Fußball-WM 2018

Fifa prüft Kroaten-Video "Belgrad brennt" - Vida droht nächster Ärger

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(Foto: imago/ITAR-TASS)

Kroatiens Abwehrchef Domagoj Vida macht die Fußball-WM zum Politikum. Für seine Aussage "Ruhm der Ukraine!" verwarnt ihn die Fifa. Nun taucht ein weiteres Video auf. Darin sagt Vida die doppeldeutigen Worte "Belgrad brennt".

Dem kroatischen Verteidiger Domagoj Vida droht bei der Fußball-WM in Russland neuer Ärger. Der Fußball-Weltverband überprüft ein weiteres Video, das nach dem Viertelfinale gegen den Gastgeber aufgenommen worden sein soll, wie die Fifa bestätigte.

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Darin ist Vida zu sehen, wie er unter anderem "Ruhm der Ukraine!" und "Belgrad brennt" in die Kamera sagt. Vida bezieht sich mit der letzteren Aussage womöglich auf ein Lokal in Kiew, er kündigt an sein Geld dort auszugeben. Neben ihm sitzt der frühere Bundesligaprofi und heutige Betreuer Ivica Olic. Gemeinsam singen sie "Die Kneipe ist mein Schicksal" - ein bekanntes Lied noch zu Zeiten Jugoslawiens. Der Ausdruck "Belgrad brennt" besitzt angesichts der serbischen Hauptstadt aber auch eine Doppeldeutigkeit vor dem Hintergrund der politischen Rivalität beider Länder. Auch mehr als 20 Jahre nach dem Ende des Kriegs ist das Verhältnis zwischen Serben und Kroaten noch immer angespannt.

Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sind seit der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Russland und der Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine zerrüttet. Vukojevic und Vida hatten einige Jahre in der Ukraine verbracht.

Die Fifa hatte bereits eine Verwarnung an Vida für dessen Ausspruch "Ruhm der Ukraine!" ausgesprochen. Dabei handelt es sich um einen Slogan der revolutionären Bewegung, die 2014 den von Russland unterstützten Präsidenten Wiktor Janukowitsch gestürzt hatte.

Beide Videos wurden dem Augenschein nach in der Kabine nach dem Viertelfinalsieg Kroatiens gegen Gastgeber Russland aufgenommen. Vida hält ein Bier des offiziellen Sponsors bei der WM in der Hand.

Der kroatische Verband war zudem bereits wegen des Jubels seines Betreuers Ognjen Vukojevic zu einer Geldstrafe von 15.000 Schweizer Franken verurteilt worden. Die Disziplinarkommission der Fifa bewertete Vukojevic' Aussage "Das ist ein Sieg für Dynamo und für die Ukraine" als unsportliches Verhalten. Beim Strafmaß gegen Vukojevic war nach Fifa-Angaben in Betracht gezogen worden, dass der Verband sich zeitnah entschuldigt und den Betreuer von seinen Pflichten entbunden hatte.

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

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