitig Meister.
FC Bayern hat Jackson-Nachfolger im Visier
Wie der Transfer-Insider Sacha Tavolieri berichtet, arbeitet der FC Bayern an einer Verpflichtung von Charles De Ketelaere von Atalanta Bergamo. Die Münchner hätten bereits konkretes Interesse am 25-Jährigen signalisiert. De Ketelaere könne sich den Schritt zum Bundesligaprimus sehr gut vorstellen, heißt es. Die Verhandlungen mit der Spielerseite dürften deshalb schnell über die Bühne gehen.
Mit Atalanta Bergamo stünden die Gespräche derweil noch aus. In den kommenden Wochen wolle man sich zusammensetzen, darauf habe man sich verständigt. Wie hoch eine mögliche Ablöse ausfallen könnte, ist noch unklar. Atalanta hatte 2022 rund 37,5 Millionen Euro für den damaligen Shootingstar an den FC Brügge überwiesen. Sein aktueller Vertrag in Norditalien läuft noch bis 2028.
De Ketelaere wurde in Bergamo zuletzt hauptsächlich im offensiven Mittelfeld eingesetzt. Der 28-fache Nationalspieler kann aber auch als rechter Flügelstürmer und im Sturmzentrum agieren. Beim FC Bayern scheint solch ein polyvalenter Offensivspieler weit oben auf der sommerlichen Wunschliste zu stehen. Da Nicolas Jackson nicht über die aktuelle Leihe hinaus in München bleibt, wird ein Kaderplatz im Angriff frei.
Frank Schmidt wundert sich über Entwicklung des Fußballs
Trainer Frank Schmidt sieht kleine Vereine wie seinen 1. FC Heidenheim angesichts der explodierenden Summen im internationalen Fußball vor einer schwierigen Zukunft. "Mein Eindruck: So sehr ums Geld wie zurzeit ging es noch nie. Die Spieler, die vom Karrierestatus her zu uns passen und die wir immer bekommen haben, die haben wir im vergangenen Sommer zum ersten Mal nicht mehr bekommen", sagte der 52-Jährige der "Süddeutschen Zeitung".
Heidenheim sei daher trotz des Aufschwungs der vergangenen Jahre in einer schwierigen Situation. "Man könnte vermuten: drittes Jahr Bundesliga, Europapokal gespielt, Geld für Transfers eingenommen, das läuft. Aber die Rahmenbedingungen um uns herum haben sich verändert, der Markt ist überhitzt wie noch nie", so Schmidt.
Besonders die Erinnerung an die Demut während der Coronazeit lässt Schmidt im Rückblick stutzen. "Die große Frage war damals ja: Wird es den Profifußball überhaupt weiterhin geben? Und falls ja, dann müssen wir aber wirklich darauf achten, dass das Rad nicht gleich wieder überdreht wird... und jetzt ist genau das Gegenteil passiert. Das Rad ist überdreht wie noch nie", sagte er. Zuletzt hatte er angedeutet, dass die kommende Saison "mutmaßlich" seine letzte in Heidenheim sein könnte. Sein Vertrag läuft 2027 aus.
Trainer-Knall in Frankfurt? Wilde Gerüchte um Riera-Nachfolge
Albert Riera wird auch das letzte Bundesliga-Spiel der Saison gegen den VfB Stuttgart auf der Bank von Eintracht Frankfurt sitzen. Ob der Spanier darüber hinaus seinen Posten behält, ist nach dem 2:3 (1:2) bei Borussia Dortmund unsicherer denn je. Zahlreiche Kandidaten werden bereits als mögliche Nachfolger gehandelt.
Die "Frankfurter Rundschau" hatte etwa Adi Hütter ins Spiel gebracht, der schon zwischen 2018 und 2021 für die Hessen arbeitete. Nach Einschätzung der "hessenschau" ist der Österreicher derzeit der Kandidat mit den besten Karten. Die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr bezifferte man mit 50 Prozent, alle weiteren Namen liegen weit darunter.
Am nächsten (30 Prozent) liegt da noch der ehemalige Hoffenheim-Profi Matthias Jaissle, der als Trainer mit Al-Ahli aus Saudi-Arabien bereits zwei Mal die asiatische Champions League gewonnen hat. Mit Domenico Tedesco (20 Prozent) listet die "hessenschau" einen weiteren prominenten Namen auf. Er wurde kürzlich bei Fenerbahce entlassen. Ebenfalls gehandelt werden Alexander Blessin vom FC St. Pauli, Kjetil Knutsen von der norwegischen Champions-League-Sensation FK Bodø/Glimt und Christian Eichner, dessen Arbeit beim Karlsruher SC nach der Saison endet. Die "Frankfurter Rundschau" listet darüber hinaus noch den Dänen Jacob Neestrup sowie Paderborn-Coach Ralf Kettemann als mögliche Kandidaten auf.
