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Sorge vor weiteren Ausschreitungen 70.000 Einsatzkräfte bereiten sich auf neue Protestwelle in Frankreich vor

23.10.2026, 14:25 Uhr
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(Foto: -/Kyodo/dpa)

Gepanzerte Fahrzeuge, Wasserwerfer und 70.000 Einsatzkräfte: Frankreich bereitet sich auf neue Proteste vor. Der Innenminister spricht von Aufrufen zu Gewalt und Plünderungen.

Vor erneuten landesweiten Demonstrationen in Frankreich mit befürchteten Ausschreitungen hat Innenminister Laurent Nuñez eine massive Mobilisierung von Polizeikräften und ein hartes Durchgreifen angekündigt. "Morgen werden insgesamt 70.000 Polizisten und Gendarmen im öffentlichen Raum im Einsatz sein, darunter sowohl lokale Einsatzkräfte aus den verschiedenen Departements als auch Angehörige der mobilen Einsatzkräfte, der republikanischen Sicherheitskompanien und der mobilen Gendarmerie-Einheiten", sagte Nuñez in Paris.

Neben Spezial- und Eliteeinheiten der Polizei kämen auch gepanzerten Fahrzeuge und Wasserwerfer zum Einsatz. "Was am 17. Oktober geschehen ist, ist völlig inakzeptabel, und deshalb werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um diese Plünderungen, diese Übergriffe und diese Angriffe auf öffentliche Gebäude zu verhindern", sagte der Innenminister mit Blick auf die schweren Ausschreitungen am Rande von Demonstrationen am vergangenen Samstag.

Nun werde erneut mit Gewalt gerechnet, sagte Nuñez. "In den sozialen Netzwerken gibt es zahlreiche Aufrufe zu Gewalttaten, und es gibt erneut zahlreiche Aufrufe zu Plünderungen, bei denen es sich offensichtlich um Botschaften der Randalierer handelt." Eine Reihe von Demonstrationen sei bereits verboten worden.

Erlaubt würden Kundgebungen, die von den Organisatoren mit einem Ordnungsdienst begleitet würden, "und unter der Voraussetzung, dass sie natürlich nicht an Orten stattfinden, an denen es zu Plünderungen, Störungen der öffentlichen Ordnung und Ähnlichem kommen könnte." Insofern würden Demonstrationen eher an den Rand der Innenstädte verlegt.

Unabhängig von den Einschränkungen für Demonstrationen am Samstag blieben die Ausgangsbeschränkungen in sensiblen Bereichen der Städte in Kraft, sagte der Innenminister. Seit Wochen bereits demonstrieren Schüler in Frankreich für mehr Vertretungslehrer, eine bessere Ausstattung ihrer Schulen und weniger überfüllte Stundenpläne. Die Schülerdemonstrationen mündeten am vergangenen Samstag in breitere Proteste auch gegen eine zu geringe Kaufkraft, wobei es in Paris und anderen Städten zu schweren Ausschreitungen kam.

Quelle: ntv.de, dpa

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