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Kraftstoffpreise sinkenADAC fordert trotz günstigerem Tanken stärkere Preissenkungen

17.06.2026, 14:52 Uhr
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(Foto: picture alliance / Caro Kadatz)

Tanken ist im Laufe der vergangenen Tage deutlich günstiger geworden - der ADAC fordert aber eine "weitaus stärkere" Preissenkung.

Aktuell kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 1,854 Euro und damit 5,2 Cent weniger als in der Vorwoche, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Der Preis für Diesel ging sogar um 9,1 Cent zurück und liegt demnach bei 1,797 Euro.

Die Spritpreise liegen damit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang März, wie der ADAC erklärte. Allerdings sei auch der Ölpreis deutlich gesunken - aus Sicht des Autofahrerclubs müsste der Spritpreis daher noch stärker sinken. Denn der Ölpreis liege aktuell auch etwa auf dem Preisniveau von Anfang März, damals sei allerdings der Tankrabatt noch nicht in Kraft gewesen. Dieser senkt den Preis an der Zapfsäule aktuell um fast 17 Cent pro Liter. "Vor diesem Hintergrund zeigt sich sehr deutlich, wie groß das Potenzial für weiter sinkende Kraftstoffpreise ist", erklärte der ADAC.

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) wies den Vorwurf der Preistreiberei am Mittwoch erneut zurück. Laut einer vom Verband in Auftrag gegebenen Studie fiel der Preisanstieg infolge des Iran-Kriegs "abzüglich Steuern, Abgaben und regulierungsbedingter Kosten in Deutschland" für Diesel geringer beziehungsweise für Benzin vergleichbar oder sogar niedriger zu dem in anderen europäischen Ländern aus.

Verbandschef Patrick Wendeler forderte: "Wir benötigen dringend eine Versachlichung der Diskussion statt pauschaler Schuldzuweisungen. Und anstelle von Zusatzbelastungen braucht die Branche jetzt vielmehr massive Investitionen, um die Standorte in Deutschland zu erhalten."

Mineralöl sei nach wie vor der wichtigste Energieträger im deutschen Energiemix mit einem Anteil am Primärenergieverbrauch von 36 Prozent, betonte Wendeler. Die Versorgung mit Kraft- und Brennstoffen für Mobilität, Wärme und kritische Infrastruktur sowie notwendige Grundstoffe für wichtige Wertschöpfungsketten stünden aber "unmittelbar auf dem Spiel".

Quelle: ntv.de, AFP

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