Der Sport-TagUli Hoeneß lädt Spieler und Trainer des FC Bayern kaum noch ein
Uli Hoeneß lädt Spieler und Trainer des FC Bayern "immer weniger" in sein Haus am Tegernsee ein, wie er im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bekannte: "Was schade ist. Aber wenn ich es tue, ist die Gefahr zu groß, dass es in der Zeitung steht, und das ist dann schlecht." Heutzutage müsse man sich "für alles erklären", so der 74-Jährige: "Spontanität kannst du dir fast nicht mehr leisten."
Als Beispiel nannte der Bayern-Patron etwa den traditionellen Oktoberfestbesuch der Mannschaft. "Das ist heute ein Schaulaufen", so Hoeneß, der den Vergleich zu seiner aktiven Zeit zog: "Früher haben wir den Udo Lattek gefragt, wenn wir am Mittwoch kein Spiel hatten, ob wir am Dienstagvormittag trainieren dürfen, damit wir am Dienstagnachmittag aufs Oktoberfest gehen können. Dann ist die gesamte Mannschaft da einmarschiert. Damals gab es keine Handyfotos."
Die Mannschaft sei dann "nicht nur drei Stunden geblieben, nein, wir sind erst um Mitternacht heimgegangen, aber davor waren wir in fast jedem Zelt, sind mit jedem fliegenden Teppich gefahren", erinnerte sich der Europameister von 1972 und Weltmeister von 1974. "Und dabei kam es vor, dass sich einer von uns auf dem fliegenden Teppich übergeben musste."