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KI-Boom treibt Chipindustrie anASML zielt Rekordgewinne und erwartet weiteres Wachstum

14.10.2026, 14:37 Uhr
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(Foto: Peter Dejong/AP/dpa)

Eine unverändert robuste Nachfrage verhilft ASML zu einem erneuten Umsatz- und Gewinnsprung.

Daraufhin legte der weltgrößte Anbieter von Halbleiter-Produktionsanlagen am Mittwoch einen überraschend optimistischen Ausblick für das laufende Quartal vor. "Wir haben einen Rekordumsatz am oberen Ende unserer Zielspanne erwirtschaftet", sagte Konzernchef Christophe Fouquet. Ein Ende des aktuellen Wachstums sei nicht in Sicht. Einige Kunden wollten bereits Bestellungen für 2029 und 2030 aufgeben.

Das wertvollste börsennotierte Unternehmen Europas steigerte den Umsatz im dritten Quartal um mehr als die Hälfte auf 11,66 Milliarden Euro. Der Reingewinn verdoppelte sich nahezu auf 4,96 Milliarden Euro und lag deutlich über den Markterwartungen. Vor allem das Geschäft mit der Modernisierung bereits installierter Anlagen habe sich überraschend stark entwickelt, erläuterte Fouquet. Auf Grundlage dieser Zahlen kündigte der niederländische Konzern eine Zwischendividende von 1,88 Euro je Aktie an.

Für das laufende Quartal stellte ASML Erlöse zwischen 14,2 und 15,2 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von 57 Prozent in Aussicht. Analysten hatten mit 14,19 Milliarden Euro beziehungsweise 55,4 Prozent gerechnet. Das Unternehmen präzisierte darüber hinaus sein Wachstumsziel für 2026. Es erwartet nun einen Umsatz zwischen 44 und 45 Milliarden Euro. Bislang hatte es eine Spanne von 43 bis 45 Milliarden Euro prognostiziert.

ASML beherrscht Schätzungen zufolge 94 Prozent des Weltmarktes für Lithographie-Anlagen. Der Konzern setzt dabei als einziger auf extrem ultraviolettes Licht (EUV). Mithilfe dieser Technologie können die Maschinen - jede so groß wie ein Doppeldeckerbus und etwa 400 Millionen Dollar teuer, - besonders feine Schaltkreise auf Silizium-Wafer brennen. Dadurch werden Halbleiter kleiner und leistungsfähiger. Angesichts der rasant wachsenden Nachfrage nach modernen Hochleistungsprozessoren dürften EUV-Anlagen für 2027 bereits komplett ausverkauft sein, schrieb Analyst Sandeep Deshpande von der Bank JPMorgan. Daher will der Konzern seine Produktionskapazitäten in den kommenden beiden Jahren um jeweils 30 Prozent erweitern. Dies gelte sowohl für die modernen EUV-Maschinen als auch für die Vorgänger-Generation, die mit tief ultraviolettem Licht (DUV) arbeitet. Zu den wichtigsten Kunden von ASML gehören der Auftragsfertiger TSMC sowie die Chipkonzerne Intel und Samsung.

Quelle: ntv.de, rts

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