Real-Gerüchte werden heißer: Hat Mourinho geflunkert?
Trainingszoff, Hammerstrafen und eine drohende Demütigung im Clasico gegen den FC Barcelona: Real Madrid versinkt im Chaos und sucht einen rettenden Anker. Vor allem auf der Trainerbank. Wie es dort weitergeht, ist völlig unklar. Hinter den Kulissen soll die Suche nach einem neuen Trainer als Nachfolger für Álvaro Arbeloa aber an Fahrt aufnehmen. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll Klubboss Florentino Pérez seinem engen Freund José Mourinho per Video ein erstes Angebot unterbreitet haben.
Der Portugiese, aktuell Trainer von Benfica Lissabon, soll nicht Nein gesagt haben, für seine Rückkehr nach Madrid nach der ersten Etappe zwischen 2010 und 2013 aber mehrere Bedingungen gestellt haben. Unter anderem wolle er völlig freie Hand bei Personalentscheidungen haben, berichtete etwa die "AS". Mourinho selbst schwor indes in der vorigen Woche: "Niemand von Real hat mit mir gesprochen, das kann ich garantieren."
Zu den gehandelten Namen zählen neben Mourinho unter anderem die aktuellen Nationaltrainer Didier Deschamps (Frankreich) und Mauricio Pochettino (USA) sowie auch Jürgen Klopp. Der derzeitige Fußball-Chef von Red Bull wies Ende März alle Spekulationen über eine Rückkehr auf die Trainerbank, sei es als Bundestrainer, sei es als Coach von Real oder einem Verein, scharf zurück.
Kovac spricht sich wegen Süle mit Schiedsrichter ab
Niko Kovac wollte sein Versprechen unbedingt halten - also sprach er sich kurzerhand mit Schiedsrichter Patrick Ittrich ab. "Pass auf: Du darfst nicht abpfeifen, bevor ich den Niki nicht gebracht habe", habe der Trainer von Borussia Dortmund dem Unparteiischen am Tag vor dem 3:2 (2:1) gegen Eintracht Frankfurt gesagt. Und der Plan ging auf: Der Niki, gemeint ist Niklas Süle, kam in seinem letzten Heimspiel für den BVB ab der 88. Minute nochmals zum Einsatz.
"Es waren fünf, sechs Minuten. Hat er sich verdient", sagte Kovac über den 30-Jährigen, der im Sommer seine Laufbahn beendet: "Er hat eine tolle Karriere hingelegt. Ich wünsche ihm in seinem Ruhestand alles Gute, er wird viel golfen und wahrscheinlich die Welt bereisen."
Der frühere Nationalspieler Süle hatte am Donnerstag sein nahendes Karriereende verkündet. Sein Vertrag läuft aus. "Ich bin unfassbar froh um den Rahmen", sagte der Verteidiger im Sky-Interview: "Schöner Tag, schöner Rahmen, schön, wie die Fans reagiert haben. Schön, dass der Trainer mir noch ein paar Minuten gegeben hat, mein 300. Spiel. Unfassbar schön, meine ganze Familie war hier."
Spektakuläre Gerüchte um Cristiano Ronaldos Sohn
Um den gerade einmal 15 Jahre alte Cristiano Ronaldo Jr., Sohn des berühmten Fußball-Superstars Cristiano Ronaldo, gibt es wilde Gerüchte. Aber nicht alle stimmen offenbar. Nach "Bild"-Angaben ist etwa der BVB aktuell nicht an einer Verpflichtung interessiert. Der Sohn des Weltstars sei kein Thema bei Schwarz-Gelb. Denn: Ein Transfer des 15-Jährigen passe nicht in die Strategie des Revierklubs, auch die damit verbundene mediale Aufmerksamkeit wäre dem Revierklub offenbar nicht allzu recht.
Zuvor hatte die englische "Sun" berichtet, dass unter anderem der Bundesliga-Zweite an eine Verpflichtung des ältesten CR7-Sohnes denkt. Aktuell spielt Cristiano Ronaldo Jr. in der Nachwuchsmannschaft von Al-Nassr in Saudi-Arabien, wohin die Familie im Jahr 2023 zog. Nach Angaben der "Sun" plant Ronaldo junior im Sommer den nächsten Karriereschritt. Anstatt weiterhin für Al-Nassr zu spielen, wolle er in eine große europäische Jugend-Akademie wechseln. Im Raum stehen demnach die Ex-Klubs seines Vaters, also Real Madrid, Sporting, Juventus Turin und Manchester United - aber auch der FC Bayern wird im Bericht genannt. Bei Real Madrid hatte er im März bereits ein Probetraining absolviert.
