Nach Drohungen aus LibyenSea-Eye rettet keine Flüchtlinge mehrNach Ärzte ohne Grenzen schmeißt eine weitere Hilfsorganisation hin und setzt ihre Rettungsaktionen vor der libyschen Küste aus. Wegen unverhohlener Drohungen der libyschen Küstenwache ist der Einsatz zu gefährlich. Zuvor hat schon Druck aus Italien Probleme bereitet.13.08.2017
"KZ-ähnliche Verhältnisse"Warum der Libyen-Deal unmöglich istDie EU pumpt Millionen an Euro in die libysche Einheitsregierung. Trotzdem erstarken in dem Land eher deren Gegner. Die Idee, dort Auffanglager für Flüchtlinge einzurichten, wirkt illusorisch.04.08.2017Von Issio Ehrich
Retter oder Helfershelfer?Die "Iuventa" und die MenschenschmugglerMit dem neuen Verhaltenskodex, den Italien den Flüchtlingsrettern im Mittelmeer auferlegt hat, hat der Fall des beschlagnahmten Schiffes "Iuventa" nichts zu tun. Die Ermittlungsakte legt nahe, dass hier eine NGO mit Schleppern kooperierte.04.08.2017Von Udo Gümpel, Rom
"Wendepunkt" in FlüchtlingskriseItalien stimmt Einsatz vor Libyen zuFast 95.000 Flüchtlinge sind dieses Jahr schon über das Mittelmeer nach Italien geflüchtet. Um den Andrang einzudämmen und Schleppern das Handwerk zu legen, soll die italienische Marine auf Bitte von Libyen auch in libyschen Gewässern eingreifen.02.08.2017
Finanzspritze für GrenzschutzEU unterstützt Libyen mit 46 Millionen EuroDie EU stellt weiteres Geld zur Verfügung, um den Grenzschutz in Libyen zu verbessern und Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa zu hindern. Dazu werden erstmals auch Gebiete im Inland mit einbezogen und Kontrollen errichtet.28.07.2017
Aufnahmezentren für FlüchtlingeMacron kündigt Hotspots in Libyen anIn Italien und Griechenland gibt es sie schon: Hotspots. Dort werden Flüchtlinge registriert. Noch bevor der Sommer vorbei ist, will Frankreich solche Auffanglager auch in Nordafrika errichten - notfalls auch im Alleingang.27.07.2017
Einigung auf Zehn-Punkte-PlanLibyens Kontrahenten streben Waffenruhe anIm Libyen-Konflikt zeichnet sich eine Annäherung ab. Die wichtigsten libyschen Gegenspieler einigen sich auf einen Fahrplan zur Beilegung des Bürgerkriegs. Das Land in Nordafrika ist auch wegen der europäischen Flüchtlingskrise von großer Bedeutung.25.07.2017
Italien gibt Widerstand aufEU verlängert Marine-Mission vor LibyenDie EU-Staaten wollen weiterhin mit ihren Marineschiffen gegen Schleuser in Libyen vorgehen und Flüchtlinge aus Seenot retten. Vor allem Italien besteht zunächst auf einer wichtigen Änderung bei dem Einsatz - muss dann aber einlenken. 25.07.2017
Strenge Regeln im MittelmeerItalien nimmt Seenotretter an die LeineMit einem Verhaltenskodex für NGOs versucht Italien den Befreiungsschlag. Privaten Seenotrettern soll ihre Arbeit schwerer gemacht werden. Die Hoffnung der Italiener: weniger Last. Die Befürchtung der Helfer: mehr Tote.25.07.2017Von Nora Schareika
Angriff von SchulzDas Flüchtlingsthema kann Merkel schadenSPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz macht die Flüchtlinge zum Wahlkampfthema. Das Manöver wirkt aktionistisch, könnte die Union und die Kanzlerin aber empfindlich treffen. Nutzen dürfte es aber weniger der SPD.24.07.2017Von Christian Rothenberg