FC Bayern schielt offenbar auf nächstes Ausnahmetalent
Der FC Bayern bemüht sich Medienberichten zufolge um eine Verpflichtung von Topstar Anthony Gordon, um die linke Offensivseite zu stärken. Nun rückt ein weiterer Name in den Fokus. So schielt man auf eine Verpflichtung von Mika Godts, berichtet "Bild"-Reporter Christian Falk im Podcast "Bayern-Insider".
Der 20-jährige Belgier steht beim niederländischen Spitzenklub Ajax Amsterdam unter Vertrag, bis 2029 ist sein Arbeitspapier noch gültig. Der Linksaußen war im Winter 2023 aus der Nachwuchsabteilung des KRC Genk verpflichtet worden, inzwischen zählt er zu den Stammspielern und Leistungsträgern bei Ajax. Seine starken Zahlen in 2025/26: 17 Tore und zwölf Vorlagen in 30 Eredivisie-Partien. In der Champions League kam er in acht Einsätzen auf eine Vorlage. Sein Marktwert wird inzwischen auf 20 bis 25 Millionen Euro taxiert.
Falk zufolge zähle Godts beim FC Bayern allerdings nicht zu den aktuell am heißesten diskutierten Spielern, der Youngster werde aber beobachtet. Im Vergleich zu anderen Transfer-Optionen für die offensive Außenbahn wäre der Ajax-Profi wohl erschwinglicher, bräuchte womöglich aber auch mehr Anlaufzeit.
Holt Barca im Clásico den Titel? "Wäre eine Backpfeife"
Alles ist angerichtet, der Champagner schon kaltgestellt - der FC Barcelona kann mit Trainer Hansi Flick am Sonntag zu Hause (21 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) vorzeitig die erfolgreiche Titelverteidigung in der spanischen Liga klar machen. Und das ausgerechnet im Clásico gegen den Erzrivalen Real Madrid. "Es wäre natürlich schon eine Backpfeife für Real, wenn Barca dort das Spiel für sich entscheiden und dann damit Meister werden würde", sagt DAZN-Experte Sami Khedira, der mit den Königlichen zwischen 2010 und 2015 sieben Titel holte.
Die Barca-Spieler jubeln im Camp Nou, die Real-Stars müssen zuschauen? "So eine Schmach" wolle sich der Klub "definitiv nicht geben", sagt Khedira: "Denn das würde schon richtig weh tun, wenn sie dort die Barca-Spieler nach dem Spiel feiern sehen." Dass Barca angesichts von elf Punkten Vorsprung erneut Meister werde, sei "ziemlich sicher. Die Frage ist nur wann und gegen wen", sagt Khedira, der nach der WM 2010 vom VfB Stuttgart in die spanische Hauptstadt gewechselt war: "Deswegen ist das noch mal eine extra Motivation für Real."
"Oliver Baumann hat das nicht verdient"
Ex-Nationaltorhüterin Almuth Schult hat Oliver Baumann in der Debatte um die Nummer eins im deutschen Tor bei der WM 2026 in Schutz genommen. "Es gibt einem nicht unbedingt Sicherheit, wenn das ganze Land darüber diskutiert, ob jemand anderes im Tor stehen sollte. Das bedeutet im Grunde, dass die Leute mit dir unzufrieden sind und das kann einem kein gutes Gefühl für eine Weltmeisterschaft geben", sagte Schult dem Nachrichtenportal t-online.
Auch wenn sie die Diskussion um den DFB-Torhüter verstehe, habe der Hoffenheimer diese nicht verdient. "Deutschlands Nummer eins hat in der Vergangenheit eigentlich immer bei einem Top-Verein gespielt und war auch auf Klubebene international vertreten", sagte die 35-Jährige. Das sei bei Baumann nicht der Fall, dennoch habe er "in der Nationalmannschaft hervorragende Leistungen gezeigt" und sei "in der Liga ein sehr konstanter Torwart", führte die ARD-Expertin fort.
Zudem sei die Debatte hinsichtlich einer möglichen DFB-Rückkehr von Manuel Neuer für sie mittlerweile vom Tisch. Sowohl Neuer als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann hätten ein Comeback zur Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada "mehrfach dementiert und abmoderiert", sagte Schult: "Die Debatte kann man deshalb irgendwann auch mal lassen, gerade, weil man Oliver Baumann damit untergräbt".